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| Hoehlen-Rafting: Wir sind bereit! |
Moin moin allerseits,
da bin ich wieder mit einem neuem Update. Und dieses Mal ist es
Action geladen. Vor 3 Tagen und damit kurz nachdem ich meinen letzten
Post hochgeladen habe, waren wir in Waitomo und warteten aufgeregt
darauf, dass unsere Hoehlen-Rafting Tour endlich losging.
Die Black Water Rafting
Company in Waitomo bietet an mit Tubes (also diese aufgeblasenen
LKW-Reifen) durch die lokalen Hoehlen zu raften und wir hatten einen
3 Stunden Trip gebucht. Zusammen mit 10 anderen Touris aus aller Welt
(diesmal waren wir sogar nur 4 Deutsche in der gesamten Gruppe!)
machten wir uns mit unserem Guide Shannon auf zur Vorbereitung.
Wetsuits wurden uebergestuelpt, was nicht sehr angenehm war, denn
schliesslich waren wir die letzte Gruppe an dem Tag und alle Anzuege
waren komplett nass von vorherigem Traeger. Kombiniert mit
authentischen weissen Gummistiefeln und modischem Hoehlen-Helm machte
man sich auf zum Idioten-Gruppenfoto bevor es in den Van und damit
Richtung Hoehlen ging.
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| Absprung ins Ungewisse! |
Dann ging es schon wieder los mit
Kennenlernspielchen. Klasse, dachte ich. Fuer einen nunmehr noch 2 ½
Stunden Trip macht es fuer mich einfach keinen Sinn allen weit und
breit zu erzaehlen woher ich komme und mich in einem Wort zu
beschreiben. Zum Glueck wurde Logan (derAuszubildene Hoehlen-Guide,
der uns begleitete) hierbei unterbrochen und wir setzten unseren Weg
ohne Kennenlernspiel fort. Puh!
Bei den Hoehlen
angekommen, schnappte sich jeder einen Schwimmreifen und dann ging es
auch schon los mit dem ersten Sprung ins Nasse. Shannon hatte uns
erzaehlt, dass in der Hoehle einige Wasserfaelle zu ueberqueren seien
und bei diesen muessten wir rueckwaerts mit einem Satz herunter
springen, da sich direkt unter dem Wasserfall grosse Steine befinden.
So uebten wir dies zunaechst von einem erhoehten Steg und jeder
musste einmal springen. Einige kostete es mehr Ueberwindung als
andere, aber alle hatten denselben Gesichtsausdruck, als sie im
Wasser landeten: Ach du Scheisse, ist das kalt. Wirklich
schweinekalt, trotz Neopren-Anzug. Um der Kaelte entgegenzuwirken,
ging es danach auf einen kleinen Bush-Walk zu der eigentlichen
Hoehle.
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| Alles top in der Hoehle! |
Logan gab sich alle Muehe die Gruppe zu bespassen und packte
einen Joke nach dem anderen aus dem Ausbilderbuch aus. Mein Gott, war
das schlecht. Julia fand es ganz gut, aber mich hat es ein wenig an
meine ASB-Erste-Hilfe Ausbilder Zeit erinnert, wo auch alle Ausbilder
dieselben Witze am Anfang gelehrt bekommen. Naja die Zeit verging und
das Wasser in unseren Neopren-Socken wurde langsam waermer.
Dann ging es endlich
los in die Hoehle. Doch schon im ersten groesseren Raum: Stop!
Kennenlernspiel! So ein Mist, die ziehen das echt durch. Die 3.
Fuehrerin ist jetzt naemlich dazugestossen und wollte uns natuerlich
kennenlernen. “Ja hi, ich bin Roland, komme aus Deutschland und
reise jetzt seit 1 ½ Jahren.”....”Ja hi, ich bin Rachel, komme
aus den USA und reise jetzt seit 1 Jahr”...ihr koennt euch
vorstellen wie es weiterging. Sehr interessant.
