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| Stolzer Camper. Yeah! |
Wie schon im letzten Blogpost berichtet, sind wir mittlerweile an der Westküste angekommen und geniessen die letzten freien Tage bis es wieder mit der Arbeitssuche losgeht.
Der Weg bzw. die Fahrt nach Western Australia von Adelaide war bis auf einige Einzelheiten wenig spektakulär und so werde ich mich eben auf diese Zwischenepisoden beschränken.
Nach dem Besuch der Schokoladenfabrik und ausgiebigen Pizza-Mittagessen in Adelaide schnallten wir uns an und der Holden Commodore rollte unaufhaltsam Richtung Westküste. Zu der Zeit hatten wir noch genug Musik auf unserem Laptop bzw. iPods und konnten uns so die Zeit im Auto vertreiben. Blackstories und Witze wurden ausgepackt und ich fühlte mich erinnert an frühere Familienurlaube, die mit dem Wohnwagen einschlielich langer Hinfahrt unternommen wurden. Am Abend kehrten wir kurz vor Port Augusta auf einem Campingplatz direkt am Highway ein. Ausser dem Campingplatz war auch dort gar nichts. Naja uns machte es wenig aus, denn schließlich suchten wir nur nach einem Platz zum Schlafen und Essen. Ja und das Essen sollte spannend werden, denn wir waren nicht allein in der Campingküche.
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| hmm. Austern in Coffin Bay! |
Neben den bluthungrigen und nicht vermissten Moskitos waren dort ein Mitte 50 jähriger, offensichtlich angetrunkener Neuseeländer und eine Familie einschließlich kleinem Jungen, die Big Bang Theory im Fernsehen guckten (sehr sympathisch!). Dann ging es los und der Neuseeländer fing an mit uns zu sprechen. Ich weiss nicht was es ist, aber sobald betrunkene, ältere Neusseländer das Wort Deutschland hören, schwenken diese unweigerlich auf das Thema Krieg um. So erzählte er uns, dass ja hier in der Nähe überall „Schwarz-sticker“ (er meinte wohl Hakenkreuze) zu sehen seien und deswegen die Deutschen, die ersten Siedler in Südaustralien gewesen seien. Hä? Wurde Australien nicht viel früher besiedelt? Naja wir ließen es über uns ergehen, denn mit dem Typen zu diskutieren schien nicht viel zu bringen.
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| Gaumengenuss in Coffin Bay |
Witzig war auch, dass er am Anfang meinte, dass er hier Land besäße. Später meinte er, er sei hier zum arbeiten, weil seine Firma ihn hierher geschickt hatte und am Ende erzählte er uns, dass er auch nur rumreist…Der Hammer war allerdings, als der kleine Junge von der Familie einen Käfer auf dem Boden zertritt. Da rastete der Neuseeländer plötzlich völlig aus. „You can’t come to our country and kill our animals“ schrie er in Richtung der Familie. Ach du Schande, ein betrunkener Käferfreund, mann mann mann. So haben wir uns bemüht möglichst schnell aufzuessen um dann eine weitere Nacht in unserem Zelt zu übernachten.
Nächster Morgen, zurück im Auto. Eindrücke: Musik zum zweiten Mal hören geht noch, aber ist schon anstrengender. Witze und Blackstories sind uns ausgegangen und so vergeht schon auch mal die ein oder andere Minute ohne das jemand was sagt.
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| Mittag an der Buchtpromenade |
Coffin Bay war für diesen Tag das angepeilte Ziel, was wir im späten Nachmittag auch erreichten. Berühmt als Australiens Anlaufpunkt für Austern, sollten die Viecher natürlich auch probiert werden. Nach dem „Oyster Walk“, der eindrucksvoll vermittelte, dass in Coffin Bay wohl nur die Reichen und Schönen einen Platz bekommen, fanden wir uns in einem Hotel wieder und bestellten 13 von den kostbaren Meeresbewohnern. Ich für meinen Teil hatte noch nie Austern probiert und war auf das Schlimmste vorbereitet. Die 13 Austern kamen in allen Variationen: Mit Käse überbacken, mit Tomatensauce und Creme fraiche als auch auf die puristische Art mit Zitrone. Der Geschmackstest beweist: Nicht alles was teuer ist, muss auch gut schmecken.
