Mittwoch, 15. Dezember 2010

Same, same but different!

Ein weiterer Reiseabschnitt liegt nun hinter uns und soll an dieser Stelle festgehalten werden. Vor 6 Tagen sind wir im Norden Thailands in Chiang Mai angekommen. Wie schon beschrieben, ein ganz anderes Gefühl als in Bangkok. Alles sehr viel ruhiger, nicht zu viel Gewusel, angenehmeres Klima (Schlafen ohne zu Schwitzen, ein Traum!) und nicht so aufdringliche Leute. Nach einigen Umständen das Hostel zu finden (der Straßenname war im Internet nicht ganz richtig geschrieben) sind wir nach der Ankunft nur noch ins Bett gefallen und schliefen uns aus.
Tempelanlage in Chiang Mai
Am nächsten Tag ging es dann nach gewohntem Thai-Nudelsuppen Frühstück auf in die Altstadt natürlich zum Tempel gucken. Zwar wurden wir auf dem Weg abermals von Tuk Tuk Fahrern angesprochen, die ihre super Touren verticken wollten, aber wir wussten es diesmal besser und fielen nicht darauf herein. Klasse war vor Allem, dass jeder von denen ein Notizbuch dabei hatte, wo vermeintlich ehemalige Touris in jeder Sprache die Tour anpriesen: "Jack zeigt ihnen die Seiten von Chiang Mai, die sie sonst nie sehen werden. Wir freuen uns auf eine neue Tour mit Jack! ". Verglichen mit Bangkok waren diese Tuk Tuk Fahrer allerdings harmlos und ließen einen in Ruhe, wenn man Nein sagte. 
Nach einigem Laufen sind wir dann auf einen nahegelegenden Berg gefahren um den Doi Suthep Tempel zu besichtigen. 
Doi Suthep Tempel
Abgesehen von dem üblichen Buddha-Zeugs war vor allem die Aussicht und der Blick über Chiang Mai die Sache wert. Abends sind wir dann auf den Night-Bazaar gefahren. Man kann sich das Ganze ähnlich wie die Khao San (letzter Post) in Bangkok vorstellen, nur viel größer. Überall alles Mögliche zu Essen und natürlich die üblichen gefälschten Marken. Schon lustig, wenn man plötzlich alle Touris nur noch mit Ralph Lauren Polo Shirts und Billabong Shorts rumlaufen sieht. Nach einigem Feilschen hab ich mir ein Chang  (mein Lieblingsbier in Thailand) T-Shirt für umgerechnet 4 Euro und ein paar Boxershorts gekauft. Julia hat sich mit Tops und Ohrringen eingedeckt.
Der nächste Tag war wohl der bislang Entspannteste. Nach einem super Buffet Frühstück in einem nahegelenden Cafe sind wir gemütlich Richtung Ping-Fluss marschiert, hatten kurz überlegt eine Bootstour zu machen uns dann aber doch dagegen entschieden und in einer Bar lieber ein Bierchen getrunken. Nachmittags haben wir dann zum ersten Mal wieder Sport gemacht und waren Joggen und Gewichte-Heben im Park um die Ecke. Abends ging es dann abermals auf den Nacht-Bazaar.
Am 3. Tag wurden wir früh Morgens abgeholt und zu unserem Koch-Kurs gebracht. Zuerst ging es zu einem Thai-Markt, wo uns die unterschiedlichen Zutaten erläutert und durch Riechen und Schmecken nahe gebracht wurden.

Gefährlich!
Die Koch-Crew!










Dann ging es weiter zu dem Haus in dem wir kochten. „Pat“, eine Thai Frau mit dem breitesten Lachen, empfing uns herzlich und nach kurzer Einführung schnibbelten wir mit Katie (Australierin), Elizabeth und noch einem Briten, von dem ich den Namen vergessen habe, um die Wette. Anfangs versuchte ich noch krampfhaft mir zu merken, welche Zutaten wann in die Suppe, die Curry Paste oder den Chicken Salat kommen. Dieses schlichtweg unmögliche Unterfangen gab ich bald auf und genoss unsere super leckeren Gerichte in vollen Zügen. Das Beste war für mich das Massaman-Curry und die Nachspeise in Form von Coconut-Sticky Reis…yummy. Am Ende gab es ein Zertifikat und alle Rezepte in gedruckter Form. Eine super Sache, alle waren begeistert und von dem vielen Essen bereit für ein kleines Schläfchen. Nach diesem ging es Abends zum Thai-Boxen. Wie uns nachher mitgeteilt wurde, fand dieses in Mitten des Rotlicht-Milieus von Chiang Mai statt, was die vielen Mini-Röcke und Kleidchen dort erklärte. Ansonsten haben die Thai-Boxer sämtliche internationale Konkurrenz blamiert. Der englische Boxer sah so aus als hätte er schon vorher ein paar Chang getrunken und der Thai-Typ hat ihn bereits in der 1. Runde ausgeknockt. Der Schwede hat 2 Runden durchgehalten. Mann mann mann! Zusätzlich fanden noch ein paar Kämpfe nur zwischen Thais statt, die weitaus interessanter waren. Echt unglaublich, wie vermeintlich schmächtig aussehende Typen so drauf haun können..!
Elefantenreiten
Am 4. Tag in Chiang Mai begann dann aus meiner Sicht das bisherige Highlight der Tour. „Mr. Bond“ (Spitzname der sich während der Tour entwickelte) holte uns in seinem Truck zu der 3 tägigen Trekking Tour ab. Nachdem wir die anderen 7 Mitstreiter eingepackt hatten, fanden wir uns schnell in den Bergen in einem Elefanten-Camp wieder. Die Gruppe war klasse und zu zweit ging es auf die Elefanten zu einem Ritt durch die Wildness. Im Nachhinein ist es nicht so spannend wie es klingt.