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| Macht ja auch Spass, nech? |
Dann ging es wirklich
los und obwohl richtig kalt war es super beeindruckend. Durch tiefe
und weniger tiefe Stroeme erkundeten wir die Hoehle, sahen
Gluehwuermer in allen Variationen und ueberquerten Wasserfaelle, die
zwar nicht so hoch wie der anfaengliche Steg, aber dafuer umgeben von
Steinen waren. Ein Nervenkitzel, den ich jedem empfehlen kann. Wenn
man etwas Negatives finden moechte, dann war es vielleicht die
Gruppengroesse, denn bei 12 Leuten musste man doch bei den Stops
etwas laenger warten (und es wurde dementsprechend kaelter) bis alle
beisamen waren.
Ansonsten war es eine absolut geniale Erfahrung, die
ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde. Abschliessend gab es
dann eine heisse Dusche zusammen mit waermender Suppe und
Butter-Bageln. Lecker. Waehrend des Abendessens unterhielt ich mich
noch mit einem Norweger, der mir anbot mich in Oslo bzw. Bergen
herumzufuehren,wenn mich der Weg mal dorthin verschlagen wuerde.
Super nett und darauf werde ich bestimmt zurueckkommen.
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| Beim Start der Wanderung (8:15 Uhr) |
Leider konnten wir
nicht lange bleiben, denn wir wollten noch am selben Tag einige
Kilometer weiterfahren zum Tongariro Nationalpark, wo wir am
naechsten Tag die Alpine Crossing auf uns nehmen wuerden. Gesagt,
getan! Und obwohl ich Anfangs etwas skeptisch war, ob wir die 160 km
noch schaffen wuerden (ich war wirklich sehr muede) war es dank
gutem, nicht so kurvig und weniger huegeligem Highway kein Problem
und wir fanden unseren Weg zum DOC-Camp direkt im Nationalpark gute 2
Stunden spaeter.
Der Campingplatz war zu unserem Erstaunen komplett
ueberfuellt und wir schafften es gerade noch uns neben einen anderen
Campervan zu quetschen. Das resultierte darin, dass der Fahrer gleich
herauskam und mich daraufhinwies, dass er ja vorne und hinten jetzt
eingekeilt waere und am Morgen nicht mehr herauskaeme. Also ich masse
mir nicht an ein besserer Fahrer zu sein als er, aber ich glaube das
jeder Trottel seinen Campervan haette ausparken koennen. Naja um
Stress aus dem Weg zu gehen versicherte ich ihm, dass wir am Morgen
vor ihm aufbrechen wuerden und damit schien er sich zufrieden zu
geben.
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| Windig war es, aber wunderschoen! |
So verbrachten wir die
Nacht in Mitten der Berge und das liess sich auch anhand der
Temperaturen bemerken. Es war die erste Nacht, die wirklich kalt war
im Campervan und auch am naechsten Morgen mit Kaffee dauerte es einen
Moment bis man wieder voellig aufgewaermt war. Wir mussten schon
relativ frueh raus, denn wir hatten uns einen Platz im Shuttle
reserviert, welches uns von einem nahegelegenen Hostel abholen
wuerde.
Es ist naemlich so, dass die Wanderung, die wir vorhatten
keine Rundwanderung ist, sondern man faengt an einem Parkplatz an und
kommt an einem 8 km entfernten Parkplatz rund 7-8 Stunden spaeter
wieder an. Nun haetten wir auch ein Shuttle vom anderen Parkplatz
buchen koennen was uns wieder zum Startparkplatz bringen wuerde, aber
es ist ein bekanntes Problem, dass vom Startparkplatz viel gestohlen
wird. Schliesslich verlaesst man sein Auto fuer mindestens 6 Stunden
und das ist natuerlich fuer Diebe ein gefundenes Fressen. So
entschlossen wir uns unseren Van bei einem Hostel zu lassen und fuer
einen Shuttle-Service zu bezahlen.
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| Kuwabanga vor dem Red Crater! |
Wir fanden den Weg zum
Hostel problemlos und gegen 8 Uhr kam dann auch das Shuttle an. Ein
Typ stieg aus und nach einem kurzem Hallo musterte er mich und sagte
mir, dass er mich mit Jeans nicht mitnehmen wuerde. “Aehh wie
bitte?”..
Ja wenn es da oben regnet und dann unter 0 Grad hat, dann
wuerde ich ein paar ernste Probleme mit einer Jeans bekommen.
