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| Erster Strand auf Kangaroo Island |
So und da bin ich
wieder. Das uebliche “die Zeit rast” und wie lange es schon her
ist seit dem letzten Blog spare ich mir an dieser Stelle und springe
direkt rein in die Geschehnisse der letzten Wochen.
Das wohl Spektakulaerste, war unser Besuch von Kangaroo Island. Die
drittgroesste Insel Australiens liegt in unmittelbarer Naehe zu
Adelaide und gehoert zu einem der Dinge, die man gesehen haben muss,
wenn man Adelaide bereist.
Ueber das Peter Pans Reisebuero bekamen
wir die 2 taegige Tour zu einem Spottpreis (Julia bekam es als
Angestellte umsonst und ich bezahlte mit der Haelfte einen Preis von
200 Dollarn) und wurden schliesslich frueh morgens vor dem Reisebuero
abgeholt.
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| Vivonne Bay |
Unser Tourguide Gus (“Gus is driving the bus....easy to
remember!”) gab uns eine kleine Einfuehrung, machte uns darauf
aufmerksam, dass die Tour dieses Mal in etwas anderer, aber aus
seiner Sichtweise besserer, Reihenfolge ablaufen wuerde und steuerte
dann unaufhaltsam den Tourbus Richtung Faehre.
Die Gruppe war mit 15
Leuten angenehm klein und zu unserer Freude waren unsere Mittouris
alle sehr nett und man verstand sich gut. Mit 6 Nationen war die
Gruppe (Irland, Italien, Kanada, Australien, Deutschland und
Schweden) buntgemischt und es dauerte nicht lange bis zum ersten
Kennenlernspiel. Fuer die die es nicht wissen, ich hasse
Kennenlernspiele. Aber man kam nicht drum herum und so musste auf der
Hinfahrt jeder im Bus seinen Namen und anderen Persoehnlichkeiten
preisgeben und erzaehlen, was er in Australien macht und wo er noch
hinmoechte.Zugegeben, dieses Kennenlernen war nicht so schlimm und
es war sogar ganz interessant von jedem zu hoeren, was er macht.
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| Vivonne Bay |
Auf der Faehre
angekommen (die dritt-teuerste der Welt, wirklich schweineteuer,
weshalb der Preis von urspruenglich 400 Dollarn fuer die Tour
angemessen erschien) wurden Julia und ich prompt von einem aelteren
Herr mit Geschichten bombardiert. Dieser gehoerte nicht zur
Tourgruppe und war wohl sein ganzes Leben schon auf Reisen. Traurig
und beeindruckend zu gleich, denn obwohl so viele Erlebnisse, hat er
wohl niemanden dem er diese mitteilen kann und wir waren ein gefundes
Fressen. Nun freue ich mich generell, wenn mir jemand seine
Erlebnisse mitteilt, aber es ging ihm wirklich nur darum irgendjemand
von seinen ganzen tollen Sachen voellig ohne zusammenhang zu
erzaehlen und das war dann doch auf die Dauer etwas nervig. Naja
dieser zog zum Glueck bald von Dannen und wir genossen den Rest der
Ueberfahrt. Das Wetter spielte mit
und auf der Insel angekommen (die von Weitem sehr wenig spektakulaer
aussieht) machten wir uns auf dem Weg zum ersten Strand.
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| Seeloewen |
Alkohol und
Snacks wurden beim einzig groessen Shop auf der Insel aufgestockt und
nach weiteren 15 Minuten im Bus fanden wir das, was man von einer
Insel erwartet. Einen super schoenen Strand!
Hier verweilten wir nur
kurz (aber genossen es deswegen nicht weniger), denn alle hatten
Hunger und das Wetter fing an sich zu beziehen. Deshalb wurden
kurzerhand die Planung umgeworfen und um das Wetter noch zu nutzen
hatten wir Mittag an einem weiteren Strand. Vivonne Bay ist nach
einer Studie der Universitaet Sydney der schoenste Strand Australiens
und wir sollten unser eigenes Urteil faellen. Nun, vielleicht war es
der bewoelkte Himmel oder einfach unser Hungergefuehl, aber wir
befanden den Strand alles andere als herausragend. Mit Sicherheit ein
sehr schoener Strand, aber der erste Strand den wir besucht hatten
war aus unserer Sicht tausendmal schoener. Wie dem auch sei. Zum
Mittagessen gab es Gegrilltes vom BBQ und man tauschte sich aus.
