Samstag, 28. April 2012

Fiji Vol. 2


Lecker Lollies fuer alle!

Nachdem ich erst vor wenigen Minuten meinen letzten Blog hochgeladen habe, mache ich mich gleich daran den naechsten zu verfassen. “Sag mal hat der nichts Besseres zu tun” werden sich jetzt einige fragen. Um ganz ehrlich zu sein, im Moment gerade nicht. Unser Flieger nach Los Angeles geht um 10 Uhr Abends und bis dahin sind es noch geschlagene 10 Stunden, die wir in Nadi verbringen werden. Unsere Waesche haben wir gerade angeschmissen und in einer Stunde wollen wir nochmal mit dem Bus in die Stadt fahren um billig Mittag zu essen und Wasser zu kaufen.
Aber zurueck zu den vergangenen Tagen auf den Yasawa Inseln. Als ich den letzten Post geschrieben habe, sind wir gerade auf Waya im Octopus Resort angekommen. Wie schon berichtet hat man sich nach Kuata wie ein verwoehntes Kind gefuehlt. Fruehstuecks-Buffet vom Feinsten, Mittagsmenue a la carte und zum Abendessen ein 3 Gaenge Menue. Das Ganze liess sich zwar auch was kosten, aber wir sind ja im Urlaub. Am ersten Tag haben wir gar nicht viel unternommen. Ein wenig spazieren gehen am Strand und dann ging es schon zum Abendessen. An einem Tisch mit 6 anderen Personen unterhielt man sich mit dem ueblichen Small-Talk, wobei ein ueberdurchschnittlich ruendlicher Typ mit Goldkette auffiel, der absolut alles ueber Fiji und die Yasawas zu wissen schien. 
Und schwubbs wird aus einer Plane ein Segel...
Besserwisserisch mischte er sich in alles ein und mir war er prompt unsympathisch. Dann kam das Thema “Andere Resorts” auf und im Speziellen verglichen einige den “Blue Lagoon Resort” (wo wir spaeter noch 2 Naechte bebucht hatten) und eben den “Octopus Resort”. Da wurde der Ruendliche ploetzlich ganz still und alle am Tisch meinten fast schon gezwungenermassen ”Ja ne, also das Octopus finde ich schon schoener....jaja finde ich auch.....hm genau”. Etwas komisch fand ich das schon, aber ich habe mir nichts dabei gedacht. Erst spaeter erzaehlte man uns, dass der Ruendliche der Besitzer des Octopus Resorts sei. Ja gut dann hat das auch Sinn gemacht und wir freuten uns, dass wir nicht zu sehr ueber das Octopus hergezogen haben ;-)
Am naechsten Morgen haben wir uns fuer eine Aktivitaet eingetragen und sind mit einem Local zu seinem Dorf marschiert. Ueber einen kleinen Huegel ging es ans andere Ende der Insel, wo die Einheimischen leben. Ein kleines bisschen sah man den westlichen Einfluss schon, denn ueberall hingen Satelliten-Schuesseln, aber ansonsten war es so aehnlich wie wir es schon aus Nadi kannten. Wellblechhuetten mit und ohne Tueren reihten sich aneinander und ueberall empfing man uns mit lauten “Bula” Schreien. 
Farm des Bay Of Plenty Resorts
Auf ging es in Richtung Kindergarten, wo ganz viele kleine Fijianer zusammen mit ihrem Lehrer uns was vorsangen und tanzten. Wirklich nett mit anzusehen wie sich die Kinder gefreut haben. Als dann auch noch einer von uns Lollys verteilte, flippten sie voellig aus. Alle rannten umher und waren voellig aus dem Haeuschen. Geil, war auch, dass die Lollys so verklebt waren, dass die Kinder sie nicht allein aufbekamen und schliesslich zu mir und Julia kamen und uns baten sie aufzumachen. Wirklich eine schoene Erfahrung, auch wenn fuer Touris aufgesetzt. Danach ging es noch am lokalen “Markt” vorbei, der in der Zwischenzeit aufgebaut worden ist. Bargeldlos stellte sich fuer uns gar nicht erst die Frage, ob wir etwas kaufen sollten, aber auch sonst haetten wir wahrscheinlich nichts gekauft. Einige Ketten sahen ganz nett aus, aber ansonsten waren es ungefaehr 15 Staende an denen es immer dasselbe gab. 
Bay Of Plenty
Unglaublich warum keiner auf die Idee kommt mal etwas anderes zu machen. Aber auch das kannten wir ja schon aus Sued-Ost-Asien. Unser Guide hatte sich waehrenddessen auch aus dem Staub gemacht und so machten wir uns auf eigene Faust auf den Heimweg. Eine schoene Erfahrung.
Den Rest des Tages machten wir dann das, wofuer wir gekommen waren. Bei bewoelktem Himmel lagen wir am Pool, schwammen ein paar Runden, lasen und machten ein wenig Sport. Zwischendrin die leckeren Mahlzeiten. Lecker.