Deswegen sei es grundsaetzlich so, dass sie niemanden in Jeans
mitnehmen wuerden. Alles klar, hab ich verstanden, waere halt nur
klasse gewesen, wenn mir das jemand vorher gesagt haette. So blieb
mir nichts anderes uebrig, als mir in einem auf der anderen
Strassenseite liegenden Shop eine wasserdichte Ueberziehhose fuer 10
Dollar zu leihen. Ein wenig genervt wegen diesem Aufstand stieg ich
in das Shuttle und es ging los Richtung Berg.
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| Frisch wars! |
Gute 20 Minuten spaeter
standen wir zusammen mit geschaetzten anderen 100 Touris vor dem
Startschild, was einen groben Ablauf der Wanderung schilderte, Erste
Toilette in 1 ½ Stunden, dann erst wieder eine in 5 Stunden
Wanderzeit. Alles klar, check! Und los ging es.
Am Anfang war die
Wanderung sehr human und ohne viel Aufstiege. Bis zur ersten Toilette
schafften wir es in guten 50 Minuten anstatt der ausgeschilderten 1 ½
Stunden. Das Wetter klarte auf und das brachte bei vielen Besuchern
einschliesslich uns ein Laecheln auf die Lippen. Es war bisher unklar
gewesen, wie das Wetter werden wuerde und ein paar Schauer waren
angesagt. Aber so wie es aussah, hatten wir bis auf ein paar Wolken
strahlend blauen Himmel. Klasse!
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| Emerald Lakes und Crater Lake! |
Der zweite Anstieg der
zum Red Crater herauffuehrte hatte es dann in sich. Der Anstieg war
relativ steil, aber das war nicht das Problem. Es war vor Allem der
eiskalte Wind, der mit guten 50 km/h einige fast weggepustet haette.
Aber wir kraxelten und kraxelten und oben angekommen belohnte uns der
Berg mit einer wahnsinns Aussicht. Landschaften, die ich vorher so
noch nicht gesehen habe. Der Red Crater war super beeindruckend und
die Emerald Lakes einfach nur schoen. Oben auf dem Berg waren die
Steine vereist und der Himmel war so klar, dass wir bis zum Lake
Taupo gucken konnten. Besser geht es nicht.
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| Wunderschoene Aussichten auf Lake Taupo! |
Nach den
Vulkanlandschaften und dem Crater Lake kam dann der Abstieg und der
zog sich hin. Und wie der sich hinzog. Nachdem wir 2 Stunden bergab
gelaufen sind, wuenschte man sich schon fast wieder einen Anstieg,
denn die Waden und Kniemuskulatur war durch die monotone
Beanspruchung doch relativ gereizt. Doch die Landschaften lenkten uns
von unseren Beinen ab. Schwarzes Vulkangestein wurde durch gruene
Wiesen und Baumlandschaften ersetzt und schliesslich befand man sich
in Dschungelartigem Gelaende wo man neben Fluessen entlanglief.
Unglaublich wie vielseitig diese Wanderung war. 19.4 km nach dem
Start erreichten wir das Ende der Wanderung in knapp unter 6 Stunden.
Somit blieb uns eine knappe Stunde bevor uns unser Shuttle wieder
zurueck zum Hostel bringen wuerde und diese genossen wir in der Sonne
und mit geschlossenen Augen, denn anstrengend war es dann doch.
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| Und immer gruener wurde es beim Abstieg! |
Am selben Abend fuhren
wir dann noch etwas weiter als Wanganui, wo wir die Nacht in einem
Ort verbrachten, wo um 2:30 Uhr irgendwo direkt neben uns der
Feueralarm losging. Holy Shit, hat uns dass aus unserem Schlaf
gerissen und ein wenig Angst hatten wir schon, dass wir bald von
Feuerwehr Autos umzingelt waren. Doch es ging alles gut und am
naechsten Vormittag checkten wir ins YHA Hostel in Wellington ein, in
dem ich mich jetzt befinde. Von hier aus nehmen wir morgen die Faehre
nach Picton und damit dem ersten Ort auf der Suedinsel Neuseelands.
Ich bin gespannt auf das naechste Kapitel Neuseelands und halte euch
auf dem Laufenden....stay tuned!











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