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| Auf dem Gipfel in den Grampians |
Nachdem wir die letzten Tage im Outback keinen Empfang hatten, werde ich nun gleich den zweiten Blogpost schreiben und zugleich mit dem letzten posten.
Mit zahlreichen Eindrücken von der Great Ocean Road bepackt, schlugen wir den Lonely Planet in Port Fairy auf. Hierin stießen wir auf die Gebirgskette bzw. den Ort „The Grampians“, der als zweites Highlight in Victoria angepriesen wurde. Der Zufall wollte es so, dass ausgerechnet in unserem Hostel ein Neuseeländer wohnte, der von den Grampians kam. Also er wurde in Neuseeland geboren, wohnt aber jetzt seit einiger Zeit in den Grampians. Wir kamen ins Gespräch und ich fand heraus, dass er als Hausmaler arbeitet und was ich noch viel beeindruckender fand: Er bringt sich deutsch aus einer Radiosendung bei. „Ja es gibt eine Münchnerin, die macht so einen podcast und so lerne ich ein wenig“. Hut ab, er konnte wirklich gut deutsch sprechen und wird jetzt wohl im Oktober nach Frankfurt fliegen um dort zu arbeiten. Sachen gibt’s! Nun gut, jedenfalls erzählte er uns, dass die Grampians bei schlechten Wetter eigentlich nicht lohnenswert seien, denn schließlich ginge es darum von den Bergen die Aussicht zu geniessen. Hrm, Mist! Denn soweit man dem Wetterbericht glauben konnte, sollte es die nächsten Tage weiter regnen. Sei es drum dachten wir uns und fuhren auf gut Glück die rund 450 km nach Halls Gap, dem zentralsten Ort von den Grampians!
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| Unser Campingwagen in Halls Gap |
Das Wetter war nicht besonders und wir beschlossen nicht zu campen, sondern uns einen Wohnwagen auf einem Campingplatz zu mieten. Dieser hatte alles was wir brauchten und wir fühlten uns sehr wohl in unseren 12 Quadratmetern. Das Coolste an dem Campingplatz war neben der super Lage, die unzähligen Wallabees (hoffe man schreibt das so, ich meine jedenfalls die kleinen Kängaruhs). Wenn sie nicht gerade faulenzten, hüpften sie hier und da herum und nach einer Weile war man sich nicht mehr sicher ob wir hier die Gäste auf dem Campingplatz sind oder sie.
Am nächsten Tag waren wir startklar zum Wandern und bahnten unseren Weg zur Touri-Info um uns den besten Wanderweg empfehlen zu lassen. Das Wetter sah zwar nicht besonders aus, aber es sollte zumindest nicht regnen. Rob war am Vorabend schon einmal dagewesen und so waren wir bereits vorgewahnt, dass die meisten Wanderwege gesperrt waren wegen den zurückliegenden Fluten. Sie legte uns 2 Wanderwege ans Herz, der eine sollte 2 Stunden, der andere wohl 2 ½ dauern. Beide nicht weit entfernt und mit dem Auto in 5 Min. zu erreichen. Also los!
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| Blue Lake in Mt. Gambier |
Zuerst waren wir nicht wirklich beeindruckt von dem Wald bzw. dem Berg, den wir hochwanderten. Es war halt ein geöhnlicher Wald mit ein paar Steigungen und Steinen auf dem Weg..Der gewohnte „WOW“-Ausruf blieb vorerst aus. Auf halber Strecke, warf eine Schulgruppe mit Steinen von einem Hügel herunter. Der Lehrerin hätt ich was erzählt. Mensch hier laufen Leute, alles verzogene Bengel..mann mann mann ;-) Auf dem Gipfel angekommen, wurde die Ausdauer und Anstrengung dann doch von einem unerwartet schönen Ausblick über Tal und Landschaften entlohnt. Die Lunchpakete wurden verzehrt und abermals unzählige Fotos geschossen. Ein Platz der Ruhe und wie immer ein triumphierendes Gefühl, den Berg bezwungen zu haben (obwohl dieser wirklich mickrig war).
