Freitag, 17. Februar 2012

Besuch von Stephan und andere Scharmuetzel!


Zaehne-putzen mit Stephan!

Die Zeit schreitet unaufhaltsam voran und mittlerweile sind es nur noch 3 ½ Wochen bis wir Adelaide verlassen werden. Irgendwie ein komisches Gefuehl, wenn ich darueber nachdenke, kommt es mir doch aus unerklaerlichen Gruenden so vor, als waere ich erst vor Kurzem angekommen. In einem anderen Moment denke ich zurueck an all die Erfahrungen und Eindruecke, die ich in den letzten 8 Monaten in Adelaide gesammelt habe und freue mich das dieses Kapitel bald ein Ende nimmt. Schliesslich soll man aufhoeren, wenn es am Schoensten ist, nicht wahr?
Die letzten Wochen waren sehr ereignisreich und anders als in vergangenen Blogposts moechte ich diesmal nicht in chronologischer Ordnung berichten. So fange ich mit einem Highlight an, naemlich dem Besuch von Stephan, einem guten Freund von mir, den ich waehrend des Studiums in Dresden kennenlernte. Dieser hat ein paar Monate nach mir das Reisen angefangen und nach ausgiebigem Asien-Auskundschaften schliesslich auch seinen Weg nach Australien gefunden. Von Darwin aus kaempfte er sich durch nach Adelaide, wo sich vor 6 Tagen unsere Wege kreuzten. Fuer mich war es der erste Besuch bzw. das erste Wiedersehen von einem guten alten Freund, seit Reisebeginn. Eine witzige Situation, wenn man sich am anderen Ende der Welt, in einer fremden Stadt quasi-zufaellig (wir hatten schon immer darueber geredet sich zu treffen, aber 100 % sicher war es nie, da An- und Abreise von uns nie feststanden) trifft. 

Zusammen fruehstuecken, hach wie in alten Zeiten!
Das Beste war allerdings, das sich nichts anders angefuehlt hat. Als waeren wir in Dresden im Hebedas einen Trinken gewesen, tauschten wir uns aus und erzaehlten von erlebten Abenteuern. Stephan reist mittlerweile mit 3 anderen Deutschen (Julia,Paula und Tino...an dieser Stelle liebe Gruesse). In zwei Autos heisst das naechste grosse Ziel der Gruppe Sydney und bis dahin soll natuerlich so viel wie moeglich auf dem Weg mitgenommen werden. Insgesamt machte das Quartett auf mich einen super Eindruck und ich bin mir sicher, dass sie auf ihrer Reise bis zum Ende Spass haben werden. Wenn man darueber nachdenkt, ist das wirklich eine super, wenn nicht sogar die beste Sache am Backpack-Reisen. Man lernt blizschnell Gleichgesinnte kennen und schwubbs hat man einen Road-Trip organisiert, den man sein Leben lang nicht vergessen wird. Wahnsinn!
Das einzig Unglueckliche an dem Besuch war, dass ich tagsueber arbeiten musste. So blieben uns nur die Abende um etwas zu unternehmen. Es wurde gekocht, Pizza und Bier im Duke genossen oder auch nur einfach zusammengesessen um sich auszutauschen. Ich fuer meinen Teil fand es grandios und habe mich sehr ueber den Besuch gefreut! Realistisch werden wir uns wohl das naechste Mal in Deutschland wiedersehen und ich bin schon gespannt, was bis dahin noch alles passieren wird.
