Dienstag, 24. Juli 2012

My Ähh me!


Soo nun ist es soweit gekommen und ich verfasse just in diesem Moment meinen letzten Post innerhalb dieses Blogs. Ohne viel Geplänkel geht es direkt wieder rein ins Geschehen. Ort: JFK Airport. Julia und ich haben uns schon am Bahnsteig des Airtrains verabschiedet, da wir von unterschiedlichen Terminals in unterschiedliche Richtungen flogen und die Zeit nicht mehr ausreichte um noch gemeinsam etwas zu essen. Von da an hieß es dann für mich alleine weiter in Richtung American Airlines Terminal, von wo ich nach Miami aufbrechen würde. Ich war circa 1 Stunde und 40 Minuten vor Abflug am Terminal und dachte eigentlich für einen domestic flight gut in der Zeit zu liegen. Ja, ne. Man sollte meinen nach 1 ½ Jahren hätte ich es besser wissen müssen. Das erste Problem war mein langer Nachname. Da mein gesamter Nachname (von Schwerdtner – Pomeiske) in kein online Formular passt, gebe ich meistens immer nur “von Schwerdtner” an. So auch in diesem Fall. Das blöde ist nur, dass in Amerika fast gar nicht mehr über Schalter eingecheckt wird, sondern man sich sein Ticket am Automaten mit Hilfe seines Reisepasses vorher ausdruckt. Hier beisst sich der Hund in den Schwanz, denn auf meinem Reisepass ist natürlich mein ganzer Nachname gespeichert und somit konnte der Automat mein Ticket nicht finden. Ich also zum erst besten Schalter (ausgeschildert nach Flügen ist in der Halle gar nichts, nur American Airlines Schalter wohin man schaut). “Ja ne, hier sind sie falsch, da auf der anderen Seite müssen sie hin”. Ich zur anderen Seite und wieder gefragt. “Nene, wieder falsch, da ganz am anderen Ende”. Na super. Inzwischen verstrich die Zeit und schliesslich fand ich mich vor einem Bereich wieder, wo nur diese Automaten standen und dahinter ein Fliessband für das Gepäck. Als ich wieder einen angesprochen habe, meinte der er könne es besser und wieder warteten wir die Suche des Automaten ab. “Ja gut da müssen sie mal zum Service Desk”. An diesem versuchten kläglich 2 Beamte die ca. 20 wartenden Personen abzufertigen. Echt ein super System American Airlines! Naja am Anfang der Schlange stand wieder eine Dame von AA, der ich mitteilte, dass mein Flug in mittlerweile 1 Stunde abfliegen würde. “Oha, den werden sie wohl verpassen”. Ähh wie bitte. Erst lotst mich ihr scheiss Verein einmal quer durch das Terminal und dann wird mir nur gesagt, dass ich meinen Flug verpasse. Na vielen Dank ihr Trottel. Letztlich schien sie doch noch eine Chance für mich zu sehen und nach Bezahlung für Gepäckstück und Suche nach meinem Ticket blieben mir noch satte 35 Minuten um durch den Security Check zu kommen und zum Gate zu laufen. Könnte noch klappen dachte ich, bis ich die Schlange vor dem Security Check gesehen habe. Ungelogen ca. 60 Meter Schlange. Ich habe also abermals eine AA Angestellte angesprochen, die mir wieder mitteilte, dass ich wohl meinen Flug verpassen würde. Super, seid ihr alle so hilfsbereit hier? Hinter mir riefen mir Leute dann zu ich solle an den Anfang der Schlange laufen und dort nochmal fragen. Ich dachte nicht lang drüber nach und lief los. Am vorderen Ende der Schlange sagt man mir, dass man mich nicht vorlassen könnte, das wäre ja unfair den anderen gegenüber. Nochmal da drüben fragen. Um es kurz zu machen, schaffte ich es 15 Minuten vor geplanten Abflug am Gate zu sein. Die Krux war dann, dass uns im Flugzeug mitgeteilt wurde, dass wir mit einer Stunde Verspätung abheben würden. So saß ich völlig verschwitzt 1 Stunde im Flugzeug, bevor wir endlich abhebten.
Aber der Tag war noch nicht zu Ende. Im schwülen Miami angekommen machte ich mich auf die Suche nach der Busstation, von wo ich wieder mit einer Beschreibung des Hostels einen Bus nehmen sollte. Das Problem war, dass es diesen Bus nicht mehr gab. Ich fragte nach und mit einem höllen Akzent half mir jemand weiter und meinte ich müsse genau den Bus nehmen, der gerade ankam. Also wieder in den Bus gelaufen und nochmal nachgefragt, ob ich denn auch wirklich hier richtig sei. Die Busfahrerin bestätigte dieses und wollte mir Bescheid sagen, wenn wir da sind. Na also es gibt doch noch hilfsbereite Leute in Amerika.
Nach einer weiteren Stunde Busfahrt schaffte ich es schliesslich um 22:30 Uhr ins Hostel, wo ich mit lauter Bass und Hip Hop Musik von einer Party Traube empfangen wurde. Alle waren aufgebrezelt, auf der Rezeption war ein riesiges Fass mit Bier aufgestellt und die Musik war fast zu laut um mich mit der Rezeptionistin zu unterhalten. Ein Freibier wurde mir als erstes angeboten und dann wurde ich eingecheckt. Schnell noch Geld geholt und dann habe ich meinen Mini 6 Bett Dorm bezogen. Ohne zu untertreiben, war das Zimmer vielleicht 9 Quadratmeter groß und ein 1 ½ Quadratmeter großes Bad nannten wir auch noch unser eigen. 3 Hochbetten waren neben einander gequetscht und ich fand als erstes nicht mal Platz für mein Gepäck. Naja alles halb so wild. Erstmal wieder runter und mein Bier ausgetrunken. Ich gesellte mich auf die Terasse zu einigen Leuten und unterhielt mich. Schwubb die wubb war es halb 2 und ich war nun wirklich im Eimer. Tschüss gesagt und ab ins Bett. Von meinen Mitbewohnern hatte ich bislang noch niemanden gesehen. Nun war zumindestens Francisco (den Namen kannte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht) in dem Bett unter mir und schlief seelenruhig mit Augenmaske und Ohropax. Sauber, beides hatte ich nicht mit. Aber ich war guter Dinge, denn die Musik konnte man im Zimmer nicht hören und zu dem Zeitpunkt war es angenehm ruhig. Ungefähr eine halbe Stunde später war ich fast eingeschlafen, als plötzlich die Tür aufrummste. Licht an und auf einem Mal stubbste mich ein Finger an die Schulter. “Dude, do you have a condom?”. Das waren die ersten Worte von meinem anderen Mitbewohner des Dorms. Ich verneinte die Frage etwas verdutzt und so fragte er Francisco, der ihm aushelfen konnte. So verliess er kurzzeitig das Zimmer. Alles klar, dachte ich mir und hoffte das er nicht wiederkommen würde. Es hat ungefähr 5 Minuten gedauert. Da wummste die Tür auf und das Licht ging wieder an. Nun waren auch meine anderen Mitbewohner (2 Dänen und 2 Australier) mit im Zimmer, zusammen mit einer Frau. Alle wussten Bescheid was nun passieren würde und ausser dem Kondom-Australier und der Frau verliessen alle das Zimmer. Alle, ausser mir. Ja nun hätte ich es nicht so schlimm gefunden, wenn sie schnell Sex gehabt hätten und dann wieder abgezogen wären. So war es aber nicht. Die Frau (Vanessa, auch die habe ich erst später kennengelernt) wollte nämlich nicht. “No you are doing that with everyone in the hostel”. “But baby you are the only one. I only want you..” So in dem Stil, ging es ganze 2 Stunden lang, immer mal unterbrochen von Kussgeräuschen, und mittlerweile war es 5:30 Uhr. Schliesslich haben beide sich dafür entschieden wieder runter zu den anderen zu gehen und so hatte ich bestimmt eine halbe Stunde Schlaf bis die ganze Horde wieder hereinstürmte. Die Dänen flogen an dem Morgen nämlich wieder zurück und haben durchgemacht. Packten also morgens nun ihre Sachen und verliessen schliesslich ein für alle Mal das Zimmer. Ja gut, dann schlief ich nochmal bis 10:00 Uhr und dann wurde es so heiss in dem Zimmer das ich schliesslich auch aufstand. Mann war ich fertig. Naja immerhin fand ich (wurde mir von der Rezeptionistin empfohlen) einen super Italiener, wo ich einen sehr leckeren Kaffee und ein köstliches Panini genoss. So sah der Tag schon etwas besser aus. Nachmittags hab ich dann meinen Blog geschrieben, denn zu viel mehr war ich auch nicht in der Lage und Abends ging es dann zum Miami Heat Playoff Spiel gegen Indiana. Komischerweise war ich gar nicht mehr sooo unglaublich kaputt und hatte Lust mir das Spiel anzugucken. Schon auf dem Weg dorthin gaben sich die Australier wieder von ihrer besten Seite. Im Bus gröhlten 4 Männer aus Darwin völlig betrunken durch sämtliche Sitzreihen und belästigten so ziemlich jeden. Aber hey es ist ja schliesslich Miami Beach und wie ich schon festgestellt habe, kommen hier alle nur zum feiern her.
Von dem Spiel erzähle ich immer gern eine Annekdote. Ich saß natürlich ganz weit oben, denn das waren die billigsten Plätze und vor allem welche, die ich noch in der Kürze ergattern konnte. Sehen konnte ich alles und somit gab es keinen Grund sich zu beschweren. Neben mir saßen jeweils 2 Pärchen, wobei die Frauen beide neben mir saßen. Nun gingen die Pärchen unglaublich bei dem Spiel mit. Wenn LeBron mal einen daneben geworfen hat, dann wurde sich darüber aufgeregt und genauso wurden alle gelobt und bejubelt, wenn mal was Gutes passiert ist. Wie dem auch sei, jedenfalls saß ich in der Mitte und hab zwar auch geklatscht, aber halt nichts gerufen und bin auch manchmal sitzen geblieben als alle aufgesprungen sind. Naja bei der Halbzeit kam dann plötzlich einer der Männer und fragte mich, ob ich 21 sei. Ich verstand zuerst die Frage nicht so richtig und bejahte schliesslich, denn ich sei ja schon 27 Jahre alt. “Im buying you a beer, dude”. Hä? Meint er das ernst? Ja, das meinte er und nach einer halben Stunde kam er tatsächlich mit einem Bier für mich wieder. Mega cool, dachte ich. Eine halbe Minute später kam dann die Erklärung: “My wife said you need to brighten up”..Oh mann war ihr das unangenehm. Mir war es egal und ich erklärte, dass die letzten Nächte nicht so schlafergiebig waren. Naja auf jeden Fall sehr lustig, denn so sehr ist neben mir noch niemand vor Scham versunken ;-)
So ging das Spiel zu Ende und Miami gewann glaub ich mit 30 Punkten, also nicht wirklich ein gutes spannendes Spiel. Der Rückweg war dann mit dem Bus auch schwerer als gedacht, aber nachdem ich einen Penner erfolgreich abgeschüttelt habe, der Geld für seine Führung zur Bushaltestelle haben wollte, fand ich auch diesen Weg erfolgreich. Zurück im Hostel trank ich noch ein zwei Bier und gesellte mich zu Francisco, der mit 2 deutschen Mädels auf der Terasse saß. So lernte ich Judith und Kristin kennen und in dem Vierergespann unternahmen wir die nächsten Tage was. So wurde die Lincoln Street und eine große Mall zum Einkaufen besucht und Abends haben wir zusammen im Partybus gefeiert. Neben Beachvolleyball, Schwimmen und am Strand liegen war es dann auch schon was in Miami passiert ist. Viel Party, Sonne und wenig Schlaf. So lässt sich Miami für mich zusammenfassen.
An einem Samstag bin ich wieder nach Hause geflogen und ich war heilfroh nicht auch noch das Wochenende in Miami verbracht zu haben, denn es war das Memorial Day Weekend. Offiziell wird sich an dem Memorial Day an die Kriegsveteranen erinnert. Inoffiziell kommen an dem Wochenende vor Allem Schwarze nach Miami Beach und feiern bis sie nicht mehr kommen. Man erzählte mir, dass im Vorjahr 23 Leute in Miami bei Schiessereien ums Leben gekommen seien und aus dem Grund das Hostel auch keine Diskobesuche organisieren würde, denn es sei schlicht zu gefährlich. Zwar war ich am Samstag schon wieder weg (das soll der schlimmste Tag sein), aber am Freitag zeichnete sich schon alles sehr gut ab. Auf jeder Straße tummelten sich kleine oder größere Grüppchen von muskelbepackten Leuten, die sich gegenseitig mit lauter Hip Hop Musik beschallten. So blieb ich am Freitag lieber im Hostel und die meisten anderen teilten diese Meinung. Ein schöner letzter Tag ging so zu Ende und am nächsten Tag ging es wieder in die Heimat. Die Gedanken, die mir dort durch den Kopf gingen habe ich in dem entsprechenden Blog beschrieben. In jedem Fall war es für mich eine unbeschreibliche Erfahrung. 1 ½ Jahre die Welt bereist. Einiges an Glück und manchmal auch Pech gehabt. Wenn man im Nachhinein zurückblickt ist es schon erstaunlich aus was für Situationen man sich wieder befreit hat und schliesslich doch wieder alles anders als geplant gekommen ist. Ich kann es kaum in Worte fassen, wie viel mir diese Reise gegeben hat und ich bin unglaublich glücklich und stolz, dass ich mir diesen Traum erfüllen konnte.
In diesem Sinne soll auch der Blog an dieser Stelle zu Ende gehen. Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, wie viele Leser täglich diesen Blog verfolgt haben und möchte noch einmal allen danken, die fleissig kommentiert und mitgelesen haben. Hoffentlich begleitet mich der ein oder andere auf meinen zukünftigen Reisen.

