Freitag, 28. Oktober 2011

Newsflash: Endlich wieder Fotos


The German Weapon

News aus Adelaide. Zu allererst sei erwaehnt, dass ich zu den letzten beiden Blogposts Bilder hinzugefuegt habe, also falls ihr sehen wollt, wie ich zur Zeit untergebracht bin und wie Delphine neben Kayaks aussehen, dann checkt die letzten Blogposts.
Das Bilder Hinzufuegen bringt mich gleich zum naechsten Punkt, naemlich meinem Laptop. Nach ueber 1 monat ist es der Firma dann doch noch gelungen ihn mir zu liefern und nun bin ich stolzer Besitzer eines Eee PCs. Fuer mich ist der Laptop perfekt, denn dank einer langen Akkulaufzeit kann ich ihn gut zum Reisen gebrauchen und um das ein oder andere Video zu gucken, reicht er auch voellig aus. Alles in allem bin ich also sehr zufrieden und nachdem ich mir gestern noch Boxen gekauft habe, bin ich nun wieder vollkommen ausgestattet mit allem was das Multimedia Herz begehrt. So viel dazu.
Ansonsten hatte ich letzte Woche mein erstes Basketball-Spiel. Erste Besonderheit: Auch Spieler muessen Eintritt bzw. fuer jedes Spiel, in dem sie spielen, 10 Dollar bezahlen. Ganz schoener Wucher, wenn man bedenkt, dass Vereinskosten noch obendrauf kommen und wir jede Woche ein Spiel haben. Zweite Besonderheit: Kein Spieler zieht sich in der Halle um. Die meisten Spieler kommen schon umgezogen zum Spiel und fahren nachher schwitzend in ihren Autos wieder nach Hause um dann dort zu duschen. Selbiges gilt auch fuer das Training. Also nichts mit sauber nach Hause gehen, sondern vollgeschwitzt in den Pub. Und obwohl ich einige Dinge mir durchaus von den Australiern aneignen moechte, so zaehlt dieses wirklich nicht dazu. Wie dem auch sei. Wir spielten ein durchaus sehenswertes Spiel und ich bekam mit knapp 30 Minuten eine Menge Spielzeit in meinem ersten Spiel. Scheinbar habe ich also doch noch nicht alles vergessen. Um es kurz zu machen haben wir mit 8 Punkten knapp verloren. Trotzdem war ich nach dem Spiel mit meiner Leistung der des Teams zufrieden und ich denke ich werde noch viel Spass in der Saison haben. Leider geht bei mir Leistung auch immer Hand in Hand mit Verletzungen beim Basketball. So bin ich letzte Woche Donnerstag beim Training umgeknickt und habe mir den Knoechel verdreht. Es war nicht angeschwollen, aber es tut immer noch weh und nach unzaehligen Baenderrissen bin ich doch etwas unsicher ob es nicht doch etwas Schlimmeres ist. Ich werde am Donnerstag probieren zu trainieren und wenn es gar nicht geht, dann doch zum Arzt gehen..Hoffentlich ist es nichts Schlimmes, denn auf eine Sportpause haette ich gerade ueberhaupt keine Lust.
Its nice to have choice!
Zweites grosses Thema der letzten Wochen war die weitere Planung meiner Reise und der damit verbundene Aufenthalt in Adelaide. Nach dem meine 3 monatige Probezeit bei der Firma abgelaufen war, hatte ich ein Gespraech mit meinem Chef, worin dieser mir mitteilte, dass die Firma mich gerne behalten wuerde und was meine Plaene waeren. Tja gute Frage, was sind meine Plaene? Darueber habe ich mir den Kopf zerbrochen und letztlich habe ich mich dafuer entschieden noch bis ende Februar in Adelaide und bei mNet Group zu bleiben. Bis zu dem Datum kann Julia auch im Reisebuero arbeiten und danach wollen wir dann nach Neuseeland aufbrechen. Sofern ich es jetzt ueberblicken kann, sollte ich dann so im Mai naechsten Jahres wieder in Deutschland sein. Ich weiss, dass ist noch eine lange Zeit, aber ich werde so eine Reise wahrscheinlich nur einmal in meinem Leben machen und so denke ich mir, dass es auf ein oder zwei Monate laenger dann auch nicht mehr ankommt. Mit dieser Entscheidung kam dann auch das naechste Problem, naemlich das Visum. Selbiges laeuft im Januar naechsten Jahres ab und so blieben nur zwei Optionen um laenger zu bleiben. Entweder die Firma wuerde mich sponsorn (praktisch ist mein Visum an den Arbeitsvertrag geknuepft und nach 3 Jahren Arbeit wuerde ich ein australischer Einwohner sein (2. Staatsbuergerschaft) ), was die Firma 3000 Dollar kosten wurde, oder ich bewerbe mich fuer mein 2nd Year Working Holiday Visa. Meine Firma hatte mir zwar angeboten mich zu sponsorn, aber nachdem ich nur 2 Monate nach Ablauf meines Visums fuer sie weiterarbeiten wurde erschien mir das doch ein wenig dreist. Insofern habe ich also mein 2nd Year Working Holiday Visum beantragt, welches gluecklicherweise just heute genehmigt wurde. Gluecklicherweise deshalb, weil man dafuer nachweisen muss fuer 3 Monate “Regional Work” waehrend seines ersten Working Holiday Visums abgeleistet zu haben. Zwar haben wir einen solchen Nachweis, denn unsere Farmen auf denen wir gearbeitet haben, waren immer sehr grosszuegig an Arbeitstagen wenn es um das Ausfuellen dieser Form ging. Jedoch hatte unser chinesischer Contractor in Robinvale bei den Olivenbaeumen seinen Namen mit “Le Manager” angegeben. Das scheint dann doch etwas dubios, aber wie schon gesagt, es ist durchgekommen und das ist die Hauptsache. Somit steht meinem Aufenthalt in Australien bis naechsten Februar nichts mehr im Wege.
