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| Lecker Lollies fuer alle! |
Nachdem ich erst vor
wenigen Minuten meinen letzten Blog hochgeladen habe, mache ich mich
gleich daran den naechsten zu verfassen. “Sag mal hat der nichts
Besseres zu tun” werden sich jetzt einige fragen. Um ganz ehrlich
zu sein, im Moment gerade nicht. Unser Flieger nach Los Angeles geht
um 10 Uhr Abends und bis dahin sind es noch geschlagene 10 Stunden,
die wir in Nadi verbringen werden. Unsere Waesche haben wir gerade
angeschmissen und in einer Stunde wollen wir nochmal mit dem Bus in
die Stadt fahren um billig Mittag zu essen und Wasser zu kaufen.
Aber zurueck zu den
vergangenen Tagen auf den Yasawa Inseln. Als ich den letzten Post
geschrieben habe, sind wir gerade auf Waya im Octopus Resort
angekommen. Wie schon berichtet hat man sich nach Kuata wie ein
verwoehntes Kind gefuehlt. Fruehstuecks-Buffet vom Feinsten,
Mittagsmenue a la carte und zum Abendessen ein 3 Gaenge Menue. Das
Ganze liess sich zwar auch was kosten, aber wir sind ja im Urlaub. Am
ersten Tag haben wir gar nicht viel unternommen. Ein wenig spazieren
gehen am Strand und dann ging es schon zum Abendessen. An einem Tisch
mit 6 anderen Personen unterhielt man sich mit dem ueblichen
Small-Talk, wobei ein ueberdurchschnittlich ruendlicher Typ mit
Goldkette auffiel, der absolut alles ueber Fiji und die Yasawas zu
wissen schien.
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| Und schwubbs wird aus einer Plane ein Segel... |
Besserwisserisch mischte er sich in alles ein und mir
war er prompt unsympathisch. Dann kam das Thema “Andere Resorts”
auf und im Speziellen verglichen einige den “Blue Lagoon Resort”
(wo wir spaeter noch 2 Naechte bebucht hatten) und eben den “Octopus
Resort”. Da wurde der Ruendliche ploetzlich ganz still und alle am
Tisch meinten fast schon gezwungenermassen ”Ja ne, also das Octopus
finde ich schon schoener....jaja finde ich auch.....hm genau”.
Etwas komisch fand ich das schon, aber ich habe mir nichts dabei
gedacht. Erst spaeter erzaehlte man uns, dass der Ruendliche der
Besitzer des Octopus Resorts sei. Ja gut dann hat das auch Sinn
gemacht und wir freuten uns, dass wir nicht zu sehr ueber das Octopus
hergezogen haben ;-)
Am naechsten Morgen
haben wir uns fuer eine Aktivitaet eingetragen und sind mit einem
Local zu seinem Dorf marschiert. Ueber einen kleinen Huegel ging es
ans andere Ende der Insel, wo die Einheimischen leben. Ein kleines
bisschen sah man den westlichen Einfluss schon, denn ueberall hingen
Satelliten-Schuesseln, aber ansonsten war es so aehnlich wie wir es
schon aus Nadi kannten. Wellblechhuetten mit und ohne Tueren reihten
sich aneinander und ueberall empfing man uns mit lauten “Bula”
Schreien.
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| Farm des Bay Of Plenty Resorts |
Auf ging es in Richtung Kindergarten, wo ganz viele kleine
Fijianer zusammen mit ihrem Lehrer uns was vorsangen und tanzten.
Wirklich nett mit anzusehen wie sich die Kinder gefreut haben. Als
dann auch noch einer von uns Lollys verteilte, flippten sie voellig
aus. Alle rannten umher und waren voellig aus dem Haeuschen. Geil,
war auch, dass die Lollys so verklebt waren, dass die Kinder sie
nicht allein aufbekamen und schliesslich zu mir und Julia kamen und
uns baten sie aufzumachen. Wirklich eine schoene Erfahrung, auch wenn
fuer Touris aufgesetzt. Danach ging es noch am lokalen “Markt”
vorbei, der in der Zwischenzeit aufgebaut worden ist. Bargeldlos
stellte sich fuer uns gar nicht erst die Frage, ob wir etwas kaufen
sollten, aber auch sonst haetten wir wahrscheinlich nichts gekauft.
