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| Federation-Square in Melbourne |
Mann mann mann ist das lange her, dass ich hier gepostet habe. Die Zeit verfliegt und irgendwie findet man doch immer wieder was anderes zu tun, als sich die Minuten zu nehmen um einen Blogpost zu verfassen. Mittlerweile befinden wir uns gerade in den Grampians, einer Gebirgskette in Victoria. Wie wir hierher gefunden haben und was wir auf dem Weg erlebten, werde ich nun versuchen wiederzugeben.
Nach unserem Entschluss das Arbeiten in Robinvale hinter uns zu lassen war das nächste angepeilte Reiseziel Melbourne. Bus und Zug gebucht (erste Zugfahrt in Australien..Fazit: Auch nicht anders als in Deutschland!) und nach 6 Stunden fanden wir uns im zentral gelegenen Nomads-Backpackers wieder. Für knappe 26 Dollar im 10er Dorm kein Schnäppchen, aber für Großstadt-Preise durchaus akzeptabel. Neben uns waren in dem Zimmer noch 3 Schweden, 1 Deutsche, 1 Engländerin und 1 Taiwanese. Sehr lustig war vor allem die Vorstellung von dem Taiwanesen. Dieser schien genau eine Geschichte über sich auf Englisch drauf zu haben. Der Name ist mir entfallen, aber nennen wir ihn einfach mal Chris. Ich war als erster dran. „Hi i’m Chris. I am from Taiwan, but i studied in U.S.A. for the last year. I may go to Adelaide over the weekend, so I may move out tomorrow.“ So in etwa ging es. Ich stellte mich vor und damit war es getan. Dann kam Julia rein und wie eine Kassette, die sich zurückgespult hatte ging es mit den exakt gleichen Worten: „Hi i’m Chris. I am from Taiwan, but i studied in U.S.A…..“.
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| Central-Station |
Mega lustig und als es sich schließlich bei Rob wiederholte kam ich um ein Schmunzeln nicht mehr herum. Mit diesem Deja-Vu Erlebnis ging es los in die Stadt. Es war am Nachmittag und wir wollten einfach nur ein wenig umherlaufen und einen Eindruck gewinnen. Im Gegensatz zu Sydney erschien mir Melbourne eher wie eine gewöhnliche, hügelige Großstadt. Zu meinem Erstaunen gefiel mir dies aber durchaus besser als das ganze protzige Gehabe in Sydney. Rechtwinklig zueinander verlaufende Straßen bildeten das Stadtzentrum, welches mit kleinen Cafes und den üblichen großen Einkaufszentren lockt. Von der Fahrt etwas müde verlief sich der Tag im Hostel und nach wenig Schlaf dank unseren Mitbewohnern, steppten wir am nächsten Tag aus unseren Betten. Der Taiwanese war schon wach und hatte offensichtlich am Vorabend etwas über den Durst getrunken, denn er konnte sich nicht mehr an Julia erinnern. Mit den Worten „Hi, Im Chris. I am from Taiwan…“..“Yes i know“….“Oh have we met?“ stellte sich eine nette Morgens-konversation ein.
Am zweiten Tag in Melbourne stand die Tagesaufgabe fest: Ein Auto für den bevorstehenden Trip soll gefunden werden. Schon am ersten Tag fielen uns die am schwarzen Brett aushängenden Angebote auf. Auf den ersten Blick klangen zwei ausgeschriebene Kombis vielversprechend. Viel Camping-Ausrüstung und unter 3000 Dollar mit kürzlichem Check-up waren unsere wesentlichsten Kriterien. Die ersten Anrufe liefen jedoch leider ins Leere. Das eine Auto sei so gut wie verkauft, aber er würde sich am Nachmittag nochmal melden.