Random Picture from Semaphore
Arbeitsmaessig ist momentan eine kleine Flaute. Die letzte Woche hatte ich wirklich sehr wenig zu tun, worueber ich mich nicht beschweren moechte, aber man hat dann doch ein schlechtes Gewissen wenn man den Grossteil des Arbeitstages nur dort sitzt und nichts zu tun hat ausser im Internet zu surfen. Nun ist es nicht so, dass ich mich vor der Arbeit scheue, denn ich frage meine Kollegen, ob ich ihnen helfen kann, aber auch die haben im Moment alles andere als viel zu tun. Insgesamt ist die Arbeit also wirklich entspannt und mir bleibt viel Zeit mich um andere Sachen zu kuemmern. Mein naechstes Projekt wird jetzt wohl sein meine eigene App zu programmieren, bevor ich mich meiner Website widme.
Ansonsten waren wir gestern mit den Leuten vom Hostel weg. Nachdem Julia ja mit Charlene zusammengezogen ist und wir alle Chris und Frank aus dem Hostel kennen, sind wir gestern in der Truppe losgezogen in Richtung German Club, Event: Oktoberfest! Erstaunlich, wie bekannt dieser Club nur aufgrund dieser Party ist. Wirklich ganz Adelaide kennt den German Club (es gibt nur einen) und das Oktoberfest. Leider ist das in Sachen Schlange und Anstehen keine so super Sache und nach einer halben Stunde anstehen und nicht viel vorankommen, entschieden wir uns dann doch woanders hinzugehen. So landeten wir im Austral, einem Pub in der Rundle Street, wo gemuetlich Bierchen um Bierchen getrunken wurden. Ein echt lustiger Abend, der nach einer Wiederholung schreit (wenn auch vielleicht an einem Samstag, also ohne die Arbeitsmuedigkeit!). Traditionell wurden auf dem Rueckweg bei Hungry Jacks (Australiens Burger King) noch ein paar Burger abgegriffen und schwubbs befinden wir uns in der Gegenwart. Ich denke, dass sind die meisten News zusammengefasst. Dank meines Laptops, werdet ihr jetzt wieder oefter von mir hoeren...also stay.....wait for it.......tuned...!

Samstag, 8. Oktober 2011

Laptop, Brille, Basketball und Delphine

Trocken-Fotos
Bevor ich von den Events und Unternehmungen der letzten Wochen berichten werde hier nun die aktuellsten News und Gedanken, die mich momentan beschaeftigen:
Zu allererst sei hier der Laptop erwaehnt. Ich habe mir nun vor 2 ½ Wochen ein Netbook bestellt und in der Servicewueste Australien ist dieser immer noch nicht geliefert worden. Nachdem der Status meiner Bestellung auf der Website des Anbieters gestern immernoch unveraendert “In Progress” zeigte beschloss ich anzurufen und ich wurde auf naechsten Dienstag vertroestet, was dann hoffentlich das Ende meiner Warterei bedeutet. Ich will es hoffen, denn so langsam geht es mir doch auf die Nerven immer meine Mitbewohner (eigentlich nur Zoe, denn Christian ist ja meistens nicht da!)  nach ihren Computern zu fragen, wenn ich mal das Internet benutzen moechte. Ich haette es vor der Reise nicht gedacht, aber ein eigener Computer gibt einem doch viel Freiheit und fuellt die ein oder andere Minute am Tag. Vor allem wird dieser mir dann endlich ermoeglichen meine Blogs wieder mit Fotos zu fuellen, also durchhalten bis Dienstag, dann wird es hier auch wieder ein wenig farbenfroher.
