Donnerstag, 30. Dezember 2010

Rough Riders in Vietnam

Wie schon im letzten Blog angedeutet, sind wir jetzt seit 3 Tagen in Vietnam. Die erste Station war die nördliche Stadt Hanoi. Nach der nächtlichen Landung unseres Fliegers sind wir nur noch ins Hostel gefahren und fielen ins Bett. Reisen macht echt super Laune, ist aber nach einiger Zeit auch echt anstrengend.
Vor dem Ho Chi Minh Mausoleum in Hanoi
Am nächsten Tag ging es dann nach einem super Frühstück (es gab sogar Käse, und der war sogar richtig lecker!) Richtung Altstadt. Nachdem wir von Thailand und Kambodscha schon Einiges in Sachen Verkehr gewöhnt waren übertrifft Vietnam diese Länder bei Weitem. Rechts oder links überholen, scheiss egal. Blinken tun nur die Armen und Schwachen, und wer kein Moped besitzt ist sowieso ein Niemand. Ein absolutes Chaos, gepaart mit stetigem Hupkonzert. Hat man sich an die Verkehrslage gewöhnt, ist Hanoi durchaus ein schönes Städtchen und gänzlich verschieden zu Thailand. Die Tempelanlagen sind hier nicht wie gewohnt mit Gold und Prunk verzieht, sondern eher schlicht im Sinne des Konfuzius gehalten. Einige schöne Parks und sehr viel leckeres Essen wurden gesichtet. Das Essen ist hier schwer von den französischen Kolonie-Zeiten geprägt und so sieht man viel Teiggebäck, Croissants und Baguettes (Paninis gibt es immer und überall zum Frühstück!). Zum Mittag gab es Fleisch mit Gemüse und Ananas, was man zusammen in so einer Art Esspapier eingewickelt hat und dann in Sauce dippte. Lecker und billig, eine bessere Kombi gibt es nicht!
Schildkröten im Temple Of Literature (Hanoi)
Abends sind wir dann fast schon obligatorisch auf den „Night-Market“ gegangen, der sich abermals von den thaiändischen absetzte. Während die thailändischen Strassenhändler gecheckt haben, dass Touris auf gefälschte Markenklamotten abfahren, haben die Vietnamesen zum Großteil diesen Trend verpasst. Generell scheint Mode etwas sehr Fragliches in Vietnam zu sein und so glich der Nachtmarkt eher einer großen Faschings- und Verkleidungskiste.
Nachdem am Flughafen schon eine Menge pupertierender Mädchen mit dem Großen ein Foto machen wollte und alle zuckersüß kicherten, war der Nachtmarkt für mich wohl der bisherige Gipfel. Wohin wir auch gingen, überall starrten Leute, zeigten mit dem Finger und machten andere auf die scheinbar überdimensionale Größe meiner aufmerksam. Die Mutigen haben sich neben mich gestellt und mit einer Hand über ihrem Kopf gezeigt, dass sie mir nur bis zu den Schultern reichen. Einfach klasse, ich habe gleich mit allen E-Mail Adressen ausgetauscht und jetzt habe ich 2000 neue Freunde auf Facebook..ach nee doof, das ist ja in Vietnam von der Regierung gesperrt..!
"Floating Villages" in der Ha Long Bucht 
Am nächsten Tag ging es dann früh raus mit dem Sammelbus Richtung Ha Long Bucht. Wir hatten Glück und erwischten einen der wenigen sonnigen Tage bisher in Vietnam. Mit knapp 20 anderen Touris ging es im Bus nach Osten und nach einer anstrengenden Fahrt  wurden wir auf einem Boot durch die Felslandschaften gefahren. Echt wunderschön und beeindruckend, was die Mutter Natur den Vietnamesen bescheert hat. Nicht weniger faszinierend war auch die Felshöhle, die natürlich für Touris in schönem, buntem Licht von innen ausgeleuchtet wurde. Nach insgesamt 4 Stunden Aufenthalt ging es dann wieder zurück in den Bus. Die 4 Amis in der letzten Reihe hatten sich auf der Bootsfahrt ne Flasche Jack Daniels und ein paar  Bierchen gegönnt und unterhielten uns mit sagenhaft unschön gesungenen Liedern. Ein gelungener Abschluss für einen schönen Tag.
Ha Long Bucht
Am nächsten Tag besuchten wir den guten, alten Ho Chi Minh in seinem Mausoleum. Überall weiss angezogenen Offiziere, die ihren geliebten verstorbenen Präsidenten bewachen. Behält man die Hände in der Hosentasche, wird man lieb mit einem Fingerzeig ihres Gewehrs daran erinnert, dass dies hier nicht gestattet ist. Nach einer Aufforderung hielten wir uns daran und im gehenden Tempo bei eisiger Stille wurden wir an Ho Chi Minh vorbeigeführt. Bischen blass, der Alte, aber sonst gut gehalten. Ne im Ernst, eine super Erfahrung, was man auf jeden Fall nicht missen sollte wenn man in Hanoi ist (hat nicht immer auf!). Nachmittags wollten wir eigentlich ins Wasserpuppen-Theater, was in Hanoi typisch ist. Dieses war aber leider ausgebucht und wir entschieden uns stattdessen bei Kaffee entspannt auf die Abreise am Abend zu warten.
Bau in der "Imperial City" in Hue
Im Schlafzug ging es dann am Abend nach Hue, der ehemaligen Hauptstadt Vietnams. Schlafzug, jaja von wegen. In dem bisher teuersten Transportmittel habe ich kein Auge zugetan. In einem kleinem Abteil mit 6 Betten (Maße: 70 cm x 1,50m (gefühlt)) teilten wir uns mit 4 Vietnamesen die nächtliche Ruhe. Nachdem die eine Vietnamesin alle ihre Klingentöne auf ihrem neuen Handy durchprobiert hatte, ist der Vietnamese über mir offensichtlich und für alle hörbar eingeschlafen. Boah, Schnarchen ist gar kein Ausdruck, das war Ruhestörung, trotz Ohropax. Nach insgesamt 15 Stunden Fahrt wurden wir von der üblichen Armee Taxi- und Rikscha-Fahrern empfangen und fanden uns alsbald in dem abermals super komfortablen Hostel in Hue wieder. Kurz frisch gemacht und dann ab in die Stadt, denn für Hue war nur ein Tag geplant. Hier sind die Rikscha-Fahrer noch penetranter als in Thailand und fahren wirklich so knapp 3 Minuten neben dir her und bequatschen dich mit ihrer super billigen „One hour tour“.

