Donnerstag, 7. Juli 2011

Erstes Jobinterview in Adelaide...Check!

Darwin Water Front
Ich bin gerade unglaublich aufgeregt und kann mein Glueck kaum fassen. Vor ungefaehr 5 Minuten und just nachdem ich versuchte outer-rim adventures anzurufen (ein grosses Dankeschoen nochmal an dich Finn!) bekam ich einen Anruf von mNet Group. Die Firma, bei der ich mich als erstes und vor 4 Tagen beworben habe, hat mich fuer naechsten Montag zu einem Interview eingeladen. Zwar hatte ich noch nicht ganz aufgegeben mich in Australien als Ingenieur zu bewerben, aber ich war kurz davor mich nach etwas Anderem umzusehen. Und jetzt mein erstes Interview. Einfach klasse. Waehrend Julia und Rob sich auf den Weg nach Byron Bay machen ,werde ich also zumindestens noch bis naechsten Montag in Adelaide verweilen. Das zu den aktuellen News.
Zurueck in die Vergangenheit. Endlich wieder in einer etwas groesseren Stadt. Darwin hat eigentlich nur eine Strasse, wo alle Backpacker unterkommen. Unzaehlige Hostels, Clubs und Shops reihen sich im Zentrum in der Mitchell St aneinander und wir fanden unseren Platz im Melaleuca Hostel.
Hafen-Promenade in Darwin
Leider kamen wir nicht mehr in den Vorzug eines gemeinsamen Zimmers und wurden in drei unterschiedlichen Dorm-Raeumen untergebracht. Naja, es gibt schlimmeres, denn ansonsten war das Hostel wirklich klasse. Es gab 3 Pools auf einer riesigen Terasse, wo neben genug Tischen und einer grossen Kueche, auch eine Bar ihren Unterschlupf fand. Bars in Hostels sind aber auch so eine Sache, bei der ich mir noch nicht sicher bin, ob ich sie gut finde oder nicht. Auf der einen Seite hast du natuerlich einen einfachen Weg zum abendlichen Bierchen, auf der anderen Seite muessen Hostels, die eine Bar besitzen es Backpackern untersagen, eigenen Alkohol mit ins Hostel zu bringen. Somit ist man auf die teuren Preise des Hostels angewiesen, oder man fuellt seinen Wein in eine Thermosflasche und trinkt verdeckt (unsere Variante).
Mindil Beach Sonnenuntergang
Naja, wie auch immer, wir hatten eine gute Zeit in Darwin. Am ersten Morgen erkundeten wir die Stadt und marschierten Richtung Meer. Die Stadt an sich hat Charme und ist trotz ihrer Groesse sehr im Zentrum fokussiert. Eine nette kleine Fussgaengerzone mit freiem wireless und vielen Einkaufsmoeglichkeiten bietet dem Besucher alles was er braucht und leitet den Weg zum Wasser. Das Schoenste fuer mich waren eigentlich die Parkanlagen am Meer/Hafen. Sehr gepflegte Gruenanlagen mit vielen Moeglichkeiten zum Fahrradfahren luden zum Relaxen ein. Zwar war der stadtnahe Strand nichts Besonderes, dafuer war das Wasser aber wirklich tuerkis und die Sonnenuntergaenge um so spektakulaerer.
In Darwin trafen wir zu unser aller Erstaunen und voellig ueberaschend Sebastian wieder, den wir ebenfalls in Sydney am Anfang kennengelernt hatten. Das nur so nebenbei und eher eine Annekdote an mich, die ich nicht vergessen moechte.
Wave-Lagoon Action
Der zweite Abend wurde dem Weggehen gewidmet und mit dem Thermosflaschen Prozedere haben wir geschickt das Hostel getaeuscht. Ehrlich gesagt, haette es glaub ich keinen interessiert, wenn wir die Flaschen Wein direkt auf den Tisch gestellt haetten, aber man kann ja nie wissen. Weit sind wir an dem Abend auch nicht gekommen und wir endeten schliesslich in einem Club, der direkt neben dem Hostel war (da haben diese bloeden Flyer-Verteiler wirklich mal ihren Job gut gemacht und wir sind drauf reingefallen). Voellig betrunkene Backpacker dominierten die Szenerie und die Stimmung erreichte ihren Hoehepunkt als Maedels auf die Buehne geholt wurden und je nach Applaus wieder heruntermussten. Ein Spass..

Der letzte Tag in Darwin wurde am Morgen in der Wave Lagoon verbracht. Die kuenstliche Wellenanlage ist ganz lustig fuer ungefaehr 10 Minuten, danach hatten wir auch schon genug und verbrachten die restliche Zeit unter den Sonnenschirmen beim Lesen/Sonnen. Ja, alte Leute Programm, ich weiss. Am Abend besuchten wir die Mindil Beach Markets, die abermals etwas Neues waren. Die kleinen Marktstaende direkt neben dem Strand (Sonnenuntergang war wirklich schoen) erinnerten ein wenig an die Maerkte in Thailand und Vietnam und doch waren sie anders. Vor allem die vielen unterschiedlichen, internationalen Essensmoeglichkeiten waren ein Highlight und die Feuershow hatte uns alsbald in ihrem Bann. Abgerundet wurde das Ganze mit einem Besuch im Kino (Super 8).
Wahnsinnig beeindruckend: Felsmalereien
in Ubirr....not!