---The End--

Empire State Of Mind


Unser super Hostel in Brooklyn, NY!

Nach nun mittlerweile fast 2 Monaten im Heimatland werde ich heute versuchen diesen Blog mit dem vorletzten Post über unseren New York Aufenthalt und anschliessend mit dem letzten Post über meinen Miami Besuch abzuschliessen.
Die letzten Wochen in Deutschland waren eigentlich viel interessanter als die Geschehnisse in der Metropole: Zu allererst sei erwähnt, dass ich einen Jobangebot in München bei Rohde & Schwarz angenommen habe. Ab dem 01. August werde ich dort als Softwareingenieur für Spektrumanalyse beginnen. Obwohl ich den Betrieb ja schon von Praktikum und Diplomarbeit kenne, bin ich sehr gespannt und auch ein wenig aufgeregt (es geht ja schliesslich in knapp einer Woche schon los), was mich dort erwartet.
Auch eine Unterkunft in München habe ich bereits gefunden. Wer schon einmal in München eine Wohnung gesucht hat, der weiss wie schwer es ist etwas Zentrales und Bezahlbares zu finden. Nicht selten tritt man gegen 50 Bewerber bei einem WG-Zimmer an. Bei Mietwohnungen gehen die Zahlen manchmal sogar noch höher. So war ich heilfroh, als ich durch Zufall auf ein WG-Zimmer ganz in der Nähe von der Firma gestoßen bin. Die Wohnung kam mir auf Anhieb bekannt vor und als ich dann den Namen vom Wohnungseigentümer gelesen habe, konnte ich mein Glück kaum fassen. Gunnar, mit dem ich zusammen zur Schule gegangen bin, suchte ab 01. August einen neuen Mitbewohner. Schnell angerufen und die Sache war geritzt. Super unkompliziert und für mich natürlich einsame Spitze, da ich nicht noch etliche Male nach München heizen musste um mir WG's bzw. Wohnungen anzuschauen. Ich freue mich riesig auf die gemeinsame WG-Zeit und bin mir sicher, dass wir Nord-Jungens ne Menge Spass haben werden.
Gemütliches Cafe um die Ecke
Nachdem das Berufliche alles geregelt war, hieß es erstmal Urlaub machen. So verbrachte ich eine super Zeit auf dem altbekannten Campingplatz Teichmann mit meinen Dresdner Jungs und besuchte danach Carl in Aachen. Nach einem kurzem Aufenthalt in Bremen (Breminale mit Benni und Jannik, Ottos Geburtstagsfeier) ging es schon wieder in den Süden um mit Julia und ihrer Cousine nach Kroatien zu fahren. 5 super sonnige Tage verbrachten wir auf Krk und nun bin ich vorgestern braungebrannt wieder in Bremen angekommen, wo nun auch die Sonne scheint. Es läuft also alles im Moment hervorragend und mir geht es bestens!
Nun aber zurück zum Reisen und damit nach New York. Gestern habe ich schon Julia angerufen um so einigermaßen die Erinnerung aufzufrischen, denn wie schon gesagt ist das ganze rund 2 Monate her und so manche Einzelheit vergessen. An eins kann ich mich aber noch ziemlich genau erinnern und das war unsere Ankunft. Abermals verbrachten wir die Vornacht im Flieger nur das ich diesmal wirklich überhaupt kein Auge zugemacht habe. So kamen wir (denn Julia hatte auch nur bedingt geschlafen) völlig übermüdet in New York an und waren froh, dass es am Flughafen nicht so lange dauerte bis wir unser Gepäck bekamen. Schnell in den Airtrain und dann ging es Richtung City. In Brooklyn hatten wir unser Hostel im Vorherein gebucht und eine Wegbeschreibung zu diesem hielten wir ausgedruckt in unseren Händen. Nach einigem Umsteigen erreichten wir dann nach einer gefühlten Ewigkeit die Ziel U-Bahn Haltestelle, von wo uns dann die Wegbeschreibung weiterleiten sollte. Boah, also ich weiss nicht wer das Ding geschrieben hat, aber ich hoffe der ist mittlerweile seinen Job los. Wären wir der Beschreibung gefolgt hätten wir wahrscheinlich auf der Straße übernachtet oder wären geradewegs ins Ghetto gelaufen. Wir wussten es besser (bzw. hatten einfach keine Ahnung in welche Richtung wir gehen sollten) und fragten Passanten (bzw. wir wurden angesprochen, ob wir Hilfe benötigen). Die lotsten uns geradewegs zu einem Hostel, was aber leider nicht unseres war. Ziemlich entnervt und schwitzend von den schweren Backpacks machten wir uns also weiter auf die Suche und fanden schliesslich unser Hostel in einer Seitenstraße. 
Chillen im Central Park
Endlich! Wir legten die Sachen ab und wurden von Pablo an der Rezeption begrüßt. Dieser teilte uns nach kurzem Warten daraufhin, dass wir erst um 14 Uhr einchecken könnten, denn bis dahin würde noch geputzt. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass es 10 Uhr (glaub ich) war und wir also noch massig Zeit bis dahin hatten. Ja gut, also die Sachen in den Keller getragen (dort wurde gerade die Küche gebaut, war leider noch nicht fertig als wir dort waren) und erstmal die Gegend erkundet. Die gefiel auf den zweiten Blick eigentlich echt gut. Alles sah ziemlich heruntergekommen aus, aber in den alten Gebäuden versteckten sich wirklich gemütliche Cafes und alternative Restaurants. Wir entschieden uns für das Swallow Cafe und genossen leckere Bagel und Kaffee. So sah der Tag schon etwas besser aus. Wir kamen etwas herunter und gingen zurück ins Hostel um im Internet zu surfen, bis wir unser Zimmer beziehen durften. Während ich also im Gemeinschaftsraum/Küche mir die Zeit vertrieb, fand Julia heraus, dass es uns lediglich $10 Aufpreis kosten würde, wenn wir ein Doppelzimmer beziehen würden. Cool, dachten wir uns, denn den letzten Aufenthalt in New York wollten wir noch einmal geniessen und vor allem auch ein wenig schlafen in der Nacht. Kurzerhand tauschten wir unseren 10 Bett Dorm gegen ein Doppelzimmer bei Pablo ein. Damit fing dann der eigentliche Stress an, denn unser “Doppelzimmer” war eigentlich nur ein großes Einzelzimmer mit einem viel zu kleinen Bett für uns beide. Noch dazu kam, dass das “Zimmer” in Mitten des 10 Bett Dorms war und die Wände des Zimmers nicht bis zur Decke reichten. Es war also lediglich ein Blickschutz zu dem 10 Bett Dorm vorhanden. 
Julia im Central Park
Jeder konnte also alle Gespräche mithören. Fässt man also zusammen hatten wir ein Doppelzimmer, wo wir nicht gut schlafen würden (wegen des kleinen Betts) und wo wir uns nicht ungestört unterhalten konnten, da alle in dem 10 Bett Dorm alles hören würden. Was waren nochmal die Vorzüge eines Private-Double Rooms? Naja wir also wieder runter zu Pablo, der schon etwas angepisst war, weil er uns ja einen Gefallen getan hätte uns überhaupt das Zimmer zu vermitteln. In der Zwischenzeit hatten wir aber herausgefunden, dass es in dem Hostel eigentlich gar keine Doppelzimmer gibt und wir also wirklich ein Einzelzimmer bekommen hatten. Für das ausgebuchte Hostel war das natürlich klasse, denn so konnten sie eine Person mehr aufnehmen (da wir ja zu zweit in einem Zimmer waren, wo sonst nur einer drin wäre). Nach etlichen Verhandlungen bis zum nächsten Tag hatten wir dann endlich einen Deal bei dem wir ein 2. Bett ins Zimmer bekamen und den selben Preis wie für den Dorm bezahlten. Pablo sprach ab diesem Zeitpunkt kein Wort mehr mit uns, oder spielte Freundlichkeit dermaßen schlecht vor, dass selbst ein Blinder erkannt hätte das er es nicht ernst meinte. Naja uns war es relativ egal, denn schliesslich hatten wir eh nicht viel mit ihm zu tun.