"Forbidden Purple City" in Hue

Flag Tower in Hue


Wacker zu Fuß besichtigten wir die „Imperial City“ und die „Forbidden Purple City“, die vom Stil her nochmal anders als alles Bisherige waren. Nach 5 Stunden laufen und als selbst die Kaffees ihre Wirkung verlierten entschieden wir uns wieder ins Hostel zurückzukehren um etwas Schlaf nachzuholen. Gesagt, getan und schwubbs war es 20 Uhr. Fertigmachen und um 21 Uhr ging es erst was essen und dann ab ins Nachtleben. Nach einigen „Passionfruit leg opener“ – Cocktails (tierisch lecker) in einem benachbarten Backpacker Hostel sind wir mit einer Gruppe von Leuten ins „Brown Eyes“ gegangen, der scheinbar letzten Tanzbar, die noch offen hatte um die nächtliche Uhrzeit (es war 23 Uhr). Billiges Bier tat sein übriges und es war ein sehr lustiger Abend.
Jetzt sind wir gerade auf dem Weg nach Hoi An. Einer ruhigen Stadt an der Küste, die vor Allem wegen der vielen Schneider bekannt ist. Mal sehen, ob ich da nicht zuschlage und mir was maßschneidern lasse…liebe Grüße und an alle ein schönes neues Jahr schon mal im Vorraus. Rutscht gut rein und lasst es krachen……

Sonntag, 26. Dezember 2010

"One dollaaar, sir….10 cards one dolaarr!"