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| Nullarbor Experience |
Es war eine Erfahrung wert, aber vor allem die rohen Dinger waren für mich ungenießbar und nur aufgrund des teuren Preises essbar. Die gebackenen Austern waren besser, aber ich werde sie wohl nicht wieder bestellen. Nachdem wir die Überreste des Austergeschmacks erfolgreich mit Met auf dem Campingplatz vernichtet hatten ging so auch der zweite Tag auf der Reise nach Westaustralien zu Ende.
Der 3. Tag war wirklich nur durch Fahren geprägt. Musiksender wurden vergebens im nun beginnenden Outback gesucht und die Musik auf dem iPod war nun kaum noch erträglich, aber wir machten Kilometer um Kilometer mit einigen Stops an sehenswerten und weniger sehenswerten Orten. So gelangten wir am Abend nach Nundroo, dem letzten „Ort“, in dem ein Mechaniker ansässig ist, bevor es auf langen Wegen nach Western Australia geht. Unser Auto schien gut in Schuss und so verzichteten wir auf eine Inspektion und nach dem die betrunkenen, schreienden Aborigines ihren Weg suchten gingen wir zu Bett.
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| Und wir machten es trotzdem! |
Highlight der nächsten Tage war wohl die Ninety Mile Straight. Die längste geradlinig verlaufende Straße ist eigentlich nicht wirklich ein atemberaubendes Erlebnis, aber entspanntes Fahren ist ja auch was. Sieht man von der Eintönigkeit der Nullarbor Plains (Nullarbor ist lateinisch für „kein Baum“ und das hat auch gestimmt!) ab, war es wirklich ein tolles Erlebnis. Vor allem unsere Campingerlebnisse mittem im Nirgendwo. So bleibt mir Mathew in Erinnerung, den wir kurz vor der Grenze zu Western Australia kennenlernten.
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| Twilight Beach in Esperance |
Ach so, cool war auch der längste Golf Course der Welt. An jedem Stop auf dem Highway war ein weiteres Loch was bespielt werden konnte, aber zurück zu Mathew. Dieser schien unbedingt Leute kennenlernen zu wollen und kam selbst aus der Nähe von Melbourne. Wir waren beim Mittagessen vor der Grenze (Resteverwertung, denn Früchte und Gemüse dürfen nicht eingeführt werden) und schwubb die wubb sah man sich verwickelt in ein Gespräch mit ihm. Er klärte uns auf, was ein Swag ist und für jeden Mist hatte er eine Karte, die er aus seinem Auto zauberte.
Nett war er, dass muss man ihm lassen, aber ein wenig zu aufdringlich. Wie es der Zufall wollte kehrte er am Abend auch noch ausgerechnet auf dem selben Rastplatz ein und um es kurz zu machen gab es zum Glück noch ein paar andere deutsche Mädels denen er seine Geschichte erzählen konnte. Am nächsten Morgen wurden dann natürlich noch Nummern ausgetauscht, denn schließlich kennen wir uns schon eine Ewigkeit und wir sollen doch unbedingt mal vorbeischauen, wenn wir in der Nähe von Melbourne sind…Mal sehen Mathew!
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| Walking along the jetty in Esperance! Geschafft! |
An diesem Tag schafften wir es dann bis nach Esperance an die Küste und wurden mit einem super YHA Hostel und absolut sagenhaften Stränden entlohnt. Darüber mehr im nächsten Blogpost.








Hab mein Wagen voll geladen...
AntwortenLöschenHorrorszenarien die du hier beschreibst!!! Endlose Fahrten OHNE Mucke - uiuiuiuiui;)) Aber cooler Trip! Wer von euch hatte seinen Edding an dem gelben Road Sign ausprobiert?
Hehe, geil der Cameltoe ist mir noch garnicht aufgefallen! Wäre echt klasse, wenn das mit einem Treffen in OZ noch klappen würde. Wann meinste biste denn in Sydney?
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