Einige Ketten sahen ganz nett aus, aber ansonsten waren es ungefaehr
15 Staende an denen es immer dasselbe gab.
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| Bay Of Plenty |
Unglaublich warum keiner
auf die Idee kommt mal etwas anderes zu machen. Aber auch das kannten
wir ja schon aus Sued-Ost-Asien. Unser Guide hatte sich
waehrenddessen auch aus dem Staub gemacht und so machten wir uns auf
eigene Faust auf den Heimweg. Eine schoene Erfahrung.
Den Rest des Tages
machten wir dann das, wofuer wir gekommen waren. Bei bewoelktem
Himmel lagen wir am Pool, schwammen ein paar Runden, lasen und
machten ein wenig Sport. Zwischendrin die leckeren Mahlzeiten.
Lecker.
Nach dem Abendessen war
dann als Aktivitaet “Quiz-Night” angesagt. Jeder Tisch bildete
ein Team und dann wurde aehnlich wie in Pub-Quizen in Runden Fragen
beantwortet. Das war ja auch alles sehr nett und lustig. Aber es kam
wie es kommen musste und dann ging es los mit den “Tanz-Wettbewerben”
und “Talent-Shows”.
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| Blue Lagoon Resort Beach |
Aus jeder Gruppe (unsere Gruppe benannten wir
aus irgendeinem Grund die “Wicked Eels”) sollten die Jungs tanzen
und wurden dann von dem Publikum bewertet. Der beste Tisch bekommt
Extra-Punkte. Na super, so was liebe ich ja. Unsere Gruppe dachte wir
trumpfen mit einem romantischen Tanz. Schoen schwul ueber die Buehne
im langsamen Walzer, Mann an Mann...bitter, ganz bitter. Resultat:
nicht gewonnen, wer haette das gedacht?
Spaeter dann
Talent-Show: Jedes Team sollte ein Talent vorstellen. Hae? Was soll
der Mist denn? Wir waren als letztes Team dran und so sahen wir alle
anderen Teams vor uns performen. “The disappearing New Zealanders”
(die Leute rannten von der Buehne)....Ball hochhalten.....Radschlag
und Salto....mann mann mann. Dann kamen wir. Wir hatten einen
Kindergarten-Magic Trick. Nur mit unseren Zeigefingern wuerden wir
einen aus der Jury hochheben. Ja gut, geklappt hat es. Aber
ueberzeugt hat es keinen. Alles Banausen, ich fand es gut. Insgesamt
war es ein witziger Abend, aber ich haette auch ohne die ganzen
Scharaden und Mitmachspiele eine gute Zeit gehabt.
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| Schoene Aussicht vom Huegel (Blue Lagoon) |
Am naechsten Tag und
bei Regen verliessen wir dann Waya und machten uns auf zum naechsten
Inselresort, naemlich der Bay Of Plenty. Was sich vom Namen her
vielversprechend anhoerte, sollte uns bald ueberraschen. Von der
grossen gelben Faehre wurden wir von einem kleineren Boot abgeholt
und wir waren wohl die Einzigen die nach Bay of Plenty fuhren, denn
wir waren die Einzigen im Boot. Moses und Joe (unsere Abholer,
ungefaehr 17 und 15 wuerde ich schaetzen) erzaehlten uns brav, wie
welcher Strand auf dem Weg hiess und schliesslich fuhren wir dann auf
die strandlose Bucht namens Bay Of Plenty zu. Dann ging ploetzlich
der Motor aus und wir blickten in ratlose Gesichter. Gute 300 Meter
vor dem Strand ist uns der Sprit ausgegangen. Doch Moses wusste Rat
und eine loechrige Plane sollte als Segel umfunktioniert werden.
Geil, es ging ungefaehr gar nicht voran. Ungefaehre 5 Minuten spaeter
machte Moses dann den Entschluss ins Wasser zu springen und zu
schieben.
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| Julia mit unseren 2 treuen Gefaehrten |
Das von uns einige Meter tief angedachte Wasser war in
Wirklichkeit nur ungefaehr knietief. Sauber Moses, das haettest du ja
auch schon vor der Segelaktion mal anmerken koennen. So dauerte es
keine 2 Minuten und wir waren am Strand von wo es nur noch einige
Minuten bis zum Empfangshaeuschen war. Dieses bestand aus einem Dach
und einigen Vorhaengen, die von dem starken Wind umhergepustet
wurden. Wir wurden von dem Manager willkommen geheissen und erfuhren
dass wir neben 2 Schwedinnen die einzigen Gaeste seien. Das zweite
was er ansprach waren die Transportkosten. Aufgrund eines kleinen
Missverstaendnisses konnten wir am naechsten Tag nicht mit unserem
“Bula Pass” und dem grossen gelben Schiff zu unserem naechsten
Ort fahren, sondern mussten selbst den Transport organisieren. Auf
dem gelben Schiff rief man deshalb bei der Bay Of Plenty Lodge an und
man versicherte uns, dass der Transport $10 (ungefaehr 4.50 Euro)
kosten wuerde. Ja gut, das geht ja dachten wir uns.