Der Titel meines Blog-Eintrags war wohl zusammen mit “Tuk Tuk” der häufigste Satz mit dem wir in Kambodscha begrüsst wurden. Minderjährige Kinder, die mit fast weinender Stimme das mitleidende Herz vorbeilaufender Touris weichklopften um schließlich irgendetwas für einen Dollar zu verkaufen. Aber der Reihe nach.
Wenn Bäume sich an der Größe ihrer Wurzeln messen,
dann wäre dieser hier Michael Knight!
Nach einer anstrengenden 12 Stunden langen Busfahrt (draussen: 28 Grad, drinnen: 15 Grad durch Klima) von Krabi nach Bangkok ging es vor 5 Tagen direkt weiter in den nächsten Bus Richtung Grenze. Mit  diesem konnten wir bis zu einem Vorort der Grenze fahren und den Rest mussten wir mit unseren heißgeliebten Tuk Tuks hinter uns bringen. Informiert wie wir waren, wussten wir, dass das sogenannte „Consulate of Cambodia“ ein Fake von den Thais ist um bescheuerten Touris überteuerte Visa für Kambodscha anzudrehen. Prompt fuhr uns natürlich der Tuk Tuk Fahrer dorthin, aber wie schon gesagt: Schade Schokolade, nicht mit uns..und so ging es alsbald weiter zur richtigen Grenze. Der Übergang verlief dann relativ problemlos, bis auf die langen Wartezeiten (die Thais scheinen die „Foreigners“ besonders gerne langsam aus ihrem Land zu lassen!) und schon vielen wir auf den nächsten Trick herein. Mit einem „Free Shuttle Bus“ fuhr man uns zur nächsten Busstation, wo man keine Chance hat wegzukommen, ausser mit einem überteuerten Taxi. Hilft nichts, da müssen wir durch.
Wurzelbaum in Ta Phrom
Für deutsche Verhältnisse immer noch günstig sind wir dann zusammen mit 2 Kanadiern nach Siem Reap gefahren.
Unser Taxifahrer „Long“ (geiler Name, hihi) klärte uns über das korrupte System in Kambodscha auf und nach einem platten Reifen und nunmehr insgesamt 21 Stunden Fahrt fanden wir uns schließlich in unserem Hostel wieder. Abends noch schnell was gegessen, über den Nachtmarkt gelaufen und dann Schlafen.
Am nächsten Tag sollte der eigentliche Grund nach Kambodscha zu fahren besucht werden: Angkor Wat. Diese riesige Tempelanlage, ich glaube im 16. Jahrhundert erbaut (aber nagelt mich nicht drauf fest), ist wirklich beeindruckend. Nachdem uns unser Hostel eine Tagestour mit dem Tuk Tuk für 13 Dollar anbot, haben wir es lieber auf eigene Faust probiert. Gesucht, gefunden und so sind wir schließlich für 12 Dollar gefahren. Dem Hostel haben wirs gezeigt, pah! ;-) Unser Fahrer „Nak“ hat kaum Englisch gesprochen, was ihn aber nicht davon abhielt mit uns zu reden. „Angkor nim den good“..Alles klar Nak!
Wenn man ganz genau hinsieht,
dann kann man sogar die Julia erkennen
(Angkor Wat)
Zurück zu den Tempelanlagen, denn die sind wirklich eine Attraktion gewesen. Mitten im Grünen sind riesige Steinbauten (der höchste Turm ist 65 Meter hoch) errichtet worden und bietem dem Besucher ein beeindruckendes Bild. Besonders beeindruckend war für mich eine Anlage, die durch riesige Wurzelbäume immer weiter zerstört wird. Der Wahnsinn und dieser Besuch war die Reise nach Kambodscha alle Mal wert. Wie schon am Anfang des Posts angedeutet, waren die „One Dollar“-Kinder das Einzige was einem ein wenig sauer aufstoß. Besonders in Angkor Wat waren die Touris natürlich ein gefundenes Fressen. Ich möchte mich hier nicht über die Kinder lustig machen oder gar deren Armut in Frage stellen, aber uns wurde gesagt, dass die Kinder auch nur für die Erwachsenen arbeiten und schließlich nichts von dem Geld behalten. So tut man noch nicht mal den Kindern was Gutes, wenn man deren Karten abkauft. Abends haben wir uns dann mit den Kanadiern zum Essen und nachträglichem Bar-Besuch getroffen.
Es war wirklich ziemlich hoch! Wirklich!
In der „Pub“-Street (die hieß wirklich so) wurde das ein oder andere Bierchen geleert und sich ausgetauscht. Klassisch!
Am letzten Tag hieß es dann „back to Bangkok“. In einem völlig überfüllten Mini-Bus (die Thais haben es echt geschafft in den Van 16 Leute zu quetschen), ging es abermals Richtung Grenze. Während wir bei der Einreise sehr früh ankamen, war dies bei der Rückreise überhaupt nicht der Fall und so reihte man sich ein und schaute unkoordinierten Thais dabei zu die Touris in die Einreise-Halle zu lassen. Nach knapp 2 Stunden Warten (bei 30 Grad im Schatten) und nachdem sich eine 1,40 Meter Gnömin vorgedrängelt hatte („i‘m sick, i‘m sick“,..jaja am arsch) wäre ich fast durchgedreht. Ich riss mich zusammen und so ging es bald weiter im gequetschten Mini-Bus. Nachts dann wieder in Bangkok. Fast schon ein heimisches Gefühl in eine Stadt zu reisen, in der man schon mal war. Schlafen! Aufwachen! Weihnachten..hä? ernsthaft? Wegen nicht funktionierender Klimaanlage die ganze Nacht geschwitzt, draussen empfängt einen Sonnenschein gepaart mit schwüler Hitze und das ganze am 24. Dezember.
"Nak" der Tempel Tuk Tuk Fahrer
Ein komisches Gefühl. Wir beschlossen, den Tag shoppen zu gehen und zwar im MBK-Center. Ein klasse Einkaufszentrum bzw. eine Mall, wo es sowohl originale nicht allzu teure Markensachen, als auch die üblichen Plagiate, sowie einige lokale Klamotten gibt. Hier viel dann zum ersten Mal meine Größe ins Gewicht, denn viele Thai-Größen sind halt nicht bis 1,97m gemacht. Nach einigem Suchen wurde auch ich schnell fündig und ein paar Weihnachtsgeschenke wurden sich selber gekauft.
Abends ging es dann auf Anraten in die „Sky bar“ oder „Sirocco“, die wohl höchste Open-Air Bar der Welt (oder nur Thailands, wie auch immer!). In einem Hotel der Superlative ist auf dem Dach eine exquisite Bar aufgebaut, die zusammen mit einem kleinem Live-Orchester zum gemütlichen Stell-Dich-Ein der Creme de la Creme einlädt. So richtig wohl fühlten wir uns unter den versnobten Pappnasen nicht, aber der Blick über die Stadt bei Nacht und die leckeren Cocktails ließen die Leute schnell in den Hintergrund geraten. Ein ganz anderer Heiligabend neigte sich so entspannt seinem Ende und besinnlich schlief man in den 1. Weihnachtstag, womit wir beim gestrigen Tag angekommen sind.
Julie et Yannique de Canada (abends in Siem Reap)
Angekommen ist hierbei das Richtige Wort, denn gestern sind wir nach einem entspanntn Vormittag in den Flieger gestiegen und nach Vietnam, Hanoi geflogen. Wer geglaubt hat, er kenne schlimme Verkehrsbedingungen und verrückte Fahrer, der soll nach Vietnam kommen. Italienische und spanische Moped- und Autofahrer nehmt euch vor den Vietnamesen in Acht. Hier zählt die Hupe mehr als die Bremse. Zwei Spuren wären grundsätzlich zu 4 ausgebaut und für Motorrad- und Mopedfahrer gibt es sowieso keine Regeln. Mann mann mann. Zum Glück war unser Fahrer ein Meister seines Fachs und so schafften wir es doch zu unserer Bleibe. In dem bisher komfortabelsten Hostel (das Zimmer ist so groß wie 3 Zimmer des letzten Hostels zusammen) für 7 Euro pro Person schliefen wir aus und ich freue mich jetzt gleich auf das Frühstück, was natürlich auch inklusive der 7 Euro ist…hallooo, wäre ja auch wirklich Wucher sonst, nech? In dem Sinne, gibt es bald News aus Vietnam…stay tuned!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Krabissimo auf die Taucher!