So verliessen wir Darwin und weiter ging die Reise in den Kakadu Nationalpark. Angeblich streiten sich die Leute immer, ob der Litchfield oder der Kakadu Nationalpark schoener seien, aber fuer mich gewinnt eindeutig der Litchfield NP. Vor allem wegen seiner Aboriginal Stein Kunst (Rock-Art) bekannt haute uns der Kakadu NP nicht vom Hocker und wir bereuten es nicht den Eintrittspreis von 25 Dollar versehentlich nicht bezahlt zu haben. Ubirr war wohl die Hauptattraktion im Kakadu und obwohl die Aussichten ganz nett waren und es schon beeindruckend ist wie lange die Felsbemahlungen da schon sind hat es mich nicht umgehauen. Wir verbrachten gute 1 ½ Stunden bei der „Art-Site“ und beschlossen schliesslich nach einem Campingplatz Ausschau zu halten. In Jabiru, dem naechsten Ort innerhalb des NP, bauten wir unser Zelt auf einem Campingplatz auf und verbrachten die Nacht im Kakadu.

Am naechsten Tag gruebelten wir, ob wir uns ueberhaupt noch etwas anderes in dem vor Allem fuer 4 WD Jeeps ausgelegten Park angucken wollten und entschieden uns letztlich dagegen. Das Tagesziel stellten stattdessen die Edith Falls dar, denn uns stand der Sinn nach Schwimmen.

Edith Falls
Nach ein paar Stunden Fahrt erreichten wir schliesslich die Wasserfaelle und nach einem 1 stuendigen Marsch ueber Stock und Stein, fanden wir uns im kuehlen Nass. Kalt und super erfrischend in einem tollen Panorama. Einfach wunderschoen und kaum in Worte zu fassen. So verweilten wir ein gutes Stuecken in der Idylle, bevor wir am Abend auf dem selben Campingplatz wie schon bei unserem ersten Aufenthalt in Katherine eincheckten. Ich bin mir nicht ganz sicher, bei welchem Aufenthalt wir die Rutsche auf dem Campingplatz austesteten, aber es war auf jeden Fall ein Highlight. Die Rutsche des Pools sah harmlos aus, aber wir waren ueberrascht und konnten nicht mehr vor Lachen als einer nach dem anderem herunterbretterte.

Einziges Bild vom Mango-Wine Tasting
(der Verkaeufer war ne Scherzkanone :-))
Am naechsten Tag ging es mit grossen Schritten Richtung Alice Springs. Ein kleiner Stop in Mataranka um die Hot Springs auszuchecken (ebenfalls sehr schoen, aber weniger naturbelassen als die in Katherine) und dann ging es weiter. In Renner Springs verbrachten wir eine weiter Camping Nacht und frueh ging es am naechsten Morgen weiter. Das einzig Erwaehnenswerte auf dem Weg nach Alice Springs war noch der Stop bei der Mango Winery. Eine Kostprobe von 5 verschiedenen Mango Weinen hatte uns ueberzeugt eine 20 Dollar Flasche Mango Magic Twist zu kaufen. Echt ein super Geschmackserlebnis und auch das Eis war eine Suende wert. Nach einer weiteren Nacht im Zelt in Aileron (ich wuerde es schon fast nicht mehr als Ort bezeichnen, aber die Gemeinde hat sich eine riesige Statue auf einem Berg errichten lassen und mit Holywood Lettern darunter ihren Namen geschrieben, mann mann mann) verbracht. Die Nacht war in sofern erwaehnenswert, als dass wir seit langem mal wieder offenes Feuer gemacht hatten und man glaubt gar nicht, wie gemuetlich das bei einer kalten (es wurde so um die 6 Grad) Nacht sein kann.
Feuer in Aileron

Entspannt und gespannt erreichten wir am naechsten Morgen Alice Springs. Hier moechte ich diesen Blog-Eintrag beenden. Zum einen, weil er schon relativ lang ist. Zum anderen, weil ich unglaublichen Hunger habe und jetzt aus dieser Buecherei raus moechte. Je nachdem wann die Buecherei das naechste Mal auf hat (bin mir nicht sicher, ob am Samstag) geht es hier weiter....stay tuned!

1 Kommentar:

  1. Man die Sonne ist auch treuer Begleiter, wenn ich mir die Bilder so anschaue - sehr geil. Ich drücke dir fest die Daumen für das Bewerbungsgespräch, du schaffst das *auf die Schulter klopf*!! Lass es dir gut gehen...

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