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| Gipfelwanderung |
Der Manager
erzaehlte aber nun eine andere Geschichte. Die $10 seien fuer die
Abholung von dem gelben Schiff (alle anderen Unterkuenfte machen dies
fuer umsonst und mit genuegend Sprit), um zu der naechsten Insel zu
kommen wuerde es nochmals $30 pro Person kosten. So ein Scheiss, und
wieder fuehlte man sich an Thailand erinnert, denn der Manager machte
doch einen zwielichtigen Eindruck und versicherte uns tausend mal,
dass ja ein Wassertaxi $40 pro Person kosten wuerde. Wir sagten
zunaechst grummlig zu, denn uns blieb ja nichts anderes uebrig. Nach
dem Essen (was wirklich lecker war) ging es dann zu unserer kleinen
Huette, welche auch wirklich sauber war und von wo man (bei gutem
Wetter und nicht bei Regen wie bei uns) einen super Blick hatte. Zu
unserem Glueck hatten wir sogar Handy Empfang und riefen kurzerhand
den naechsten Resort an.
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| Einer der zahlreichen Straende! |
Dieser berichtete uns, dass ein Wassertaxi
$20 pro Person kosten wuerde. Der Manager hatte uns also wie wir
schon vermuteteten angelogen. Echt bescheuert, dass man niemanden
vertrauen kann in diesem Land. Kurzerhand und nach einem kurzen
Gespraech mit dem Manager buchten wir das Wassertaxi und gingen auf
eine kleine, mueckenreiche Safari zu der lokalen Farm. Bananenbaeume,
Papayas, Schweine und Kuehe wurden gesehen. Cool und mal was anderes
als nur Strandurlaub.
Am Abend gab es dann
abermals leckerstes Fiji-Essen (vor Allem die Roti waren wirklich
lecker) und der Manager gesellte sich nach einiger Zeit mit zu uns an
den Tisch. Dann wurde das Ganze sehr interessant. Offensichtlich
hatte der Manager ziemlich viel aufgestaute Wut in sich, die er
einfach mal entladen musste.
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| In der Limestone-Hoehle |
Die australischen Firmen machen alles
kaputt und er koenne nicht verstehen, warum auslaendische Firmen
immer alles wissen muessten (wenn er mit jemanden auf Fiji reden
wuerde, dann wuerden sie ihn fragen was er gerade gesagt habe etc.).
Zwar kann ich das alles nachvollziehen, aber er hat sich doch oft
wiedersprochen. Ganz schlimm wurde es dann als er anfing zu
erzaehlen, dass ja die Fiji-Leute frueher Kanibalen waren und auch
heute noch den Geschmack von Menschenblut auf dem Gaumen schmeckten.
Die australischen Manager sollten sich vorsehen, denn sonst wuerden
sie zerstoert und gegessen werden. Vor einigen Jahren seien wohl auch
schon einige Resorts von Locals niedergebrannt worden sein und
einigen Managers seien 12 Stunden Deadlines gegeben worden (wirklich
12 Stunden Deadlines, denn wernn sie bis dahin nicht die Insel
verlassen haetten, seien sie tot!). Mit solchen Gute-Nacht
Geschichten verabschiedeten wir uns alsbald und machten uns, zum
Glueck mit Taschenlampe bewaffnet, auf zu unserem stockfinsteren
Huegel.
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| Unsere "Gelbe Faehre" |
Wir ueberlebten die
Nacht und am naechsten Morgen ging es nach einer Umarmung mit dem
warmherzigen Manager (“It's so cold, I need a hug”) ins
Wassertaxi und bei absolutem Dreckswetter zur naechsten Insel. Der
schon erwaehnte Blue Lagoon Resort war unser auserkorenes Ziel und
sollte uns ebenso gut gefallen, wie der Octopus Resort. Der Strand
war ein absoluter Traum.