So und damit enden auch meine genauen Erinnerungen an unseren Aufenthalt. Ich meine, dass wir nach all dem Hostelstress nachmittags/abends zu Robertas Pizza Essen gegangen sind. Zugegeben es war wirklich teuer, aber so leckere Magherita Pizza habe ich auch selten gegessen. In einem coolen Hinterhof Ambiente genossen wir die Mahlzeit und Bierchen und dann ging es zum ersten Mal nach Manhatten. Generell war bei uns beiden irgendwie die Luft raus. Zwar wollten wir uns noch was anschauen, aber man sah schon anhand der Menge der Fotos die wir machten, dass das richtige Reise- und Entdecker-Fieber nicht unglaublich ausgeprägt war. Da ich ohnehin schon einmal vor ein paar Jahren in New York war hatte ich die meisten Sehenswürdigkeiten in Manhatten schon gesehen. Das macht sie deswegen natürlich nicht weniger beeindruckend. 
The one and only!
So marschierten wir vom Union Square (es war ziemlich cool zu sehen, was hier alles nach Feierabend bzw. Schulschluss abging, kleine Tanz/Breakdance-Veranstaltungen, Hacky-sack, etc.) auf dem Broadway in Richung Times Square. Das Flatiron-Building ist und bleibt architektonisch super beeindruckend und wir kamen an einem kleinen Markt vorbei, wo zufälligerweise auch Robertas Pizza einen Stand hatte. Es war ein schöner Abend und obwohl Julia nicht übermäßig beeindruckt vom Times Square war, fühlte es sich auch nach dem unangenehmen Hostelempfang gut an in New York zu sein. So endete der Abend und die Nacht holten wir Einiges an Schlaf nach.
Am nächsten Tag ging es dann etwas weiter nördlich in den Central Park, wo wir vom Columbus Circle aus hinein marschierten. Bei schönstem Wetter genossen wir Eis und Hot-Dogs und schauten uns ein Softball-Spiel an. Julia sah dieses zum ersten Mal und war hin und weg. “Das würd ich auch mal ausprobieren, wenn ich in Deutschland bin”. Die Strawberry Fields wurden abermals besichtigt und danach ging es mit der U-Bahn weiter in den Süden, wo wir über Rathaus und Pier zur Brooklyn Bridge gingen. Es war eine sehr schöne Stimmung, denn wir gingen völlig ohne Druck durch die Straßen. Nicht mehr dieses Gefühl von “Ich muss mir alles angucken und sämtliche Sehenswürdigkeiten durckprügeln” zu haben war wirklich klasse. Vielfach unterhielten wir uns über die bevorstehende Zeit und die Rückkehr nach Deutschland. Wieder bei den Eltern leben. Jobs suchen. Einen normalen Tagesablauf haben. Freunde wiedersehen. Wir freuten uns auf die Rückkehr und gleichzeitig war man ein wenig wehmütig das Abenteuer Weltreise hinter sich zu lassen.
Nun ja so nahm auch der zweite Tag langsam sein Ende. Am dritten Tag haben wir uns dann den Süden vorgenommen. Ich meine, dass wir von der Canal Street in Richtung World Trade Center/Ground Zero gelaufen sind und hier die Umgebung erkundet hatten. 
Manhatten von der Staten Island Ferry
Das World Financial Center schauten wir uns an und ich weiss noch, dass wir uns hier ziemlich in die Haare bekommen hatten wegen einigen Kleinigkeiten. Schon bald rauften wir uns aber wieder zusammen und gingen weiter ins Century 21, einem ziemlich großen und damit unübersichtlichen Designer Outlet Shop. So richtig fündig wurden wir hier leider nicht und ich glaube wir sind dann wieder östlich über die Wall Street zur Staten Island Ferry gelaufen. Diese ist nämlich kostenlos und man hat einen super Blick auf die Skyline von Manhatten. Staten Island selber war für uns relativ unspektakulär, denn wir wollten nicht extra mit dem Bus weit weg von der Fähre fahren, so dass wir nur einen kurzen Spaziergang bis zum ersten Cafe machten und dann wieder mit der Fähre zurückfuhren. Zwar war es relativ kalt und windig auf der Überfahrt, aber der Blick enttäuschte nicht und wir machten ein paar schöne Fotos von Manhatten. Schnell noch etwas eingekauft und dann war auch dieser Tag schon wieder vorüber. Hmm, mir fällt gerade ein, dass wir an einem Tag auch noch im Kino am Union Square gegangen sind. Bin mir nicht ganz sicher an welchem, aber auf jeden Fall haben wir uns Marvels Avengers angeguckt, was sich zum ersten Mal mal wieder gelohnt hat. War zwar kein Welthit, aber immerhin hat man sich nicht geärgert den im Kino geschaut zu haben.
Blick vom Empire State Building
Der nächste Tag war dann auch schon unser letzter ganzer Tag in New York. Am Vormittag schauten wir uns das Künstlerviertel SoHo und die benachbarten Stadtviertel an. Für uns hieß das übersetzt Shopping und eigentlich verbrachten wir mehr Zeit auf dem Broadway in irgendwelchen Schuh und Klamottengeschäften, als damit uns irgendetwas anzugucken. Schon bald wurde einiges gekauft und mit Shopping-Glück in Gedanken schauten wir uns dann die Gegend um das Rockefeller Center an. 6th and 7th Avenue wurden abgegrast, Radio City Music Hall und NBC Studios besucht und St. Patricks Cathedral haben wir auch gesehen. Alles abgehakt (danke Michi für den Rechtschreibhinweis;-)) und mit neuen Schuhen ging es hoch hinaus aufs Empire State Building. Beim ersten Besuch in New York bin ich auf dem Rockefeller Center (The Rock) gewesen und nun sah ich auch die 2. Perspektive vom Empire State Building. Ich muss sagen, es ist immer wieder beeindruckend. Manhatten von oben ist einfach etwas Anderes. Hochhäuser scheinen einen Wettkampf in Sachen Höhe und Imposanz auszutragen und bei Abend sind die Lichterspiele von Gebäuden und Autos einfach nur klasse. Trotz all der Faszination wurde es uns nach einiger Zeit etwas zu kalt und die Menschenmassen wurden auch nicht weniger, so dass wir die etlichen Stockwerke im Schnellaufzug wieder hinunterbrausten und alsbald im Hostel ins Bett fielen.
Manhatten bei Nacht
So schliefen wir in unseren Abreise-Tag hinein. Die verbleibende Zeit bis zum Flug verbrachten wir abermals mit kleinem Shopping und schon bald saßen wir wieder im Skytrain der uns zum Flughafen brachte. Hier nahmen wir Abschied voneinander, denn ich reiste weiter für 5 Tage nach Miami und Julia flog bereits an jenem Tag nach Hause. 1 ½ Jahre gemeinsam reisen und Erfahrungen sammeln fanden an jenem Tag sein Ende. Ich hätte nicht einen einzelnen davon missen wollen und freue mich immer wieder, dass wir uns zu der Reise durchgerungen haben und sie schliesslich auch zusammen beendet haben (ja gut bis auf meine Miami Extrawurst).

