Samstag, 24. März 2012

That's hot!


Ein Morgen mit Sonnenschein, wie schoen!

Und schon wieder sind ein paar Tage vergangen und schon wieder ist so viel passiert, was ich nicht vergessen moechte und somit niederschreibe.
Wie schon im Abschluss des letzten Blogposts erwaehnt war es wunderschoen vor 3 Tagen einmal mit Sonnenschein und nur teil bedecktem Himmel geweckt zu werden. Urpsruenglich als ueberflutete Wiesen angedacht entpuppte sich unser Schlafplatz als nicht ueberflutete Wiese neben dem Meer. Der Sturm der Nacht hatte sich verzogen und wir genossen einen leckeren Kaffee in der Morgensonne. Dann ging es weiter Richtung Hahei, einem kleinen Ort im Norden der Coromandel, den wir als Ziel fuer diesen Tag auserkoren hatten. Bis dorthin waren es nur noch 75 km und wir beschlossen mit dem Fruehstueck bis zu unserer Ankunft zu warten. Gesagt, getan und nach ungefaehr 1 Stunde erreichten wir Hahei.
Auf dem Weg zum Cathedral Cove
Wir hatten uns schon vorher fuer ein Hostel entschieden und waren nicht schlecht erstaunt, als dieses ploetzlich keine Betten mehr frei hatte. 150 Dollar fuer das einzig freie Doppelzimmer mit En-Suite waren uns zu teuer und so entschieden wir uns fuer den nahegelegenen Campingplatz. 20 Dollar pro Nase inklusive Strom war zwar kein Schnaeppchen, aber wir wollten endlich mal wieder duschen, mussten Waesche waschen und das war es uns wert.
Nach einem ausgiebigen Fruehstueck und wohltuender Dusche machten wir uns dann auf den Weg zur Cathedral Cove, einem riesigen Felstunnel (urspruenglich eine Hoehle, die sich dann durch den Felsen gefressen hat) der zumindestens auf Bildern sehr beeindruckend aussah. Dieser war nur 5 km mit dem Auto entfernt und bei schoenstem Sonnenschein fanden wir uns alsbald mit Strandtuch und Badesachen bewaffnet auf einem Wanderweg Richtung Cathedral Cove wieder. Einfach nur schoen, durch die Natur zu wandern und dann mit einem paradiesischen Strand belohnt zu werden. 
Eine Dschungel-Strand Dusche
Insgesamt faellt auf, dass im Gegensatz zu Australien hier alles sehr viel gruener ist. So hat man meist neben Straenden noch sehr schoene Waldlandschaften und zusammen mit der huegeligen Vegetation fuehlt es sich fuer mich wahrhaftig paradiesisch an. Wir verbrachten einige Zeit am Strand, ich nahm noch eine Dusche, die durch einen kleinen Wasserfall moeglich war und dann machten wir uns wieder auf den Rueckweg zum Campingplatz, wo ich am Abend meinen letzten Blogpost verfasste. Insgesamt ging so der erste schoen sonnige Tag zu Ende.
Am naechsten Morgen rafften wir uns auf zu etwas Fruehsport. Obwohl absolut nicht in der Stimmung zogen wir es durch und joggten ein paar von den Autositz-Sport Kalorien ab. Der Himmel bezog sich schon wieder bedrohlich und beim Fruehstueck am Strand bekamen wir schon wieder die ersten Tropfen ab. Dennoch hielten wir an unserem Plan fest dem Hot Water Beach ganz in der Naehe einen Besuch abzustatten. An jenem gibt es bedingt durch die vulkanische Aktivitaet heisse unterirdische Quellen, die dazu fuehren, dass bei Ebbe eine Horde von Touristen am Strand Loecher buddelt, welche sich dann mit heissem Wasser fuellen. So auch wir. Und diesmal hatten wir wieder Glueck mit dem Wetter. Der Himmel zog auf und mitsamt des geliehenen Spatens bahnten wir uns in Kriegermarnier unseren Weg zum Strand.
Cathedral Cove
Obwohl noch etwas zu frueh (wie schon gesagt kann man das Phaenomen heisse Quellen nur bei Ebbe erfahren) fingen bereits geschaetzte 20 anderen Buddeler an zu buddeln. Einige hatten es sich sogar schon bequem gemacht und genossen das heisse Wasser. Es war wirklich unglaublich heiss und an manchen Stellen im Watt kam Dampf aus blubbernden Wasser, wo regelmaessig ein Touri (inklusive uns) mit einem lauten “Ahh uhhh ist das heiss” vor bei tapste. Wir fingen also an zu buddeln, was mich sehr an die jaehrlichen Osterausfluege an die Nordsee mit meiner Familie erinnerte. Die ersten 3 Burgen die ich baute, wurden stetig von Flutwellen mit kaltem Wasser aufgefuellt und somit zerstoert. Aber schliesslich gelang es mir dann doch noch eine schoene Badewanne mit heissem Wasser zu zaubern, in der wir dann noch ungefaehr 1 Stunde verweilten und allen anderen beim buddeln zuschauten. Herrlich, direkt neben der See im heissen Wasser zu liegen.
Einer der ersten 3 Versuche am Hot Water Beach