7:00 Uhr morgens, irgendwo zwischen Bangkok und der Grenze Kambodschas: Nach mittlerweile 15 Stunden Busfahrt finde ich nun Zeit die letzten Tage Revue passieren zu lassen.
Long Beach Strand (Bungalow direkt am Strand)
Vor 5 Tagen sind wir bei bestem Wetter in Phuket angekommen. Die Ruhe von Chiang Mai noch im Hinterkopf, hat uns Phuket und insbesondere Patong Beach (in dem Teil von Phuket haben wir übernachtet) überhaupt nicht gefallen. Soweit man sehen konnte nur Bars, Diskotheken und Essensstände. Was in Deutschland durchaus für eine Partynacht taugen würde, war diesmal nicht unsere Intention und gepaart mit tausenden von Touristen ein für uns ungewohntes Bild. Wir gingen am Abend Richtung Strand, wo zu Allem Überfluss auch noch eine riesige Parade stattfand. Überall nur Farangs (der „Weisse“ auf Thai) und wir waren froh am nächsten Tag nach Krabi aufzubrechen.
Die Fahrt gestaltete problemlos mit dem Minibus und schwubbs fanden wir uns in unserem Bungalow direkt am Long Beach Strand wieder. Erste Aktion: Meer gucken und schwimmen! Feststellung: Wasser noch wärmer als draussen, Erfrischung Fehlanzeige!..trotzdem super schön.
Traumhafte Landschaften vor Ao Nang
Unsere Tauchlehrer: Ben und Sharol
Nach einem leckerem Abendessen, gekocht von der Familie, die die Bungalows betreut, planten wir die nächsten Tage einen Tauchkurs zu machen. Michael (Niederländer, den wir auf dem Trek kennengelernt hatten) hatte mir erzählt, dass es gerade in Australien schöne Tauchorte gibt und insbesondere in Thailand wahrscheinlich der Tauchkurs etwas billiger sei. Schnell im Internet nachgeguckt und nach einigem Suchen wurden wir am nächsten Tag von „Dam“ zu einem 3-tägigen Tauchkurs abgeholt. Unsere Lehrer „Ben“, gebürtiger Brite, und Sharol (aus Kanada) gingen mit uns direkt am ersten Tag nach langem Theorie-teil (knapp 3 Stunden Video gucken und Fragen beantworten) in einen nahegelegenen Swimming-Pool um einige Grundlagen zu üben. Mann mann mann, ich hätte es mir einfacher vorgestellt. Unter Wasser nur durch den Mund zu atmen ist gar kein Problem, auch den Druckausgleich kriegt man schnell in den Griff, aber grazil unter Wasser durch sein Atmen die Höhe und Tiefe zu regulieren und waagerecht zu bleiben ist echt ne harte Nuss. Wenn man sich aber erstmal darauf eingelassen hat, dass alles etwas langsamer unter Wasser funktioniert ist das Ganze eine super entspannte Sache.
Am 2. Tag wurden wir dann direkt mit einem Boot am Strand nahe unseres Bungalows abgeholt und es ging zu einem ersten „Open Water“ Tauchgang. An einer lokalen Insel (local islands von Ao Nang) gingen wir runter und tauchten für gut 45 Minuten. Obwohl dieser Tauchgang noch stark geprägt war durch unkoordiniertes und zwanghaftes Folgen unseres Tauchmasters „Ben“, war der Eindruck unter Wasser einfach fantastisch. Zusammen mit Fischen zu schwimmen und diese in unberrührter Natur zu beobachten ist echt klasse und faszinierend. An dem Tag folgte ein weiterer Tauchgang bei einer anderen Insel und etwas abschließende Theorie am Nachmittag. Abends waren wir meistens zu kaputt um noch etwas zu unternehmen und es kam dazu, dass unsere Bungalows sehr weit außerhalb waren und  man nirgens zu Fuß hingehen konnte. So hieß es früh ins Bett um am nächsten Tag um 7:00 Uhr zu den Phi Phi Islands zu fahren.
Ein Chang (mein Favorit von den Thai Bieren) auf die
bestandene Tauchprüfung!
 Mit einem riesigen Boot, wo noch ungefähr 8 andere Tauchgruppen a 4 Leute mitfuhren, ging es zu den Inseln, wo „The Beach“ gedreht wurde. Mit etwas mehr Erfahrung ließen sich dort unsere letzten 2 Tauchgänge richtig genießen. Für mich besonders beeindruckend, waren die riesigen Korallenriffe, die in allen Farben leuchteten und der Blick von unten an ihnen herauf ist einfach unbeschreiblich.
Ansonsten sahen wir einige Rochen und andere seltene Fische, von denen ich leider die Namen nicht auf deutsch weiss. Nach bestandenem Test wurde das Ganze offiziell und ich bzw. wir sind nun zertifiziert überall auf der Welt bis zu einer Tiefe von 18 Metern zu tauchen. Fuck Yeah!!
Trotz Wolken in einem Wort: traumhaft!
Im Nachhinein war der Tauchkurs das Beste, was wir hätten machen können, denn das Wetter war in diesen Tagen nicht besonders gut. Es regnete und der Himmel war stets wolkenbehangen. Unter Wasser störte dies allerdings überhaupt nicht..
Vor unserer Abreise leihten wir uns am letzten Tag ein kleines Motorrad und düsten damit durch die Kleinstadt. Auch wieder ein cooles Gefühl mit den Thais um die Wette zu heizen. Nach einer Weile hatte ich auch das obligatorische Hupen drauf und ich glaube ich gehöre jetzt dazu. Ja gut mal abgesehen von der überdimensionalen Größe und der Hautfarbe, aber sonst würde ich nicht auffallen ;-)
Jetzt geht es wie Anfangs schon erwähnt nach Kambodscha um Angkor Wat zu besichtigen. Die gesamte Reise findet mit dem Bus statt und auf eigene Faust. In ungefähr einer halben Stunde sollten wir an der Grenze sein und wenn alles gut geht so in 5 Stunden bei unserem Hostel. Dort werde ich dann diesen Post reinstellen..stay tuned..

