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| Norwood Food & Wine Festival |
Mit Meilenstiefeln geht
es der Abreise entgegen und nun ist es nicht mal mehr eine Woche bis
es wieder gen Flughafen und auf nach Neuseeland geht.
Ich freue mich auf das
Abenteuer und bin gespannt was Neuseeland und all die anderen
Laender, die noch bereist werden, an neuen Erfahrungen bringen. Zwar
gibt es noch Einiges zu organisieren und so ueberwiegt momentan der
Stress bzw. Aufregunsfaktor, aber das wird spaetestens am naechsten
Mittwoch vorbei sein. Ich freue mich drauf!
Wie schon aus dem Titel
dieses Posts herauszulesen, standen die letzten Wochenenden bzw.
Wochen im Zeichen des Weins. So sind wir vor 3 Wochen auf das Norwood
Food & Wine Festival gegangen. Voller Vorfreude auf tausende
Weine und Essen zum Probieren machten wir uns gegen Mittag auf den
Weg in den rund 20 Geh-Minuten entfernten Vorort Norwood. Auch Petrus
hatte wohl am Vorabend ein paar Glaeschen Wein zu viel Getrunken und
machte uns an dem Tag mit extrem schwuelen heissen Wetter nicht
wirklich eine Freude. Es war so ein Wetter, wo mann vor die Tuer geht
und der Koerper sofort sagt: Es ist zu heiss, ich schwitz jetzt!
Sauber.
Angekommen bei dem
Festival musste man, sofern man Wein verkosten wollte, sich ein Glas
kaufen, womit man die ersten 7 Dollar loswurde. Soweit so gut, denn
wir vermuteten ja, dass man Wein und Essen umsonst probieren koenne
und somit waeren die 7 Dollar ja gut investiert gewesen. Aber weit
gefehlt. Nicht so in Adelaide. Jedes Glas Wein kostete
durchschnittlich 7 Dollar und dann war das Glas natuerlich auch nur
halb gefuellt, denn man will ja vornehm trinken. So beschlossen wir
den Konsum in Grenzen zu halten, denn der Traum von einem Rausch am
helligten Tag war nach einer kurzen Kostenbilanz erloschen. So
probierten wir 2 Glaeser Wein, goennten uns noch Kaffee obendrauf und
setzten den I-Punkt mit Eis von Coles. Alles in allem, waren so
schnell 40 Dollar pro Person ausgegeben.
Dem Festival muss man
lassen, dass wirklich coole Bands gespielt haben. Ueberwiegend lokale
Musikgruppen spielten schoene Songs und so liess man sich berieseln
oder rockte mit. Besonders eine Saengerin gefiel uns, von der ich
leider den Namen vergessen habe. Ja gut, damit sei dieses wichtige
Detail auch erwaehnt.
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| Taste The Barossa Tour mit Dallas |
Ein lustiger Zufall war
auch noch, als ich ploetzlich in einen Mann hineinlief und mich
natuerlich entschuldigte ihn angepoebelt zu haben. Wer war dieser
Mann? Wer koennte es anderer sein, als mein Chef! So stand man etwas
verdutzt vor sich, unterhielt sich kurz (so in der Art :”oehh, how
are you?......”yeah good,
yourself?”.....''good...oehh.....yeah...”) und dann ging man
wieder getrennte Wege. Es stellte sich heraus, dass er genau neben
dem Festival wohnte und wohl jedes Jahr gehen wuerde.
Insgesamt hatte man das
Gefuehl, dass es bei dem Festival darum ging gesehen zu werden und
ueberhaupt liessen es die Leute gerne raushaengen wer viel Geld hatte
und wer noch viel mehr. Alles in allem war es ein schoener Ausflug
und ein schoener Tag.
Um gleich mit dem Thema
Wein weiter zu machen, ueberspringe ich das dazwischenliegende
Wochenende (wo ohnenhin nur gechillt wurde) und komme direkt zum
letzten Wochenende und damit zur langersehnten Barossa Valley Tour.
Ich lag Julia schon seit mehreren Wochen damit in den Ohren und
schliesslich war endlich ein gemeinsamer Trip mit ihrem Chef Tyson
und ihrer Mitarbeiterin Tracey organisiert. Gemeinsam buchten wir die
“Taste The Barossa” und versammelten uns am Sonntag Morgen um
09:00 Uhr vor dem Peter Pans Buero. Das Wetter war anders als bei dem
Norwood Festival uns wohlgesonnen und es waren Sonne mit angenehmen
27 Grad angesagt.
Schon bald wurden wir
von unserem Tour-Bus und unserem Guide namens Dallas abgeholt. Neben
unserem 5er Gespann war noch ein aelteres deutsches Paerchen und ein
Ami an Bord. Somit eine wirklich gemuetliche Tourgruppe.
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| Lecker Shirazzzz! |
Auf dem 45 minuetigen
Weg nach Barossa Valley stellte sich Dallas vor, schwaermte von der
Natur um Barossa und erklaerte den Tagesablauf. Auf Anhieb machte er
einen wirklich sympathischen Eindruck und als er erwaehnte, dass wir
ja heute besonders viel trinken werden und von daher einen Weg mit
geradem Strassenverlauf nach Hause nehmen wuerden waren alle
begeistert. 4 Weinkeller sollten besichtigt werden und Mittag gibt es
im 2. Weinkeller. Hoert sich gut an.