Hiking auf den Berg!


Das Ganze ist relativ unbequem und nach einer Weile verliert es seinen Reiz im Schneckentempo durch den Wald zu hoppeln. Die Natur war jedoch beeindruckend und die Erfahrung alle mal super.
Danach ging es dann 3 Stunden hiken durch den Dschungel. Bei einer nicht zu verachtenden Steigung war dies super anstrengend und alle schwitzten wie Sau. Oben auf dem Berg angekommen verbrachten wir die Nacht mit viel Chang, internationalen Gesprächen und gänzlich ohne Strom in einem Dorf der Superlative. „Mr. Bond“ griff zur Guitarre und es wurde schnell klar, dass sein Repertoire an Liedern sehr beschränkt ist. So gab es eine Menge Oasis („Dont look back in anger“ werde ich in den nächsten Monaten nicht mehr aus meinem Kopf bekommen), Bob Marley und Beatles. Ein paar Thai-Worte wurden ausgetauscht, weshalb jetzt alle Leute in der Gruppe wissen was Ladyboy auf Thai heisst, nämlich „Katoi“.
Mr. Bond
Sonnenuntergang auf dem Berg!


















Am nächsten Tag teilte sich die Gruppe und wir waren nur noch zu 6. Es blieben Michael und Leonie aus Holland, Jay aus Californien, Johan aus Schweden (er hatte den geilsten Akzent und hat wie Borat Englisch geredet „I like, how much?“) und wir beide. Nach weiterem hiken gingen wir schwimmen am Wasserfall und verbrachten die Nacht am Lagerfeuer in einem Dschungel-Camp.
Wasserfall-Baden!
Dschungel-Camp mit geilem Bambus

Touris im Dschungel
Bambus ist echt ein super Material aber ohne Matratze auch Schweine hart zum Schlafen darauf. Nevertheless hatten wir eine Menge Spass und wie schon erwähnt war die Natur echt beeindruckend.
Am letzten Tag sind wir dann Water-Raften gewesen. Nachdem uns Mr. Bond nur angewiesen hatte Shorts und nicht Schwimmsachen anzuziehen, bin ich frohen Mutes in normalen Shorts eingestiegen. Ja gut um es kurz zu machen, nach den ersten Stromschnellen waren wir alle klitsch-nass. Nach einer 30 minütigen Fahrt stiegen wir um auf ein Bambus-Floß. Ich muss immernoch lachen wenn ich daran denke. Jay und Michael sind zuerst auf das Ding gestiegen und das Teil war dann schon fast vollständig unter Wasser. Schließlich schafften es die beiden nicht die balance zu halten und fielen prompt ins Wasser. Geil! Als wir schließlich alle drauf waren sah man wirklich gar nichts mehr von dem Floß und wir waren alle bis zu den Knien im Wasser. Nachdem unser Guide dann auch noch verlangte, dass alle sich hinsetzen sollen muss es echt von draussen so ausgesehen haben, als hätten 6 völlig bescheuerte touristen sich auf irgendwelche Steine unter Wasser gesetzt. Wir haben alle super viel gelacht auf dem Weg durch das Wasser und damit endete unser Trip.
Abends trafen wir uns dann alle im Riverside wieder zum Party machen.
Michael und Leonie from de Nederlands!
"You are tall man, very tall..haha!"
















Ein paar Clubs wurden ausgecheckt und es war ein gebührender Abschied, denn schließlich hieß es für uns dann heute abermals Einchecken. Jetzt sind wir gerade in Phuket (Patong Beach) angekommen und werden wohl bald ins Bett gehen, denn morgen geht es direkt weiter nach Krabi…von dort dann die nächsten News…

2 Kommentare:

  1. Chang und Massaman Curry mit Reis ... da bekomm ich irgendwie Fernweh!

    Grüße aus DD.

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  2. Diese Kraftsportanlagen im Park sind echt der Hammer. Grüße J

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