Nach dem Abendessen war dann als Aktivitaet “Quiz-Night” angesagt. Jeder Tisch bildete ein Team und dann wurde aehnlich wie in Pub-Quizen in Runden Fragen beantwortet. Das war ja auch alles sehr nett und lustig. Aber es kam wie es kommen musste und dann ging es los mit den “Tanz-Wettbewerben” und “Talent-Shows”. 
Blue Lagoon Resort Beach
Aus jeder Gruppe (unsere Gruppe benannten wir aus irgendeinem Grund die “Wicked Eels”) sollten die Jungs tanzen und wurden dann von dem Publikum bewertet. Der beste Tisch bekommt Extra-Punkte. Na super, so was liebe ich ja. Unsere Gruppe dachte wir trumpfen mit einem romantischen Tanz. Schoen schwul ueber die Buehne im langsamen Walzer, Mann an Mann...bitter, ganz bitter. Resultat: nicht gewonnen, wer haette das gedacht?
Spaeter dann Talent-Show: Jedes Team sollte ein Talent vorstellen. Hae? Was soll der Mist denn? Wir waren als letztes Team dran und so sahen wir alle anderen Teams vor uns performen. “The disappearing New Zealanders” (die Leute rannten von der Buehne)....Ball hochhalten.....Radschlag und Salto....mann mann mann. Dann kamen wir. Wir hatten einen Kindergarten-Magic Trick. Nur mit unseren Zeigefingern wuerden wir einen aus der Jury hochheben. Ja gut, geklappt hat es. Aber ueberzeugt hat es keinen. Alles Banausen, ich fand es gut. Insgesamt war es ein witziger Abend, aber ich haette auch ohne die ganzen Scharaden und Mitmachspiele eine gute Zeit gehabt.
Schoene Aussicht vom Huegel (Blue Lagoon)

Am naechsten Tag und bei Regen verliessen wir dann Waya und machten uns auf zum naechsten Inselresort, naemlich der Bay Of Plenty. Was sich vom Namen her vielversprechend anhoerte, sollte uns bald ueberraschen. Von der grossen gelben Faehre wurden wir von einem kleineren Boot abgeholt und wir waren wohl die Einzigen die nach Bay of Plenty fuhren, denn wir waren die Einzigen im Boot. Moses und Joe (unsere Abholer, ungefaehr 17 und 15 wuerde ich schaetzen) erzaehlten uns brav, wie welcher Strand auf dem Weg hiess und schliesslich fuhren wir dann auf die strandlose Bucht namens Bay Of Plenty zu. Dann ging ploetzlich der Motor aus und wir blickten in ratlose Gesichter. Gute 300 Meter vor dem Strand ist uns der Sprit ausgegangen. Doch Moses wusste Rat und eine loechrige Plane sollte als Segel umfunktioniert werden. Geil, es ging ungefaehr gar nicht voran. Ungefaehre 5 Minuten spaeter machte Moses dann den Entschluss ins Wasser zu springen und zu schieben.
Julia mit unseren 2 treuen Gefaehrten
Das von uns einige Meter tief angedachte Wasser war in Wirklichkeit nur ungefaehr knietief. Sauber Moses, das haettest du ja auch schon vor der Segelaktion mal anmerken koennen. So dauerte es keine 2 Minuten und wir waren am Strand von wo es nur noch einige Minuten bis zum Empfangshaeuschen war. Dieses bestand aus einem Dach und einigen Vorhaengen, die von dem starken Wind umhergepustet wurden. Wir wurden von dem Manager willkommen geheissen und erfuhren dass wir neben 2 Schwedinnen die einzigen Gaeste seien. Das zweite was er ansprach waren die Transportkosten. Aufgrund eines kleinen Missverstaendnisses konnten wir am naechsten Tag nicht mit unserem “Bula Pass” und dem grossen gelben Schiff zu unserem naechsten Ort fahren, sondern mussten selbst den Transport organisieren. Auf dem gelben Schiff rief man deshalb bei der Bay Of Plenty Lodge an und man versicherte uns, dass der Transport $10 (ungefaehr 4.50 Euro) kosten wuerde. Ja gut, das geht ja dachten wir uns.
Gipfelwanderung
Der Manager erzaehlte aber nun eine andere Geschichte. Die $10 seien fuer die Abholung von dem gelben Schiff (alle anderen Unterkuenfte machen dies fuer umsonst und mit genuegend Sprit), um zu der naechsten Insel zu kommen wuerde es nochmals $30 pro Person kosten. So ein Scheiss, und wieder fuehlte man sich an Thailand erinnert, denn der Manager machte doch einen zwielichtigen Eindruck und versicherte uns tausend mal, dass ja ein Wassertaxi $40 pro Person kosten wuerde. Wir sagten zunaechst grummlig zu, denn uns blieb ja nichts anderes uebrig. Nach dem Essen (was wirklich lecker war) ging es dann zu unserer kleinen Huette, welche auch wirklich sauber war und von wo man (bei gutem Wetter und nicht bei Regen wie bei uns) einen super Blick hatte. Zu unserem Glueck hatten wir sogar Handy Empfang und riefen kurzerhand den naechsten Resort an. 
