![]() |
| Lucky Bay |
So sind wir also vor 2 Wochen in Esperance angekommen und kehrten gegen Abend im YHA-Hostel direkt an der Küste ein. Die Hostelbesitzerin nahm sich Zeit und erklärte uns auf der Karte welche Strände und Plätze auf jeden Fall besichtigt werden sollen. Obwohl recht müde von der langen Reise rafften wir uns noch einmal zurück ins Auto und fuhren Richtung Twilight Beach auf dem Great Ocean Drive, der an schier endlosen und wunderschönen Stränden vorbeiführt. Zusammen mit viel Wind und Abendsonne genossen wir den Puderstrand und besuchten Sammy den Seehund, der am Jetty von Esperance seine Runden dreht. So ging der erste Abend mit vielen positiven Eindrücken und voller Vorfreude auf den nächsten Tag zu Ende.
Nach einem leckerem Frühstück rollte unser Holden am nächsten Tag Richtung Cape Le Grand Nationalpark. Gute 40 Minuten von Esperance entfernt ist dieser vor Allem wegen seiner schönen Strände bekannt. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und als wir schließlich „Lucky Bay“ erreichten kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus.
![]() |
| Jumping Pictures at Lucky Bay |
Türkises Wasser und schnee-artiger Strand gehörten mit 2 anderen Besuchern uns. Badehose an und rein ins kühle Nass. Unglaublich, so klares Wasser habe ich noch nie gesehen und umgeben von Bergen glich dieser Ort einem Paradies. Es überkam uns ein Gefühl, als wenn man das Ganze nicht genug wertschätzen könnte und als uns unser Hungergefühl zum Aufbruch zwang wurde man fast ein wenig wehmütig, dieses wundervolle Plätzchen Erde zu verlassen. Aber das wurde bald vergessen, denn auch der zweite besuchte Strand „Hellfire Bay“ war wirklich unfassbar schön. Nach gekochtem Mittag wurde auch hier das Wasser ausgetestet und für gut bewertet. Gut ist kein Ausdruck, klasse war es. Die Zeit verflog und es begann zu dämmern. Abenddämmerung -> Sonnenuntergang gucken? Super Idee! Am Observatory Beach in Esperance wurde somit dieses Spektakel mit schweigenden Mündern genossen. Ein wahrhafter Urlaubstag wurde so in Dunkelheit gehüllt und beendete unseren Aufenthalt in Esperance. Wir sehen uns wieder, ging es durch unsere Köpfe am nächsten Tag.
![]() |
| Ja gut, lange stand ich so nicht ;-) |
Dieser war neben einer Menge Fahrerei relativ unspektakulär. Spektakulär war eigentlich nur der Campingplatz auf dem wir in dieser Nacht campten. In Albany und wiedermal direkt am Strand lag ein Campingplatz der Superlative. Mit Spa und Swimming-Pool, Billard-Tisch und Fernsehraum wurden wir schnell überzeugt hier zu bleiben und fanden selbst, den Preis von 16 Dollar pro Person für einen Zeltplatz in Ordnung. Ein paar Bahnen im Pool schwimmen, ein bischen im Whirlpool relaxen, so ist das neue Camper und Backpackerleben in 2011.
Ein neuer Tag beginnt und Albany-City wurde zum Shoppen genutzt. Obwohl nicht wirklich was gebraucht wurde, statteten wir uns mit neuen Klamotten aus und fuhren gut gelaunte weiter gen Westen. Denmark war das nächste auserkorene Ziel. Ja, witziger Name für eine Stadt in Australien, aber gut. Erster Stop in dieser idyllischen Kleinstadt war ein Rastplatz im Zentrum, direkt neben einem Fluss. Mich hat das Ganze sehr an den Spreewald erinnert und umgeben von Grün wurden Spaghetti mit Pesto verzehrt. Yummy! Neben der schönen Kleinstadt riet uns der Reiseführer die gewaltigen Steinformationen am Strand („Greens Pool und Elephant Rocks“) anzugucken. Ein weiteres Highlight sollte auch die lokale Meadery (Met, Honigwein-Hersteller) besichtigt werden.