Freitag, 22. Juni 2012

Groß, größer, Grand Canyon!


Ein Blick in die Ferne und die Weite des
Grand Canyons.

Es scheint fast so, als würde die Zeit im Heimatland noch schneller vergehen als während der Reise. Die letzten Wochen gingen vorüber wie Nichts und ich war damit beschäftigt mich zu bewerben und einige Freunde zu besuchen. So hatte ich eine super Zeit in Bremen, Münster, Berlin und Dresden. Danke nochmal an alle Beteiligten ;-) Einige Bewerbungsgespräche habe ich auch schon geführt und so kann ich mich im Moment nicht beklagen. Es läuft doch alles wieder ganz rund in Deutschland und es fühlt sich gut und richtig an wieder hier zu sein.
Vor etwas mehr als einem Monat war die Rückkehr noch in weiter Ferne und Julia und ich waren von Williams aufgebrochen in Richtung Grand Canyon Nationalpark. Ich errinere mich, dass ich mich an jenem Tag schon viel besser fühlte. Die Nase war nicht mehr so verschnupft und auch meinem Hals ging es besser. Ein guter Start in den Tag. Frühstück wurde von dem Motel gestellt und es gab leckeren Kaffee mit Müsli (so Honey Oat Loops Zeugs) und Pastries. Für den geringen Übernachtungspreis echt super!
Wir packten zusammen und stiegen ins Auto, wo wir unseren Lieblingssender Route 66 Radio anschalteten. Der hatte es einfach drauf ein paar gute Klassiker zu spielen und wir hatten eine gute Zeit bis wir schliesslich beim Nationalpark ankamen. Nach einem kurzem Kaffeestop und Julias Briefmarkenkauf (der mich zugegeben schon etwas nervte, denn Julia hatte schon vorher gefühlte 5 andere Trading Posts abgeklappert) kauften wir schliesslich die Tickets für den Nationalpark und fuhren hinein. 
The Canyon!
Zusammen mit anderen Besuchern fuhren wir die Strasse entlang und rechts und links war nichts anderes als Bäume zu erkennen. Hm, na hoffentlich wird das noch besser dachten wir uns. Wir hatten uns im Vorherein schon für eine Route entschieden, die man nur mit dem Auto abfahren konnte. So bogen wir vor dem Grand Canyon Village (wo wir am Abend übernachten würden) rechts ab auf den “Desert View” - Drive. Ich glaube wir hatten auf unserer Reise schon viele von diesen “Ohhhhh wooww” - Momenten, wo man in einem Augenblick unglaublich viel Schönheit vor den Latz geworfen bekommen hat, aber der Grand Canyon NP hat von uns glaub ich das lauteste “Ohhh wooww” bekommen. Eben noch im tiefsten Wald, erstreckte sich plötzlich direkt neben der Straße der riesige Canyon. Riesig trifft es eigentlich noch nicht richtig, denn es war wirklich unbeschreiblich groß. Sofort sind wir, sowie auch alle anderen, links herangefahren und stapften bis direkt an den Abgrund heran.
In verschiedensten Rottönen ragten Felsformationen gen Horizont und in scheinbar unerreichbare Ferne. Auf Fotos sah es fast wie eine Montage aus, denn der Horizont war bedingt durch die Größe ein kerzen gerader Strich. Unfassbar und wir kriegten uns kaum ein. Fotos, Fotos und nochmehr Fotos ging es durch unsere Köpfe. Irgendwann hatten wir dann von dem Viewing Point genug und zogen weiter, schliesslich gab es noch so viel mehr zu erkunden.
Julie auf einem der zahlreichen Aussichtspunkte
Ich muss ganz ehrlich sagen: So viel Euphorie auch am Anfang dabei war, nach ein paar Viewing Points hatte man sich ziemlich an den Anblick gewöhnt. Schon bald ertappten wir uns dabei, wie wir sagten, dass ja doch irgendwie alles relativ gleich aussieht, nichts destotrotz blieb es natürlich unglaublich beeindruckend.
Nachdem wir am Desert View Point den Aussichtsturm besichtigt hatten und auf einem Rastplatz Mittag gemacht wurde, sollte die letzte Anstrengung für den Tag auf sich genommen werden. Wir wollten einen kleinen Walk hinein in den Canyon machen. Nun ist es so, dass man zu einigen Viewing Points nicht mit dem Auto, sondern nur mit dem kostenlosen Shuttle-Bus hinkommt. So auch zum Yaki-Point, welcher den Startpunkt des Walks markiert. Wir fuhren also zurück ins Village und nahmen zusammen mit vielen anderen Touris den Shuttle-Bus, welcher farblich markiert war. Am Yaki-Point angekommen ging es dann los. Der Ohh-Ahh Point war unser Ziel, welcher (ich glaube) 1.5 km und sehr viele Höhenmeter unter uns lag. Zwar konnte man auf diesem Walk auch ganz hinunter zum Colorado River marschieren und dann wieder zurück, aber davor warnen die Ranger immer wieder, denn viele Leute unterschätzen die Entfernungen und vor allem die Sonne, welche auch an diesem Tag kräftig auf uns hinunterschien. 
Ohh Ahh
Dennoch wurden wir belohnt mit super Aussichten und der Spruch “Es sieht doch alles gleich aus” rückte in weite Ferne. Wir zwei ganz kleine Punkte marschierten in diesem riesigen Canyon. Irgendwie verrückt und man wusste gar nicht wo man zuerst hinschauen sollte.
Auf dem Weg hinunter kamen uns immer wieder andere Wanderer völlig verschwitzt und keuchend entgegen. Naja dachten wir, so schlimm ist es ja nun auch nicht. Aber so richtig wohl war uns bei dem Gedanken das Ganze wieder hochlaufen zu müssen auch nicht. Naja wir genossen die Aussicht und kamen sicher zu unserem Ziel, dem Ohh-Ahh Point. Dieser war dann auch nochmal wirklich besonders schön, denn man hatte quasi einen 360° Blick über den Canyon. Wahnsinn. Hier trafen wir auf ein österreichisches Pärchen, welches tatsächlich den 1 tägigen Marsch hinunter zum Colorado River gewagt hat. Sie sahen schon echt richtig mitgenommen aus, erzählten das es kaum Schatten gibt und das sie ungefähr 8 Liter Wasser mitgehabt hätten. Von diesen sei jetzt noch weniger als 1 übrig und sie wären froh bald oben zu sein. Hut ab, das war bestimmt richtig anstrengend, aber eine klasse Erfahrung.
Nachdem genügend Fotos geknipst waren machten wir uns wieder auf den Heimweg. Wie nicht anders zu erwarten, so gehörten auch wir bald zu jenen schwitzenden, keuchenden Heraufgängern. Aber hey, ich hätte es nicht missen wollen.
Sonnenuntergang im Canyon!
Danach ging es zu unserer Übernachtungsstätte. In der Bright Angel Lodge hatten wir ein sündhaft teures (glaube es waren fast $100 für eine Nacht) Doppelzimmer gebucht, welches nicht wie gewohnt mit Fernseher und Mikrowelle ausgestattet war. Rustikal trifft es wohl am Besten, aber es war das Billigste was wir kriegen konnten. Das Blödste war eigentlich das Parkplatz-Suchen, denn das Hotel war keinesfalls darauf eingestellt für alle Besucher Parkplätze bereitzustellen. So gurkten wir ziemlich lange herum und hatten am Ende Glück nicht ganz so weit von dem Hotel entfernt zu parken.