Ein zweiter Gedanke wurde dann endlich letzte Woche abgehackt. Nach unglaublich vielen Scherereien wegen meiner neu bestellten Brille, die zwar super gut aussah, aber einfach nicht sitzen wollte (ich war insgesamt 8x bei zwei verschiedenen Filialen) habe ich mich fuer einen anderen Rahmen entschieden und konnte diesen letzte Woche abholen. Zwar nicht halb so modisch, wie die urspruenglich ausgesuchte Brille, ist diese nun bequem und schmiegt sich perfekt in den Nerd-Look (nicht modisch nerd!) des Arbeitsumfelds. Naja ich bin jedenfalls froh, dass das Dilemma Brille endlich erledigt ist.
Beim Paddeln
Meine Steuererklaerung ist auch auf dem Weg zur Tax Office und wenn alles gut laeuft sollte ich bald einen kleinen Bonus fuer die ganze Vieh- und Olivenarbeit auf meinem Konto erhalten.
Das waren glaub ich so die groessten Dinge, die mich die letzten Wochen neben der Arbeit und einigen anderen Sachen beschaeftigt hatten. Hoert sich nach Kleinigkeiten an, aber glaubt mir, nach einiger Zeit koennen solche Kleinigkeiten ganz schoen nerven.
Ansonsten lebe ich mich in Adelaide immer mehr ein. Ich bin vor 2 Wochen einem Basketball-Verein beigetreten. Der Uni-SA Basketball Club ist jetzt um einen Power Forward reicher und die Saison beginnt in einer Woche. Obwohl noch nicht in Topform (ich kann leider nur einmal die Woche trainieren), kann ich ganz gut mithalten und das Team ist wirklich nett. Nett ist hier aber auch das Stichwort, denn egal wie scheisse man gespielt hat, bekommt man immer ein “Good practice today” oder “Great Shot, Ro”….”Way to go, Ro” zu hoeren. Alles ein wenig uebertrieben und im Training wird auch mehr geredet als geschwitzt, aber einen guten Ausgleich zur Arbeit bietet es allemal. Ich stelle immer mehr fest, wie ich durch meinen ersten Trainer Ingo Enskat und meinem ersten Basketball Team, dem TSV Lesum, verwoehnt bin. Ingo (und Malte) verstand(en) es das Team zusammenzufuehren und in einem harten Training Ziele durchzusetzen. 
Delphin Nummer 2
Der Spass und Ehrgeiz im Spiel und der Zusammenhalt des Teams auch abseits des Basketballs sind etwas, was ich so noch nicht wieder entdeckt habe. Hier ist es eher so ein Wischi-Waschi Training und der Trainer versucht krampfhaft durch Laptop und stundenlange situationserklaerungen (direkt nach dem aufwaermen, bis alle wieder kalt sind!), die sowieso keiner nachvollziehen kann, intelligent zu wirken. Wie dem auch sei, freue ich mich auf die Saison und bin auf unsere Gegner gespannt.
Eine der etwas spektakulaereren Aktivitaeten der letzten Wochen war wohl das Delphin-Kayaking, was Julia und ich zusammen machten. Als Tour vom Reisebuero fuer 50 Dollar angeboten, bekam sie es umsonst und wir teilten uns meine Kosten. So fanden wir uns vor 2 Wochen auf dem Weg nach Port Adelaide wieder. Adelaides Hafenvorort bildete den Treffpunkt mit unserem Tourguide Pippa (ich glaube das war ihr Name), welche uns vom Visitor-Centre abholte. Schon bald erreichten wir unser Ziel, Garden Island, und bereiteten unsere 2er Kayaks vor. 
