Dienstag, 10. Januar 2012

Red Bear in Whyalla/Port Pirie!


Von links: William, Dan(Rocky), Dan, Ash,
Tim, Josh (Jennerator) und ich

Die mittlerweile 2. Arbeitswoche nach meinen kurzen Weihnachtsferien neigt sich dem Ende entgegen und man kommt so langsam wieder im Alltagstrott an. Wie schon erwartet gab es in der Arbeit wenig zu tun, was zu dem ein oder anderen langweiligen Tag gefuehrt hat. Obendrauf hatte Nasr letzte Woche noch Urlaub, was mir dann auch noch meinen stetigen Gespraechspartner raubte. Abschliessend waren also meine ersten Arbeitstage eher durch Internet-Surfing, iPad-spielen, Kaffee trinken und Musik suchen als durch Arbeiten gepraegt. Ich moechte mich nicht beschweren, so lange ich dafuer bezahlt werde, kann ich mich schon beschaeftigen. Heute war es dann endlich soweit und Nasr und ich wurden zusammen mit Brian in ein neues Projekt eingewiesen. Fuer Virgin Airlines sollen wir eine App programmieren und die wird wahrscheinlich auch etwas anspruchsvoller, sprich vllt sogar so lange dauern bis ich dann nach Neuseeland aufbreche. Es hoert sich schon fast bloed an, aber ich habe mich wirklich gefreut mal wieder an etwas Anstaendigem zu arbeiten. Neben dem Vorteil, dass die Zeit viel schneller vergeht, geht man am Ende des Tages auch mit dem zufriedenen Gefuehl nach Hause etwas geschafft zu haben.
Der eigentliche Grund fuer diesen Blogpost war nun aber nicht meine vergangene Arbeitswoche, sondern vielmehr das vergangene Wochenende. An jenem bin ich naemlich mit meiner Basketball-Mannschaft (oder zumindestens mit einem Teil) nach Whyalla und Port Pirie gefahren um dort gegen die einheimischen Country-Teams zu spielen. 
Unser Bus!
Am Samstag morgen trafen wir uns zu diesem Anlass auf dem Parkplatz der Keswick Barracks, wo mich ein offensichtlich Militaer-versierter Vater darueber aufklaerte, dass hier ja auch dolle Deutsche Panzer stehen wuerden. “The Leopard...ohhh....good tank..”, ja gut alles klar. Nach diesem Einstieg und bei schwuelen 31 Grad (morgens um 9:30 Uhr) ging es mit dem Uni SA Bus Richtung Mawson Lakes, wo der Rest der Mannschaft abgeholt wurde. Leider hatten viele Leute kurzfristig abgesagt und so belief sich unser Team auf 7 Mann, inklusive Spieler-Trainer. Doch wir liessen uns von diesem Fakt nicht unterkriegen und machten uns frohen Mutes auf die 5 stuendige Reise nach Whyalla.
Den ersten Halt machten wir in Port Wakefield, wo wir einerseits Josh Jenner (a.k.a The Jennerator (generator)) abholten und anderseits einen kleinen Happen fruehstueckten. Da ich schon wusste, wie viel Essen in solch abgelegen Orten kosten wuerde, hatte ich mir im Vorherein leckerste Sandwiches zubereitet und Obst zurecht geschnibbelt. Waere auch alles super gewesen, haette ich Trottel diese nicht bei Julia im Kuehlschrank vergessen. Naja, so kam also auch ich nicht drum herum, mir einen Kaffee (ja gut den haett man sich sparen koennen) und ein Cheese-Bacon Pasty zu kaufen. Das war der Einstieg in das wohl ungesuendeste Wochenende seit langem.
Superior Deluxe Cabins!
