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| Von links: William, Dan(Rocky), Dan, Ash, Tim, Josh (Jennerator) und ich |
Die mittlerweile 2.
Arbeitswoche nach meinen kurzen Weihnachtsferien neigt sich dem Ende
entgegen und man kommt so langsam wieder im Alltagstrott an. Wie
schon erwartet gab es in der Arbeit wenig zu tun, was zu dem ein
oder anderen langweiligen Tag gefuehrt hat. Obendrauf hatte Nasr
letzte Woche noch Urlaub, was mir dann auch noch meinen stetigen
Gespraechspartner raubte. Abschliessend waren also meine ersten
Arbeitstage eher durch Internet-Surfing, iPad-spielen, Kaffee trinken
und Musik suchen als durch Arbeiten gepraegt. Ich moechte mich nicht
beschweren, so lange ich dafuer bezahlt werde, kann ich mich schon
beschaeftigen. Heute war es dann endlich soweit und Nasr und ich
wurden zusammen mit Brian in ein neues Projekt eingewiesen. Fuer
Virgin Airlines sollen wir eine App programmieren und die wird
wahrscheinlich auch etwas anspruchsvoller, sprich vllt sogar so lange
dauern bis ich dann nach Neuseeland aufbreche. Es hoert sich schon
fast bloed an, aber ich habe mich wirklich gefreut mal wieder an
etwas Anstaendigem zu arbeiten. Neben dem Vorteil, dass die Zeit viel
schneller vergeht, geht man am Ende des Tages auch mit dem
zufriedenen Gefuehl nach Hause etwas geschafft zu haben.
Der eigentliche Grund
fuer diesen Blogpost war nun aber nicht meine vergangene
Arbeitswoche, sondern vielmehr das vergangene Wochenende. An jenem
bin ich naemlich mit meiner Basketball-Mannschaft (oder zumindestens
mit einem Teil) nach Whyalla und Port Pirie gefahren um dort gegen
die einheimischen Country-Teams zu spielen.
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| Unser Bus! |
Am Samstag morgen trafen
wir uns zu diesem Anlass auf dem Parkplatz der Keswick Barracks, wo
mich ein offensichtlich Militaer-versierter Vater darueber
aufklaerte, dass hier ja auch dolle Deutsche Panzer stehen wuerden.
“The Leopard...ohhh....good tank..”, ja gut alles klar. Nach
diesem Einstieg und bei schwuelen 31 Grad (morgens um 9:30 Uhr) ging
es mit dem Uni SA Bus Richtung Mawson Lakes, wo der Rest der
Mannschaft abgeholt wurde. Leider hatten viele Leute kurzfristig
abgesagt und so belief sich unser Team auf 7 Mann, inklusive
Spieler-Trainer. Doch wir liessen uns von diesem Fakt nicht
unterkriegen und machten uns frohen Mutes auf die 5 stuendige Reise
nach Whyalla.
Den ersten Halt machten
wir in Port Wakefield, wo wir einerseits Josh Jenner (a.k.a The
Jennerator (generator)) abholten und anderseits einen kleinen Happen
fruehstueckten. Da ich schon wusste, wie viel Essen in solch
abgelegen Orten kosten wuerde, hatte ich mir im Vorherein leckerste
Sandwiches zubereitet und Obst zurecht geschnibbelt. Waere auch alles
super gewesen, haette ich Trottel diese nicht bei Julia im
Kuehlschrank vergessen. Naja, so kam also auch ich nicht drum herum,
mir einen Kaffee (ja gut den haett man sich sparen koennen) und ein
Cheese-Bacon Pasty zu kaufen. Das war der Einstieg in das wohl
ungesuendeste Wochenende seit langem.