Am Abend schauten wir uns dann noch den Sonnenuntergang von einem der westlichen Viewpoints an. Joaa gut, irgendwie hat es uns nicht überwältigt. Vielleicht lag es an den Besuchermassen, die mit uns auf dem Aussichtspunkt standen und sich um gute Plätze stritten, aber so richtig überzeugen konnten uns die tollen Rottöne während des Sonnenuntergangs nicht. Wir machten ein paar Fotos, warteten brav bis die Sonne ganz unter gegangen ist und stiegen dann wieder in den Shuttle-Bus der uns zurück zum Hotel brachte. Hinlegen, schlafen. Denn obwohl alles wunderschön war und ich nichts anders gemacht hätte, hat es mich doch in Sachen Erkältung wieder etwas zurückgeworfen und ich war völlig ausgelaugt.
So ging es mir auch am nächsten Morgen nicht so gut, wie ich es mir erhofft hatte. Immer noch hatte ich ein wenig Hitzewallungen und Husten gepaart mit Schnupfen. So richtig Lust auf eine weitere Wanderung hatte ich dementsprechend nicht. Dennoch versuchten wir es und machten uns auf zum Bright Angel Trail. 
Blick auf den Colorado River im Grand Canyon
Unglaublich beliebt ist dieser und wirklich schön, aber nach ungefähr 500 Metern kehrten wir um, denn es ging mir wirklich nicht gut und ich wollte nicht alles noch schlimmer machen mit einer weiteren Wanderung. So schauten wir uns lediglich mit Hilfe des Shuttle-Busses die restlichen Aussichtspunkte des westlichen South-Rims an und wurden mit einigen schönen Aussichten auf den Colorado-River belohnt. Alles in allem war der Grand Canyon Nationalpark wirklich beeindruckend und ich kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen. Zusammen mit dem Yosemite und dem Death Valley Nationalpark hat diese Gegend in den USA wirklich einiges zu bieten.
Noch am selben Tag machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Las Vegas. Hier hatten wir im Vorherein schon ein Hotel etwas südlich des Strips gebucht. Mit dem South Point Hotel erwartete uns hier ein Hotel, so groß wie ich noch keins gesehen habe. Von der riesigen Spielhalle, den 4 oder 5 Restaurants und dem Pool mal abgesehen, gab es hier ein Kino, Bowling Bahnen, Saunen und Fitnessstudios. Beim Check-In klappte alles reibungslos und auch mit dem Self-Parking hatten wir diesmal keine Probleme. Sachen hochtragen und entspannen. Auch das Zimmer war super mit Poolblick und man hatte ein richtiges Luxus-Gefühl für ganz wenig Geld.
Unser Zimmer im South Point Hotel
Am Abend ging es dann nur noch zum Essen, wo wir uns für das Garden Buffet im Hotel entschieden. Zusammen mit Champagner gab es hier ein internationales Buffet der Superlative. Von köstlichem Fisch (Lachs, Sushi, Barracuda, etc.), über asiatische Köstlichkeiten, bis hin zu mexikanischen und italienischen Leckereien gab es dort alles was unser Herz begeehrt. Getreu dem Grundsatz “Wir haben bezahlt, jetzt wird auch alles probiert” nahmen wir von allem ein wenig und als wir dachten es geht nicht mehr kamen die Desserts dran. Neben anderen Süssigkeiten konnte man sich von gut 15 verschiedenen Kuchen Stücke abschneiden lassen. Ein Schlemm-Genuss!
So purzelten wir an jenem Abend nur noch in unser King-Size Bett und genossen das Hotelleben. Am nächsten Tag ging es dann zum eigentlichen Strip. In jener Gegend tummeln sich Hotels, wie das Bellagio, das New York New York oder auch das Paris Paris. 
Paris Paris auf dem Strip
Bei einer Mords-Hitze bahnten wir uns durch die Massen und machten uns ein Bild von Vegas. Auf den Strassen sieht man neben den Üblichen Kaputten übermässig viele Mexicaner die immer mit ihren Karten schnippen und dir dann Pin-Up Fotos von irgendwelchen Call-Girls in die Hand drücken. Ansonsten gibt es viele Party-Organisatoren, die versuchen die Leute in ihre Clubs/Casinos zu holen.
Wirklich beeindruckend waren eigentlich die Hotels. Das Bellagio mit seinen Springbrunnen und sämtliche andere mit ihrer Machart. Jeder versucht den anderen durch irgendwas Besonderes auszustechen. Das Wynn hat einen künstlichen Berg vor sich stehen, Treasure Island ein Segelschiff, Flamingo einen ganzen Park voller Tiere (inklusive Flamingos) und Caesers Palace ein Kollosseum. Man kann förmlich das ganze Geld, was hier in den Hallen verspielt wird, spüren und vor Allem sehen.
Das New York, New York Hotel!
Von der Koordination mit dem Mittagessen hatten wir es an dem Tag nicht so drauf und wir warteten ständig, ob nicht noch was billigeres kommt. Schliesslich landeten wir bei FatBurger, wo man auch nur den üblichen überteuerten Burger mit Pommes bekam. Naja wir waren froh mal eine kurze Pause im klimatisierten Raum zu haben und genossen das Essen.
Nachdem wir uns auch den Rest vom Strip angeguckt hatten machten wir uns wieder auf den Heimweg zurück ins Hotel, wo uns ein Shuttle-Bus hinbrachte. Eigentlich war der Plan abends nochmal auf den Strip zu gehen um Party zu machen, aber irgendwie hatten wir mehr Lust im Hotel zu bleiben und nochmals einen ruhigen Abend zu verbringen. So köstigten wir abermals im Garden Buffet (an dem Abend war BBQ-Night und es gab super Spanverkel und gegrilltes zu den anderen Sachen) und liessen es uns gutgehen. Julia hatte vorher sogar noch entdeckt, dass man als Hotel-Club Member das Ganze sehr viel billiger bekam und da man für die Mitgliedschaft nicht bezahlen musste haben wir das natürlich noch gemacht.
Vor dem Bellagio!
Wir sind also jetzt offizielle Club-Mitglieder des South Point Hotels. Klasse oder?
Am nächsten Tag hatten wir noch etwas Zeit bevor wir das Auto zurückgeben und dann unseren Flieger nehmen mussten. So entschieden wir uns unserer Lieblingsbeschäftigung, dem Shoppen nachzugehen. Eine weitere Outlet-Mall etwas weiter südlich wurde ausgecheckt und sämtliche Schnäppchen abgesahnt. Ich erspare euch an dieser Stelle die Einzelheiten, aber Shoppen in Las Vegas macht auf jeden Fall Laune. Anschliessend ging es dann zunächst auf die Suche nach einem Kino, denn wir hatten noch zu viel Zeit bis zum Flug, aber nachdem dieses Unterfangen scheiterte fuhren wir nochmals zu der anderen Mall, die wir schon vom letzten Aufenthalt in Las Vegas kannten. Abermals wurden die Shops durchstöbert und schliesslich brachten wir die Zeit ganz gut rum, bis wir ohne Probleme das Auto ablieferten und sicher im Flugzeug nach New York saßen.
An dieser Stelle beende ich diesen ohnehin schon sehr langen Post und wünsche euch allen ein schönes Wochenende....stay tuned...  