Die Reise ging weiter und neben kleineren Pinkelpausen und damit verbundenen Stops auf dem Weg ist nichts Aufregendes passiert. Angekommen in Whyalla ging dann das typische “Wir kommen von der Stadt und laestern ueber die laendlichen Staedte” los. Ich glaube ich habe noch nie so oft das Wort “Shithole” gehoert, wie bei der Einfahrt in Whyalla. Ich musste meinen Teamkameraden Recht geben, denn Whyalla, genau so wie alle anderen Orte an denen wir vorbeifuhren, ist eine reine Industrie-Stadt und das sieht man leider auch an jeder Ecke. So erinnerte das Kino eher an eine alte Fabrikhalle (war es wahrscheinlich auch) und der Pony-Club war eine mit Meter-hohen Unkraut versehene Wiese, auf der weit und breit keine Ponys zu sehen waren. Um es kurz zu machen, in Whyalla gibt es genau zwei Sachen, die man in seiner Freizeit machen kann. 1. Sport und 2. Trinken (gut und ins Kino gehen, damit waeren es 3, den Pony-Club lasse ich mal raus). Wir versuchten an diesem Tag etwas von beidem mitzunehmen.
Aufwaermen!
Nachdem wir in unserem Campingplatz vertroestet wurden (eine Huette war noch nicht sauber gemacht worden) entschieden wir uns in der Stadt etwas Essen zu gehen. Die Wahl im “International Foodcourt” war schnell gefallen, denn neben Subway hatte nur noch ein Baecker und ein etwas schaebbiger Chinese offen. So verhalfen wir uns die Footlong-Subs hinein und gaben dem Campingplatz Zeit unsere “Superior Deluxe Cabin” sauber zu machen. Dies war dann auch bei unserer Rueckkehr geschehen und wir bezogen unsere Huetten. Mann mann mann, also unter superior stelle ich mir was anderes vor. Der “Large Flat Screen Tv” war so gross wie eine Standard Mikrowelle und das absolut Bloedste war, dass es 2 Doppelbetten und 1 Einzelbett fuer uns 5 Personen in der Huette gab. Zum Glueck war Jennerator (unser breitester Mann, um es vorsichtig auszudruecken) bereit auf der Couch zu schlafen und so hatten Ash und ich ein Zimmer fuer uns allein, weshalb ich auf dem Einzelbett schlafen konnte. Dan und Rocky teilten sich das andere Zimmer im Doppelbettchen. Nochmal Glueck gehabt, denn da haette ich echt keine Lust zu gehabt.
Airball!..ne der war drin, echt jetzt!
 Nachdem auch diese Huerde genommen war und ein bischen vor dem Fernseher gechillt wurde, ging es dann endlich los Richtung Halle. Auch diese fuegte sich in das Whyalla-Industrie-Bild problemlos ein und hatte noch dazu ein unglaubliches Problem herunterzukuehlen. Obwohl saemtliche Ventilatoren auf Volllast liefen, war es so stickig und schwuel in der Halle, dass habe ich noch nicht erlebt. Dies schlug dann auch schnell auf die Leistung und mann konnte unser Spiel keineswegs mit dem Praedikat hochwertig versehen. Dennoch haben wir uns am Ende zusammengerissen und trotz Foul-Problemen mit 2 Punkten knapp gewonnen. Mann war ich im Eimer nach dem Spiel. Die Hitze und der Fakt, dass ich fast durchgespielt habe sassen mir ganz schoen in den Knochen.
Im Kreis bedankten wir uns bei Whyalla fuer das Spiel und alle Spieler freuten sich auf ein kuehles Blondes in der Hallen-Bar. Mit 5 Dollar Wodka-Orange Buechsen liessen wir es uns gutgehen und wir wurden aufgeklaert, dass es in Whyalla einen Pub gibt, wo wir dann noch hingehen koennten. Dies hielten wir zunaechst auch fuer eine gute Idee und beschlossen zuvor in unserer Huette auf dem Campingplatz etwas weiter zu trinken. Bei Bottle-O kauften wir alle moeglichen Red-Bear (das war der Wodka Dosen Mix) Geschmacksrichtungen und nach einem Stop bei McDonalds ging es zurueck zum Campingplatz. Kaum dort angekommen, war es als haette uns alle schlagartig die Anstrengung und die Muedigkeit eingeholt. Zwar hielten wir eisern und bei Basketball-Spiel im Fernsehen am Trinken fest, aber als Tim dann mit der Nachricht hereinkam, dass wir am naechsten Tag um 8:30 Uhr aufbrechen muessten war auch der letzte umgestimmt und wir einigten uns darauf die Party auf ein anderes Mal zu verschieben. Im Nachhinein ganz gut so, denn ich glaube in Whyalla haben wir nichts verpasst.