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| Superior Deluxe Cabins! |
Die Reise ging weiter
und neben kleineren Pinkelpausen und damit verbundenen Stops auf dem
Weg ist nichts Aufregendes passiert. Angekommen in Whyalla ging dann
das typische “Wir kommen von der Stadt und laestern ueber die
laendlichen Staedte” los. Ich glaube ich habe noch nie so oft das
Wort “Shithole” gehoert, wie bei der Einfahrt in Whyalla. Ich
musste meinen Teamkameraden Recht geben, denn Whyalla, genau so wie
alle anderen Orte an denen wir vorbeifuhren, ist eine reine
Industrie-Stadt und das sieht man leider auch an jeder Ecke. So
erinnerte das Kino eher an eine alte Fabrikhalle (war es
wahrscheinlich auch) und der Pony-Club war eine mit Meter-hohen
Unkraut versehene Wiese, auf der weit und breit keine Ponys zu sehen
waren. Um es kurz zu machen, in Whyalla gibt es genau zwei Sachen,
die man in seiner Freizeit machen kann. 1. Sport und 2. Trinken (gut
und ins Kino gehen, damit waeren es 3, den Pony-Club lasse ich mal
raus). Wir versuchten an diesem Tag etwas von beidem mitzunehmen.
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| Aufwaermen! |
Nachdem wir in unserem
Campingplatz vertroestet wurden (eine Huette war noch nicht sauber
gemacht worden) entschieden wir uns in der Stadt etwas Essen zu
gehen. Die Wahl im “International Foodcourt” war schnell
gefallen, denn neben Subway hatte nur noch ein Baecker und ein etwas
schaebbiger Chinese offen. So verhalfen wir uns die Footlong-Subs
hinein und gaben dem Campingplatz Zeit unsere “Superior Deluxe
Cabin” sauber zu machen. Dies war dann auch bei unserer Rueckkehr
geschehen und wir bezogen unsere Huetten. Mann mann mann, also unter
superior stelle ich mir was anderes vor. Der “Large Flat Screen Tv”
war so gross wie eine Standard Mikrowelle und das absolut Bloedste
war, dass es 2 Doppelbetten und 1 Einzelbett fuer uns 5 Personen in
der Huette gab. Zum Glueck war Jennerator (unser breitester Mann, um
es vorsichtig auszudruecken) bereit auf der Couch zu schlafen und so
hatten Ash und ich ein Zimmer fuer uns allein, weshalb ich auf dem
Einzelbett schlafen konnte. Dan und Rocky teilten sich das andere
Zimmer im Doppelbettchen. Nochmal Glueck gehabt, denn da haette ich
echt keine Lust zu gehabt.
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| Airball!..ne der war drin, echt jetzt! |
Nachdem auch diese Huerde genommen war
und ein bischen vor dem Fernseher gechillt wurde, ging es dann
endlich los Richtung Halle. Auch diese fuegte sich in das
Whyalla-Industrie-Bild problemlos ein und hatte noch dazu ein
unglaubliches Problem herunterzukuehlen. Obwohl saemtliche
Ventilatoren auf Volllast liefen, war es so stickig und schwuel in
der Halle, dass habe ich noch nicht erlebt. Dies schlug dann auch
schnell auf die Leistung und mann konnte unser Spiel keineswegs mit
dem Praedikat hochwertig versehen. Dennoch haben wir uns am Ende
zusammengerissen und trotz Foul-Problemen mit 2 Punkten knapp
gewonnen. Mann war ich im Eimer nach dem Spiel. Die Hitze und der
Fakt, dass ich fast durchgespielt habe sassen mir ganz schoen in den
Knochen.