Freitag, 8. Juni 2012

Vergangene News direkt aus dem Krudops Busch!


Strasse in die Wüste: Death Valley!

Soo, nun bin ich schon 2 Wochen wieder in Bremen und habe es immer noch nicht geschafft meinen Reiseblog zu Ende zu schreiben. Neben dem generellen Einleben, bin ich im Moment dabei mich bei einigen Firmen zu bewerben um dann möglichst bald einen Job zu finden. In Sachen Stadt wird die Wahl wohl auf Hamburg, Dresden oder München fallen. Ich bin gespannt und freue mich auf die Zukunft.
Diesen Blogpost wollte ich eigentlich schon vor meiner Rückkehr verfasst haben und habe auch schon angefangen am Flughafen in Miami diesen zu verfassen. Insofern hänge ich jetzt einfach den Anfang aus Miami hier heran. Also nicht wundern wenn jetzt wieder ein bischen Geplänkel vor weg kommt:

Und so schnell kann es zu Ende sein. 1 ½ Jahre des Reisens liegen hinter mir und zur Zeit warte ich gerade auf dem Flughafen in Miami auf meinen Flieger, der mich wieder nach Deutschland bringen wird. Ueber Duesseldorf und Hamburg geht es dann nach Bremen, wo ich vorerst bei meinen Eltern wohnen werde. Ein wirklich komisches Gefuehl. Insgesamt 6 ½ Jahre (5 Jahre Studium, 1 ½ Jahre) stand ich nun auf eigenen Fuessen und jetzt geht es wieder zurueck in den guten, alten Krudops Busch ins Elternhaus. Im Vordergrund steht im Moment die Vorfreude auf meine Familie und Freunde. Wer hat sich wie veraendert? Ist alles noch so wie ich es in Erinnerung habe?
Artist Drive im Death Valley!
Wie dem auch sei, ich freue mich darauf. Dazu mache ich mir auch schon viele Gedanken, wie es dann weitergehen wird. Wie lange wird es dauern einen Job zu finden? In welcher Stadt werde ich landen? Soll ich vielleicht doch meinen Doktor machen? Fragen, mit denen ich mich naeher in den naechsten Wochen beschaeftigen muss. Zunaechst werde ich mir jedoch ein paar Tage nehmen um mich wieder in Bremen einzuleben. Aber genug von der Gegenwart bzw. der Zukunft, lasst uns ein paar Wochen zurueckspringen in den Yosemite Nationalpark. Diesen haben wir ueber den Tioga Pass verlassen und am selben Tag sind wir auch nicht mehr viel weiter Richtung Las Vegas gefahren. In einem kleinen Ort (Namen vergessen, muss ich noch nachschauen, wenn ich wieder Internet habe) buchten wir uns in ein Motel ein und genossen den gewohnten Komfort von Fernseher, riesigem Bett und anderem Schnick-Schnack. Ich erinner noch, dass es mir an dem Tag gar nicht gut ging und ich eigentlich nur den Abend vor dem Fernseher bzw. im Bett verbracht habe. Ach ja, ein riesiges Burger Meal gab es noch beim benachbarten Carl's (glaub so hiess das, muss ich auch noch nachschauen) und Julia ging noch einkaufen und absolvierte ihre erste Autofahrt in unserem Mietwagen mit Bravour.
Verdammt heiss war es!
Am naechsten Morgen ging es dann weiter Richtung Las Vegas und damit mitten durch das Death Valley. Death Valley ist wirklich ein passender Name, denn bei Temperaturen um 50 Grad wuerde ich wohl auch nicht lange ohne Klimaanlage durchhalten. Ich hatte ganz schoen mit meiner Erkaeltung zu kaempfen, denn durch die Hoehenunterschiede entstand ein hoher Druck in meinen Ohren, der dank meines Schnupfens nicht weniger wurde. Saemtliche Tricks vom Tauchen habe ich zum Druckausgleichen probiert, aber es half alles nichts. Sowas hatte ich bisher noch nicht erlebt und die Autofahrt wurde dadurch nicht angenehmer (grosses Lob auch an Julias Gedult, die meine kranke,schlechte Laune ertragen musste). Trotz alledem war die Natur mal wieder unglaublich. Am Vortag noch durch schneebedeckte Berge gebraust war man nun von nichts als heisser, huegeliger Wueste umgeben. Atemberaubend! Nachdem wir uns das Eintrittsticket gekauft hatten, haben wir zunächst im Visitor Center im Schatten Mittag gegessen. Dank unserer Klimaanlage und geschickter Positionierung unser Lebensmittel (unter dem Beifahrersitz) war die Cola sogar noch kalt geblieben und der Käse war zwar schon sehr glänzend, aber immer noch nicht flüssig. Uns wurde erzählt, dass wir ja noch Glück mit dem Wetter gehabt hätten und es im Sommer sonst ja noch viel heisser werden würde. Meine Fresse, die haben es wirklich nicht leicht dort. Unser Thermometer im Auto hat an der heissesten Stelle umgerechnet 49 Grad gemessen. Für mich absolut heiss genug!
Und noch mehr Wüste und Berge!
Nach dem Mittagessen ging es weiter durch den Nationalpark. Auf dem “Artist Drive” führte uns eine hügelige Strasse durch viele bunte Felsgesteine und wie schon vorher faszinierte uns die uns umgebende Natur. Bei sengender Hitze brummte unsere Klimaanlage und nur bei wirklich schönen Motiven öffneten wir ein Fenster um Fotos zu machen bzw. stiegen wir aus. Die Hitze war wirklich unbeschreiblich. Schon bald fuhren wir weiter und machten noch an einem anderen Aussichtspunkt halt. An diesem musste man aussteigen um auf einen kleinen Hügel hinauf zu wandern. Ansich nicht schlimm, aber man hatte schon das Gefühl, dass 5 Minuten in der Sonne ausreichen um einen deftigen Sonnenbrand abzubekommen. Naja, egal die Aussicht war es uns wert!
Zurück ins Auto und weiter nach Las Vegas ins Hotel. Vom Death Valley waren es noch gute 1 ½ Stunden nach Las Vegas, aber die Zeit verging schnell, auch wenn mir immernoch mein Ohr wehtat von dem Höhendruck und meiner Erkältung.
Parkplatz in der Wüste!
Am Abend erreichten wir dann Las Vegas. Ich hatte schon im Vorherein viel über die Stadt gehört und viele beschrieben immer das Gefühl, wenn man in die Stadt hineinfährt. “Quasi entsteht eine Stadt aus dem Nirgendwo mitten in der Wüste..”. 
Mit der Wüste hatten die Leute recht, aber so richtig vom Hocker gerissen hat es mich jetzt bei der Einfahrt nicht. Es war einfach eine Stadt, die genauso kleine Vororte hat wie jede andere auch. Dennoch ist Vegas etwas Besonderes und vor Allem bei der Einfahrt in die Innenstadt fühlt man sich eher wie auf einer riesigen Party, als wie in einer Stadt. Wir hatten uns im Golden Nugget Hotel eingebucht, welches etwas nörtlich vom Strip direkt an der Fremont St liegt. Nach einigem Suchen hatten wir dieses gefunden und ein freundlicher Hotelangestellter fragte uns, ob er für uns parken sollte oder wir das selber machen würden. Etwas unentschlossen, liessen wir schliesslich ihn unser Auto wegparken, ohne das wir unsere Sachen vorher herausholen konnten. Egal, erstmal einchecken. Schon in der Eingangshalle war mir klar, dass ich noch nie vorher in so einem Hotel übernachtet habe. Neben der Rezeption war draussen ein Pool, in dem ein riesiges Aquarium, einschliesslich Rutsch durch letzteres, eingebaut war. Wer also neben Haien und Rochen schwimmen möchte, konnte diesem Verlangen ier nachgehen. Krass. 
Sicht vom Aussichtspunkt im DV
Überall das Gebimmel von Spielautomaten und ganz viele kaputte Leute. Was Spielsucht gerade mit älteren Leuten macht, war hier ganz genau zu erkennen und es war wirklich kein schöner Anblick. Zitternde Greise, die ihre letzten Pennies in die Automaten geworfen haben. Wirklich nicht schön. Naja wir checkten ein (leider in ein Raucherzimmer, denn Nichtraucher gab es nicht mehr....Mir war es egal, ich habe eh nichts gerochen dank starkem Schnupfen), holten unser Auto (samt Trinkgeld (ich wusste die Sache hat einen Haken)), parkten es selber um und brachten unser Gepäck auf unser Zimmer, welches neben dem Rauchgestank super luxuriös war.
Völlig kaputt ging es abends nur noch einmal auf die Fremont Street, wo alle Casinos mit billig Alkohol Deals und anderen Goodies lockten. Wir wollten aber nur etwas essen und landeten schliesslich in einem Deli, wo wir mit Burger und Salat fündig wurden. Direkt neben uns war ein anderes Restaurant mit Namen Heart Attack Grill. Der Name war Programm, denn hier wurde alles extra fett zubereitet, dass es fast schon eklig war hineinzuschauen. Ich meine die Namen “ButterFat Shake” und “Quadruple Bypass Burger” sagen schon alles. Das Krasse war aber, dass Menschen mit einem Gewicht > 300 Pfund (also > 140 kg) hier umsonst essen durften. Vor dem Laden war eine riesige Waage aufgebaut, wo Leute sich wiegen konnten und wer genug gewogen hatte durfte umsonst Essen. Ekelhaft, wirklich ekelhaft. 
Heart Attack Grill in Vegas!
So gingen also Dick und Dicker in den Laden um noch ein bischen mehr um die Rippchen zu bekommen. Naja, man ist in Vegas!
Nachdem ich mir noch etwas Medizin gegen die Erkältung gekauft hatte, ging es dann auch bald zurück in unser Hotel, wo der Abend sein Ende nahm.
Am nächsten Tag war Shopping geplant. Wir hatten schon im Vorherein im Internet gesehen, dass es in Las Vegas mehrere Outlet Malls gibt und hatten uns für eine entschieden, die wir an dem Tag unsicher machen wollten. In den “Premium Outlets South” verbrachten wir tatsächlich fast den ganzen Tag und wurden beide fündig. Die ganze Zeit ging es durch unsere Köpfe: “Selbst der Originalpreis ist für deutsche Verhältnisse schon günstig und jetzt bekomme ich auch noch 50%......Zugriff, Zugriff!”. Dank der Medizin hielt ich an dem Tag auch ganz gut durch, obwohl ich dann am Ende doch relativ fertig war. Zurück zum Hotel...schlafen (achso da fällt mir ein, dass wir am Morgen in ein Nichtraucherzimmer umgezogen sind, viel angenehmer)!
Am nächsten Morgen ging es dann zum Frühstücksbuffet in das benachbarte Hotel Main Street Station Hotel. Zwar hatten wir bei unserer Ankunft nur noch knappe 35 Minuten bis zum Ende des Frühstücksbuffets, aber das hielt uns nicht zurück. 
Vegas Baby....to be continued
Für 9 Dollar probierten wir sämtliche Leckereien bis wir nicht mehr konnten. Donuts, Muffins, Eier, Müsli, Croissants, es gab alles und noch viel mehr. Man muss gerechterweise sagen, dass nicht alles weltklasse geschmeckt hat, aber hey für 9 Dollar wollten wir uns nicht beschweren. Kugelrund ging es danach wieder zum Auto, denn wir wollten schliesslich noch weiter und uns den Grand Canyon angucken, bevor wir dann in Las Vegas das Auto zurückgeben mussten. Die Fahrt war mit 5 Stunden berechnet, aber bis zu dem kleinen Vorort, namens Williams schafften wir es ohne Probleme in 4 Stunden. Hier hatten wir für die Nacht ein kleines Motel gebucht, was gar nicht so einfach zu finden war. In der Hotelbestätigung stand nämlich ein anderer Name, als der des Hotels was wir eigentlich gebucht hatten. Nachdem wir also 2 Hotels abklapperten, die wohl mal früher unter dem Namen bei hotels.com geführt wurden waren wir schliesslich am richtigen Fleck und konnten einchecken. Ich muss hier abermals betonen, dass für mich ein Motel ein absoluter Preis/Leistungs-Killer ist. Ich meine wir haben wieder nur 45 Dollar bezahlt und dafür hatten unser Doppelzimmer mit allem drum und dran und sogar noch Frühstück obendrauf (gut, das war nur Müsli und Gebäck, aber trotzdem..). Klasse!
Wir schliefen eine gute Nacht und auch mit meiner Erkältung ging es langsam bergauf, so dachte ich jedenfalls.
Am nächsten Tag ging es dann in den 100 km entfernten Grand Canyon Nationalpark. Was wir dort erlebten und wie es dort aussieht, erfahrt ihr im nächsten Blogpost, den ich hoffentlich in den nächsten Tagen fertig bekommen werde. Grüße aus dem Krudops Busch 11.....stay tuned!

Dienstag, 22. Mai 2012

Die Jakobs Kroenung der Nationalparks: Yosemite!