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Same, same but different!

Ein weiterer Reiseabschnitt liegt nun hinter uns und soll an dieser Stelle festgehalten werden. Vor 6 Tagen sind wir im Norden Thailands in Chiang Mai angekommen. Wie schon beschrieben, ein ganz anderes Gefühl als in Bangkok. Alles sehr viel ruhiger, nicht zu viel Gewusel, angenehmeres Klima (Schlafen ohne zu Schwitzen, ein Traum!) und nicht so aufdringliche Leute. Nach einigen Umständen das Hostel zu finden (der Straßenname war im Internet nicht ganz richtig geschrieben) sind wir nach der Ankunft nur noch ins Bett gefallen und schliefen uns aus.
Tempelanlage in Chiang Mai
Am nächsten Tag ging es dann nach gewohntem Thai-Nudelsuppen Frühstück auf in die Altstadt natürlich zum Tempel gucken. Zwar wurden wir auf dem Weg abermals von Tuk Tuk Fahrern angesprochen, die ihre super Touren verticken wollten, aber wir wussten es diesmal besser und fielen nicht darauf herein. Klasse war vor Allem, dass jeder von denen ein Notizbuch dabei hatte, wo vermeintlich ehemalige Touris in jeder Sprache die Tour anpriesen: "Jack zeigt ihnen die Seiten von Chiang Mai, die sie sonst nie sehen werden. Wir freuen uns auf eine neue Tour mit Jack! ". Verglichen mit Bangkok waren diese Tuk Tuk Fahrer allerdings harmlos und ließen einen in Ruhe, wenn man Nein sagte. 
Nach einigem Laufen sind wir dann auf einen nahegelegenden Berg gefahren um den Doi Suthep Tempel zu besichtigen. 
Doi Suthep Tempel
Abgesehen von dem üblichen Buddha-Zeugs war vor allem die Aussicht und der Blick über Chiang Mai die Sache wert. Abends sind wir dann auf den Night-Bazaar gefahren. Man kann sich das Ganze ähnlich wie die Khao San (letzter Post) in Bangkok vorstellen, nur viel größer. Überall alles Mögliche zu Essen und natürlich die üblichen gefälschten Marken. Schon lustig, wenn man plötzlich alle Touris nur noch mit Ralph Lauren Polo Shirts und Billabong Shorts rumlaufen sieht. Nach einigem Feilschen hab ich mir ein Chang  (mein Lieblingsbier in Thailand) T-Shirt für umgerechnet 4 Euro und ein paar Boxershorts gekauft. Julia hat sich mit Tops und Ohrringen eingedeckt.
Der nächste Tag war wohl der bislang Entspannteste. Nach einem super Buffet Frühstück in einem nahegelenden Cafe sind wir gemütlich Richtung Ping-Fluss marschiert, hatten kurz überlegt eine Bootstour zu machen uns dann aber doch dagegen entschieden und in einer Bar lieber ein Bierchen getrunken. Nachmittags haben wir dann zum ersten Mal wieder Sport gemacht und waren Joggen und Gewichte-Heben im Park um die Ecke. Abends ging es dann abermals auf den Nacht-Bazaar.
Am 3. Tag wurden wir früh Morgens abgeholt und zu unserem Koch-Kurs gebracht. Zuerst ging es zu einem Thai-Markt, wo uns die unterschiedlichen Zutaten erläutert und durch Riechen und Schmecken nahe gebracht wurden.

Gefährlich!
Die Koch-Crew!










Dann ging es weiter zu dem Haus in dem wir kochten. „Pat“, eine Thai Frau mit dem breitesten Lachen, empfing uns herzlich und nach kurzer Einführung schnibbelten wir mit Katie (Australierin), Elizabeth und noch einem Briten, von dem ich den Namen vergessen habe, um die Wette. Anfangs versuchte ich noch krampfhaft mir zu merken, welche Zutaten wann in die Suppe, die Curry Paste oder den Chicken Salat kommen. Dieses schlichtweg unmögliche Unterfangen gab ich bald auf und genoss unsere super leckeren Gerichte in vollen Zügen. Das Beste war für mich das Massaman-Curry und die Nachspeise in Form von Coconut-Sticky Reis…yummy. Am Ende gab es ein Zertifikat und alle Rezepte in gedruckter Form. Eine super Sache, alle waren begeistert und von dem vielen Essen bereit für ein kleines Schläfchen. Nach diesem ging es Abends zum Thai-Boxen. Wie uns nachher mitgeteilt wurde, fand dieses in Mitten des Rotlicht-Milieus von Chiang Mai statt, was die vielen Mini-Röcke und Kleidchen dort erklärte. Ansonsten haben die Thai-Boxer sämtliche internationale Konkurrenz blamiert. Der englische Boxer sah so aus als hätte er schon vorher ein paar Chang getrunken und der Thai-Typ hat ihn bereits in der 1. Runde ausgeknockt. Der Schwede hat 2 Runden durchgehalten. Mann mann mann! Zusätzlich fanden noch ein paar Kämpfe nur zwischen Thais statt, die weitaus interessanter waren. Echt unglaublich, wie vermeintlich schmächtig aussehende Typen so drauf haun können..!
Elefantenreiten
Am 4. Tag in Chiang Mai begann dann aus meiner Sicht das bisherige Highlight der Tour. „Mr. Bond“ (Spitzname der sich während der Tour entwickelte) holte uns in seinem Truck zu der 3 tägigen Trekking Tour ab. Nachdem wir die anderen 7 Mitstreiter eingepackt hatten, fanden wir uns schnell in den Bergen in einem Elefanten-Camp wieder. Die Gruppe war klasse und zu zweit ging es auf die Elefanten zu einem Ritt durch die Wildness. Im Nachhinein ist es nicht so spannend wie es klingt.