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| Men reign the world |
Der andere Verkäufer ging nicht ans Telefon. Hrm..okay, auf geht’s in die Stadt: Freies Internet suchen. So fanden wir uns kürzlich auf dem Federation Square wieder, einer der zentralsten und populärsten Plätze in Melbourne. Hier gab es neben kostenlosem WiFi auch noch eine „Big and Chic“-Modenshow oben drauf. Neben molligen Models fanden wir schnell heraus, dass im Internet nur wenig lokrative Angebote auf uns warteten. So schmiedeten wir den Plan bei anderen Hostels die schwarzen Bretter nach Autos abzusuchen. Ums kurz zu machen fanden wir schließlich einen Holden Commodore, der von zwei Deutschen für 3500 Dollar verkauft wurde. Für ein 1996er Baujahr und über 250000 km natürlich viel zu teuer, aber dafür mit einer Menge Camping-Zubehör und Dachgepäckträger zu haben. So fuhren wir nach St.Kilda, dem Strand-Stadtteil von Melbourne, wo wir uns mit den Verkäufern verabredet hatten. Auf einem McDonalds Parkplatz (ach hier kommen immer wieder Erinnerungen an meine glohrreiche Karriere hoch) trafen wir auf ein absolut dreckiges weisses Gefährt, was von den Deutschen als zuverlässiger Wegbegleiter angepriesen wurde. Was von draussen schon nicht schön aussah, war von drinnen noch schlimmer. Ein undichtes Fenster („ja gut, da kommen aber wirklich nur ein paar tropfen durch“) und eine Verwüstung die seinesgleichen sucht. Ein besonderer Vorteil von dem Auto war auch die Zulassung in Western-Australia, was von den beiden mehrfach wiederholt wurde. Hier ist nämlich kein roadworthy-certificate (ähnlich wie der TÜV in Deutschland) vor der Zulassung notwendig. Ja sauber, also ist das Auto noch nie gecheckt worden! Das hört sich wirklich klassen an, wow! Auch die Probefahrt verbesserte unseren Eindruck nicht und der Entschluss eines Nichtkaufs stand alsbald fest. Zurück bei dem McDonald Parkplatz trafen wir durch Zufall auf ein deutsches Pärchen, was dort ebenfalls ihren 1995er Holden Commodore Kombi verkaufte. Obwohl ein Jahr älter, sah dieser sehr viel gepflegter und neuer aus.
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| Stolze Besitzer! Unser Baby! |
Sie würden ihn gerne für 3000 inklusive allem möglichen Camping-Gear verkaufen und würden das Auto morgen zum Check in die Werkstatt bringen. Ein anderer Käufer sei schon interessiert. Hrm gut, Nummern ausgetauscht und weiter zum nächsten Auto, denn der erste Verkäufer vom Vormittag hatte sich gemeldet und war zu Fuß zu erreichen. Ums kurz zu machen, gefiel uns zwar der Typ Auto (Ford Falcon) etwas besser, aber der Zustand war abermals nicht nach unseren Vorstellungen. Mann mann mann schwerer als gedacht ein Auto zu kaufen. So fuhren wir unentschlossen zurück zum Hostel und auch der Goon (Backpacker-Wein), sowie das nachfolgende Weggehen in die Turf-Bar führten zu keiner Entscheidung.
Am nächsten Tag ging es zum Queen Victoria Market, einer der größten Märkte in Melbourne. Irgendwie erscheinen einem nach den Nachtbasaaren in Thailand und Vietnam alle anderen Billig-Märkte wie nachgemacht. So erging es uns auch bei diesem. Überall dieselben billigen T-Shirts, gefälschte Lederjacken und Spielzeug, was keiner haben will. Das einzig Gute was wir dem Markt abgewinnen konnten, war das billige Obst. Nach langer Zeit mal wieder Erdbeeren für 1 Dollar (Schnäppchen) und Bananen für unter 12 Dollar das Kilo (wirklich wahr, 12 Dollar pro Kilo, dank der Flut…Thanks a lot!). Immernoch ungeklärt war die Autofrage.
