Samstag, 17. März 2012

Auckland


Erste Aktion in Auckland: Burger essen bei
Burgerfuel!
Ein neues Land. Ein neues Seeland. Man fuege die letzten beiden Saetze zusammen und schwubbs...hey wir sind in Neuseeland. Hach und den Wortwitz habe ich mir selber ausgedacht, super ne?
Gut zurueck zu dem Ernst des Lebens. Vor 3 Tagen kehrten wir nach zahlreichen Abschiedsfeiern (an dieser Stelle nochmals vielen lieben Dank fuer die ganzen Emails und Glueckwuensche!) Adelaide den Ruecken zu und wurden von Alyssas Vater zum Flughafen gefahren (auch hierfuer nochmals vielen Dank!). Es war ein wirklich komisches Gefuehl, denn so richtig konnten wir es noch nicht fassen nun tatsaechlich aufzubrechen. Einchecken im Flughafen, einen Kaffee trinken und immernoch fuehlte man sich als wuerde man am Abend wieder in sein Zimmer in Adelaide zurueckkehren. Auch als wir mit dem Flieger abhebten war bei mir das Gefuehl des Reisens noch nicht ganz angekommen. Gegen 23:00 Uhr kamen wir in Melbourne an, wo wir planten die Nacht am Flughafen zu verbringen. So schlimm hoerte es sich im Vorherein nicht an. Ein wenig am Flughafen schlafen und dann gegen 7 – 8 Uhr in den naechsten Flieger nach Auckland einsteigen. Unseren Schlafplatz hatten wir auch alsbald gefunden. Ein paar Stuehle waren zusammengereiht und als Schlafbank umfunktioniert worden. Aus den Rucksaecken und Taschen baute man sich eine Art Kissen und dann hiess es nur noch einschlafen, denn muede waren wir. 
Sky-Tower!
Alles waere auch gar nicht so ungemuetlich geworden, wenn da nicht diese scheiss Durchsage gewesen waere, die mit einem Gong lauthals ungefaehr alle 5 Minuten durchgesagt wurde. In dieser wurden alle Passagiere aufgerufen bitte keine Fluessigkeiten mit an Board zu nehmen und wenn dann nur in einer verschliessbaren Plastiktuete und nur bis 100 ml. Zusammen mit grellem Licht schlief ich in jener Nacht vielleicht insgesamt 1 – 2 Stunden und um 6 Uhr morgens hielten wir es nicht mehr aus und sind endlich aufgestanden und haben lecker bei Burger King gefruehstueckt. Es gibt nichts besseres.
Der Rest des Hinweges verlief problemlos und gegen 17 Uhr Ortszeit (3 Stunden spaeter als Adelaide) erreichten wir unser Hostel in Auckland. Etwas ausserhalb der Stadt gelegen waren wir froh endlich anzukommen, denn nach eben beschriebener Nacht waren wir voellig ausgelaugt. Das Hostel ist klasse und alle Leute sind super nett. Statt einem gebuchtem 3er Dorm haben wir sogar unser eigenes 2er Zimmer bekommen.
Nach dem Check-In und kurzem Hallo sagen ging es dann nur noch hinunter zum Burgerfuel, wo wir koestliche Burger und Pommes verspeisten. Hinunter ging es deshalb, weil Auckland super huegelig ist. Vor allem auf dem Hinweg stiess uns dies unwohl auf, denn mit guten 30 kg Gepaeck steile Berge (fuer mich Bremer sind das wahre Gebirge hier!) hochlaufen wir wirklich kein Spass.
Faehrfahrt (Spiegel hinter uns!)
Trotz alledem machte Auckland auf den ersten mueden Blick einen sehr schoenen und gemuetlichen Stadt-Eindruck.
Nach einer erholsamen Nacht und einem Kraefte Fruehstueck (eingekauft hatten wir schon am Vorabend als letzte Aktivitaet des Tages) fuehlten wir uns schon viel besser am naechsten Tag. Als erste Aktivitaet beschlossen wir eine oeffentliche Bustour mit dem Outer-Link Bus zu drehen. Jener Bus umfaehrt den aeusseren Teil von Auckland und fuer $1.80 erhielten wir einen schoenen Ueberblick. Der huegelige Eindruck wurde noch bestaerkt und nach einer kompletten Runde stiegen wir schliesslich im Zentrum direkt neben dem Sky-Tower aus. Aehnlich Sydney, besitzt auch Auckland seinen Tower auf den die Stadt unglaublich stolz ist. So stolz, dass sie daraus in den unteren 8 Stockwerken einen Casino + Hotel Komplex gemacht haben. Um es kurz zu machen war es uns die 25 Dollar nicht wert um nach oben zu fahren und alsbald verliessen wir das Gewerbezentrum Richtung Hafen. 
Super schoene Aussicht vom Gipfel in Devonport!
Der Plan sah eine Faehrfahrt nach Devonport vor, von wo aus man einen schoenen Blick auf die Stadt haben sollte. Auf dem Weg dorthin fiel vor allem auf, dass Aucklands Innenstadt sehr viel mehr hohe Gebauede (Wolkenkratzer) hat als Adelaide. Man hatte den Eindruck in einer Stadt zu sein wo was los ist. Nun liegt das wahrscheinlich daran, dass Adelaide einfach mehr eine Kleinstadt ist, deren Einwohner weit verstreut sind, aber aufgefallen ist es uns dennoch. Immerhin hat Adelaide (1.5 Millionen) mehr Einwohner als Auckland (1.2 Millionen). Gut das sei auch erwaehnt.
Aufgrund einer Segelregatta hatte unsere Faehre etwas Verspaetung (30 min.) und trotz Urlaubsstimmung, machte sich doch noch etwas die Muedigkeit vom Vortag bemerkbar. Die war jedoch bei Ablegen der Faehre verschwunden, denn der Ausblick und die frische Seeluft waren schlicht und ergreifend herrlich. Auch Devonport sollte uns nicht enttaeuschen und nach einem leckeren Kaffee bestiegen wir die einzige Sehenswuerdigkeit, einen Huegel! 