Erster Stop war jedoch
kein Weingut, sondern eine Mauer bzw. Staudamm, die aufgrund ihrer
Form besonders war. So wurden Schallwellen vom einen Ende direkt zum
anderen Ende, ohne besonderen Verlust uebertragen. Oder weniger
physikalisch: Man konnte sich ueber hunderte von metern unterhalten
ohne zu schreien. Fast schon unheimlich, wenn ploetzlich eine Stimme
aus dem Nichts sagt: “Hey how are you goin?”. Faszinierend war
es, aber eigentlich waren wir ja nun wegen des Weins auf der Tour.
Somit wurde schnell wieder zusammen gepackt und 10 Minuten spaeter
erreichten wir endlich das erste Weingut: Chateau Yaldara.
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| Lecker deutsche Wurst und Kaeseplatte! |
Urspruenglich stellte
ich mich darauf ein, dass uns der Tourbus einfach nur vor die
Weingueter fahren wuerde, wir dann 1 Stunde zeit haben Weine zu
probieren und dann geht es weiter zum naechsten Weingut. Aber ich
wurde positiv ueberrascht, denn man fuehrte uns prompt in einen
Nebenraum und wir erhielten unsere eigene Weinvorstellung. So
erklaerte uns Tammy wie jeder Wein zu schmecken habe und was die
Besonderheiten sind. Ach ja, da faellt mir gerade wieder ein Zitat
von Dallas ein, der naemlich auf der Hinfahrt noch erzaehlt hat, dass
wir an jenem Tag doch wirklich ein paar Weltklasse-Weine kosten
wuerden und das selbst wenn jemand mal schlechte Erfahrungen mit
einer bestimmten Sorte Wein gemacht haette, man heute alles nochmal
probieren sollte. Keine Ausreden, sonst faehrt der Bus nicht weiter!
Klasse dieser Mann. Ich persoenlich bin bei dem ersten Weingut auf
den Geschmack von Port gekommen. Nussig und einfach lecker war der
letzte probiert Port und waere ich in Deutschland gewesen haette ich
mir glatt eine Flasche gekauft.
Nach guten 45 Minuten hatten wir das
gesamte Sortiment durchprobiert und die Gaumen freuten sich auf mehr.
Zunaechst hielten wir jedoch noch kurz fuer einen Spaziergang durch
die schoene Kleinstadt Tanunda, wo eine Hochzeit stattfand. Hier fiel
vor allem eine Frau auf, die einen Rock/Kleid trug, der durch den
starken Wind immer mal wider hochgewirbelt wurde und somit ihre nicht
wirklich vorteilhaften Beine und einen Tanga hervorblitzen liessen.
Geil war aber eigentlich das Bild von uns, da der gesamte Tourbus
gebannt dieses Rock-Spektakel von der anderen Strassenseite begaffte.
An dieser Stelle sei auch noch kurz erwaehnt, dass sich Julia einen
Kaffee gekauft hatte, obwohl der Ami-Weinspezialist doch
ausdruecklich davor gewarnt hatte, da ja der Kaffee den Geschmack
vernebele und man wuerde ja danach nichts mehr schmecken.
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| Die eindeutig coolsten Typen auf dem Trip! |
Auf ging es zum
naechsten Weingut. Peter Lehmann war der Name des Gruenders und wie
schon erahnt, handelt es sich hierbei um einen Deutschen. Auch hier
erhielten wir wieder unsere eigene kleine Show in einem Vorraum und
kosteten uns durch die Weine. Mir gefiel vor allem der Shiraz und wir
bestellten zum Mittag noch eine Flasche Sparkling Shiraz, also eine
Art Rotwein mit Sprudel, den man kalt trinkt. Wirklich lecker, aber
auch verdammt teuer. Zum Mittag gab es dann zu unserer Verwunderung
auch deutsches Essen. Deutsche Salami, Lachsschinken, Oliven, Brot
und Dip wurden aufgetischt und alle inklusive mir wurden satt.
Zum naechsten Weingut
konnte man zu Fuss laufen und Dallas hat uns mindestens 5 mal
erklaert wie man dorthin kommt. “Also ueber die Bruecke und dann
Rechts!”....das Wort rechts hat er noch etwas lauter gesagt, so
dass man das Gefuehl hatte, dass der durchschnittliche Tourbesucher
an dieser Stelle schon so betrunken ist, dass er nicht mehr in der
Lage ist simple Richtungen zu behalten. Wir waren zu diesem Zeitpunkt
schon gut dabei und gerade nach der extra Flasche zum Mittag ging es
froehlich zum naechsten Weingut. Hier erhielten wir zwar nicht
unseren eigenen Raum, aber trotzdem fragten wir nach fast allen
Weinen um diese zu probieren. Auch hier ueberzeugte mich der Shiraz
und nach einer guten halben Stunde packte uns Dallas wieder ein und
es ging froehlich weiter zum letzten Weingut. Dieses war etwas
kleiner als die zuvor besuchten, aber aus dem Grund nicht weniger
schoen. Mit Haighs Schokolade als Zusatz genossen wir die letzten
teuren Weine fuer diesen Tag. So klang der Tag langsam aus und
nachdem auch die Schaukel draussen ausprobiert wurde machte sich die
Truppe auf den Heimweg. Der Ami, der ja schoen ueber den Kaffee und
Gaumen sich ausgelassen hat, sorgte fuer einiges Gelaechter als er
immer wieder schlafend zusammensackte und knapp davor war mit dem
Kopf an die Scheibe zu bumsen. Herrlich.