Chillen am Brighton-Beach
Ansonsten waren wir am Wochenende vor Stephans Ankunft in Brighton gewesen um Kevan zu besuchen. Dieser hat in diesem Vorort einen harten Job, naemlich “housesitting”. Quasi haben ihn Freunde gebeten auf ihr Haus aufzupassen, waehrend sie im Urlaub sind. Die Tatsache, dass das Haus ungefaehr 2 Minuten vom Strand entfernt ist, macht den Job dann natuerlich noch etwas ungemuetlicher ;-) So war der Entschluss schnell gefasst ihn dort zu besuchen. Zusammen mit Alyssa, Charlene, Thom und Julia trafen wir uns im fruehen Nachmittag bei dem Haus, was in einer wirklich schoenen Umgebung stand. Essen stand auf dem Programm und Kevan empfahl ein Burger Restaurant kurz vor dem Strand. E-Nuf Burger sind nicht nur schweine teuer, sondern auch verdammt lecker und am Strand genossen wir bei schoenstem Sonnenschein (der erste nach Tagen bedecktem Himmels und Regen) das Fast-Food. Danach wurde das Wasser ausgetestet, was erstaunlicherweise sehr angenehm war, obwohl es wie gesagt die letzten Tage nur schlechtes Wetter war. Relaxte Sommer-Stimmung machte sich breit und nach einer knappen Stunde Sonnenbaden entschlossen wir uns wieder Richtung Haus zu gehen um den Abend bei Drinks ausklingen zu lassen. Alyssa musste sich alsbald mit ihren Eltern treffen und verliess somit die Truppe. Der Abend nahm seinen Lauf und Kevan schaffte es sich mit Charlene gute 2 ½ Flaschen Wein in 2 ½ Stunden einzubehelfen. Das war ja auch gar kein Problem, nur als es dann darum ging wie wir nach Hause kaemen bzw. wer fahren sollte ging die Streiterei los. 
Auf der Veranda des Hauses
Urspruenglich hatte Julia angeboten zu fahren, denn sie hatte waehrend der Zeit nur 1 Cider getrunken, war also wirklich nuechtern. Zunaechst schien es auch so als waeren alle einverstanden, aber als es dann darum ging was im Falle eines Unfalls geschehen wuerde, hielt es Kevan fuer eine super Idee, dass er doch fahren sollte. Schliesslich sei er versichert und im Falle eines Unfalls wuerde die Versicherung greifen. Ja ne ist klar Kevan, die Versicherung wird bestimmt ohne Einspruck bei betrunkenem Fahren zahlen. Bestimmt sogar noch drauf, weil du ja risikobewusst gefahren bist. Naja es half alles nichts, er liess sich davon nicht abbringen und schliesslich war es sein Auto. Das Beste war dann noch als Charlene ploetzlich anfing zu erzaehlen, dass wir ja in Europa nie sowas machen wuerden, also in ein Auto mit betrunkenem Fahrer steigen. Schliesslich machen wir uns in Europa Gedanken um unser Leben. Hier sei das aber anders, denn hier ginge es ja um Geld und Versicherung. Als ich ihr versuchte klarzumachen, dass mir hier mein Leben ebensoviel wert ist, wie in Deutschland und es mir ehrlich gesagt nicht ums Geld ginge, fing sie an rumzuschreien, dass ich es ja nicht verstehen wuerde. Dann wiederholte sie noch einmal genau das Gleiche und ich beliess es dabei, obwohl ich innerlich kochte, aber es half nichts. Letztlich sind wir also dann mit Kevan gefahren, der zugegeben aus meiner Sicht sicher gefahren ist. Dennoch habe ich mich sehr schlecht gefuehlt und im Nachhinein haetten wir (Julia und ich) konsequenterweise die 60 Dollar fuers Taxi bezahlen sollen. Naja es ist gut gegangen und so nahm dieser ansonsten sehr schoene Tag leider ein etwas unschoenes Ende.
Charlene!