Fliegende Pilze auf dem Gipfel in Devonport!
Wir hatten unglaublich Glueck mit dem Wetter und bei schoenstem Sonnenschein und leichter Brise genossen wir schon bald den einzigartigen Ausblick ueber Auckland. Ich bin mir fast sicher, dass bei diesem Bild selbst der Sky-Tower ein wenig neidisch geworden waere, aber gut. Wir erkundeten noch ein wenig den Gipfel des Berges und machten uns danach wieder auf Richtung Faehre. Insgesamt gefiel uns Auckland zu diesem Zeitpunkt schon sehr, denn wie schon gesagt verspruehte es etwas frisches und unglaublich Nettes, Ueberhaupt haben wir bisher noch nicht einen unfreundlichen Menschen hier getroffen und alle die wir fragten halfen uns stets zu ihrem Besten. Klasse!
Am Abend verfielen wir dann noch in alte Adelaide Muster und schauten nur noch einen Film, denn der Vorabend hing doch noch etwas in den Knochen.
Heute war dann St. Patricks Day und wir beschlossen mit den anderen Hostelbewohnern in die Stadt zu gehen um den irischen Feiertag zu zelebrieren. Nachdem wir bereits frueh aufgestanden waren und in dem Museums-Park (Domain) Sport machten, brach die multikulturelle Truppe um 12 Uhr auf. Mit dem Bus ging es abermals Richtung Hafen, wo einige Live-Bands und andere Events auf uns warten sollten. Nach kurzem herumwandern und einer kleinen Street-Art Vorstellung beschloss man in einen Irish-Pub zu gehen. Schlappe 10 Dollar Eintritt und dann nochmal 9 Dollar pro Bier. Hey das guenstige Backpackerleben ist zu Ende, jetzt kommt Luxus. 
St. Patricks Day mit Courtney und Jos!
Naja nicht so ganz. In einer gruenen Party-gemeinschaft tranken wir ein paar Bierchen und schauten lustigen Iren bei ihren Volkstaenzen zu. Ich persoenlich bin ein Fan von den irischen Volksliedern und genoss deren Vorstellungen. Allerdings eignen sich halt solche Feste nicht wirklich um einander kennenzulernen, denn neben viel zu lauter Musik und nur im stehenden Gedraenge redet es sich halt nicht super leicht. So haben wir nach ungefaehr 2 Stunden beschlossen zu gehen und machten uns wieder auf den Weg Richtung Hostel um Mittag zu kochen. Gesagt, getan!
Nun war es bereits 15:30 und man war sich unschluessig, was man mit dem Rest des Tages anfangen sollte. Bei uns stand eigentlich nur noch das Museum auf der Liste, welches nur noch bis 17 Uhr aufhatte. Sollen wir noch? Lohnt sich das? Ja gut komm, wir checken das mal aus. Den Weg kannten wir ja schon von unserem morgentlichem Sport und so erreichten wir gegen 16 Uhr das Auckland Museum. Auf 3 Stockwerken kann man sich hier informieren ueber Aucklands Geschichte, die Maori-Kulturen und saemtliche Tier- bzw. Pflanzenarten.
Peace! Be Happy!
Das Museum verlangt keinen Eintritt, ruft aber jeden Besucher zu einer Spende von $10 auf, mit Ausnahme von Einwohnern Aucklands. Also nach dem Motto: “We greatly appreciate a $10 donation”. Da wir aber nur noch eine Stunde in dem Museum hatten, fuehlten wir uns bei einer $5 Spende nicht allzu schlecht, obwohl die Dame an der Rezeption doch etwas unfreundlich guckte. Im Nachhinein war die Spende dann aber doch angemessen, denn so ueberragend war das Museum wirklich nicht. Ein Erdbeben-Raum ist vielleicht noch erwaehnenswert, wo man auf Couchen einmal durchgeschuettelt wird, aber ansonsten ist es wie jedes andere Museum auch, nur vielleicht etwas groesser. Ich fand interessant, dass Auckland und der Hauptteil von Neuseeland auf aktiven Vulkanen gebaut wurde. So sitzt die Auckland Region auf 48 Vulkanen, von denen Geologen behaupten sie seien immernoch aktiv. Fuer die Maori waren die Vulkane bzw. das Vulkangestein und die Asche sogar sehr hilfreich, denn einige Pflanzen waren auf die hierin enthaltenen Naehrstoffe angewiesen. Aha!
Ich hab gewonnen!
Mit einigem neuen Wissen gingen wir so zurueck zum Hostel, in dem ich nun diesen Blogeintrag verfasse. Morgen holen wir dann unseren Campervan ab und haben vor die rund 450 km nach Cape Reinga (dem noertlichsten Punkt Neuseelands) zurueck zu legen. Etwas nervoes sind wir wegen des Campervans schon, denn die Firma hat nicht die besten Bewertungen bekommen, aber vielleicht haben wir ja Glueck und erwischen den einzig guten und zuverlaessigen Van. Ich lasse es euch alsbald wissen. Ja gut ich will nicht zu viel versprechen, denn wir haben noch keinen Internet-Stick gekauft und freies Internet ist hier ja eine Raritaet, insofern mal sehen wann ich den naechsten Blogpost schreibe. Eine Telefonnummer habe ich bislang auch noch nicht, aber bin ueber Skype auf jeden Fall zu erreichen bzw. Facebook und Konsorten.
Also drueckt uns die Daumen fuer den Campervan und wie immer stay tuned......

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