Ziemlich coole Story hatte ein deutsch-australisches Paerchen zu
erzaehlen, die sich vor 10 Jahren ueber ICQ zufaellig im Chat
kennengelernt hatten und sich nun das erste Mal in Australien
getroffen hatten.
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| Das ist ein Leben;-) |
Er kam aus Townsville/Queensland und sie aus
Duesseldorf. Er kommt sie wohl im naechsten Jahr in Deutschland
besuchen und sie werden von da gucken wie es weitergeht. Ich wuensche
ihnen Glueck, denn sie schienen sehr gluecklich zusammen.
Nach der Staerkung ging
es weiter zum Sealion-Bay. Wie der Name schon verraet, konnte man
hier Seeloewen in freier spektakulaerer Szenerie beobachten und das
war wirklich klasse. Die fetten Viecher sind gar nicht so faul wie
man immer denkt, denn die die wir gesehen haben, haben einen 3
Tages-Rhytmus. Das heisst, dass sie 3 Tage am Stueck fischen und im
Meer nach Nahrung suchen und danach 3 Tage lang sich ausruhen und am
Strand relaxen. Auf jeden Fall richtig coole Tiere und irgendwie doch
etwas anderes diese abseits von Zoo-Aquarien zu sehen.
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| Stolz und nochmals Stolz! |
Nachdem auch dieser
Besuch abgehackt war, ging es weiter in die Little Sahara zum
Sandboarding! Etwas was ich noch nie gemacht hatte vorher und wo ich
wieder erstaunt war ueber die Natur. Waehrend man die ganze Zeit in
Dschungel-artigem Buschland umherfuhr, tauchten ploetzlich riesige
Sandduehnen aus dem Nichts auf, die nun benutzt werden sollten. Unser
Tourguide machte es vor und schon bald cruisten wir alle die Berge
hinunter. Ich Schisser habe mich nicht getraut (gut ich schiebe es
auf meinem Knoechel, der leider immer noch nicht 100 % wieder fit
ist) auf dem Snowboard-artigem Brett im Stehen hinunter zu fahren und
hab die Oma Variante auf dem breiterem Brett im Liegen ausprobiert.
Spass gemacht hat es mir trotzdem, obwohl ich sagen muss, dass ich es
nicht nochmal machen muesste. Es war eine coole Erfahrung, aber
Snowboard fahren im Winter macht mir deutlich mehr Spass.
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| Der Tourbus |
Nach all der Aktion
waren wir dann doch alle ziemlich kaputt und wir fuhren Richtung
Westen zum Hostel, wo wir die Nacht verbringen sollten. Es war ganz
lustig, denn egal wie aufregend die Stops auch waren, im Bus haben
immer alle geschlafen, denn schliesslich waren wir alle seit 5 Uhr
morgens wach!
Das Hostel war tadellos
und nachdem der Sand abgeduscht wurde, gab es zum Abendessen Pasta
mit abgewandelter Bolognese Sauce. Diese wurde auch auf dem BBQ
vorbereitet und die Italienerinnen haben bei dem Anblick ganz schoen
ihr Gesicht verzogen ;-) In gemuetlicher Runde wurden Bierchen
getrunken und als es dunkel wurde hiess nochmal auf zur letzten
Busfahrt des Abends. Wir fuhren zurueck zur Kueste wo Abends kleine
Pinguine an Land watscheln um sich in Sicherheit zu bringen.