Im fruehen Nachmittag brachen wir auf in Richtung unseres naechsten Ziels, Rotorua. Dieser zentrale Ort ist vor allem wegen seiner thermischen Quellen bzw. Aktivitaeten bekannt. Viele Leute kommen dorthin um sich wegen Athritis behandeln zu lassen, denn der heisse Schlamm ist besonders gut gegen chronische Schmerzen. Auch bekannt ist er fuer seine maorischen Wurzeln (wie natuerlich jeder Ort in Neuseeland), die man hier in einigen Doerfern besichtigen kann.
Nach langer Fahrt (die Strecken sehen auf der Karte immer mickrig aus, aber mit unserem Camper und den ganzen Bergen dauern 150 km dann gerne auch mal 2 ½ Stunden) kamen wir schliesslich auch hier an und fanden schnell einen Schlafplatz auf dem Parkplatz neben dem Kauri-Park (glaube der hiess anders, aber erinnere ich jetzt nicht mehr, so in der Art jedenfalls). 
Und geschafft: Badewanne/Burg am Hot Water Beach
Der urspruengliche Plan abends ins Kino zu gehen, war leider durch eine ausverkaufte Vorstellung ins Wasser gefallen und so ging es frueh nach einer Dominos Pizza ins Bett.
Am naechsten Morgen wurden wir von unglaublich viel Laerm und Autogeraeuschen geweckt. Durften wir hier doch nicht uebernachten? Klopft gleich jemand und fragt nach unserer Erlaubnis hier parken zu duerfen? So ging es um ungefaehr 6 – 7 Uhr durch unsere Koepfe. In Wirklichkeit war es ein sehr viel besseres Ereignis, was neben dem Park stattfand. Es war Samstag und jeden Samstag ist im Kauri Park Markt. Alle bauten Staende auf und Leute ringten um Parkplaetze. So begann dieser Tag fuer uns mit einem Spaziergang und frischen Fruechten vom Markt. Dann erstmal fruehstuecken nach der ganzen morgentlichen Unruhe. Waehrend des Fruehstuecks konnten wir schon den ganzen Qualm und den Geruch von den thermischen Quellen innerhalb des Parks bemerken. 
Heisse Quellen im Kauri Park!
Wir entschieden uns diese zu erkundschaften und waren nicht schlecht erstaunt. Ueberall blubberte es aus Schlammloechern, oder es dampfte und qualmte aus Seen bzw. Steinen. Echt klasse und bis auf den abartigen Schwefelgeruch ein super Erlebnis.
Am Vormittag sind wir dann zum Thermal Village gefahren. Fuer 30 Dollar Eintritt kann man hier ein Maori Dorf besichtigen, inklusiver Fuehrung und “Cultural Experience”. Da wir leider die erste Tour um ein paar Minuetchen verpasst hatten gingen wir zunaechst auf eigene Faust durch das Dorf. Ich fand es schon beeindruckend, aber muss auch sagen, dass es ein wenig so auf Touri-Dorf gemacht worden ist. Also man verliert halt ein wenig den Eindruck von einem traditionellen Dorf, wenn ueberall Satelliten Schuesseln und Autos vor den Haeusern stehen. Was ich erwartet hatte? Keine Ahnung. Es war auch wirklich eine super schoene Erfahrung und auch die Fuehrung und die Darstellung der Taenze und Lieder waren interessant und beeindruckend, aber man hatte doch die ganze Zeit das Gefuehl, dass alle eine kleine Show auflegen wuerden fuer die Touris (hallo haben immer alle Dorfeinwohner auf Maori gesagt (Kia ora) und danach auf Englisch miteinander gesprochen). 
Thermal Village in Rotorua
Naja, wie schon gesagt, die Erfahrung war es alle mal wert. Wir sahen den Pohuto-Geysir, der nun oefter als jemals zuvor spuckt, und zahlreiche heisse Quellen, die von den Maori in unzaehligen Arten und Weisen (Baden, Kochen, etc.) genutzt werden. Fazit: Definitiv einen Besuch wert.
Das beschreibt dann auch die letzte Aktivitaet von gestern, denn den Rest des Tages verbrachten wir damit nach Waitomo zu fahren, wo wir uns derzeit befinden. Urpsruenglich wollten wir heute Morgen auf eine Hoehlentour gehen, aber die war leider ausverkauft und wir mussten sie auf heute Nachmittag 15 Uhr verschieben. 
Maori Krieger beim Kriegstanz in Rotorua
Die wird aber auch richtig cool. Mit riesigen Luftreifen und Neopren-Anzuegen sollen wir 3 Stunden lang durch die Glowworm-Cave heizen und dann Wasserfaelle herunterspringen. Auf Bildern und in Reviews sieht das Ganze klasse aus und ich bin sehr gespannt was uns erwartet. Danach geht es morgen zum Torangiro Nationalpark, wo wir die bekannte Herr der Ringe Alpine Crossing auf uns nehmen werden. Danach geht es nur noch nach Wellington und in 4 Tagen geht schon unsere Faehre auf die Suedinsel von Neuseeland. Hach wie die Zeit verfliegt.....stay tuned!

1 Kommentar:

  1. Danke für die ausführlichen Berichte ! War echt eine Super-Idee diese Reise zu machen, ich glaube da nimmst du ne Menge fürs Leben mit !

    Auch weiterhin viel Spaß !
    Wie lange geht die Reise eigentlich noch ?

    Halte die Ohren steif !

    Gruß aus München,
    Boris

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