Voellig im Eimer nach dem Spiel in Whyalla!
So ging es am naechsten Tag um 8:30 Uhr wieder zurueck Richtung Port Pirie. Jennerator hat in der Nacht doch die Couch gegen den Boden getauscht und war dementsprechend erholt (“Fucking peace of shit couch”). In Port Augusta wurde abermals bei McDonalds gefruehstueckt. Ich glaube, dass ist das 2. Mal in meinem Leben, dass ich bei McDonalds gefruehstueckt habe und das war genau 2 Mal zu viel. Ein fettiger Bagel und ein Hash-Brown (Kartoffel-Roesti) zusammen mit Kaffee, das ist das Sportler-Fruehstueck von Heute. Ja gut, so schlimm war es nicht, aber fuer das Geld kann ich mir zum Fruehstueck was sehr viel leckereres vorstellen. Wenigstens der Kaffee hat geschmeckt und hat wach gemacht. Ich war bereit fuer das Spiel.
Auch Port Pirie war von der Stadt her alles andere als ueberwaeltigend. Abermals nur Industrie, mit einem etwas schoenerem Stadtkern wuerde ich sagen.
Jennerator!
 Aber egal, wir waren zum Basketball spielen gekommen und nicht um die Stadt zu beurteilen. Nach unglaublichem Unwetter am Vorabend (in die Halle in Whyalla hat es reingeregnet und ein Spieler von denen ist 2 mal ausgrutscht....von wegen Heimvorteil..) hatte es sich schoen abgekuehlt und die Halle war angenehm frisch. Ich weiss nicht, ob es daran lag, oder ob wir am Vorabend einfach den Rost von unseren Knochen losgeworden sind (vielleicht waren es auch die Wodka-Mischungen), aber das Spiel ging wie von selbst von der Hand und es hat einfach nur Spass gemacht. Unsere Systeme haben funktioniert und am Ende haben wir klar gewonnen. Ein super Gefuehl und mit diesem machten wir uns ,nach einer wohltuenden und verdienten Dusche, auf die Heimreise.
So ging ein Basketball-Wochenende zu Ende und es wird wohl noch eine Fortsetzung geben, denn Mitte Februar soll abermals ein Tunier in Port Pirie stattfinden, auf das ich wohl auch mitfahren werde. Ich freue mich drauf.
Starkes Finish ;-)!
Ansonsten ist fuer die kommenden Wochenenden/Wochen viel geplant. Dieses Wochenende ist hier Schuetzenfest und gleichzeitig ist glaube ich auch die Santos Tour Down Under (Fahrradrennen). Noch dazu wird vom YHA eine Tour ins HQ (Adelaides groesste Disko) organisiert, wo wir wohl auch mitmachen werden. In der Woche darauf werden wir zum Asa Konzert gehen (freue ich mich mega drauf) und dann stehen Geburtstagsfeiern am Wochenende an. Es bleibt spannend und obwohl ich mich auf die Abreise und das bevorstehende Abenteuer in Neuseeland freue, bin ich doch im Moment sehr zufrieden mit den Erlebnissen in Adelaide....in diesem Sinne...stay tuned...

Sonntag, 1. Januar 2012

Essen, Essen und nochmals Essen! In einem Wort: Weihnachten!


Ein froehliches Weihnachtskind!

Und nun ist man im Neuen Jahr. 2012 hat uns alle aufgenommen und vor uns liegen ein paar Wochen, wo man immer erstmal ueberlegen muss ob man eine 1 oder eine 2 am Ende des Datums schreiben soll...”oh hups ist ja jetzt schon 2012..”! Ich hoffe ihr seit alle gut reingerutscht und habt schoene Festtage miteinander verbracht.
Hinter mir liegt meine erste richtige Urlaubswoche in Australien und ich habe sie redlich genossen. Angefangen hat diese am 24. Dezember, unserem Heiligabend. Julia musste an selbigem Tag arbeiten und ich verbrachte Vor- und Nachmittag damit mich von den letzten Arbeitstagen zu erholen. Das hoert sich nach unglaublich viel Stress an, war es aber ueberhaupt nicht. Ich kam mit unserem Projekt gut voran und am letzten Arbeitstag mussten wir nur vormittags arbeiten, bis dann die Firmen interne Bescherung began. Ich habe mich einen Tag vor diesem Event letztlich fuer ein Geschenk entschieden (Limit war 15 Dollar). In den Central Markets gibt es einen Shop mit internationalen Koestlichkeiten und ich dachte ich kaufe typisch deutsche Sachen, die ich dann an einen Gluecklichen in der Firma als Geschenk ueberreiche. 