Am Nachmittag bestiegen Julia und Rob noch den zweiten Berg, während ich im Wohnwagen meinen Blog schrieb und einen Kuchen für Rob vorbereitete, da dieser am Folgetag Geburtstag hatte. Ja, Kuchen..gute Idee. Nun das große Aber. Was für einen Kuchen bekommt man ohne fertigen Boden (den gab es nämlich nirgends), ohne Kuchenform, ohne Ofen und ohne sämtlichen elektrischen Hilfsmittel hin. Die Auswahl an Lebensmitteln im „General Store“ war auch beschränlt. Ich fand es nicht einfach und entschied mich schließlich für einen fettarmen Kalten Hund, der aus Pudding und Keksen bestand. Bei Wein und KT Tunstall („Suddenly i see“) klang der Abend aus.
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| Weinproben in Mclaren Vale |
Nächster Morgen: Happy Birthday Rob! 21 wurde unser Mitgefährte und hey mann glaubt es kaum, aber er fühlte sich noch genauso wie am Vorabend. Der Kalte Hund hat überraschend gut geschmeckt und mundete auch dem britischen Gaumen.
Aufbruchstimmung. Es sollte weiter gen Süd-Westen gehen, nach Mt. Gambier. Hier gibt es im Wesentlichen nur eine große Attraktion und zwar den Vulkankrater-See, der vor allem Im Sommer eine fast unnatürliche blaue Farbe besitzt. Im Winter schlägt die Farbe dann um in ein natürliches Grau-Grün. Wir hatten Glück und erwischten einen der letzten Tage bevor sich die Farbe änderte (siehe Bild). Ja damit ist eigentlich auch der Besuch in Mt. Gambier beschrieben, denn neben dem Besuch von dem See und anschließendem Mittagessen haben wir hier nicht viel Zeit verloren. Ach ja, dass ist im Übrigen eine der sehr schönen Sachen an einem Road-Trip, nämlich die Möglichkeit immer und genau da wo es einem gefällt seinen Camping Kocher auszupacken und zu kochen. Gigantisch!
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| West Beach in Adelaide |
Weiter ging es Richtung Adelaide. Leider schafften wir es an dem Tag nicht mehr ganz den Weg nach Adelaide zu fahren und so verbrachten wir die Nacht wiedermal auf einem Campingplatz in unserem Zelt. Dieses war nun nicht mehr das alte kleine Zelt. Nein, nein, wir hatten investiert und uns für 45 Dollar beim K-Mart ein 4 Mann Zelt gekauft, dass mit seinen Maßen überzeugte. So war die Nacht zum ersten Mal gut und günstig. Der Campingplatzbesitzer gab uns auf Anfrage den Tipp auf dem Weg nach Adelaide in Mclaren Vale vorbei zu schauen. Südaustralien ist innerhalb Australiens für seinen sehr guten Wein bekannt und Mclaren Vale erfreut sich hierbei an einem exquisiten Status. Gesagt, getan und schwubbs probierten wir mit den betuchteren Klientel die Shiraz und Cabernets um die Wette. Das Ganze für umsonst und die Weinkeller nahmen kein Ende (es gab bestimmt so um die 15 Weinkeller). Pro Weinkeller konnte man sich an ca. 10 verschiedenen Weinen beleiben. Wir schafften es durch zwei Keller und aus Rücksicht auf den Fahrer beließen wir es dabei und beendeten das Ganze mit dem Kauf von einer Flasche Met (Honigwein).
So erreichten wir leicht angeheitert die Haupstadt Südaustraliens, Adelaide. Vorher bereits gebucht, übernachteten wir im zentral gelegenen YHA-Hostel und hatten sogar unser eigenes Zimmer mit Fernseher (Luxus, Baby!). Der Plan am Abend wegzugehen wurde in die Tat umgesetzt und nach einigen Runden Pictionary und Celebrity Guessing mit zwei Kanadierinnen im Hostel ging es los ins Nachtleben. Es war ein Sonntagabend und die Erwartungen waren nicht sehr hoch. Wir hatten im Vorherein ein paar Clubs im Lonely Planet ausgeguckt (bzw. eig. Nur einen) und machten uns auf den Weg. Die Adresse schien jedoch veraltet, denn da war nichts. Wir hörten jedoch Musik und wurden so in den nächsten Club getrieben.
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| Radeln am Strand |
Von aussen eher unspektulär und drinnen die üblichen Disko-Klassiker. Ja gut kann man ja mal ausprobieren. Nach einem Toiletten-Besuch, in der Rob von einem Typen irgendwas ins Ohr gesäuselt wurde und nachdem Julia bemerkte, dass Grüppchen entweder nur aus Frauen oder nur aus Typen bestanden, wurde schnell klar: Yippie wir sind in einer Gay-Bar! Klasse, also wieder raus.