Waehrend die Straende der anderen Resorts
nicht so sehr zum schwimmen einluden, konnte man sich hier wirklich
austoben. Tuerkises Wasser, farbenfrohe Korallenriffe, ideales
Schnorchelterrain. Um diesen Aufenthalt und damit die letzten 2 Tage
abzukuerzen hier nur die wichtigsten Fakten. Essen wiedermal lecker,
Gipfel-Laufen war super rutschig und man sollte es NICHT mit Flip
Flops machen (so wie wir), Schnorcheln war ein Traum, Kirchenbesuch
war so lala und eher wieder Touri-Abzocke (die Kollekte war der
eigentliche Grund warum wir dort waren). Am letzten Tag, kurz vor
unserer Abfahrt zurueck nach Nadi sind wir noch die Limestone-Hoehlen
besichtigen gefahren. Wegen des Windes sind alle, und vor allem ich,
unglaublich nass auf der Fahrt geworden. Das eigentliche Adventure
war dann von der einen Hoehle in die andere hinein zu tauchen.
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| Manta-Rochen in Suva |
Dies
ging nur durch den Unterwasser-Weg denn dieser war der einzige
Eingang zur stockfinsteren Hoehle. Eine coole Erfahrung, 5 Sekunden
Luft anhalten und von einer Hoehle zur naechsten zu tauchen.
Arschkalt war es noch dazu. Das sollte unser Insel-Hopping Abenteuer
abrunden und am selben Tag checkten wir ins altbekannte Hostel in
Nadi (Newtown) ein.
Altbekannt war es
jedoch nur teilweise, denn es schien als waere die Belegschaft
komplett durchgewechselt worden. Die Frau an der Rezeption war super
kompetent und riet uns fuer unseren Trip nach Suva (Hauptstadt) zum
Bus. Bei unserem letzten Aufenthalt sagte man uns noch das Taxi die
einzige Transportmoeglichkeit sei. Naja wie dem auch sei.
Am naechsten Morgen
ging es nach dem 2 Toast Fruehstueck mit dem lokalen Bus zum
Busbahnhof, wo wir prompt in den naechsten Bus stiegen in Richtung
Suva. Die indische Firma schien den einzig modernen Bus zu operieren
und wir hatten sogar eine Fahrt inklusive “Lord of the Rings”
Film auf einem Mini-Fernseher. Eines was hier jedoch alle Leute etwas
ueberstuerzen ist die Temperatur in Autos oder Bussen.
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| Regierungsgebaeude in Suva! |
Was ich schon
aus Brasilien und einigen Fluegen kannte wurde bei der Busfahrt noch
getoppt. Draussen schwule 30 Grad, drinnen eiskalte 10 Grad. Einfach
nur krass und keiner kann mir erzaehlen, dass er das angenehm findet.
Anyways, quer durch die Insel fuhren wir ans andere Ende von der
Hauptinsel Fijis. In Suva angekommen hatte man schon eher das Gefuehl
in einer “Stadt” zu sein. Die Militaer-Regierung sitzt in Suva
und man hat das Gefuehl das eine Menge Geld in die Stadt gepumpt
wird. Neue Einkaufszentren wohin das Auge reicht... Zwischendrin
immer wieder einige lokale Staende mit Souvenirs und dann natuerlich
Fisch. Ganz viel Fisch ueberall. Sogar Manta-Rochen wurden hier als
Delikatesse verkauft. Wirklich krass und abermals etwas was ich noch
nicht vorher gesehen habe. Ansonsten war unser Aufenthalt relativ
unspektakulaer. Wir assen richtig billig (umgerechnet 3 Euro fuer
eine richtig grosse Portion Chicke-Curry) und abends gingen wir
nochmals ins Kino (1.50 Euro Eintritt), bevor wir im South Seas
Private Hotel (ein schaebbiges Hostel, wo alles nach Nass/Schimmel
roch) die Nacht verbrachten.
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| Lecker Curry fuer 2.50 Euro! |
Am naechsten Morgen
ging es nochmals in die Stadt zum Souvenir kaufen und Karten
schreiben. Nochmals deckten wir uns mit Kokosnussbrot und lokalen
Koestlichkeiten ein bevor es wieder zurueck nach Nadi mit dem
eiskalten Bus ging. Und schwubbs befinden wir uns beim heutigen Tag.
In 7 Stunden steigen wir in den Flieger nach Los Angeles, wo wir dank
der Zeitverschiebung vor ungefaehr 2 Stunden ankommen werden. Spencer
und Phil kommen am selben Tag an und werden wohl die ersten 1 ½
Wochen mit uns in Kalifornien herumreisen. It is going to be
awesome....stay tuned!






















