Ich in Port Adelaide
Zusammen mit noch 8 anderen Leuten in unserer Gruppe ging es aufs Wasser. Petrus meinte es gut mit uns, denn es war weder zu heiss, noch zu kalt, sondern mit einer leichten Brise einfach nur schoen auf dem Meer zu schippern. Nachdem wir durch die Mangroven (grosse Wurzelbaeume, die sich ueber dem Wasser treffen und somit eine Art Tunnel bilden) gepaddelt sind entdeckten wir endlich einen Delphin der sich seinen Weg zu uns bahnte. Dieser hielt es jedoch auch nicht lange mit uns aus und etwas enttaeuscht setzten wir unsere Paddelreise fort in Richtung der alten Schiffswracks. Es war eine wirklich schoene Atmosphaere auf dem Wasser und einfach ein netter Ausflug, der nach den Schiffswracks dann noch mit einem 2. Delphin belohnt wurde. Irgendwie schon komisch, wenn ich hier berichte, als waere es das Normalste auf der Welt mit Delphinen um die Wette zu paddeln und enttaeuscht zu sein, wenn man keine sieht. Ja man kann sich schnell daran gewoehnen in Strandnaehe und in fast tropischen Klima zu wohnen, aber Deutschland ist mir immer noch lieber ;-)
Festival in Semaphore
Am naechsten (dem letzten) Wochenende sind wir dann nach Semaphore zu einem Festival gefahren. Semaphore ist ebenfalls ein kleiner Vorort am Meer westlich von Port Adelaide. Festival ist vielleicht etwas viel gesagt, denn ich verbinde Festival immer mit viel Trinken, Jugendlichen, Zelten und Party. Hier war der Musikstil eher Country und die Jugendlichen hielten sich auch in Grenzen. Zelte gab es auch keine, ausser die Staende an denen Essen verkauft wurde und das Ganze fand auch nur an einem Tag statt. Dennoch muss ich sagen, war es einen Besuch werd und es gibt doch Schlimmeres als sich in der Sonne von netter Country Musik beschallen zu lassen. So beobachteten wir die Skater im Skate-Park (Roller sind ja wieder mega in, wusst ich nicht!), haben Twisted-Potatoes gegessen und rundeten den Tag schliesslich mit Bierchen an der Bahnhofsstation ab (ganz verboten, denn Trinken in der Oeffentlichkeit ist hier ja ein No-Go).
Good times in Semaphore
Was ist noch passiert? Nach wie vor, macht mir die Arbeit sehr viel Spass und obwohl der Lohn etwas hoeher sein koennte moechte ich mich nicht beschweren. Freitag vor einer Woche, hat abermals ein Kollege von uns die Firma verlassen, was in einem Pubbesuch resultierte. Im “Union” wurden Drinks geschmissen und urspruenglich war mein Plan so gegen 22-23 Uhr zu gehen. Irgendwie geschah es dann aber, dass Drink um Drink ausgegeben wurde und ich bin ja ganz schlecht im Drinks zurueckweisen. Nachdem mein Chef auch noch da war, war ich quasi gezwungen noch etwas da zu bleiben und ich muss sagen es war ziemlich lustig mit meinen Kollegen zu Jay-Z und anderen Konsorten abzugehen.
Momentan ist selbst in Australien Oktoberfest Zeit. Wo ich ja mit einem wehmuetigem Auge Kommentare im Facebook ueberlese von Freunden, die gerade ihre Zeit dort verbringen, werden wir wohl auch am naechsten Freitag ein wenig in Stimmung gebracht werden. Im German Club wird hier naemlich im Oktober jeden Freitag Oktoberfest als Event angeboten. Fuer 10 Dollar gibt es einen “Stein” und Wurst mit Sauerkraut. Stein? Ja genau, so habe ich auch geguckt. Ich habe noch nicht herausgefunden, warum ein Maas in Australien ein Stein genannt wird, aber so ist es. Moechte ich also einen 1 Liter Krug bekommen, so ordere ich einen Stein. Klingt komisch, wird es auch sein, aber es scheint ein gaengiger Begriff zu sein. Ich werde berichten!
Ansonten hat Julia jetzt auch eine eigene Wohnung gefunden und ich bin ziemlich neidisch. Fuer knapp 50 Dollar weniger die Woche bekommt sie zwar ein etwas kleineres Zimmer, dennoch ist alles wohl gerade renoviert worden und es ist wirklich klasse. Die Mitbewohner sind super unkompliziert und das Haus hat neben einer zentralen Lage wirklich alles was man braucht und noch mehr (Geschirrspueler, super grosser Flachbild TV, Waschmaschine, Trockner, etc. etc.).
Ich denke, damit sind die letzten Wochen ganz gut zusammengefasst. Insgesamt geht es mir also sehr gut hier. Ich freue mich schon auf etwas waermeres und bestaendigeres Wetter (in letzter Zeit immer abwechselnd Regen und Sonne/Wolken), und jetzt vor Allem auf den Laptop. Ach ja einem neuem Fitnessstrudio, dem World Gym, bin ich beigetreten und da laufen ein paar Volltrottel rum, aber gut davon erzaehl ich ein anderes Mal. Fuehlt euch gegruesst und stay tuned (bald auch wieder mit regelmaessigeren Updates und Fotos…)