Gestern geschah dann ein weiterer Hoehepunkt in der Geschichte Kevan-Alyssa. Ich habe noch nie etwas ueber die beiden geschrieben und es wuerde zu lange dauern um hier alle Kleinigkeiten zu erwaehnen, deswegen die Kurzfassung. Kevan und Alyssa (beide ungefaehr 26 denk ich) sind beides Mitbewohner von Julia. Sie waren ungefaehr 3 Jahre lang ein Paar und kurz bevor Julia und Charlene einzogen, haben sie sich getrennt, wohnten aber weiterhin zusammen. Naja nun bemuehte sich Kevan in letzter Zeit sehr und alle bekamen mit, dass er wieder mit ihr zusammen sein wollte. Keiner weiss so richtig, ob sie nicht auch schon mal wieder in der Zwischenzeit zusammen waren, aber wie dem auch sei. Alyssa erwiederte seine Versuche am Ende jedoch nicht und nun bekommt Kevan langsam mit, dass es nichts nuetzt egal wie sehr er sich reinhaengt. Dieses beschaeftigt ihn zur Zeit wohl sehr und er benimmt sich sehr eigenartig. Von Weinem ueber regelmaessigen Alkoholkonsum, das ganze Programm. Nun war ich gestern bei Julia und Charlene kam voellig aufgeregt auf uns zu. Kevan hatte wohl den ganzen Tag ueber sich etwas ungewoehnlich verhalten und jetzt sei er ploetzlich verschwunden. In seinem Zimmer war alles super ordentlich und auf der Bettkante war ein Brief mit Aufschrift “Lyssa”. Seine saemtlichen Schluessel, Handy und Portemonnaie (da bin ich mir nicht ganz sicher) waren auf seinem Schreibtisch. Es dauerte nicht lange und wir hatten alle denselben Gedanken im Kopf. 
Der "Housesitter" Kevan 
Doch was konnten wir tun. Es gab keinen Weg ihn zu erreichen und den Brief an Alyssa adressiert konnten wir auch nicht einfach aufmachen. Wir riefen Alyssa an und erfuhren, dass sie in ca. 1 Stunde nach Hause kommen wuerde. Es war ein scheiss Gefuehl um ehrlich zu sein, denn obwohl sich keiner so Recht vorstellen konnte, dass Kevan sich etwas antuen wuerde, war es doch nicht ausgeschlossen. Alyssa kam und leider brachte auch der Brief keinen Aufschluss darueber, wo Kevan sein koennte. Es kamen noch ein paar Freunde, die Kevan etwas besser kannten, aber auch die wussten nicht wo er war. Die Polizei anzurufen haette auch nichts gebracht, denn die wuerden auch erst nach 48 h anfangen zu suchen. So warteten wir und um das Ganze aufzuloesen, kam Kevan um ca. 23 Uhr wieder nach Hause. Was er gemacht hat, weiss ich leider nicht, aber er habe wohl zum ersten Mal seit langem den Bus genommen, was ihm ueberhaupt nicht aehnlich sieht und schon gar nicht erklaert warum er seine saemtlichen Schluessel zu Hause laesst. Naja auch dieses ist nochmal gut gegangen und ich hoffe, dass es ihm bald wieder besser geht und er nicht nochmal allen einen solchen Schrecken einjagt.
Ich denke das waren die Hoehepunkte zusammengefasst. Beim Basketball haben wir unser erstes Spiel nach der Sommerpause haushoch verloren und ich zweifele immer mehr an unserem Trainer und unseren Spielsystemen, aber das ist ja nichts Neues.
Morgen geht es zum Food & Wine Festival in einem Vorort und wenn alles klappt dann naechstes Wochenende nach Barossa Valley zur Wein-Tour. Da freue ich mich schon sehr drauf, denn guter Wein ist eines der Aushaenge-Schilder von Suedaustralien und Adelaides.
In diesem Sinne..stay tuned!


Samstag, 4. Februar 2012

Australia Day, Chinese New Year und Pub-Crawls!


Sarah und Julia beim Pub-Crawl

Lange schon wollte ich mich hinsetzen und wieder einmal einen Post verfassen und immer wieder kam entweder etwas dazwischen oder es fehlte schlicht und ergreifend der Inhalt. Wie bitte?, hoere ich jetzt einige fragen. Der Junge ist in Australien und es passiert nichts, worueber er schreiben kann? Ja es klingt komisch und glaubt mir, manchmal denke ich drueber nach, ob man nicht noch mehr aus diesen Tagen machen koennte. Dann wird mir aber schlagartig klar, dass ich zur Zeit hier ein ganz normales Stadtleben fuehre, wo ich 5 Tage die Woche zur Arbeit gehe und dann nebenher Sport mache und mich mit Freunden treffe. Bis auf die Stadt und den Fakt, dass ich hier arbeite, ist es also so ziemlich das Gleiche was ich in Deutschland gemacht habe. Gut, und das Wetter ist hier bedeutend besser, und man ist in unmittelbarer Strandnaehe, und Einiges ist doch ein wenig anders, aber ihr versteht meinen Punkt..