Selbstgebackene Kekse sind die Besten!
So landeten Zimtsterne, Dominosteine, Maoam (ja das kennen die hier nicht), Zentis Marzipan, Rote Gruetze und einige andere Sachen schoen verpackt unter dem Weihnachtsbaum. 
Bei der Bescherung lief das Ganze dann folgendermassen ab. Jeder erhielt vorab eine Nummer und alle Geschenke wurden in eine Reihe gelegt. Beginnen durfte nun derjenige mit der Nummer 2 und dieser kann sich entscheiden ob er das Geschenk mit Nummer 2 behalten moechte oder mit Nummer 1 tauscht. Anschliessend muss Spieler Nummer 1 sein Geschenk auspacken. Danach kann Nummer 3 entscheiden ob es mit 2 tauschen moechte und Spieler Nummer 2 packt aus und so weiter.
Leckerstes Essen am 25. Dezember!
Ich hatte mir vor dem Geschenkekauf den Kopf zerbrochen um nach einem universellen (ich wusste ja nicht wer das Geschenk bekommt), nicht doofen Geschenk zu suchen. Das war aber ueberhaupt nicht noetig, denn einige Geschenke waren wirklich alles andere als kreativ. So bekam ich zum Beispiel eine duftende Windkerze! Grandios, die wollte ich schon immer haben und kann wahrhaftig jeder gerbauchen! Die steht jetzt bei mir im Zimmer auf dem Nachttisch und bei 40 Grad draussen, mache ich mir bestimmt keine Kerze an. Ich war aber noch gut dran mit meinem Geschenk. Andere bekamen Bilderrahmen, Beauty-Sets (die haben ausschliesslich maenner bekommen, so kann sich Abdi ueber einen Beauty-Scrub freuen....”hey yap, thank you..”), Cookie-Jars (in Form eines Hundes, der baellt wenn man das Ding oeffnet), Vasen und vieles unglaublich unnuetzliches anderes Zeug. 
Nach der Bescherung wurden die letzten Bierchen aus dem Firmenkuehlschrank getrunken und gegen 14 Uhr verliessen alle die Firma. Alles in Allem ein netter letzter Arbeitstag.
Noch mehr Essen! Alles lecker und selbst gemacht!
Nun aber zurueck zum Heiligabend. Julia musste wie gesagt arbeiten und am Abend begab ich mich zu ihr um gemeinsam in deutscher Tradition Bescherung zu machen. In Australien wird ja der 25. zum Geschenke auspacken genutzt und somit waren wir die Einzigen in ihrem Haus, fuer welche der 24. etwas Besonderes darstellt. Bei meiner Ankunft war Julia noch nicht ganz fertig mit einpacken und so sah ich dabei zu, wie das Geschenk eingepackt wurde, welches ich einige Minuten spaeter wieder auspackte. Nach dem Auspacken strahlten mich eine Keksdose mit koestlichen selbstgebackenen deutschen Keksen und ein gebastelter Adventskalender mit Gutscheinen und Fotos als Tuerchen an. Sehr gefreut habe ich mich. Auch mein Geschenk kam sehr gut an und so gingen zwei froehliche Weihnachtskinder nach der Bescherung zum Essen. Nachdem wir bei dem letzten Chinesen (City Zen) suendhaft teuer und unglaublich schlecht gegessen haben, fiel nun die Wahl auf einen etwas kostenguenstigeren in der Stadtmitte. 
Der Chefkoch Chris und Charlene.
