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| Weihnachtsdeko zwischen Palmen. Bizarre! |
Weihnachten rast
unaufhaltsam auf uns zu und mit Erschrecken/Erstauen stelle ich fest,
dass es nun schon mehr als 1 Jahr her ist, seitdem ich Deutschland
verlassen habe. Den letzten Heiligabend verbrachten wir in Bangkok,
nachdem wir 3 Tage in Kambodscha verbracht hatten. Ich erinner noch
genau, wie wir aus dem Hostel unsere Familien anriefen und dann am
Abend auf dem Sky-Tower mit Blick ueber Bangkok ein etwas anderes
Weihnachten verbrachten.
Dieses Jahr wird es
wohl abermals etwas Anders als gewohnt verlaufen. Zum Einen ist da
natuerlich das Wetter, welches mit heissen 30 Grad wahrscheinlich
keinen Schnee zulassen wird, zum Anderen natuerlich die Abwesenheit
der Familien und das gewohnte Essen. Dennoch freue ich mich auf die
Feiertage. Den 24. muss Julia arbeiten und am Abend machen wir wohl
nur noch was Ruhiges. Am 25. ist ein BBQ mit Freunden geplant. Das
wird bestimmt ziemlich cool, denn wer hat schon mal an Weihnachten
gegrillt? Wenn wir ganz verrueckt sind fahren wir noch an den Strand
und nehmen die Grillsachen mit, aber das ist noch nicht sicher. Wie
dem auch sei, ich freue mich drauf.
Zur Zeit bin ich gerade
noch am gruebeln, was fuer ein Geschenk ich mit in die Firma bringen
soll. Jeder wurde naemlich gebeten ein Geschenk fuer nicht mehr als
15 Dollar zu kaufen und dann unter den Firmen-Weihnachtsbaum zu
legen. Das Doofe dabei ist auch noch, dass man nicht weiss fuer wen
man das Geschenk besorgt, es wird also quasi ausgewuerfelt, wer
welches Geschenk bekommt. Tja 3 Tage bleiben mir noch, also falls
jemand auf die Schnelle eine super, universelle Geschenkidee fuer
unter 15 Dollar hat, immer raus damit!!
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| Letzter Ausflug nach Glenelg |
Ansonsten war es die
letzten Wochen relativ ruhig. Wir haben mal wieder Fahrraeder
ausgeliehen und sind zum Strand gefahren, der mir immer besser
gefaellt (Glenelg). An einem anderen Wochenende sind wir zum Marion
Shopping Center gefahren, eines der groessten in Adelaide. Eine
wirklich spitzen Idee an einem Wochenende vor Weihnachten zum Shoppen
zu fahren. Gerammelt voll schlugen sich die Leute fast um die letzten
Schnaeppchen und mitten drin waren Julia und Roland, die einfach nur
ein bischen gucken wollten. Suendhaft teueres Fast Food (Oporto
Huehnchen und Muffins von Gloria Jeans) wurden sich gegoennt und
gepaart mit leckerem Cafe von Cibo liess sich das Ganze doch
geniessen. Hauptgrund war eigentlich nur das Ganze mal gesehen zu
haben. Nun gut, es laesst sich festhalten, dass auch dieses Shopping
Center nicht viel anders als alle anderen vorher besuchten ist.
Haetten wir das auch erledigt.
Vorgestern waren wir
dann auf meiner Firmen-Weihnachtsfeier. Im Red Ochre Restaurant mit
wirklich schoenem Blick auf Adelaide und den Fluss wurden Essen und
Getraenke von der Firma fuer 40 Personen gesponsert. Das Essen war
zwar wirklich lecker und sah auch ganz unglaublich vornehm aus, aber
die Portionen waren dementsprechend klein. Wenn es nach mir geht,
muss man das Kartoffelpuerree nicht wie ein Teppich 1 mm duenn
verstreichen, nur um es vornehm aussehen zu lassen. Was ist aus dem
grossen Haufen neben dem Fleisch geworden. Naja fuer mich hat es der
Nachtisch mit Panna Cotta rausgehauen. Der war lecker und so fett,
dass sogar ich danach ein kleines Saettigungsgefuehl hatte. Obwohl
das koennte auch an dem Bier gelegen haben, was ich in der
Zwischenzeit getrunken hatte ;-) Insgesamt war es ein sehr schoener
Abend. Wir sassen zum Glueck mit Nasr und Abdi zusammen, mit denen
ich mich gut verstehe. Abdi hat uns an dem Abend erzaehlt, dass er
sich 8 Jahre lang auf eine Visa-Zulassung fuer Australien hatte
bewerben muessen. Er ist im Iran aufgewachsen und es war spannend zu
hoeren, was fuer Schwierigkeiten er hatte, nur um in Australien
einzureisen. In diesem Zusammenhang kann man sich wirklich gluecklich
schaetzen in Deutschland aufgewachsen und solchen Problemen nicht
ausgeliefert zu sein. Puh. Eine Sache bleibt noch zu erwaehnen,
naemlich die Abendrobe. Im Vorherein wurde in der Einladungs-Email
beschrieben, dass man semi-formal (no jeans) erscheinen sollte. Ich
fragte also in der Firma herum, ob alle im Anzug aufkreuzen wuerden.
Dies wurde ueberall bejaht, womit ich vor dem Problem stand mir einen
Anzug zu besorgen. Zum Glueck war Kevan (Julias Mitbewohner), der
aehnlich gross ist wie ich, bereit mir seinen Anzug zu leihen. Ja
soweit so gut, nur dass Kevan anscheinend doch etwas kuerzere Beine
hat als ich, denn die Hose war gute 10 cm zu kurz. Super! Das Ende
vom Lied war dann eine 20 Dollar Hose vom Rivers, wo ich mir dann
auch noch eine Krawatte zulegte (denn alle mit denen ich in der Firma
sprach wollten Krawatte tragen). Hemd hatte ich und Schuhe von Kevan.