![]() |
| Hellfire Bay in Esperance |
Na das hört sich doch gut an, dachten wir uns und ließen etwas Platz in unseren Bäuchen. Auf dem Weg durch die Stadt hielten wir die Augen auf nach Batholomeus Meadery, doch die war nirgends zu sehen. Witziger Weise fuhren wir aber an einer kleinen Schokoladenfabrik vorbei und ließen uns nicht lange bitten. Hrm leckere Schweizer Schokolade in allen Variationen. Nachdem wir schon ein wenig was über Schokolade in Adelaide von der Haighs Schokoladenfabrik wussten, erkundigte sich Rob, ob man denn bei Ihnen auch die „rohe“ Schokolade, also bevor Zucker und andere Zutaten hinzugefügt werden, kaufen könnte. So erfuhren wir, dass sämtliche Schokolade im Rohzustand nicht in Australien zu erhalten ist, denn alle Schokolade wird aus Europa eingeführt und in Australien lediglich nach den Vorstellungen der Fabriken verfeinert..aha, deswegen schmeckt die Schokolade hier so anders. Trotzdem kamen wir in den Genuss von Cacao-Nibbs und die haben zwar etwas bitter, aber sonst echt lecker geschmeckt. Weiter ging es und das nächste Schild ließ nicht lange auf sich warten. „Cheese Factory“ stand da drauf und unser Auto bog in die angezeigte Richtung. Voller Vorfreude wurden wir leider mit dem nächsten Schild „closed“ enttäuscht und auch die Weinkeller auf dem Weg hatten alle schon geschlossen..schade.
![]() |
| Türkises Wasser am Hellfire Bay |
Gut, es blieb der Strand mit den riesigen Steinformationen. Dieser wurde dann auch gefunden und im Greens Pool, der vor Allem bei Familien aufgrund der geschützten Lage beliebt ist, wurden die letzten Schokoladenreste aus dem Mund gespült. Von Meter hohen Felsen sprangen wir ins Meer und zusammen mit (für mich) riesigen Krabben kletterten wir umher. Nebenan befand sich „Elephnant Rocks“, was wirklich ein wenig so aussah als hätte ein Elephant dort ein paar „Rocks“ niedergelegt. Ein steiniger Weg (vor allem für Barfußläufer) führte zum Aussichtspunkt, von dem die Landschaft beguckt wurde. Ganz ehrlich, hier könnte man sich niedersetzen. Die Umgebung um Denmark und generell die Südküste gefielen uns immer besser. So neigte sich auch dieser Tag zu Ende und es sollte ein Schlafplatz gefunden werden. Ach ja, unter dem Schild, was zum Greens Pool deutete haben wir doch tatsächlich ein anderes Schild gesehen. „Batholomeus Meadery“ hatte leider schon geschlossen, aber machte am nächsten Tag um 9:30 wieder auf. Hrm was nun? Möglichst viele km machen bis in den nächsten Ort oder versuchen morgen noch die Meadery mitzunehmen. Die Antwort auf die Frage fanden wir auf einem 6 km entfernten Campingplatz im Nirgendwo. Völlig dunkel und mit einem „For Sale“ Schild versehen, fanden wir zunächst Niemanden an. Beim durchfahren des Geländes, was in der Dunkelheit echt ein wenig unheimlich war, trafen wir dann eher zufällig auf eine beleuchtete Hütte und der Besitzer des Campingplatzes empfing uns mit offenen Armen. 20 Dollar war günstig und obwohl wir uns bei den zahlreichen Spinnen und anderem giftigen Ungeziefer nicht besonders wohl fühlten, sollte es für die Nacht reichen.