Und man mag es nicht glauben, aber endlich bekamen wir das wonach wir gesucht haben. Leckere Entrees, grosse Portionen im Main Course und alles zu einem tollen Preis. Eine gute Entscheidung und da gehen wir bestimmt nochmal hin. So ging der Heiligabend zu Ende und der 25. Dezember stand bevor. Hier war nun das eigentliche Fest geplant und Freunde sollten gegen 14 Uhr zum Essen vorbereiten kommen. Chris, der in England Bar-Manager war, und sich den ein oder anderen Koch-Trick abgeschaut hatte war an diesem Tag fuer die Verkoestung zustaendig. Am Morgen bereiteten wir einen deutschen Kartoffel-Salat vor und auch eine voellig ausgelaugt Charlene (sie kam erst um 8 Uhr in der Frueh zurueck) backte Muffins, der leckeren Sorte. Gegen Mittag kam dann Chris vorbei, der gleichzeitig an diesem Tag seinen letzten in Australien verbrachte und dann nach Neuseeland weiterzieht. Ein bisschen traurig zu gleich, denn er hatte in Australien seine Freundin kennengelernt, die schon Kinder hat und aus dem Grund nicht mit ihm ziehen kann. Fuer den Abend hatte er aus diesem Grund ein Loft-Appartement im teuersten Hotel der Stadt reserviert, welches er ueber einen Freund billiger bekam. Im zweistoeckigen Appartement sollte der Abschiedsabend wenigstens ein Besonderer werden und ich denke, dass war er auch.
Von links nach Rechts: Charlene, Tom, Gemma, Chris,
Chris Freundin (Namen vergessen!), Roland, Julie!
Er kam jedenfalls gegen Mittag bei uns an und von dort an hielt er das Ruder in Sachen kochen in der Hand. Unglaublich wie man mit ein paar simplen Kniffen und Know-How so leckere Speisen zaubern kann. Mein Favourit waren die Pilze mit Thymian, Rotwein, Pflaumenmus und anderen Gewuerzen, die ich schon wieder vergessen habe. Um es an dieser Stelle abzukuerzen, es war ein Festmahl und zusammen mit den mitgebrachten suessen Desserts (white Christmas, Muffins,..) war zwar der Appettit bis zum Ende vorhanden, aber das Hungergefuehl schon lange verloren. Aber hey, sind wir mal ehrlich. Neben dem Hauptgrund Zeit mit der Familie zu verbringen, geht es ja Weihnachten nur ums Essen. Weihnachten ist lediglich ein guter Grund um ordentlich und ueber alle Massen zu Essen und das haben wir dieses Jahr auch gemacht.
Kevan, Julia, Charlene, Alissa, Roland, Tom!
Gegen Abend ging dann Chris mit seiner Freundin ins Hotel und jeder ging dann irgendwann auch in sein Zimmer. Obwohl es wie gesagt ein schoener Tag war, war es fuer mich nicht annaehernd ein Weihnachten. Es geht halt an Weihnachten nicht ohne Familie und fuer mich persoenlich gehoert auch das kalte Wetter dazu. Am 24. war es hier so schwuel und bei 37 Grad wirklich alles andere als angenehm. Da wuerde ich sogar unangenehme 10-11 Grad bei Nieselregen vorziehen. Naja gut, das muesste ich mir nochmal ueberlegen, aber ihr versteht was ich meine.
Streetball-Action am Strand!
Die Woche zwischen Weihnachten und Silvester hatte ich wie schon erwaehnt frei. Und wie es nun mal so mit freien Tagen ist, vergehen diese unglaublich schnell und es faellt mir schwer mich zu erinnern was ich gemacht habe. Es gab Tage, an denen ich nur ganz wenig gemacht habe (ausschlafen, ein paar Serien gucken, einkaufen, Fitness-Studio oder Basketball und wieder zurueck zu den Serien) und andere an denen ich etwas mehr unternommen habe. So habe ich am 28. Dezember an einem 3 vs 3 Streetball-Tunier am Strand teilgenommen. Fuer mich war es mein erstes offizielles Streetball-Tunier und somit auch mein erstes am Strand. Mit 3 meiner Team-Kollegen aus dem Verein gewannen wir die ersten 5 Spiele bei nicht den besten Bedingungen (super starker Wind direkt am Meer!) und katapultierten uns somit ins Halbfinale.
Noch mehr Action!