Ich war ready to go. Letztlich war ich dann einer von ungefaehr 7
(von 40) Leuten mit Krawatten und alle anderen hatten ihr Hemd
offen..Naja jedenfalls war ich nicht underdressed ;-)
Eine im Nachhinein lustige Sache ist noch am Ende des Abends passiert. Nachdem ich vor meiner Wohnungstuer feststellte, dass ich meinen Schluessel nicht in meine Anzug-Hose gepackt hatte und meine Mitbewohner beide ausgeflogen waren, blieb nicht viel anderes uebrig als einzubrechen. Logisch oder? Ueber die Gartentuer bin ich in den Hinterhof geklettert, nur um festzustellen, dass alle Tueren und Fenster zu waren. Hmm, nicht einfach ins eigene Haus zu kommen. Kurz davor ein Taxi zu bestellen und zu Julia zu fahren, checkte ich nochmal das Kuechenfenster (was grundsaetzlich nie offen ist). Super gut, denn das war einen Spalt offen und schwubbs ging es mit Raeuberleiter hinein. Erleichtert und ein wenig beunruhigt, wie einfach es ist bei uns reinzukommen zu gleich, musste ich mich an ganz weit zurueckliegende Tage erinnern, wo ich oefters mal bei vergessenem Schluessel durch das Fenster im Krudops Busch mich ins Haus hangelte. Classic!
Leider versaeumte ich
auch an jenem Abend Fotos zu machen und somit stehe ich in diesem
Post fast ohne Bilder da. Ja ist nicht so spannend, weiss ich. Ist wie in
Magazinen, wo die meisten Leute eh nur die Bilder durchblaettern,
aber im Naechsten Blogpost kommen wieder mehr Bilder, ich versprechs.
Achso die neuesten News
noch von der Front. Wir haben eine neue Mitbewohnerin. Ines, eine
Deutsche, studiert hier in Adelaide und ersetzt Christian, der wie
schon erwaehnt eh nie hier war. Auf den ersten Eindruck macht sie
einen super netten und froehlichen Eindruck und ich denke man wird
eine Menge Spass miteinander haben.
Ja und um jetzt
wirklich noch alles durcheinander zu werfen und voellig ohne
Zusammenhang zu schreiben. Ich darf jetzt das Hausfahrrad benutzen.
Was fuer Niemanden wirklich interessant ist, macht fuer mich hier
doch einen riesen Unterschied. Mit dem Fahrrad bin ich in 10 Minuten
bei der Arbeit, respektive beim Fitnessstudio und auch die Einkauefe
sind schneller erledigt. Insgesamt spare ich mir super viel Zeit und
das gefaellt mir. So!
Wo wir gerade bei dem
Haus und WG-Leben sind ist mir wieder eingefallen, wie ich vorherige
Woche unser Internet-Limit gesprengt habe. Internet-Limit?, werden
jetzt viele fragen. Ja, hier in Australien ist die Flat-Rate noch
nicht so wirklich angekommen und wir sind auf 50 GB im Monat an
Datenvolumen begrenzt. Das wusste ich allerdings nicht und habe mir
in dem letzten Monat zwei Staffeln von Lost (schoene Gruesse an
dieser Stelle an Karsten, ich kann jetzt nachvollziehen, warum dich
die Serie so gefesselt hat). Naja so kam es, dass wir rund eine Woche
vor Monatsende, kein Datenguthaben mehr hatten und mich eine
wutentbrannte Zoe zu Hause empfing. Sie hatte naemlich noch
Bewerbungen, die sie rausschicken musste und vieles mehr, wozu sie
das Internet braeuchte. Aber Roland wusste Rat und hat den Provider
angerufen und mit charmanten deutschem Akzent (den finden die Leute
hier grausam) 2 GB for free herausgehandelt. Abermals, puh!
Kurz noch zum Thema
Arbeit und App-Programmieren. Nachdem das leidige Projekt Speed Alert
nun endlich von uns abgeworfen wurde (wir haben dem Kunden gesagt wir
geben ihm den Source Code und er kann selber dran
weiterarbeiten...nicht ganz so, aber im Prinzip), haben wir ein neues
Projekt bekomme von der Telecom New Zealand. Dieses ist wirklich
super einfach und wir sind schon fast fertig (deadline ist Anfang
Februar). Ich versuche nun es noch etwas zu strecken um bis zu den
Weihnachtsferien (ich habe die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr
frei) etwas zu tun zu haben. Was ich auch ganz interessant finde ist,
dass in Australien die Feiertage auf jeden Fall arbeitsfreien Tagen
entsprechen. Das heisst, das wenn der 24./25. auf ein Wochenende
fallen, dann sind der Montag und Dienstag der darauffolgenden Woche
als offizielle Feiertage angesehen und jeder hat frei. Genau so an
Silvester. Man holt also quasi die Feiertag innerhalb der Woche
offiziell nach. Ich befuerworte das hiermit und finde, dass ist eine
der Sachen von denen sich Deutschland eine Scheibe abschneiden
koennte ;-)
Mit diesen Worten
wuensche ich allen schon jetzt eine froehliche und besinnliche
Weihnacht...feiert schoen!











































