Montag, 19. Dezember 2011

Weihnachtsfeiern, Internet-Limits und Einbrueche!


Weihnachtsdeko zwischen Palmen. Bizarre!

Weihnachten rast unaufhaltsam auf uns zu und mit Erschrecken/Erstauen stelle ich fest, dass es nun schon mehr als 1 Jahr her ist, seitdem ich Deutschland verlassen habe. Den letzten Heiligabend verbrachten wir in Bangkok, nachdem wir 3 Tage in Kambodscha verbracht hatten. Ich erinner noch genau, wie wir aus dem Hostel unsere Familien anriefen und dann am Abend auf dem Sky-Tower mit Blick ueber Bangkok ein etwas anderes Weihnachten verbrachten.
Dieses Jahr wird es wohl abermals etwas Anders als gewohnt verlaufen. Zum Einen ist da natuerlich das Wetter, welches mit heissen 30 Grad wahrscheinlich keinen Schnee zulassen wird, zum Anderen natuerlich die Abwesenheit der Familien und das gewohnte Essen. Dennoch freue ich mich auf die Feiertage. Den 24. muss Julia arbeiten und am Abend machen wir wohl nur noch was Ruhiges. Am 25. ist ein BBQ mit Freunden geplant. Das wird bestimmt ziemlich cool, denn wer hat schon mal an Weihnachten gegrillt? Wenn wir ganz verrueckt sind fahren wir noch an den Strand und nehmen die Grillsachen mit, aber das ist noch nicht sicher. Wie dem auch sei, ich freue mich drauf.
Zur Zeit bin ich gerade noch am gruebeln, was fuer ein Geschenk ich mit in die Firma bringen soll. Jeder wurde naemlich gebeten ein Geschenk fuer nicht mehr als 15 Dollar zu kaufen und dann unter den Firmen-Weihnachtsbaum zu legen. Das Doofe dabei ist auch noch, dass man nicht weiss fuer wen man das Geschenk besorgt, es wird also quasi ausgewuerfelt, wer welches Geschenk bekommt. Tja 3 Tage bleiben mir noch, also falls jemand auf die Schnelle eine super, universelle Geschenkidee fuer unter 15 Dollar hat, immer raus damit!!
Letzter Ausflug nach Glenelg
Ansonsten war es die letzten Wochen relativ ruhig. Wir haben mal wieder Fahrraeder ausgeliehen und sind zum Strand gefahren, der mir immer besser gefaellt (Glenelg). An einem anderen Wochenende sind wir zum Marion Shopping Center gefahren, eines der groessten in Adelaide. Eine wirklich spitzen Idee an einem Wochenende vor Weihnachten zum Shoppen zu fahren. Gerammelt voll schlugen sich die Leute fast um die letzten Schnaeppchen und mitten drin waren Julia und Roland, die einfach nur ein bischen gucken wollten. Suendhaft teueres Fast Food (Oporto Huehnchen und Muffins von Gloria Jeans) wurden sich gegoennt und gepaart mit leckerem Cafe von Cibo liess sich das Ganze doch geniessen. Hauptgrund war eigentlich nur das Ganze mal gesehen zu haben. Nun gut, es laesst sich festhalten, dass auch dieses Shopping Center nicht viel anders als alle anderen vorher besuchten ist. Haetten wir das auch erledigt.
Vorgestern waren wir dann auf meiner Firmen-Weihnachtsfeier. Im Red Ochre Restaurant mit wirklich schoenem Blick auf Adelaide und den Fluss wurden Essen und Getraenke von der Firma fuer 40 Personen gesponsert. Das Essen war zwar wirklich lecker und sah auch ganz unglaublich vornehm aus, aber die Portionen waren dementsprechend klein. Wenn es nach mir geht, muss man das Kartoffelpuerree nicht wie ein Teppich 1 mm duenn verstreichen, nur um es vornehm aussehen zu lassen. Was ist aus dem grossen Haufen neben dem Fleisch geworden. Naja fuer mich hat es der Nachtisch mit Panna Cotta rausgehauen. Der war lecker und so fett, dass sogar ich danach ein kleines Saettigungsgefuehl hatte. Obwohl das koennte auch an dem Bier gelegen haben, was ich in der Zwischenzeit getrunken hatte ;-) Insgesamt war es ein sehr schoener Abend. Wir sassen zum Glueck mit Nasr und Abdi zusammen, mit denen ich mich gut verstehe. Abdi hat uns an dem Abend erzaehlt, dass er sich 8 Jahre lang auf eine Visa-Zulassung fuer Australien hatte bewerben muessen. Er ist im Iran aufgewachsen und es war spannend zu hoeren, was fuer Schwierigkeiten er hatte, nur um in Australien einzureisen. In diesem Zusammenhang kann man sich wirklich gluecklich schaetzen in Deutschland aufgewachsen und solchen Problemen nicht ausgeliefert zu sein. Puh. Eine Sache bleibt noch zu erwaehnen, naemlich die Abendrobe. Im Vorherein wurde in der Einladungs-Email beschrieben, dass man semi-formal (no jeans) erscheinen sollte. Ich fragte also in der Firma herum, ob alle im Anzug aufkreuzen wuerden. Dies wurde ueberall bejaht, womit ich vor dem Problem stand mir einen Anzug zu besorgen. Zum Glueck war Kevan (Julias Mitbewohner), der aehnlich gross ist wie ich, bereit mir seinen Anzug zu leihen. Ja soweit so gut, nur dass Kevan anscheinend doch etwas kuerzere Beine hat als ich, denn die Hose war gute 10 cm zu kurz. Super! Das Ende vom Lied war dann eine 20 Dollar Hose vom Rivers, wo ich mir dann auch noch eine Krawatte zulegte (denn alle mit denen ich in der Firma sprach wollten Krawatte tragen). Hemd hatte ich und Schuhe von Kevan. Ich war ready to go. Letztlich war ich dann einer von ungefaehr 7 (von 40) Leuten mit Krawatten und alle anderen hatten ihr Hemd offen..Naja jedenfalls war ich nicht underdressed ;-)