Hier trafen wir auf eine Truppe fetter alter Maenner, die mit einigen jungen Sproesslingen zusammen ein Team gebildet hattten. Nun ist es so mit alten Maennern, die sich nicht mehr bewegen koennen, dass sie ihre verlorene Fitness mit Fouls ausgleichen. Zusammen mit einem scheiss Schiri, der absolut nichts gepfiffen hatte, glich das Geschehen mehr einer Kampfsportart als schoenem Basketball. Das Spiel wurde sogar unterbrochen, um wieder etwas Ruhe in die Teams kehren zu lassen. Zu allem Ueberfluss haben die Idioten auch noch in der Verlaengerung mit 1 Punkt gewonnen, was uns leider auf den 3. Platz festsetzte. Trotz etwas Unglueck im letzten Spiel hatten wir eine Menge Spass und ich hoffe, dass das Event noch oefters statttfindet, denn ich habe Blut geleckt an 3 vs 3 Tunieren ;-)
Nach dem Spiel gesellte ich mich zu Zoe und Ines an den Strand und genoss eine Abkuehlung im kalten Meer. Wirklich klasse.
Fruehstueck am 31. Dezember!
Am 29. Dezember hatte Ines Geburtstag und empfing uns morgens mit einer Philadelphia Torte und Sekt-Fruehstueck. Bei 30 Grad Aussentemperatur ist kalter Sekt und Torte zum Fruehstueck genau das Richtige und noch dazu war beides super lecker. Insgesamt schmiegte sich diese Kalorienbombe klasse in die Woche hinein und es versprach ein schoener Tag zu werden. Danach fuhren Ines und Zoe wie fast jeden Tag an den Strand und wir sahen uns erst Abends wieder bei Dinas Abschiedsfeier. Dina ist eine Freundin von Zoe und kommt urspruenglich aus Bosnien, ist aber in Norwegen aufgewachsen, wohin sie nun nach abgeschlossenem Studium zurueckkehrt. Zusammen mit Ines Geburtstag war es Anlass genug Abends beim Malaysier Essen zu gehen. In gemuetlicher Runde gab es, ihr koennt es erahnen, okay leckeres Essen (ich fand meins nicht so gut, aber allen anderen schien es geschmeckt zu haben) und Plaene fuer Silvester wurden ausgetauscht (mit dem Resultat, das Niemand so richtig welche hatte,...wie immer). Abgeschlossen wurde der Abend im Duke, wo wir gerade richtig vor Happy Hour Schluss auftauchten.
The majestic cheese cake!
Das bringt mich nun schon zum letzten Event, naemlich Silvester. Den 31. Dezember hatte Julia frei und wir begonnen den Tag mit dem Einloesen einer meiner Gutscheine. Und was macht man nochmal in den Weihnachtsferien am meisten? Richtig, Essen! Beim Italiener gab es frischen Kaffee und leckerstes Fruehstueck (Eier, Lachs, Tomaten mit Kaese ueberbacken und Brot).
Nach einem Stadtbummel und suendhaft teurem Alkoholkauf (35 Dollar fuer eine Flasche Whiskey (das war einer der Billigsten)) ging es zum zweiten Gang, welcher aus gefrorenem Cheesecake und Kaffee bestand. Den Cheesecake hat Julias Mitbewohner Kevan fuer Charlene und sie zu Weihnachten gebacken und der haut einen wirklich um. 
Kuerbissuppe mit Garnelen! Ein Augenschmauss!
Ich wuerde ihn als Jakobs Kroehnung unter den Cheesecakes beschreiben (Lammbock bleibt einer meiner Lieblingsfilme!). Nachmittags chillten wir einfach vor dem Fernseher und mussten feststellen, dass in Australien keine aussergewoehnlichen Filme an Silvester gezeigt werden. Der ueblich Mist wurde alsbald langweilig und wir begannen uns wieder mit dem Wesentlichen zu beschaeftigen. Wir wollten eine Kuerbissuppe zum Abendessen kochen und zusammen mit der ersten Whiskey-Cola bereiteten wir alles vor fuegten noch ein paar Garnelen fuers Auge und den Gaumen hinzu. Nun sah es am Ende nicht nach viel aus und wenn das Auge mitisst haetten wir bestimmt nicht nochmal nachgenommen, aber lecker war es! Einige Whiskey-Cola spaeter war es dann Zeit Richtung Glenelg (dem Strand-Vorort) aufzubrechen, denn dort wollten wir das Feuerwerk um 12 Uhr mitbekommen. In einer voellig ueberfuellten Tram bahnten wir uns den Weg und es schien, als waeren 60 % aller Leute in der Bahn aus Hostels bzw. aus Deutschland. 