Wale in Monterey

Wie versprochen gibt es die vergangenen News heute aus dem schwuelen und bewoelkten Miami. Nach einem absoluten Hoellenflug (mehr im entsprechenden Blogeintrag in naher Zukunft) von New York bin ich gestern in Floridas Metropole angekommen und habe schon ausgiebig das Einzige um was es hier geht miterlebt. Party, Party und Party heisst die Devise. Mein Hostel und vor allem meine Zimmergenossen schreiben dieses ganz gross und es gibt schon die ein oder andere Geschichte die ich ueber sie erzaehlen kann. Aber auch solche Details werde ich fuer den Miami Blogpost aufbewahren. Zunaechst gilt es aufzuholen in Sachen Vergangenheit.
Das letzte Mal war ich stehengeblieben als wir frueh morgens Le's Appartement in San Francisco in Richtung Monterey verliessen. Monterey ist ungefaehr 150 km suedlich von SF und dort hatten wir, wie schon erwaehnt einen Whale-Watching Trip fuer schlappe $39 (irgendwie sowas) gebucht. 
Schiff 1, Seekranke Menschen 5
Seitdem Julia von dem Angebot gehoert hatte war sie voellig aus dem Haeuschen. Als Meerestier-Fanatikerin freute sie sich schon wahnsinnig und erzaehlte mir 1000 Mal und mehr, dass ja die Humpback Wale die spielfreudigsten sind und die wuerden ja auch schon mal aus dem Wasser springen und und und und oder oder oder. Ich muss zugeben, dass ich mich auch ein wenig drauf gefreut habe, denn Wale habe ich noch nie gesehen und wenn die auch noch aus dem Wasser huepfen waere das wirklich klasse. Trotz Kaffee stiegen wir etwas muede auf das kleine Boot und schon bald ging es los. Im Vorherein wird man noch gewarnt, dass die See ja etwas “rough” sein koennte und wenn man seekrank werden wuerde, solle man doch bitte ueber die Reling spucken und nicht aufs Deck. 
Yosemite NP, inklusive Regenbogen Wasserfall!
Alles klar, wird schon nicht so schlimm sein. Ja doch, wurde es aber. Ich habe zum Glueck einen festen Magen, aber rund 5 andere Passagiere hingen nach kurzer Zeit ueber der Reling und danach auf ihren Stuehlen. Das war dann aber auch das Interessanteste auf dem ganzen Trip. Zwar sahen wir ziemlich viele Wale und noch viel mehr Delphine (ja Julia, von denen waren einige wirklich schoen und klasse!), aber die Wale waren weder spielfreudig noch sprungen sie aus dem Wasser. So sah man immer nur von Weitem eine Fontaene aus dem Wasser schiessen und das war es dann auch. Ganz ehrlich, da fand ich selbst die Seeloewen, die sich ueberall am Hafen tummelten interessanter. Ich denke, dass wird vorerst mein letzter Waltrip gewesen sein.
Nun gut, es ging weiter und als naechstes Ziel war der Yosemite Nationalpark auserkohren. Ganz schafften wir saemtliche Kilometer jedoch nicht an demselben Tag und so uebernachteten wir in Merced in einem netten kleinen Motel.
Mirror Lake in Yosemite!
Fuer ein Kingbett und dem obligatorischen Schnick-Schnack (Fernseher, Kuehlschrank, Mikrowelle, Garderobe und Bad) bezahlten wir $50 fuer 2 Personen. Praedikat: Sehr Gut!
Am naechsten Tag ging es dann mit grossen Schritten zum Yosemite. So richtig hatten wir keine grossen Vorstellungen was uns erwarten wuerde und so liessen wir uns ueberraschen. Im Lonely Planet erfuhren wir, dass dieses Gebiet die Hoechste Dichte an Wasserfaellen bieten wuerde. Ja gut hoert sich ja schon mal nicht schlecht an. War es dann auch wirklich nicht. Gleich am Anfang des Parks fuhr man an unglaublich hohen Felswaenden vorbei, die zusammen mit den ganzen hohen Baeumen und Wasserfaellen wirklich spektakulaer und einfach atemberaubend aussahen. Wir stoppten an Wasserfaellen und Aussichtspunkten, machten Fotos und wollten abschliessend noch auf eine kleine Wanderung zum Inspiration Point gehen.
Vor dem Lower Yosemite Fall!
Dieser war zwar etwas schwierig zu finden und nur durch ein altes verrostetes Schild gekennzeichnet (um das cliché zu bedienen, dass die Amis einfach lieber Auto fahren als zu wandern), aber dies hatte den Vorteil das wir fast allein auf dem Wanderweg waren. Ich befand mich zu dem Zeitpunkt schon am Anfang meiner Krankheitsphase und so huestelte und schwitzte ich ein wenig mehr als sonst, aber das war es wert. Oben angekommen ueberraschte uns zwar kein super Ausblick, wie erwartet, aber dafuer etwas anderes was wir schon lange nicht mehr erlebt hatten. Ruhe. Es war kein anderer Mensch in Reichweite und so hatte man einen super Blick ueber das Tal nur fuer sich allein. Wirklich schoen! Eichhoernchen, Schlangen und Eidechsen genossen mit uns die Idylle und auf dem Abstieg hatten wir sogar das Glueck einen Regenbogen im Wasserfall zu beobachten. Wahnsinn, die USA hat also wirklich mehr zu bieten als nur grosse Staedte und arrogante Mitmenschen ;-)
Nach der Wanderung machten wir uns dann auf die Suche nach einer Uebernachtungsmoeglichkeit. 
Auf dem Tioga Pass!
Und das war wiederum schwieriger als gedacht. Wir schienen die einzigen Idioten zu sein (und ja das war meine Schuld, denn ich dachte es waere schon nicht so schwierig ein Zimmer vor Ort zu finden), die kein Zimmer reserviert hatten. Nach einem Marsch zur Yosemite Lodge, die leider ausgebucht war, wurden wir weitergeschickt zur naechsten Lodge, wo es wohl noch Tent-Cabins fuer $110 gab. Ach du Scheisse, so teuer? Kurzerhand entschieden wir uns wieder aus dem Park herauszufahren und kurz vor dem Park nach Unterkuenften zu schauen. Als Erstes trafen wir bei diesem Vorhaben auf ein Hotel, wo uns ein sichtlich verunsicherter Hotel-Rezeptionist ein Zimmer mit Flussblick und Kamin fuer $200 anbot. Wow, das wird ja immer besser. Die Frage nach einem guenstigerem Zimmer verneinte er und schickte uns weiter in entgegengesetzter Richtung vom Park zu deren Tochterhotel, was wohl etwas guenstiger sei. Das Ende vom Lied war dann eine Tent-Cabin auf halben Weg fuer den halben Preis den wir im Park haetten bezahlen mussen. 
Ja so faehrt man halt da durch, nech?
Was ist eine Tent-Cabin fragten wir uns. Naja eigentlich ist es nur ein schoener Ausdruck fuer ein grosses Zelt mit Holzboden und Betten. Was wahrscheinlich wirklich klasse fuer eine warme Sommernacht waere, war wirklich arschkalt an dem Tag als wir dort uebernachteten. Es braucht nicht lange um nachzuvollziehen, dass dies meiner Erkaeltung nicht wirklich gut tat. So ging es mir am naechsten Morgen alles andere als gut und blickte unseren geplanten Wanderungen nur bedingt gluecklich entgegen. Doch auch an diesem Tag ueberraschte uns der Yosemite Park mit viel Neuem und alter Schoenheit. Den Mirror Lake wuerde ich zwar nicht als Highlight bezeichnen, aber schoen an ihm entlang zu gehen war es allemal. Die Yosemite Falls sind wirklich ein Erlebnis und dann war es fuer mich vor allem der Tioga Pass der mich faszinierte. 
Und die waren auch da!
Dieser Pass fuehrt ueber die Berge und dann aus dem Park hinaus in Richtung Las Vegas. Steil ging es hinauf und wir waren so hoch, dass man sogar von Schnee umgeben war. Ein ganz komisches Bild: Eben noch geschwitzt auf dem Mirror-Lake Walk und jetzt ist man von Schnee umgeben auf einem Berg. Fuer mich war der Yosemite Nationalpark wirklich ein super Erlebnis, was ich nur jedem empfehlen kann.
Nach so langem Reisen denkt man manchmal man haette schon alles gesehen und nichts kann ein anderes vergleichbares Erlebnis toppen. Doch ich muss sagen, hier liegen alle Lang-Reisenden falsch und diese Erfahrung hat der Yosemite Nationalpark besonders bei mir verstaerkt.Am Beispiel Wasserfall: 
Der gesamte Yosemite Wasserfall
Jeder Wasserfall ist verschieden und im Zusammenspiel mit anderen Faktoren (wie eben Felsen, viel Gruen, Tiere, etc...) kann selbst ein unspektakulaerer Wasserfall ploetzlich einzigartig und unglaublich sein. Der Yosemite NP ist mit Sicherheit vergleichbar mit einigem was wir schon auf unserer Reise gesehen haben, aber trotzdem hat uns die Schoenheit ueberwaeltigt und zu weiterem Reisen angespornt.
Was fuer ein schoener Schlusssatz. Ich werde jetzt versuchen etwas Basketball zu spielen und dann noch etwas Schlaf nachzuholen, denn ich bezweifle das ich von letzterem viel heute Nacht bekommen werde. Bis ganz bald in Deutschland....stay tuned

Donnerstag, 17. Mai 2012

San...Fran...Cisco!


Spence und Julia im Hotelaufzug!