Eine im Nachhinein lustige Sache ist noch am Ende des Abends passiert. Nachdem ich vor meiner Wohnungstuer feststellte, dass ich meinen Schluessel nicht in meine Anzug-Hose gepackt hatte und meine Mitbewohner beide ausgeflogen waren, blieb nicht viel anderes uebrig als einzubrechen. Logisch oder? Ueber die Gartentuer bin ich in den Hinterhof geklettert, nur um festzustellen, dass alle Tueren und Fenster zu waren. Hmm, nicht einfach ins eigene Haus zu kommen. Kurz davor ein Taxi zu bestellen und zu Julia zu fahren, checkte ich nochmal das Kuechenfenster (was grundsaetzlich nie offen ist). Super gut, denn das war einen Spalt offen und schwubbs ging es mit Raeuberleiter hinein. Erleichtert und ein wenig beunruhigt, wie einfach es ist bei uns reinzukommen zu gleich, musste ich mich an ganz weit zurueckliegende Tage erinnern, wo ich oefters mal bei vergessenem Schluessel durch das Fenster im Krudops Busch mich ins Haus hangelte. Classic!
Leider versaeumte ich auch an jenem Abend Fotos zu machen und somit stehe ich in diesem Post fast ohne Bilder da. Ja ist nicht so spannend, weiss ich. Ist wie in Magazinen, wo die meisten Leute eh nur die Bilder durchblaettern, aber im Naechsten Blogpost kommen wieder mehr Bilder, ich versprechs.
Achso die neuesten News noch von der Front. Wir haben eine neue Mitbewohnerin. Ines, eine Deutsche, studiert hier in Adelaide und ersetzt Christian, der wie schon erwaehnt eh nie hier war. Auf den ersten Eindruck macht sie einen super netten und froehlichen Eindruck und ich denke man wird eine Menge Spass miteinander haben.
Ja und um jetzt wirklich noch alles durcheinander zu werfen und voellig ohne Zusammenhang zu schreiben. Ich darf jetzt das Hausfahrrad benutzen. Was fuer Niemanden wirklich interessant ist, macht fuer mich hier doch einen riesen Unterschied. Mit dem Fahrrad bin ich in 10 Minuten bei der Arbeit, respektive beim Fitnessstudio und auch die Einkauefe sind schneller erledigt. Insgesamt spare ich mir super viel Zeit und das gefaellt mir. So!
Wo wir gerade bei dem Haus und WG-Leben sind ist mir wieder eingefallen, wie ich vorherige Woche unser Internet-Limit gesprengt habe. Internet-Limit?, werden jetzt viele fragen. Ja, hier in Australien ist die Flat-Rate noch nicht so wirklich angekommen und wir sind auf 50 GB im Monat an Datenvolumen begrenzt. Das wusste ich allerdings nicht und habe mir in dem letzten Monat zwei Staffeln von Lost (schoene Gruesse an dieser Stelle an Karsten, ich kann jetzt nachvollziehen, warum dich die Serie so gefesselt hat). Naja so kam es, dass wir rund eine Woche vor Monatsende, kein Datenguthaben mehr hatten und mich eine wutentbrannte Zoe zu Hause empfing. Sie hatte naemlich noch Bewerbungen, die sie rausschicken musste und vieles mehr, wozu sie das Internet braeuchte. Aber Roland wusste Rat und hat den Provider angerufen und mit charmanten deutschem Akzent (den finden die Leute hier grausam) 2 GB for free herausgehandelt. Abermals, puh!
Kurz noch zum Thema Arbeit und App-Programmieren. Nachdem das leidige Projekt Speed Alert nun endlich von uns abgeworfen wurde (wir haben dem Kunden gesagt wir geben ihm den Source Code und er kann selber dran weiterarbeiten...nicht ganz so, aber im Prinzip), haben wir ein neues Projekt bekomme von der Telecom New Zealand. Dieses ist wirklich super einfach und wir sind schon fast fertig (deadline ist Anfang Februar). Ich versuche nun es noch etwas zu strecken um bis zu den Weihnachtsferien (ich habe die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr frei) etwas zu tun zu haben. Was ich auch ganz interessant finde ist, dass in Australien die Feiertage auf jeden Fall arbeitsfreien Tagen entsprechen. Das heisst, das wenn der 24./25. auf ein Wochenende fallen, dann sind der Montag und Dienstag der darauffolgenden Woche als offizielle Feiertage angesehen und jeder hat frei. Genau so an Silvester. Man holt also quasi die Feiertag innerhalb der Woche offiziell nach. Ich befuerworte das hiermit und finde, dass ist eine der Sachen von denen sich Deutschland eine Scheibe abschneiden koennte ;-)

Mit diesen Worten wuensche ich allen schon jetzt eine froehliche und besinnliche Weihnacht...feiert schoen!

2 Kommentare:

  1. Schön zu hören, dass es dir (und Julia scheinbar auch) gutgeht!

    Euch auch ruhige Weihnachten und dann einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  2. Hallo ihr Lieben!

    Ich wünsche euch schöne Weihnachten (bzw. Feiertage) und muss nochmal anmerken, dass selbst ich bisher lediglich an Silvester aber nie an Weihnachten gegrillt habe. Ich fühle mich allerdings angenehm inspiriert ;-)

    Alles alles Gute und weiterhin viel Erfolg, bei allem was ihr so treibt!!! Und natürlich auch einen guten Rutsch!

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