Schließlich haben wir dann doch noch den Club aus dem Lonely Planet gefunden. Um es kurz zu machen, die Altersangabe von 18-25 im Lonely Planet schien ebenso veraltet, wie die Adresse. Hier tummeln sich vor allem die Ü40-jährigen oder die U18-jährigen. Zusammen mit einem grottigem DJ und teurem Bier (6 Dollar für 0.27l) ein Wahnsinns-Deal.
Der Abend war jedoch schnell vergessen, als am nächsten Tag uns die Sonne begrüßte. Wir hatten uns Fahrräder ausgeliehen und cruisten durch die Stadt Richtung Strand. Klasse mal wieder Fahrrad zu fahren. Adelaide bei Tag ist eine echt schöne Stadt und vor allem der Stadtteil Glenelg am Strand hat uns besonders gut gefallen. Am Strand angekommen ging es sofort ins Wasser und das abermals fast alleine. Also Australien hat es echt mit den Stränden, echt beeindruckend und absolut nicht touristisch.
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| Die Fahrradgang! (Helm ist Pflicht) |
Bei der Fahrradtour durch die Dünen, kam ein leichtes Heimatgefühl herauf, denn es roch nach Nordsee und auch der Ausblick war ähnlich. Auf einmal und völlig unerwartet blickten wir gen Meer und erblickten doch tatsächlich einen Delphin. Wenn auch nur aus der Ferne, war es doch klasse und völlig verblüffend den Menschenfreund zu beobachten..
Zum Mittag/Abendessen gab es Fish & Chips aus dem Restaurant. Wir entschieden uns für den Familien Pack 6, der aus 6 Butterfischen und Pommes bestand. Ursprünglich für eine Familie mit 6 Personen gedacht, schaffte es besonders die Portion Pommes uns zu sättigen und wir mussten sogar einige Pommes zurücklassen. Danach wurde das ganze mit leckerem Eis abgerundet, denn schließlich geht Eis immer und rund kullerten wir zurück zum Hostel. Ein bisschen Ausruhen und am Abend ging es für mich nochmal auf den Basketballplatz zum Zocken und ich war beruhigt festzustellen, dass ich doch noch ein wenig spielen kann.
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| Fish & Chips für die ganze Familie |
Am letzten Tag in Adelaide checkten wir frühzeitig aus dem Hostel aus und machten uns auf dem Weg zur Haighs-Schokoladenfabrik. Von Draussen sah die Fabrik eher wie ein Reihenhaus und weniger wie eine große Fabrik aus. Drinnen wurde man von leckersten Schokoladenvarietäten zum Naschen verführt. Der eigentliche Plan, die kostenlose Führung um 11 Uhr mitzunehmen, wurde von der Dame hinter der Theke vereitelt, die uns mitteilte, dass die Führungen manchmal 2 Wochen im Vorraus ausgebucht seien. Einzige Alternative sei eine „self-guided tour“ um 12, bei der wir uns selbst die Schilder durchlesen müssten und uns keine Dame etwas zu der Fabrikation erklärt. Sie stimmte uns gnädig mit etwas Schokolade zum Probieren und wir vertreibten uns die Zeit mit einigen weiteren Schokoladenleckereien, die zwar sündhaft teuer aber auch sündhaft gut waren.
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| Haigh's Schokoladenfabrik |
So dauerte das Warten nicht lange, obwohl es auch nicht geschadet hätte einfach zu gehen ohne uns die Fabrik anzuschauen. Durch Glaswände getrennt sah man einige Arbeiter in Handarbeit Schokoladenkugeln kneten und die beschreibenden Schilder beschränkten sich auch auf ein Minimum. Alles in allem eher enttäuschend, aber gut wegen der Schokolade.
So beendeten wir unseren Aufenthalt mit einem kleinen Shopping-Bummel in der Innenstadt und schließlich mit Pizza von Dominos. Danach ging es wieder ins vertraute Auto und die Straße hatte uns wieder…Jetzt sind wir bereits kurz vor Esperance in West-Australien und freuen uns auf den Strand nach tagelangem Fahren durch das Outback. Berichte von der Hinfahrt und Aufenthalt in Esperance folgen..









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