Einige kleine Highlights sind aber dennoch passiert in den vergangenen Wochen. Wie schon im letzten Post angedeutet, haben wir an einem Pub-Crawl teilgenommen. In alter Marnier trafen wir (Ines, Julia, Zoe und ich) uns also bei mir und der Abend wurde mit Koenigskreis (bei dem Wort kommen tausende Erinnerungen hoch) und einigen anderen Trinkspielen eingelaeutet. Mit unzaehligen Regeln stand bald das Spiel im Hintergrund und die Lachmuskeln krampften. Die letzten Red Bears wurden ausgetrunken und dann ging es zu Fuss los zu der Bar wo der Pub Crawl begonn. 
Sarah und Roland beim Pub-Crawl
Ich hatte mit so ungefaehr 10 – 20 Pub-Crawl Anhaengern gerechnet, womit ich aber weit daneben lag. Insgesamt standen wir alsbald mit ungefaehr 50 anderen Leuten in der Marble Bar, die wir somit mehr als ausfuellten. Viele Leute aus dem Hostel wurden begruesst und die ersten Biere bestellt. Witzig war dann die Situation kurz bevor wir zur naechsten Bar aufbrachen. Julia, Ines und ich steuerten zur Bar um noch schnell einen Happy Hour Wodka-Lemon abzugreifen. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube es gab 2 zum Preis fuer einen. Auf jeden Fall griff das Special nur, wenn man 2 bestellte. Ich wusste, dass wir um 20:30 Uhr zum naechsten Pub aufbrechen wollten und zu dem Zeitpunkt war es schon 20:27. Die Diskussion ging nun darum, wie viele Wodka-Lemons wir zu dritt bestellen sollten. Nun war es sehr lauf in der Marble Bar und ich versuchte Julia klar zu machen, dass wir eh nur noch 3 Minuten haben bevor es weitergeht zur naechsten Bar.
Sie hat nun aber verstanden, dass die Happy Hour nur noch 3 Minuten lang geht und meinte prompt, dass wir doch jeder 2 bestellen sollten. Muss sich ja lohnen, nech? Aus irgendeinem Grund haben Ines und Ich mitgezogen und just als wir unsere 6 Wodka-Lemons erhielten ertoente die Trillerpfeife, welche zum Aufbruch aufforderte. Ja, wegschuetten konnten wir ja unsere Getraenke auch nicht und so genossen wir letztere in weniger als 1 Minute. Das markierte dann auch den Zeitpunkt, wo es uns allen richtig gut ging. Es ging zur naechsten Bar und hier fanden dann die Aufklebpunkte ihren Hoehepunkt. Am Anfang des Abends erhielt jeder Mitzoegling ein paar leuchtende Klebepunkte, die man sich irgendwo hinkleben sollte, keine Ahnung warum. Im Laufe der Zeit fing es dann an, ein Spiel zu werden von allen moeglichen Personen die Punkte zu stehlen und bei sich selbst aufzukleben. Es hoert sich wie ein laecherliches Kinderspiel an, aber nach den Wodkas fanden wir es hoechst genial und lustig. So nahm der Abend seinen Lauf und obwohl die Bars alles andere als spekakulaer waren, hatten wir eine Menge Spass und haben es nicht einmal mehr in die letzte Bar geschafft. Zoe und Ines sind schon etwas frueher Richtung Heimat aufgebrochen und schliesslich sind dann auch Julia und ich nach Hause gegangen. Mich hat es noch zu Hungry Jacks gezogen, und obwohl dieser absolut nicht auf dem Weg lag und auch das Essen, wie immer, nicht besonders schmeckt, musste ich unbedingt noch hin..naja einige Sachen bleiben eben so wie sie immer schon waren und da es hier keinen Doener gibt, muss Hungry Jacks herhalten.
