Donnerstag, 27. Januar 2011

So you’re going to Griffith right?


Blick vom Sydney Tower
Sydney von der Fähre nach Manly
Vor einer Woche noch in Sydney, festigten sich unsere Pläne aufs Land nach Griffith zum Früchte-Ernten (fruit picking) zu fahren. Ein paar Hostels klangen vielversprechend, waren aber leider ausgebucht. 3 von 4 möglichen Hostels in Griffith wurden gut bewertet und das verbleibende grottig. Ja gut, nicht schwer zu erraten, welches noch freie Plätze hatte und so buchten wir schließlich via Telefon für letzten Montag 2 Betten im 8er Dorm. Immerhin wollten uns die anderen Hostelbesitzer Bescheid geben, wenn es Arbeit und/oder freie Betten in ihrem Hostel gibt. Ein Anfang war gemacht, jetzt nur noch von Sydney nach Griffith kommen. Bus+Zug hätte pro Person rund 90 Dollar für die 650 km Strecke gekostet. Umso mehr freuten wir uns eine Mitfahrgelegenheit zu finden die eben jene Strecke für 15 Dollar pro Person anbot. Nicht lang gefackelt und nachdem am Wochenende noch einmal richtig gefeiert und restliche Sehenswürdigkeiten abgeklappert wurden, fanden wir uns schließlich im Auto von Lin auf dem Weg nach Griffith wieder.
Bondi Beach in Sydney
Lin war ein „not very confident driver“ wie sie sich selbst beschrieb und so musste ich ab Hälfte der Strecke übernehmen. Ja gut, an das rechts Sitzen beim Fahren muss man sich gewöhnen  und auch das Blinker und Scheibenwischer-hebel vertauscht sind taugte für den ein oder anderen Lacher während meiner ersten Autofahrt in Australien. „Can you drive? Do you have a licence?“ waren Lins erste Kommentare, nachdem ich das Automatik Auto mit Scheibenwischern in Richtung Autobahn zuckeln ließ…Naja alles nicht so schlimm. Man unterhielt sich nett und wir erzählten Lin, dass wir für Fruit-picking nach Griffith kommen wollten. „Fruit-picking? In Griffith? I’ve never heard oft that!“..gut, das machte uns etwas stutzig, denn eigentlich soll Fruit-Picking das Einzige sein, was in Griffith jobmässig zu tun ist. Ja gut, vielleicht kennt sich Lin einfach nicht so sehr aus, dachten wir uns. Als sie dann aber immer wieder von Canberra anfing und das ja Canberra die Stadt von Griffith sei, wurde uns immer mehr klar, dass es noch ein zweites Griffith geben musste. Genauso war es dann auch. Es gibt in New South Wales nicht nur die Stadt Griffith westlich von Sydney, sondern auch den Vorort Griffith in Canberra, zu dem wir nun unterwegs waren. Jetzt machte es auch Sinn warum ihr GPS 360 km Strecke anzeigte und nicht die von mir vorher errechneten 650 km. So  wurde kurzerhand Griffith gegen Canberra getauscht und wir sind nun bereits 6 Tage hier.
Canberra Lake
 Die Hauptstadt an sich ist sehr ruhig und es ist wirklich nicht viel los. Mit Fahrrädern kommt man überall problemlos hin und es gibt viele Museen, einen künstlich angelegten See, der das Zentrum der Stadt beschreibt und natürlich das Parlament. Die meisten Backpacker verbringen hier nur 1 Tag und reisen dann weiter. Das ist genau der Grund, weshalb es hier eine Menge Jobs vor allem in Cafes und Restaurants gibt. Eben weil hier keiner bleiben will. Im Hostel wurde Rob kennengelernt, der jetzt gerade bei McDonalds angefangen hat und ebenfalls für sein Work and travel Visum hier ist. Er erzählte mir, dass sie immernoch Leute suchen und so bewarb ich mich kurzerhand. Am Montag habe ich jetzt ein Vorstellungsgespräch und bin mir eigentlich sicher, dass ich den Job bekomme. Also das wäre schon echt bitter als Diplom-Ingeneur keinen Job bei McDonalds zu bekommen, aber naja wir werden sehen. Irgendwie schon komisch. Von ursprünglich angedachten Fruit-Picking in Griffith bei McDonalds in Canberra gelandet zu sein. That’s life and i like it!
Julia, Rob und Nicholas am Australian Day
Wenn es alles mit dem Job klappt überlege ich/wir mit Rob in ein Appartement zu ziehen, denn das Hostel ist mit 30 Dollar pro Tag ein ganz schöner Happen. In Queanbeyan (dem Vorort, wo McDonalds ist) gibt es wohl schon 3 Zimmer-appartments für knapp 200 Dollar in der Woche. Das würde ne Menge Geld sparen..aber gut auch das wird sich zeigen…
Achso, im Hostel gibt es leider kein Internet bzw. man muss 5 Dollar pro Stunde bezahlen, weshalb ich leider etwas länger brauche um auf mails zu antworten, weil ich dafür jetzt immer in die Bibliothek gehe, aber ich bemühe mich.
4,4 Liter für 10 Dollar...das billigste was man kriegen kann!
Vor 2 Tagen war hier Australian Day und der wurde selbst in Canberra gebührend gefeiert. Mit großem Feuerwerk, kostenlosem Frühstück im Park und einer Menge Auftritte von lokalen bands bzw. australischen Künstlern. Vor allem stand im Vordergrund den Flut-Opfern zu helfen bzw. die Helfer zu ehren. Alles in allem ein schönes Fest und auch cool, dieses in der Landeshaupstadt mit zu erleben.
So meine Lieben, ich werd jetzt nochmal durch die Stadt gehen und mich nach weiteren Jobs umschauen bzw. meine Lebensläufe weiter verteilen. Bei schönstem Wetter und strahlender Sonne nicht die beste Beschäftigung, aber es gibt bei weitem Schlimmeres. Stay tuned....

1 Kommentar:

  1. moin kleiner Großer,
    ich kann eingentlich nur eins sagen, Respekt! Ich bewundere dich in so ziemlich allem was du tust, und wie man sieht zu recht. :) Ich wünsche dir weiterhin eine hammer zeit und freue mich schon dich wieder zu sehen!
    I...is from the Ghetto!

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