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| "Kaffee ruiniert den Gaumen!" |
Um ca. 18 Uhr kamen wir
so zurueck nach Adelaide und da wir doch etwas kaputt waren,
schmissen wir den urspruenglichen Plan mit zu Tracey zu gehen ueber
den Haufen und gingen nach Hause.
So ganz unbeschadet
liess mich der Tag dann aber doch nicht davonkommen, denn schon auf
dem Heimweg hatte ich unglaubliche Kopfschmerzen. Diese resultierten
dann so gegen 2:00 Uhr nachts darin dass ich aufwachte und erst nach
Einnehmen einer Tablette wieder einschlafen konnte. Selbst am
naechsten Tag wurde ich stetig an den Vortag durch ein leises
Haemmern in meinem Kopf erinnert. Wer also meint, dass qualitativ
gutwertiger Wein keine Kopfschmerzen bereitet, dem sei hiermit auf
die Spruenge geholfen. Wie dem auch sei, es hat sich gelohnt!
Das naechste was ich
hier noch kurz erzaehlen moechte, war der vorgestrige Besuch von SOAP
– The Show auf dem Fringe Festival. Wie schon berichtet ist
momentan in Adelaide das sogenannte Fringe Festival und quasi jeden
Tag werden auf einer Art Rummel (Garden of unearthly Delights) Shows
angeboten. Da gibt es Comedy, Artistic oder auch Musik-Shows. Wir
entschlossen uns fuer eine Kombination und sind schliesslich auf Soap
gestossen. Eine neuartige Tanz-Akrobatik Show, die lustig sein
sollte. Fuer 50 Dollar kein Schnaeppchen, aber man goennt sich ja
sonst nichts.
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| Bei dem letzten Weingut! |
So gingen Julia und ich
vorgestern zum ersten mal in den Garden of Unearthly Delights, wo um
22 Uhr die Show stattfand. Wirklich cool fanden wir die Athmosphaere,
die wie schon gesagt an einen kleinen Rummel mit vielen Lichtern und
Zirkuszelten erinnerte. Nachdem wir uns mit Pommes und Kaeffchen
gestaerkt haben, gingen wir Richtung Show-Zelt und obwohl es noch 40
Minuten vor Showbeginn war, sahen wir eine ziemlich lange Schlange.
Im Nachhinein war die Entscheidung sich direkt anzustellen die einzig
richtige, denn so erwischten wir noch ein paar der besseren
Sitzplaetze direkt vor der Buehne. Die Show kann ich hier nicht in
allen Einzelheiten beschreiben und will ich auch gar nicht, aber das
Gefuehl als wir rauskamen war einfach 100%. Eine solch gute und
neuartige Show mit so vielen Elementen (Opernsaengerin im neuen Stil,
Ballet, Jongleure, Akrobatik, Comedy) war einfach klasse und wir
waren hin und weg. Wenn die durch die Welt touren und nach
Deutschland kommen sollten, dann unbedingt hingehen. Lohnt sich
wirklich.
Das bringt mich schon
die Gegenwart und die spielt sich momentan in meiner Firma ab. Hier
sitze ich gerade und warte bis sich die Gemeinschaft auf die
Streetparty aufmacht, die sich vor der Tuer der Firma abspielt. Mein
Chef hat Bier gekauft und heute morgen in einer E-mail alle dazu
aufgerufen mit zu feiern. Schnell wurde dadurch mein urspruenglicher
Plan ins Fitnessstudio zu gehen ueber den Haufen geschmissen und ich
freue mich jetzt auf ein kuehles Blondes.
Heute Abend geht es
dann noch mit meiner neuen Mitbewohnerin ShieShie und ein paar
anderen Leuten weg. Wohin wissen wir noch nicht, aber es wird gut,
das steht fest!
In dem Sinne, gibt es
hoechstwahrscheinlich das naechste Mal schon Neuigkeiten aus
Neuseeland.....stay tuned!







Also wirklich guter Wein sollte eigentlich wirklich keinen Kopfschmerz verursachen, da dies eja bekanntlich durch Fuselalkohoel im Getränk hervorgerufen werden..
AntwortenLöschenAllerdings sollte man auch immer das Maaß halten :-)
Ein bisschen neidisch bin ich übrigens auf deinen Urlaub - ich wollte da auch schon immer mal hin nach neusseland :-(