The one and only: ASA!
In der naechsten Woche sind Julia und ich dann zum Asa Konzert gegangen. Falls ihr noch nichts von dieser urspruenglich aus Nigeria kommenden und jetzt in Frankreich lebenden Kuenstlerin gehoert habt, dann unbedingt mal reinhoeren. Ich habe zum ersten Mal vor ein paar Jahren von ihr gehoert, als Joern bei facebook einen Link gepostet hat. 
An dieser Stelle nochmals vielen Dank, da ich ansonsten wahrscheinlich nie etwas von ihr gehoert haette. Mittlerweile hat sie ein 2. Album herausgebracht und ich bin echt begeistert. Im Space Theatre sollte sie in jener Woche performen und ich war sehr gespannt, ob sie mich auch live ueberzeugen wuerde. Wir machten uns also auf den Weg zum Adelaide Festival Centre, wo auch das Space Theatre zu finden ist. Wir waren noch nie auf diesem grossen Gelaende und es dauerte ein wenig bis wir schliesslich das Space Theatre gefunden hatten. Beim ersten Anblick waren wir ein wenig verdutzt, denn es war mehr eine kleine Bar mit DJ-Pult als ein Saal mit Buehne. 
Vor dem Asa Konzert!
Fuer 50 Dollar fanden wir das ganz schoen happig und da das Konzert ausverkauft war stellten wir uns schon mental auf einen ueberfuellten Raum ein, wo man nichts sehen kann. Schon bald klaerte sich jedoch das Mysterium Space Theatre auf, denn es entstand eine Schlange am anderen Ende der Bar, wo eine Treppe zum eigentlichen Space Theatre fuehrte. Hier erwartete uns eine schoene Buehne mit genuegend Platz fuer alle und wir standen etwas erhoeht auf einer kleinen Balkon artigen Terrasse. Um es kurz zu machen, das Konzert war der Hammer. Ich fand es absolut klasse und kann es nur jedem empfehlen. Alles live und es hoerte sich fast noch besser an, als auf dem aufgenommenem Album. Fasziniert war ich auch von der afrikanischen Froehlichkeit, die sie ausdrucksstark zur Schau stellte. Alles in allem, klasse!
Eine Woche spaeter war dann Australia Day, welcher dieses Jahr auf einen Donnerstag fiel. Ich hatte diesen Tag frei und versuchte vergebens eine Aktivitaet fuer diesen Tag zu finden. Julia musste leider arbeiten und auch sonst liefen meine Versuche ins Leere. So ging ich morgens ins Fitnessstudio und am Nachmittag zu der Parade, die durch die Stadt fuehrte. Immerhin soll es South Australias groesste Parade gewesen sein, aber auch dieses Attribut machte sie nicht besser. Ein paar alte Autos, jede Nation mit etwas typischen und ein paar andere Sachen, die nicht mal erwaehnenswert sind. Grosse (Love Parade aehnliche), beeindruckende Wagen: Fehlanzeige. 
Der groesste Wagen auf der Australia Day Parade!
Von der Parade ziemlich enttaeuscht sparte ich mir dann auch das anschliessende Konzert von Stan Walker (ein australischer Pop-Held) und das Feuerwerk. Obwohl also der Tag an sich sehr unspektakulaer verlieft hat er mich doch an den Australia Day vor einem Jahr erinnert. Den verbrachten wir naemlich in Canberra und hatten gerade Rob kennengelernt. Zusammen gingen wir auf das Konzert, wo ebenfalls Stan Walker auftrat (vllt einer der Gruende, warum ich mir den dieses Jahr gespart hab). Witzig, was seitdem alles passiert ist und wie sich alles entwickelt hat. 