Soo da bin ich wieder. Diesmal berichte ich aus New York, wo wir gestern nach einer schlaflosen Nacht im Flieger (um 23:30 in Las Vegas losgeflogen, um 7:30 in New York angekommen) ankamen. New York makiert fuer Julia ihren letzten Reiseort und fuer mich geht es nur noch weiter nach Miami, bevor auch ich mich auf den Heimweg mache. Irgendwie ein komisches Gefuehl. Nach 1 ½ Jahren im Ausland geht es nun wieder nach Hause. Man tauscht das Ungewisse gegen das Altbekannte und ich muss sagen: Ich freue mich darauf. Ich freue mich auf meine Familie, meine Freunde und im Generellen auf Deutschland. Denn wenn man mal ganz ehrlich ist, so schlecht haben wir es mit dem Land nicht getroffen. Aber zurueck zum Wesentlichen.
Vor 2 Wochen sind wir nach unserem Road Trip in San Francisco angekommen. So viel ist seitdem passiert und es faellt mir schwer alle Einzelheiten zu erinnern, aber der erste Eindruck blieb haengen. Huegelig. San Francisco ist extrem huegelig und an manchen Strassen war ich froh, dass wir einen Automatic-Wagen fuhren, denn anfahren bzw. parken waere andernfalls doch um einiges schwieriger geworden. Naja wir schafften es schliesslich in einer kleinen Seitengasse unser bereits gebuchtes Hostel zu finden.
Fortune-Cookie Fabrik
Das Adelaide Hostel wollte uns aber nicht da behalten (sie waren ausgebucht, trotz unserer Reservierung), sondern schickte uns in ihr “Partner”- Hotel, das Dakota. Zum Glueck war es direkt um die Ecke und so regten wir uns nicht auf. Der Rezeptionist war ein absoluter Hipster und mir auf den ersten Blick unsympathisch. Doch das Hotel hatte Charme. Der Aufzug war noch aus dem letzten Jahrhundert (siehe Bild, man musste noch selbst auf und zu machen) und unser Zimmer war auch absolut in Ordnung.
Noch am selben Tag machten wir uns auf den Weg um einen Freund von Spence zu treffen. Spence war ja fuer ein halbes Jahr in Maastricht zum Studieren und hat dort ein paar Leute aus Kalifornien kennengelernt mit denen er immer noch Kontakt haelt. Andrew Le war einer dieser Personen und lebte in der Naehe vom Alamo Square. Zu Fuss machten wir uns auf den Weg und stellten abermals fest, wie huegelig die Stadt ist. Ganz schoen anstrengend. Doch wir schafften es und trafen Le in seiner WG. Mit 5 anderen Leuten teilt er sich seine ziemlich zentrale Bleibe und dafuer bezahlt er rund $1000 im Monat. 
Arm-Wrestling Automat im Musee Mechanique
Sprich ungefaehr $6000 fuer die Wohnung. Sie haetten wohl super viel Glueck gehabt, denn normalerweise koennte man auch gut um die $8000 fuer eine solche Wohnung bezahlen. Ach du Scheisse, hier zeigt sich ziemlich deutlich, dass San Francisco neben New York (Manhatten) die teuerste Stadt Amerikas ist. Wir verbrachten einen schoenen Abend mit Le, assen Burger in der Nachbarschaft und er bat uns an am Wochenende in seiner Wohnung zu uebernachten. Klasse Typ!
Der naechste Morgen startete mit Fruehstueck im Hostel. Toast, Bagel, Marmelade, Schokolade, Kaffee, Tee und Saft. Anschliessend entschlossen wir uns fuer eine vom Hostel angebotene Stadtwanderung. Ziemlich cool, denn diese war umsonst. Wir streiften mit unserem Guide Mary durch die City und sie erzaehlte und erzaehlte. So viel, dass ich das meiste nicht mehr erinnere. Was ich erinnere ist, dass San Francisco die Farbe der Golden Gate Bridge patentiert hat und nun keine andere Bruecke in der Welt mit dieser Farbe angepinselt werden darf. Tja, dass haette ich nicht gewusst. Nun gut, neben den Must-See Orten waren es vor allem die kleinen Orte, die ich cool fand.
Julie can do it!
 Eine kleine Chinesen-Fabrik, wo Fortune-Cookies hergestellt werden. Das “Musee Mechanique”, ein Museum voll mit alten Spiel-Arkaden. Insgesamt war es ein wirklich netter kleiner Trip, der bei dem Fishermans Wharf am Pier endete. Wir verabschiedeten uns und staerkten uns als erstes mit einer Bread Bowl Soup (Suppe im Sauerteig-Brot). Echt klasse und genau das Richtige an der See bzw. am Hafen. Danach machten wir uns auf den Weg zum Ghirardelli Square, wo wir leckerste Schokolade probierten. Essen, Essen, Essen. Herrlich!
Anschliessend marschierten wir weiter zur Lombard Street, die “most winding Street in the world”. Fotos knipsen, hinunter gehen. Ach ja da faellt mir gerade wieder ein, dass wir auf dem Weg dorthin an einem riesen Polizei Aufgebot vorbeikamen. Offenbar hatten Protestierende ein Haus besetzt und einer von ihnen kam dann auf dem Dach des Hauses hinaus und schrie irgendwas aus dem Megaphone. So damit waere das auch erwaehnt. Crazy Americans!
Der Ausflug endete mit einem Besuch im Pier 39, wo neben zahlreichen Shops auch abermals Seeloewen sich tumelten. Zurueck zum Hostel ging es im Cable Car, von denen in San Francisco nur 4 Linien die Neuzeit bzw. das Erdbeben ueberlebten.
Ghirardelli Square
Am Abend nahmen Spencer und ich bei der Poker Nacht im Hostel teil. Fuer $5 zockten wir was das Zeug hielt und ich schaetzte mich gluecklich nicht als Erster den Tisch zu verlassen. Spence die alte Socke hatte noch genauso wenig Chips wie ich, aber hat dann (nachdem ich nach 3 ½ Stunden den Tisch verlassen musste) doch tatsaechlich noch gewonnen. Glueck muss man haben.
Der naechste Tag war dann relativ unspekakulaer (abgesehen davon, dass wir das Hostel wechselten, denn das Dakota hatte leider keinen Platz mehr fuer die letzte Nacht), denn wir wollten mal wieder ein wenig shoppen. Am Union Square gingen wir diesem nach und wurden den ein oder anderen Dollar los. Am Abend ging es dann noch einmal zum Ferry-Building. Eigentlich wollten wir die Farmers Markets auschecken, aber wir fanden heraus, dass diese nicht an jedem Tag stattfanden. 
Lombard Street
So kauften wir nur das Noetigste fuer einen Salat ein, den wir anschliessend im Hostel verkoestigten. Witziger Zufall war auch noch, dass wir die 2 Daenen, Soeren und Anders, im Hostel wiedertrafen. Soeren und Anders hatten wir auf Fiji kennengelernt und wir wussten zwar dass sie auch nach L.A. fliegen wuerden, aber hatten keine Ahnung, wann oder wo sie in San Francisco aufschlagen. Die Welt ist eben doch ein Dorf.
Am naechsten Tag hatte ich Geburstag. Auch wenn das ja auf Reisen immer so eine Sache ist haben es Julia und Spence es geschafft mir ein kleines Geschenk in Form eines Sixpacks und einigen Suessigkeiten zu machen. Ich habe mich sehr gefreut und noch mehr ueber die ganzen Nachrichten, die ich aus aller Welt erhalten habe. Vielen Dank noch einmal. An jenem Tag checkten wir aus dem “USA Hostels” Hostel aus, denn am Abend konnten wir ja bei Le uebernachten. Dieser hatte noch bis zum Nachmittag zu tun und wir entschieden uns zur Golden Gate Bridge zu fahren. Bei bestem Wetter fuhren wir bis direkt vor die Bruecke und liefen hinunter zum Pier. Genauso wie der Uluru in Australien hat dieser Bruecke einfach was. Man kann es schwierig beschreiben, aber die Bruecke zur Goldenen Tuer ist wirklich sehenswert. 
Pier 39 in San Francisco
Wir nahmen uns Zeit bevor wir weiterfuhren zu dem Exploratorium. Dieses Museum war eins fuer mich. Es war ein Museum zum Ausprobieren, wo vor allem Kindern aber auch Erwachsenen alles durch Beispiele und durch Mitmachen erklaert wurde. Die Sinne des Menschen, das Gehirn, Naturspektakel und Naturwissenschaften im Allgemeinen wurden dargestellt. Sehr cool.
Abends ging es dann zu Le und zusammen mit ein paar Freunden ging es in eine Bar was trinken. Hier liessen wir den Abend ausklingen und uebernachteten die erste von 2 Naechten in Les Appartement. Auch hierfuer nochmals vielen Dank.
Am naechsten Tag ging es auf in den Golden Gate Park. Dieser Ort ist in San Francisco vor Allem dafuer bekannt, dass man ueberall Gras kaufen kann. Schon direkt am Eingang wurde ich von einer alten Afro-Amerikanerin gefragt ob ich nicht Ganja kaufen moechte. 
Golden Gate Bridge
Ja noe, spaeter vielleicht. Auf dem Hippie-Hill machten es wir uns gemuetlich und beobachteten Jung und Alt beim vorbeilaufen. Am 20. April ist in dem Park wohl die Hoelle los, denn 4:20 (also auch das Datum 4/20) ist ja bekanntlich die Zeit zum kiffen (wusst ich auch nicht). Anschliessend gingen wir durch Castro (dem Schwulen und Lesben Vorort) wieder zurueck zu Le bzw. zu unserem Auto. Castro war spektakulaer, weil neben den ganzen Homosexuellen auch ein paar ganz Nackige Menschen umherliefen. Ob das Teil einer Show, von der Polizei toleriert, oder einfach sehr extrovertierte Menschen waren, keine Ahnung. Oh ja und wir hatten super leckere warme Cookies in Castro.
Mit dem Auto machten wir uns dann auf zu unserem letzten Touri-Stop, den Twin Peaks. Von diesem Huegel hatte man einen super Blick ueber San Francisco und noch dazu lagen sie auf dem Weg zu einem weiteren Freund von Spence, den wir am Nachmittag besuchten. 
Nackte Menschen in Castro!
Bei Pete bestellten wir Pizza und zusammen mit seiner WG schauten wir das entscheidende Maverics NBA Spiel, welches Dirk und seine Truppe leider versauten. Naja naechstes Jahr wieder. Apropos, ich habe mir gerade eine Karte fuer das Miami-Indiana NBA Playoff Spiel ergattert und werde naechste Woche Lebron und Co aus naechster Naehe bestaunen.
Zurueck in Le's WG schauten wir noch einen Boxkampf und gingen dann relativ frueh zu Bett, denn am naechsten Morgen mussten wir um 5:30 aufstehen um rechtzeitig nach Monterey zu kommen, wo wir einen Whale-Watching Trip gebucht hatten. Monterey, Yosemite, Grand Canyon und Las Vegas folgen dann im naechsten Blogpost, den ich wahrscheinlich erst wieder in Miami posten werde. Vllt auch schon etwas frueher, mal sehen.....stay tuned und bis ganz bald....

Wie sieht man aus mit 2 linken bzw. 2 rechten Gesichtshaelften?
Hier das Ergebnis aus dem Exploratorium!