Tagsueber verbringen sie im Wasser und da sie keine natuerlichen
Waffen (Zaehne, Krallen, etc.) haben muessen sich die Pinguine bei
Nacht an Land verstecken. Hier durften keine Fotos gemacht werden,
denn der Blitz oder sogar nur ein helles Licht kann wohl diese
speziellen Pinguine umbringen, wenn sie direkt ins Licht gucken. Gus
hatte eine kleine Taschenlampe mit (eigentlich sind nur
Rotlicht-Lampen erlaubt, aber er hatte keine gefunden......war seine
erste Tour seit 2 Jahren, aber er ist auf K.I. Aufgewachsen) mit der
er immer kurz vor die Pinguine gelaeuchtet hatte. Wirklich cool sind
die Pinguine, das muss man ihnen lassen und immer extrem lustig, wenn
sie versuchen von Stein zu Stein zu huepfen.
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| Admirals Arch |
So ging Tag 1 auf K.I.
zu Ende und der Grossteil der Gruppe nahm nicht mehr am
anschliessenden Lagerfeuer teil, denn alle waren hundemuede und am
naechsten Tag hiess es um 7 Uhr aufstehen.
Der naechste Tag war
vom Wetter her morgens eher bedeckt und auf dem Plan stand “Koalas
gucken”. Im Koala Sanctuary sahen wir zum zweiten Mal die putzigen
Baeren und einige Wallabees und Kangaroos. Viel Aufmerksamkeit zog
auch ein kleiner Vogel auf sich, der von den Waertern dort aufgezogen
wurde und deshalb zahm ist. Stolz wie Oskar hat Julia es dann auch
geschafft den Vogel aufzuheben und auf ihren Arm zu setzen (siehe
Foto!). Ein Spektakel ;-)
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| Vor dem Admirals Arch |
Nach den Koalas wurden
noch die “Remarkable Rocks” und der “Admirals Arch”
besichtigt, die beide wirklich nochmal etwas Besonderes waren (siehe
Fotos!). Ja es sind irgendwie doch alles nur Steine, aber die
Szenerie war echt beeindruckend und das Wetter klarte auf, was mit
Sicherheit auch nochmal eine Rolle spielte.
Abschliessend ging es
dann ein letztes Mal zum Strand, der diesemal aber wirklich super
schoen war (fuer mich der schoenste Strand auf K.I.) und wo auch das
Wasser ausgetestet wurde. Super erfrischend und einfach nur klasse.
So ging der Trip zu Ende und allgemein freute man sich auf ein Bett
oder eine Couch zum Ausruhen, denn wirklich erholsam war das
Wochenende nicht, aber dafuer vollgepackt mit Erlebnissen.
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| Remarkable Rocks aus der Ferne |
Das war also mein
letztes Wochenende zusammengefasst. Am vorherigen Wochennde fuhren
wir mit Charlene, Alissa, Kevan und einer Freundin von Charlene zum
Henley Beach. Dieser Trip wurde mit den Fahrraedern vollzogen und ich
benutzte hierfuer das Fahrrad von unserem Haus. Urspruenglich wird
dieses immer von Christian benutzt ,aber nachdem ich diesen das
letzte Mal vor 3 Wochen gesehen habe und Zoe nichts dagegen hat
benutze ich es jetzt ab und an. Da es in Adelaide extra schoene
Fahrradwege durch die Natur (Fluss, Parks, Huegel) gibt, hat das
Fahrradfahren an dem heissen Tag echt Spass gemacht, obwohl es immer
wieder Warten hiess, denn Charlenes Freundin (Charlene und ihre
Freundin kommen aus England) schien von hochschalten nichts zu halten
und drueckte das Gruppentempo auf ein Minimum. Aber alles halb so
wild, denn wir wurden von einem Strand mit kaltem, erfrischenden
Wasser belohnt.
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| Remarkable Rocks aus der Naehe |
Viel Spektakulaeres ist nicht passiert. Alle gingen
einmal ins Wasser und nach gemeinsamer Rueckfahrt gab es Abends noch
Wraps, die wie immer sehr lecker waren.
Das soll es soweit zu
den Wochenenden gewesen seien. Ansonsten ist es jetzt innerhalb der
Woche durch den Basketball etwas stressiger geworden. Jeden Mittwoch
haben wir ein Spiel und davon waren die letzten 3 um 10 Uhr abends.