![]() |
| Sonnenuntergang am Observatory Beach |
Am nächsten Morgen habe ich mit einem Frosch auf meiner Duschtür geduscht und war doch sichtlich überrascht, als mich Rob auf meinen Voyeur aufmerksam machte. An dieser Stelle herzliche Grüße an meinen quietsch grünen Kompagnon! Um nahezu genau 9:30 fanden wir uns an der Türschwelle von der Meadery, die aus einem kleinem Häuschen im Wald bestand. Drinnen erwarteten uns 15 verschiedene Honigarten, die man probieren konnte und 6 verschiedene Honigweine wurden bereitwillig von der Bardame ausgeschenkt. Mit den Worten „Man sagt zwar, dass man von Met keinen Kopf bekommt, aber das stimmt bei mir auf jeden Fall nicht. Gestern war gut!“ war sie prompt sympathisch und die Meadery rückte nochmal in ein anderes Licht. Ich muss sagen, Honigwein (den ich zumindestens zuvor nur in heisser Form auf dem Weihnachtsmarkt getrunken habe) schmeckt durchaus erfrischend und vor Allem die Kombination mit Zitrone oder auch Trauben war super lecker. Von den Honigsorten befanden wir alle für lecker und kauften unseren Favorit, Hazelnut Honey..! Zusammen mit einer Kugel selbstgemachten Honigeis kugelten wir so aus der Leckereien Fabrik und fuhren weiter. Doch der nächste Stop ließ nicht lange auf sich warten. Ich weiss nicht, ob wir die Fabriken bzw. die Probierstationen magisch anzogen, aber einige km weiter westlich wurden wir auf eine Toffee und Cider-Fabrik aufmerksam. Hin da und ausprobieren, wir haben ja schließlich Urlaub. Mann mann mann, als Toffee-Fan würde ich mich zwar nicht beschreiben, aber die ganzen Dips, die dort hergestellt wurden waren wirklich verdammt lecker. Danach wurde dann Apfelwein (Cider) probiert und auch dieser gefiel. Besonders die Variante mit Erdbeeren ist mir im Kopf geblieben..himmlisch!
![]() |
| Valley Of Giants |
Mit verschiedensten Geschmäcken im Mund erreichten wir wenig später das „Valley Of Giants“ in der Nähe von Walpole. Naja um es kurz zu machen, waren wir von den Riesen, in Form von Bäumen, nicht wirklich überzeugt und nach einem kurzem Spaziergang durch den Ancient Walk entschieden wir uns gegen den teuren „Tree Top Walk“, der einen mit Hilfe einer begehbaren Rampe auf 40 Meter Höhe bringt.
Nach diesem Zwischenstop und einem Stop am Mandalay Beach, wo uns die 8 km lange Dirt Road fast unser Auto gekostet hat, fuhren wir an diesem Tag ganz durch bis nach Margaret River, was nun wirklich an der Westküste und nicht mehr an der Südküste liegt. Wenig wussten wir, dass an diesem Wochenende ein Surf-Contest in der Stadt stattfinden sollte und so gestaltete sich die Hostelsuche relativ schwierig. Nachdem zwei Hostels ausgebucht waren, entschieden wir uns für den Surfpoint Resort, der etwas ausserhalb, aber dafür , ja und ihr dürft drei mal raten, direkt am Strand liegt. Mittlerweile mitten in der Nacht und nach entnervtem Suchen (wir haben 4 mal anrufen müssen, um es dann endlich zu finden), checkten wir in einem wirklich schönen Hostel ein. Hier soll es im nächsten Blogpost weitergehen.
Zur Zeit sind wir nach 4 Tagen in Perth/Fremantle wieder auf dem Weg nach Süden und sind gespannt was uns in Boyer Brook erwartet. Hier haben wir über eine Anzeige Arbeit gefunden und wissen eigentlich nur, dass wir 150 Dollar am Tag verdienen können und die Unterkunft umsonst ist. Arbeitstechnisch soll es wohl viel Cattle-Work, Traktor fahren und Pre-Crop Work sein. Julia soll Babysitten und wird wohl etwas weniger verdienen. Wir werden es herausfinden und ich werde berichten…stay tuned







OH man da krieg ich echt Fernweh wenn ich das lese was ihr so die ganze Zeit macht. An den meisten beschriebenen Orten war ich vor 3 Jahren auch! Ich hab allerdings den Tree Top Walk mitgenommen :) War ganz nett, aber auch net unbedingt eins der Erlebnisse die es in meine Westküsten Top 10 schaffen würden :)
AntwortenLöschenTwilight Beach.....hmmmm! Good times! Und das geilste ist ja wohl echt, dass man an diesen super Stränden oft alleine ist oder vielleicht noch 2-3 Hansel da sind. Aber verglichen mit der Ostküste ist das ja echt n Luxus!
Nun gut hoffe die Arbeit stresst euch net zu sehr ;)
Ein Wort: Dreamhaft!
AntwortenLöschen