Das Wochenende darauf war Chinese New Year. Die Chinesen feiern ja nicht Silvester zum Beginn des Jahres sondern eben Ende Januar. Dies erfuhren wir auch schon letztes Jahr, als wir in Robinvale auf der Olivenfarm gearbeitet haben. Da in Adelaide, wie in ganz Australien, sehr viele Asiaten leben, wurde Chinatown in ein kleines Festival verwandelt und eine kleine Buehne wurde fuer Kuenstler bereitgestellt. 
Chinese New Year!
Nun haben die Chinesen ein gemeinsames Problem. Die denken naemlich alle, dass sie singen koennen. Ich habe News fuer euch. Nur weil ihr beim Karaoke volle Punktzahl abraeumt heisst das noch lange nicht, dass sich das gut anhoert. Naja, es lief darauf hinaus, dass jeder 2. Auftritt auf der Buehne ein Saenger/in war und man sich das chinesische Geplerre anhoeren musste. Nun war nicht alles schlecht, aber einige Sachen waren wirklich nicht gut. Neben dem Sing-Sang wurden dann noch einige Taenze und (fuer mich das eigentlich interessante) Kampfsportarten vorgefuehrt. Bei einer solchen Kampfsport-Vorfuehrung musste ich etwas lachen. Auf der Buehne standen nur Asiaten und ein grosser, schlacksiger, europaeisch aussehender Typ mit Brille. Wenn man den Fehler im Bild suchen wuerde, haette man auf jeden Fall nicht lang gebraucht. Am Ende der Vorstellung wurden dann auch die obligatorischen Bretter kaputt gehauen.
Wegmische? ja is lecker...komm!
(Fischaugen-Effekt der Kamera;-)
Rumps und die Asiaten zerhauten die Dinger. Dann kam der Brillen-Europaert. Zuupp....daneben getreten. Nochmal....Zuuppp...daneben. Beim dritten mal hat er es dann unter Gelaechter geschafft. Eigentlich ziemlich gemein, aber es war doch etwas lustig, dass der Quoten-Europaer mit schwarzem Gurt am laengsten fuer sein Brett gebraucht hat.
Das letzte Event hat dann just vorgestern stattgefunden, wo wir (Julia, Kevan, Ines, Zoe und ich) abermals getrunken und witzige Trinkspiele (beep!) gespielt haben. Meine Wegmische (Agrum Schweppes mit Whiskey) war alles andere als trinkbar und schon gar nicht zu geniessen, aber ich bot sie trotzdem den gesamten Weg allen anderen an, die nicht drum herum kamen auch ein paar Schluecke zu nehmen. So wurden wieder ein paar Pubs besucht und abermals morgens der Hungry Jacks um ein paar Burger erleichtert. Insgesamt ein sehr lustiger Abend, der nach einer Wiederholung schreit.
Neben diesen Events geht alles seinen gewohnten Gang. Auf der Arbeit bin ich fleissig am programmieren und die Virgin App geht den final touches entgegen. Alles andere als einfach, aber ich bin froh etwas zu tun zu haben. Nasr hat sich nun auch durchgerungen nach Neuseeland zu fahren und evtl. klappt es sogar mit einem Treffen vor Ort.
Ansonsten hat jetzt wieder das Basketball-Training angefangen, nachdem wir ueber Weihnachten und im Januar Trainingspause hatten. Letzten Donnerstag habe ich mich wieder mal sehr geaergert zum Training zu gehen, denn unser Coach hat es einfach wirklich nicht drauf. 
Von links nach rechts: Roland, Julia, Kevan, Zoe und Ines!
Ich denke jeder wuerde mir zustimmen, dass es wenig Sinn macht, sich erst 15 Minuten aufzuwaermen, nur um dann 15 Minuten still zu stehen und dem Coach zuzuschauen, wie er einen shooting drill erklaert. Absolut bescheuert und das passierte ungefaehr 3 mal im Training, was dazu fuehrte, dass ich am Ende noch nicht mal mehr geschwitzt habe. Fuer mich kein gutes Training, aber was solls. Ich werde es noch bis naechsten Monat durchziehen.
In diesem Sinne, freue ich mich von euch zu hoeren. Achso ich bin jetzt auch wieder bei Skype online, also stay tuned.....