Fuer mich echt ungewohnt, da sich so ungefaehr ab der Uhrzeit mein
Koerper auf Schlafen einstellt, aber naja. Vielleicht deshalb haben
wir die letzten 4 Spiele verloren und werden nun eine Gruppe
herabgestuft, aber ich denke das hierfuer eher unser Teamplay
verantwortlich ist. Ich denke wir haben ein ganz gutes Team, aber wir
spielen einfach nur planlos und keineswegs miteinander.
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| Ein Enchidna |
Am Schlimssten an der australischen Mentalitaet in dieser Hinsicht finde
ich aber, dass immer alles schoen geredet wird. Waehrend uns in
Deutschland unser Trainer wahrscheinlich die Hoelle heiss gemacht
haette, wenn wir so gespielt haetten wie hier, wird hier am Ende des
Spiels gesagt, wie schlecht denn fuer uns gepfiffen wurde, wie viel
Glueck die andere Mannschaft bei ihren Wuerfen hatte und wie wir
doch mit jedem Spiel besser werden. Ey Jungs mal ganz ehrlich: Das
letzte Spiel haben wir mit 20 Punkten verloren, gegen eine
Mannschaft, die nicht wirklich gut war und ihr meint wir verbessern
uns jedes Spiel? Naja, da bin ich vielleicht einfach noch ein wenig
durch Deutschland gepraegt, aber das finde ich auch gut so.
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| Der Tourguide Gus |
Mit Fitnessstudio und
Donnerstags Training, bleiben also nicht viele freie Abende innerhalb
der Woche, neben der Arbeit.
Arbeitsmaessig ging es
in den letzten Wochen etwas auf und ab. Zwischenzeitlich war ich in
ein Projekt eingebunden, an dem 5 andere Leute ueber Monate hinweg
gearbeitet hatten und was immernoch nicht fertig werden wollte. Nun
kann man sich vorstellen, was fuer ein Chaos 5 Leute beim
Programmieren hinterlassen koennen und nun ist es an mir dieses Chaos
in Ordnung zu bringen. Speed Alert heisst das Projekt und ist im
Wesentlichen eine App, die einen auf Verkehrsbedingungen hinweisst.
Eigentlich ganz interessant, aber wie schon gesagt ein einziges und
riesiges Chaos, was mir in den letzten Wochen vor die Fuesse geworfen
wurde. Ich bin jetzt der Einzige der hieran arbeitet und letzte Woche
wurde dann eine weitere Version an den Kunden geschickt. Das war am
letzten Mittwoch und bislang kam noch kein feedback zurueck, was fuer
mich im Wesentlichen bedeutet, dass ich nicht wirklich weiterarbeiten
kann.
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| Der letzte besuchte Strand auf K.I. |
So sassen Nasr, den momentan dasselbe Schicksal ereilt, und ich
die letzten Tage im Buero und vertrieben uns die Zeit mit Reden,
Donuts essen und sinnlosem App programmieren. Nasr hat an einem Tag
eine App programmiert, wo man eine umgedrehte Karte sieht, die sich
auf Knopfdruck umdreht. Wir dachten, das koennte man als “Are you a
psychic?” app verkaufen und Leute koennten ueberpruefen, ob sie
hellseherische Faehigkeiten besitzen, indem sie versuchen die Karte
zu raten. Uri Geller koennte so ganz einfach entlarvt werden ;-) Ja
ist Mist und sinnlos, aber in dem Moment war es witzig ;-)
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| Unsere Tourgruppe |
So langsam tuen mir
meine Finger weh, von dem ganzen Tippen, insofern belasse ich es
jetzt hierbei. Heute Abend gehen wir ins Theater, bin schon gespannt.
Achso, noch ganz kurz zu dem weiteren Plan. Der Flug nach L.A. ist
jetzt auf den 15. April gebucht, also wir werden Adelaide Ende
Februar verlassen, dann einen Monat nach Neuseeland fahren und danach
dann weiter Richtung USA! Wenn alles wie geplant laeuft, muesste ich
also so im Mai/Juni 2012 wieder in Deutschland aufschlagen und freue
mich euch alle wieder zu sehen.
Bis dahin, alles Gute
und stay tuned.......
P.S: Bilder vom
Sandboarden und mehr von den R.R folgen...















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