Hiking auf den Berg!


Das Ganze ist relativ unbequem und nach einer Weile verliert es seinen Reiz im Schneckentempo durch den Wald zu hoppeln. Die Natur war jedoch beeindruckend und die Erfahrung alle mal super.
Danach ging es dann 3 Stunden hiken durch den Dschungel. Bei einer nicht zu verachtenden Steigung war dies super anstrengend und alle schwitzten wie Sau. Oben auf dem Berg angekommen verbrachten wir die Nacht mit viel Chang, internationalen Gesprächen und gänzlich ohne Strom in einem Dorf der Superlative. „Mr. Bond“ griff zur Guitarre und es wurde schnell klar, dass sein Repertoire an Liedern sehr beschränkt ist. So gab es eine Menge Oasis („Dont look back in anger“ werde ich in den nächsten Monaten nicht mehr aus meinem Kopf bekommen), Bob Marley und Beatles. Ein paar Thai-Worte wurden ausgetauscht, weshalb jetzt alle Leute in der Gruppe wissen was Ladyboy auf Thai heisst, nämlich „Katoi“.
Mr. Bond
Sonnenuntergang auf dem Berg!


















Am nächsten Tag teilte sich die Gruppe und wir waren nur noch zu 6. Es blieben Michael und Leonie aus Holland, Jay aus Californien, Johan aus Schweden (er hatte den geilsten Akzent und hat wie Borat Englisch geredet „I like, how much?“) und wir beide. Nach weiterem hiken gingen wir schwimmen am Wasserfall und verbrachten die Nacht am Lagerfeuer in einem Dschungel-Camp.
Wasserfall-Baden!
Dschungel-Camp mit geilem Bambus

Touris im Dschungel
Bambus ist echt ein super Material aber ohne Matratze auch Schweine hart zum Schlafen darauf. Nevertheless hatten wir eine Menge Spass und wie schon erwähnt war die Natur echt beeindruckend.
Am letzten Tag sind wir dann Water-Raften gewesen. Nachdem uns Mr. Bond nur angewiesen hatte Shorts und nicht Schwimmsachen anzuziehen, bin ich frohen Mutes in normalen Shorts eingestiegen. Ja gut um es kurz zu machen, nach den ersten Stromschnellen waren wir alle klitsch-nass. Nach einer 30 minütigen Fahrt stiegen wir um auf ein Bambus-Floß. Ich muss immernoch lachen wenn ich daran denke. Jay und Michael sind zuerst auf das Ding gestiegen und das Teil war dann schon fast vollständig unter Wasser. Schließlich schafften es die beiden nicht die balance zu halten und fielen prompt ins Wasser. Geil! Als wir schließlich alle drauf waren sah man wirklich gar nichts mehr von dem Floß und wir waren alle bis zu den Knien im Wasser. Nachdem unser Guide dann auch noch verlangte, dass alle sich hinsetzen sollen muss es echt von draussen so ausgesehen haben, als hätten 6 völlig bescheuerte touristen sich auf irgendwelche Steine unter Wasser gesetzt. Wir haben alle super viel gelacht auf dem Weg durch das Wasser und damit endete unser Trip.
Abends trafen wir uns dann alle im Riverside wieder zum Party machen.
Michael und Leonie from de Nederlands!
"You are tall man, very tall..haha!"
















Ein paar Clubs wurden ausgecheckt und es war ein gebührender Abschied, denn schließlich hieß es für uns dann heute abermals Einchecken. Jetzt sind wir gerade in Phuket (Patong Beach) angekommen und werden wohl bald ins Bett gehen, denn morgen geht es direkt weiter nach Krabi…von dort dann die nächsten News…

Freitag, 10. Dezember 2010

Letzte Tage in Bangkok und Flug nach Chiang Mai

Nach knapp 4 Tagen Pause finde ich nun in Chiang Mai etwas Zeit meinen Blog zu aktualisieren. Die letzten Tage in Bangkok waren ebenso interessant wie die ersten Eindrücke und es kommt einem vor als wäre man eine Ewigkeit unterwegs, weil man an einem Tag so viel erlebt, wie schon lange nicht mehr.
Grand Palace in Bangkok
Am 2. Tag in Bangkok haben wir es dann geschafft den großen Palast (Grand Palace) zu besuchen. An allen anderen Eingängen ausser dem offiziellem wurde uns von der "Tourist Police" mitgeteilt, dass der Palast erst wieder am Nachmittag für "Foreigners" geöffnet sei und jetzt die Thais beten würden (@Jörn: somit waren Johnny und du nicht die einzigen die dort verarscht wurden). Wir blieben hartnäckig und ließen uns nach den ersten Erfahrungen der ersten Tage keine ultimative Tuk Tuk Tour andrehen und fanden schließlich den richtigen Eingang der rund 200.000 quadrat meter großen Anlage. Drinnen wurden wir dann abermals von Gold-Prunk und Buddha Statuen erschlagen, natürlich alles sehr schön, aber wie schon gesagt,  nach einer Weile doch eher eintönig.
Getummel auf der Khao San


