Montag, 6. Dezember 2010

Tuk-Tuk Mafia in Bangkok

Einer der vielen besuchten Tempel (Wat Phra Kaeo)

Mit knapp 40 Minuten Verspätung, gefühlten 30 Minuten Schlaf und nach knapp 11 Stunden Flug sind wir etwas erschöpft, aber voller Erwartungen in Bangkok angekommen. Durch Zufall fiel unsere Ankunft genau mit dem Geburtstag des Königs zusammen, was sich dadurch äußerte, dass überall und jedermann in Rosa (jaja die Thais setzen hier die Trends) rumlief. Die Suche nach dem Hostel verlief trotz des Aufruhrs problemlos und zack fanden wir uns wieder in unserer schönen, sauberen, neuen Bleibe mit super nettem Personal. Schnell duschen und dann ging es abends nochmal in die Stadt zum Essen, wo ich prompt einen bleibenden Eindruck hinterließ. Natürlich ging es in ein thailändisches Restaurant und so bestellte ich ohne genauen Plan was ich bekommen würde. Es stellte sich als eine Art Reispampe (wie sollte es anders sein) mit Meeresfrüchten heraus. Das Essen an sich war klasse, zumindestens die ersten zwei Löffel, denn dann schaffte es Roland mit einem geschickten Move sich fast den gesamten Schüsselinhalt über die Hose zu kippen. Schwubbs waren 5 Thais damit beschäftigt den Großen sauber zu machen. Super Einstand, da gehe ich nochmal hin ;-)
Perfekter Stil auch im Tempel
Der zur Zeit größte Typ in Bangkok


















Nach einer von jet-lag geprägten Nacht (Situation um 2:45 Uhr: "Bist du auch wach?".."Japp, top munter") ging es heut früh raus und Richtung Innenstadt um eine Kanalfahrt zu machen (vielen Dank für die Tipps Christian). Um die erste Ecke gegangen wurden wir prompt von dem ersten Thai angesprochen. Das Typische: "Where are you going? Where are you from? "Germany? "Guten Tag..haha"". Er teilte uns mit, dass die von uns geplante Bootstour aufgrund des gestrigen Geburtstags des Königs nicht stattfinden würde. Er gab sich als Lehrer aus und schien echt nett. Er nahm sich Zeit uns auf der Karte die Sehenswürdigkeiten zu zeigen und sagte uns wieviel wir für ein Tuk Tuk (3-rädriges Thai-Taxi) bezahlen müssten. Nachdem er die wichtigsten Stops auf einem Zettel vermerkte und uns schließlich soweit hatte, ging er zu einem vermeintlich unbekannten Tuk Tuk. Er gab ihm dem Zettel und sagte dass er uns für umgerechnet 1 Euro zu den Sehenswürdigkeiten fahren sollte. Zu dem zeitpunkt haben wir noch gesagt: "oh klasse, wie nett die Thais doch sind".Wir dachten naiverweise ja auch, dass der Typ dafür nichts bekommt. Schließlich kannte er aus unserer Sicht den Tuk-Tuk fahrer nicht. Später stellte sich heraus, dass die sich natürlich doch kannten und der Preis der Fahrt nur so niedrig war, weil die Geschäfte und die Sehenswürdigkeiten die Leute dafür bezahlt. Naja so landeten wir für wenig Geld in einer Schneiderei (wo ich mir fast einen maßgeschneiderten anzug für 125 Euro gekauft hätte, dank Julia jedoch verzichtete...puh!), haben den Lucky Buddha gesehen und den Golden Mount mitgenommen. Danach haben wir dann den Tuk Tuk Fahrer verabschiedet und sind auf eigene Faust weiter. Es folgten einige Tempel-Besichtigungen, die wirklich beeindruckend waren, aber ehrlich gesagt nach einer Weile alle gleich aussahen. Achso in Tempeln natürlich immer schön lange Hose an und Frauen die Schulter bedecken. Bei schwülen 30 Grad echt nur bedingt gut. Bei Julia hat ein Tuch um die Schultern nicht ausgerreicht und so wurde kurzerhand ein super Ersatz vor dem Tempel geliehen. Ein rotes Aloha-Hawaii Hemd schmiegte sich perfekt in das Goldene Bild der Tempel. 
Super leckere Drinks (Litschi ist echt das Widerlichste!)
Nach zahlreichen Versuchen von anderen Thais uns für ihre Tuk Tuks zu begeistern (das Geile war, dass alle immer erzählt haben, dass die Sehenswürdigkeit vor der wir gerade standen geschlossen sei. Am Besten sei es mit dem Tuk Tuk woanders hinzufahren), haben wir schließlich doch die anfänglich beschlossene Bootstour gefunden und sind so den Fluss hinunter gefahren. Am Ende des Tages verbrachten wir noch einige relaxende Stunden im Park (mit Begegnung einer krokodilartigen Echse), bevor es dann vorhin doch dem letzten Tuk-Tuk Fahrer gelungen ist uns weiss zu machen, dass China-Town geschlossen sei und wir doch zu einem Sea-Food Restaurant gehen sollten. Roland ließ sich überzeugen, zog Julia mit und schwubbs landete man in einem sündhaft teurem (für thailändische Verhältnisse) Restaurant. Naja wenigstens hat das Essen geschmeckt. 
Also merke: Sei nicht zu leichtgläubig und lass dich nicht von der Tuk-Tuk Mafia um die Ecke bringen. 

5 Kommentare:

  1. hehe johnny und mir wurde mal gesagt im königspalast sei gerade eine demo und es würde geschossen. deswegen sei er geschlossen, aber natürlich hatte er alternativ auch direkt ne super tuktuk tour parat.
    hätte auch gerne nen aufpasser gehabt der mich davor bewahrt anzüge zu kaufen...naja

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  2. Taight altah! Schöne Grüße aus Berlin und weiterhin viel Spaß!!!

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  3. Haha, ausgezeichneter Report ;)! Big Boy bei den Thais - ich freu mich schon auf die kommenden Berichte. Übrigens, wo du die Tuk Tuk erwähnst muss ich an Tro Tros in Ghana denken und was einem da so alles passieren kann, kannst du dir ja in (unwahrscheinlich) einer ruhigen Minute hier mal durchlesen http://www.ramona-weinholdt.de/Ghana/in-god-we-trust-teil-2/

    viel spaß euch beiden..

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  4. Hehe ... das kommt mir sehr bekannt vor. Geil!

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  5. Guter Junge. Ich hatte mich dann zu einem Anzug breit schlagen lassen, denn sie haben ja auch soviele deutsche Kunden ;) Immerhin konnte ich das Ding noch auf 50 Euro drücken.
    Frohe Weihnachten aus DD
    J

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