Im Kreis bedankten wir
uns bei Whyalla fuer das Spiel und alle Spieler freuten sich auf ein
kuehles Blondes in der Hallen-Bar. Mit 5 Dollar Wodka-Orange Buechsen
liessen wir es uns gutgehen und wir wurden aufgeklaert, dass es in
Whyalla einen Pub gibt, wo wir dann noch hingehen koennten. Dies
hielten wir zunaechst auch fuer eine gute Idee und beschlossen zuvor
in unserer Huette auf dem Campingplatz etwas weiter zu trinken. Bei
Bottle-O kauften wir alle moeglichen Red-Bear (das war der Wodka
Dosen Mix) Geschmacksrichtungen und nach einem Stop bei McDonalds
ging es zurueck zum Campingplatz. Kaum dort angekommen, war es als
haette uns alle schlagartig die Anstrengung und die Muedigkeit
eingeholt. Zwar hielten wir eisern und bei Basketball-Spiel im
Fernsehen am Trinken fest, aber als Tim dann mit der Nachricht
hereinkam, dass wir am naechsten Tag um 8:30 Uhr aufbrechen muessten
war auch der letzte umgestimmt und wir einigten uns darauf die Party
auf ein anderes Mal zu verschieben. Im Nachhinein ganz gut so, denn
ich glaube in Whyalla haben wir nichts verpasst.
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| Voellig im Eimer nach dem Spiel in Whyalla! |
So ging es am naechsten
Tag um 8:30 Uhr wieder zurueck Richtung Port Pirie. Jennerator hat in
der Nacht doch die Couch gegen den Boden getauscht und war
dementsprechend erholt (“Fucking peace of shit couch”). In Port
Augusta wurde abermals bei McDonalds gefruehstueckt. Ich glaube, dass
ist das 2. Mal in meinem Leben, dass ich bei McDonalds gefruehstueckt
habe und das war genau 2 Mal zu viel. Ein fettiger Bagel und ein
Hash-Brown (Kartoffel-Roesti) zusammen mit Kaffee, das ist das
Sportler-Fruehstueck von Heute. Ja gut, so schlimm war es nicht, aber
fuer das Geld kann ich mir zum Fruehstueck was sehr viel leckereres
vorstellen. Wenigstens der Kaffee hat geschmeckt und hat wach
gemacht. Ich war bereit fuer das Spiel.
Auch Port Pirie war von
der Stadt her alles andere als ueberwaeltigend. Abermals nur
Industrie, mit einem etwas schoenerem Stadtkern wuerde ich sagen.
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| Jennerator! |
Aber egal, wir waren zum Basketball spielen gekommen und nicht um die
Stadt zu beurteilen. Nach unglaublichem Unwetter am Vorabend (in die
Halle in Whyalla hat es reingeregnet und ein Spieler von denen ist 2
mal ausgrutscht....von wegen Heimvorteil..) hatte es sich schoen
abgekuehlt und die Halle war angenehm frisch. Ich weiss nicht, ob es
daran lag, oder ob wir am Vorabend einfach den Rost von unseren
Knochen losgeworden sind (vielleicht waren es auch die
Wodka-Mischungen), aber das Spiel ging wie von selbst von der Hand
und es hat einfach nur Spass gemacht. Unsere Systeme haben
funktioniert und am Ende haben wir klar gewonnen. Ein super Gefuehl
und mit diesem machten wir uns ,nach einer wohltuenden und verdienten
Dusche, auf die Heimreise.
So ging ein
Basketball-Wochenende zu Ende und es wird wohl noch eine Fortsetzung
geben, denn Mitte Februar soll abermals ein Tunier in Port Pirie
stattfinden, auf das ich wohl auch mitfahren werde. Ich freue mich
drauf.
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| Starkes Finish ;-)! |
Ansonsten ist fuer die
kommenden Wochenenden/Wochen viel geplant. Dieses Wochenende ist hier
Schuetzenfest und gleichzeitig ist glaube ich auch die Santos Tour
Down Under (Fahrradrennen). Noch dazu wird vom YHA eine Tour ins HQ
(Adelaides groesste Disko) organisiert, wo wir wohl auch mitmachen
werden. In der Woche darauf werden wir zum Asa Konzert gehen (freue
ich mich mega drauf) und dann stehen Geburtstagsfeiern am Wochenende
an. Es bleibt spannend und obwohl ich mich auf die Abreise und das
bevorstehende Abenteuer in Neuseeland freue, bin ich doch im Moment
sehr zufrieden mit den Erlebnissen in Adelaide....in diesem
Sinne...stay tuned...








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