Lecker Insekten
Nach unzähligen Nudel-Suppen (scheint bei den Thais in Bangkok DAS Gericht zu sein) und leckeren Ess-Experimenten (Pat Thai ist mein bisheriger Favorit (so eine Art gebratene Reis Sache mit Fleisch, Karotten,Nüssen...yummy)) sind wir dann gegen Abend auf die Khao San Road gefahren. Einfach unglaublich was dort abgeht. Von gefälschten Ausweisen (öffentlich auf Plakaten für geworben) über Werbeplakate a la "Very Strong Cocktail, we dont check your I.D." und alle möglichen gefälschten Markenklamotten ist dort alles zu finden. Am nervigsten waren wohl die "Frosch-Frauen", die mit ihrem Bauchladen durch die Straße zogen. Frosch-Frauen deshalb, weil diese ein kleines Holz-Teil dabei hatten, was beim Drüber-Reiben mit einem Holz-Stab ein Frosch-Geräusch machte. Immer und überall Frösche...klasse. Wir hatten eine Menge Spaß tranken ein, zwei Cocktails und fanden uns schließlich mit einer Tüte voller "Delikatessen" auf dem Hostel-Dach wieder. Wir hatten uns ein paar fritierte lokale Köstlichkeiten besorgt (Heuschrecken, Frösche, Kakerlaken, etc.). Erstaunlich wie man sich davor ekelt und dann beim Essen es doch garnicht so schlecht schmeckt. Der vermeintlich am schlimmsten aussehende Frosch schmeckte so wie Hühnchen und es war eine klasse Erfahrung.

Ja ich weiss, klassischer Touristen Spacken
Spassss im Park



















Der letzte Tag begann recht entspannt im Lumphini Park, da die geplante Besichtigung der Schlangen-Show erst um 15 Uhr begann. Nach einer erneuten Nudel-Suppe ging es dann zu den Schlangen. Zuerst nicht so angetan von den trägen Dingern, riss es dann doch die Live-Show heraus und die giftigen Viecher beeindruckten durch ordentlich Zischen und Beissen. Am Ende dann das obglitarische Bild mit der Riesen-Schlange, die natürlich niemals beisst. Echt ein cooles Erlebnis.

Die hat noch nie gebissen, wirklich!
Am Nachmittag hieß es dann Flug erwischen nach Chiang Mai. Online eingecheckt waren wir schon und so mussten wir lediglich den Flughafen rechtzeitig erreichen. 3 Stunden vorher hatten wir uns auf den Weg gemacht. An der Rezeption nach der Route gefragt ging es los Richtung Bahnhof. Zu allem Unglück hatte sich Julia auch noch am Fuß verletzt und obwohl sie tapfer durchgehalten hat konnten wir nicht unglaublich schnell voran. Am Bahnhof angekommen nannte man uns prompt einen neuen, billigen, viel besseren Weg zum Flughafen. Die Information schien legitim und so fanden wir uns in einem Zug wieder (damit haben wir dann auch jedes Verkehrsmittel in Bangkok mindestens einmal benutzt). Bei schwülen mind. 35 Grad im Zug und Backpack auf dem Rücken echt ein Erlebnis.
Super billig und super heiss. Zugfahren in Bangkok!
Am Aussteige-Bahnhof angekommen (nach freundlichem Hinweis von dem Schaffner hatten wir auch den richtigen genommen) ging es dann im Laufschritt zur Hochbahn, denn inzwischen wurde die Zeit echt kanpp, denn es wurde ausdrücklich auf den Tickets geschrieben, dass man mindestens 60 min. vor Abflug das Gepäck abgeben müsse. Schnell Tickets für die Hochbahn gekauft und es ging weiter Richtung Flughafen. Dort angekommen, fanden wir nach ein paar Fehlinformationen ("Section E Sir..", es war aber section D!!) im Laufschritt und völlig durchgeschwitzt unseren Schalter, checkten ein und gingen völlig verduselt in Richtung Passkontrolle (was man ja garnicht muss bei Inlandsflügen). Nach Anstehen bei der Passkontrolle, fälschlichen Ausfüllen unserer Departure Card von Thailand wurden wir darauf hingewiesen, dass wir zu den Domestic Flights gehen müssen. Jetzt wurde die Zeit abermals knapp und gut um es abzukürzen haben wir es dann noch geschafft...Puh!

Jetzt sind wir bereits den ersten Tag in Chiang Mai. Ganz anderes Gefühl. Weniger Smog, weniger Gewusel, angenehmeres Wetter und spitzen Hostel. Morgen geht es zum Koch-Kurs und übermorgen beginnt ein 3-tägiger Trekking Trip in das Hochland. Darüber mehr in dem nächsten Post...(fällt echt schwer und man glaubt garnicht wieviel Zeit für so einen Blog draufgeht, aber ich geb mir Mühe es weiter regelmäßig zu machen...so stay tuned!!!)



Montag, 6. Dezember 2010

Tuk-Tuk Mafia in Bangkok

Einer der vielen besuchten Tempel (Wat Phra Kaeo)

Mit knapp 40 Minuten Verspätung, gefühlten 30 Minuten Schlaf und nach knapp 11 Stunden Flug sind wir etwas erschöpft, aber voller Erwartungen in Bangkok angekommen. Durch Zufall fiel unsere Ankunft genau mit dem Geburtstag des Königs zusammen, was sich dadurch äußerte, dass überall und jedermann in Rosa (jaja die Thais setzen hier die Trends) rumlief. Die Suche nach dem Hostel verlief trotz des Aufruhrs problemlos und zack fanden wir uns wieder in unserer schönen, sauberen, neuen Bleibe mit super nettem Personal. Schnell duschen und dann ging es abends nochmal in die Stadt zum Essen, wo ich prompt einen bleibenden Eindruck hinterließ. Natürlich ging es in ein thailändisches Restaurant und so bestellte ich ohne genauen Plan was ich bekommen würde. Es stellte sich als eine Art Reispampe (wie sollte es anders sein) mit Meeresfrüchten heraus. Das Essen an sich war klasse, zumindestens die ersten zwei Löffel, denn dann schaffte es Roland mit einem geschickten Move sich fast den gesamten Schüsselinhalt über die Hose zu kippen. Schwubbs waren 5 Thais damit beschäftigt den Großen sauber zu machen. Super Einstand, da gehe ich nochmal hin ;-)
Perfekter Stil auch im Tempel
Der zur Zeit größte Typ in Bangkok


