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| 2 haben das Motto des Fotos begriffen. Der Engländer nicht ;-) |
Schließlich rief das deutsche Pärchen an und klärte uns über den Werkstattbesuch auf. 700 Dollar hätten alle Reparaturen gekostet. 2 neue Räder, Windschutzscheibe ersetzt und Scheibenwischergummi erneuert. Nach geübter Feilsch-Mentalität aus Thailand brachten wir sie schließlich auf 2700 Dollar insgesamt herunter und um es kurz zu machen einigten wir uns am Nachmittag darauf, das Auto zu kaufen. Ein 1995er Holden Commodore Kombi mit über 300000 gefahrenen Kilometern. Manche werden jetzt sagen, dass ist viel zu überteuert und wahrscheinlich haben sie Recht, aber es ist wirklich nicht einfach ein zuverlässiges billiges Auto zu finden und bislang hat uns unser Baby noch nicht im Stich gelassen.
Am nächsten Tag wurde das Auto auf meinen Namen registriert und im gleichen Zuge das Geld in Cash ausgetauscht. Ein komisches Gefühl mit 900 Dollarn in der Tasche in Melbourne rumzulaufen. Naja wir wurden das Geld schnell los und am Abend wurde das natürlich gebührend gefeiert.
Am nächsten Tag ging es nochmals in die Stadt zum Shoppen. Das war zumindestens der Plan. Schnell packte uns jedoch ein leichtes Hungergefühl und wir hatten Lust mal wieder in einem All-you-can-eat Restaurant zu essen. Dies hatten wir bereits am ersten Tag in Melbourne für 9,50 Dollar in einem chinesischen Restaurant gemacht und wollten ein gleichwertiges Angebot suchen. Ja was soll man sagen. Nach ungefähren 2 Stunden Suchen und sogar Internet-Durchforsten bei Hungry-Jacks haben wir nichts gefunden und endeten schließlich bei Subways footlong sandwich! Yummy.
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| Auf dem Weg zum Casino. |
Abends ging es dann ins Casino. In Melbourne ist eines der größten Casinos der Welt und das sollte ausprobiert werden. Groß war es tatsächlich und groß war auch unser Unglück. Sogar Julia, die für gewöhnlich immer beim Roulette gewinnt, verspielte ihren Einsatz in Windeseile und nach guten 30 Minuten war unser Geld dahin. Ich versuchte mich zum ersten Mal beim Blackjack und war mit meinem Einsatz von 5 Dollarn (Mindesteinsatz war 5 Dollar) nach einem Spiel auch schon wieder durch damit. Trotzdem eine gute Erfahrung und mit dieser schliefen wir die letzte Nacht in Melbourne. Diese war wohl die schlechteste Nacht bisher, denn die Mädels auf unserem Zimmer (die Engländerin und die Deutsche) scheinen es als Spiel zu nehmen, dass sie mit jedem neuen Jungen auf dem Zimmer schlafen. So auch mit den neu eingezogenen Amis. „Kiss me here“ ertönte es des Öfteren und scheinbar hatte sich wohl die Engländerin für den Falschen von den beiden entschieden, was dem anderen nicht gefiel.
Obwohl kein Auge zu gemacht ging es am nächsten Tag gut gelaunt zu unserem Auto und der Road Trip entlang der Great Ocean Road sollte beginnen. Hierfür beginne ich einen neuen Post, der wohl mehr aus Fotos bestehen wird, denn die Eindrücke waren wirklich fantastisch. Roland, raus!
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| Kleiner Vorgeschmack auf die Bilder der Great Ocean Road |







Geiler Wagen :) Viel Spass beim Roadtrip!
AntwortenLöschenWhohooo, Glückwünsche zum neuen Auto!! Sag mal is das nen V6??? Big Pimpin;) Dann könnt ihr uns ja in Sydney vom Flughafen mit der Karre abholen, haha. Oh man, hoffe wir treffen uns unten mal, kann es kaum erwarten.
AntwortenLöschenMoin und vielen Dank ihr zwei! Jo ist nen V6 und der zieht wie ne 1! Stephan wann kommste denn jetzt nach Australien? und wie ist der Trip geplant?
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