Whiskey-Cola an Silvester!
Einen guten Eindruck hinterliessen selbige auf jeden Fall, denn neben all den Familien waren sie die einzig richtig betrunkenen (so schlimm war es nicht, aber trotzdem auffaellig). Nicht weniger ueberfuellt war der Ort, an dem ich vor einigen Tagen noch mein Streetball-Tunier hatte. In Zelten wurden die Leute unterhalten und am Strand machten es sich schon einige fuer das Feuerwerk gemuetlich. So gesellten wir uns dazu und hatten schon um 22:30 einen festen Platz. Obwohl es draussen noch gute 28 Grad hatte, war es auf dem kalten Sand und mit frischer Brise doch etwas kuehl, aber es liess sich gut mit kurzer Hose und T-Shirt aushalten.
Nun wurde es natuerlich voller und voller mit jeder vergangenen Minute am Strand und kurz bevor dann das Feuerwerk losging kam irgendein Trottel ganz vorne auf die Idee aufzustehen. Nun verstehe ich diese Leute nicht. Denn natuerlich stehen nun alle Leute auf und so auch alle direkt vor uns. 
Silvester am Strand!
Alles Trottel, also vor allem der Erste. Wir hatten Glueck und konnten trotzdem das Feuerwerk geniesen, was etwas lahm anfing, aber im Finale dann doch noch ganz gut wurde. So haben wir erstaunlich nuechtern in dieses Jahr hereingefeiert und machten uns kurz nach dem Feuerwerk schon auf den Heimweg. Erstaunt hat micht die Organisation der Oeffentlichen, denn anders als alles andere in Australien, artete diese nicht in Chaos aus. So bekamen wir problemlos einen Bus und befanden uns kurz nach 1 schon wieder zu Hause. Hallo 2012!
Am 01. Januar, also sprich gestern, war wohl einer der heissesten Tage ueberhaupt und das Thermometer erreichte 41 Grad Celsius. Sogar zu heiss um den Strand zu geniessen beschlossen wir zu einem Hallenbad/Therme zu fahren. Mit Saune/Dampfbad und Spa locken sie einen darein und fuer $ 7.50 war es noch nicht mal teuer. Ich will es nicht schlecht reden, denn wir hatten eine gute Zeit dort, aber etwas Besonderes war es nicht. Es gab eine Trocken-Sauna, das Dampfbad war geschlossen und der Spa belief sich auf einen grossen Whirlpool. Zusammen mit einer witzlosen Rutsche (ungefaehr 3 Meter lang) und einigen Sprungbrettern war es das dann auch. So verbrachten wir einen unglaublich heissen Tag, bei noch heisseren Tempreaturen in der Sauna und beim Entspannen im Schatten. 
Tank-Top Style mit Sonnencreme-Sprinklers!
Um euch einen Eindruck ueber die Temperaturen zu verschaffen, hier ein kleines Beispiel. Unser Hinweg zum Schwimmbad war ungefaehr 20-25 Minuten lang. Nun crème ich mich grundsaetzlich mit 30+ als Sonnenschutzfaktor ein. Nur fuer diesen Weg hatte ich mir ueberlegt es mal zu sparen, zu mal ich auch schon etwas Farbe bekommen habe. Ja gut, Pustekuchen Roland, denn kaum im Schwimmbad angekommen hatte ich einen sehr schoenen Tank-Top Abdruck auf meinem Ruecken. Wieder was gelernt und fuers neue Jahr nehme ich mir vor, mich immer einzucremen, wenn ich nach draussen gehe. So schliesst sich der Kreis und wir befinden uns in der Gegenwart. Heute ist mein letzter Urlaubstag und ausserdem der Geburtstag meines kleinen Bruders Otto (hier auch schon mal alles Gute, ich rufe spaeter noch an!). Evtl. begebe ich mich noch ins Fitness-Studio, aber ansonsten werde ich einfach nochmal die Fuesse hochlegen und vllt auch einfach bei einer weiteren Whiskey-Cola die Sonne geniessen (mit Sonnencreme!).
Nochmals alles Gute fuers neue Jahr und bis bald...