Nach einer von jet-lag geprägten Nacht (Situation um 2:45 Uhr: "Bist du auch wach?".."Japp, top munter") ging es heut früh raus und Richtung Innenstadt um eine Kanalfahrt zu machen (vielen Dank für die Tipps Christian). Um die erste Ecke gegangen wurden wir prompt von dem ersten Thai angesprochen. Das Typische: "Where are you going? Where are you from? "Germany? "Guten Tag..haha"". Er teilte uns mit, dass die von uns geplante Bootstour aufgrund des gestrigen Geburtstags des Königs nicht stattfinden würde. Er gab sich als Lehrer aus und schien echt nett. Er nahm sich Zeit uns auf der Karte die Sehenswürdigkeiten zu zeigen und sagte uns wieviel wir für ein Tuk Tuk (3-rädriges Thai-Taxi) bezahlen müssten. Nachdem er die wichtigsten Stops auf einem Zettel vermerkte und uns schließlich soweit hatte, ging er zu einem vermeintlich unbekannten Tuk Tuk. Er gab ihm dem Zettel und sagte dass er uns für umgerechnet 1 Euro zu den Sehenswürdigkeiten fahren sollte. Zu dem zeitpunkt haben wir noch gesagt: "oh klasse, wie nett die Thais doch sind".Wir dachten naiverweise ja auch, dass der Typ dafür nichts bekommt. Schließlich kannte er aus unserer Sicht den Tuk-Tuk fahrer nicht. Später stellte sich heraus, dass die sich natürlich doch kannten und der Preis der Fahrt nur so niedrig war, weil die Geschäfte und die Sehenswürdigkeiten die Leute dafür bezahlt. Naja so landeten wir für wenig Geld in einer Schneiderei (wo ich mir fast einen maßgeschneiderten anzug für 125 Euro gekauft hätte, dank Julia jedoch verzichtete...puh!), haben den Lucky Buddha gesehen und den Golden Mount mitgenommen. Danach haben wir dann den Tuk Tuk Fahrer verabschiedet und sind auf eigene Faust weiter. Es folgten einige Tempel-Besichtigungen, die wirklich beeindruckend waren, aber ehrlich gesagt nach einer Weile alle gleich aussahen. Achso in Tempeln natürlich immer schön lange Hose an und Frauen die Schulter bedecken. Bei schwülen 30 Grad echt nur bedingt gut. Bei Julia hat ein Tuch um die Schultern nicht ausgerreicht und so wurde kurzerhand ein super Ersatz vor dem Tempel geliehen. Ein rotes Aloha-Hawaii Hemd schmiegte sich perfekt in das Goldene Bild der Tempel. 
Super leckere Drinks (Litschi ist echt das Widerlichste!)
Nach zahlreichen Versuchen von anderen Thais uns für ihre Tuk Tuks zu begeistern (das Geile war, dass alle immer erzählt haben, dass die Sehenswürdigkeit vor der wir gerade standen geschlossen sei. Am Besten sei es mit dem Tuk Tuk woanders hinzufahren), haben wir schließlich doch die anfänglich beschlossene Bootstour gefunden und sind so den Fluss hinunter gefahren. Am Ende des Tages verbrachten wir noch einige relaxende Stunden im Park (mit Begegnung einer krokodilartigen Echse), bevor es dann vorhin doch dem letzten Tuk-Tuk Fahrer gelungen ist uns weiss zu machen, dass China-Town geschlossen sei und wir doch zu einem Sea-Food Restaurant gehen sollten. Roland ließ sich überzeugen, zog Julia mit und schwubbs landete man in einem sündhaft teurem (für thailändische Verhältnisse) Restaurant. Naja wenigstens hat das Essen geschmeckt. 
Also merke: Sei nicht zu leichtgläubig und lass dich nicht von der Tuk-Tuk Mafia um die Ecke bringen. 

Samstag, 4. Dezember 2010

Letzte Stunden vor der Abreise

Als frisch gebackener Diplomingenieur und nach zahlreichen Abschiedsfeiern in Dresden, Bremen, Hamburg (!!) und München bin ich nun bereit für den Abflug. Die letzten Tage waren zwar turbulent und wie immer hatte ich beim Packen das Gefühl tausende Sachen zu vergessen, aber dennoch war ich erstaunlich ruhig und blickte entspannt dem Reisebeginn entgegen. Die gestrige Party und die damit verbundene heutige Müdigkeit tuen ihr Übriges zur momentanen Stimmung und so kann ich selbst wenige Stunden vor dem Abflug noch nicht richtig fassen, dass es jetzt losgeht.

Letzter Abend in München (Milchbar)


 An dieser Stelle sei nochmal erwähnt wie schön die letzten Abende in Dresden, Bremen und München waren. Fand es echt klasse mit euch allen nochmal Party zu machen und freue mich jetzt schon euch alle nach der Reise wieder zu treffen. You are the bomb!
Nächste News folgen dann aus dem warmen Thailand (im Übrigen echt kacke nur mit Sommersachen bepackt im kalten München unterwegs zu sein, aber hey: ich lass mir nichts anmerken!)