Einer der zahlreichen Straende!
Dieser berichtete uns, dass ein Wassertaxi $20 pro Person kosten wuerde. Der Manager hatte uns also wie wir schon vermuteteten angelogen. Echt bescheuert, dass man niemanden vertrauen kann in diesem Land. Kurzerhand und nach einem kurzen Gespraech mit dem Manager buchten wir das Wassertaxi und gingen auf eine kleine, mueckenreiche Safari zu der lokalen Farm. Bananenbaeume, Papayas, Schweine und Kuehe wurden gesehen. Cool und mal was anderes als nur Strandurlaub.
Am Abend gab es dann abermals leckerstes Fiji-Essen (vor Allem die Roti waren wirklich lecker) und der Manager gesellte sich nach einiger Zeit mit zu uns an den Tisch. Dann wurde das Ganze sehr interessant. Offensichtlich hatte der Manager ziemlich viel aufgestaute Wut in sich, die er einfach mal entladen musste. 
In der Limestone-Hoehle
Die australischen Firmen machen alles kaputt und er koenne nicht verstehen, warum auslaendische Firmen immer alles wissen muessten (wenn er mit jemanden auf Fiji reden wuerde, dann wuerden sie ihn fragen was er gerade gesagt habe etc.). Zwar kann ich das alles nachvollziehen, aber er hat sich doch oft wiedersprochen. Ganz schlimm wurde es dann als er anfing zu erzaehlen, dass ja die Fiji-Leute frueher Kanibalen waren und auch heute noch den Geschmack von Menschenblut auf dem Gaumen schmeckten. Die australischen Manager sollten sich vorsehen, denn sonst wuerden sie zerstoert und gegessen werden. Vor einigen Jahren seien wohl auch schon einige Resorts von Locals niedergebrannt worden sein und einigen Managers seien 12 Stunden Deadlines gegeben worden (wirklich 12 Stunden Deadlines, denn wernn sie bis dahin nicht die Insel verlassen haetten, seien sie tot!). Mit solchen Gute-Nacht Geschichten verabschiedeten wir uns alsbald und machten uns, zum Glueck mit Taschenlampe bewaffnet, auf zu unserem stockfinsteren Huegel.
Unsere "Gelbe Faehre"
Wir ueberlebten die Nacht und am naechsten Morgen ging es nach einer Umarmung mit dem warmherzigen Manager (“It's so cold, I need a hug”) ins Wassertaxi und bei absolutem Dreckswetter zur naechsten Insel. Der schon erwaehnte Blue Lagoon Resort war unser auserkorenes Ziel und sollte uns ebenso gut gefallen, wie der Octopus Resort. Der Strand war ein absoluter Traum. 
Waehrend die Straende der anderen Resorts nicht so sehr zum schwimmen einluden, konnte man sich hier wirklich austoben. Tuerkises Wasser, farbenfrohe Korallenriffe, ideales Schnorchelterrain. Um diesen Aufenthalt und damit die letzten 2 Tage abzukuerzen hier nur die wichtigsten Fakten. Essen wiedermal lecker, Gipfel-Laufen war super rutschig und man sollte es NICHT mit Flip Flops machen (so wie wir), Schnorcheln war ein Traum, Kirchenbesuch war so lala und eher wieder Touri-Abzocke (die Kollekte war der eigentliche Grund warum wir dort waren). Am letzten Tag, kurz vor unserer Abfahrt zurueck nach Nadi sind wir noch die Limestone-Hoehlen besichtigen gefahren. Wegen des Windes sind alle, und vor allem ich, unglaublich nass auf der Fahrt geworden. Das eigentliche Adventure war dann von der einen Hoehle in die andere hinein zu tauchen. 
Manta-Rochen in Suva
Dies ging nur durch den Unterwasser-Weg denn dieser war der einzige Eingang zur stockfinsteren Hoehle. Eine coole Erfahrung, 5 Sekunden Luft anhalten und von einer Hoehle zur naechsten zu tauchen. Arschkalt war es noch dazu. Das sollte unser Insel-Hopping Abenteuer abrunden und am selben Tag checkten wir ins altbekannte Hostel in Nadi (Newtown) ein.
Altbekannt war es jedoch nur teilweise, denn es schien als waere die Belegschaft komplett durchgewechselt worden. Die Frau an der Rezeption war super kompetent und riet uns fuer unseren Trip nach Suva (Hauptstadt) zum Bus. Bei unserem letzten Aufenthalt sagte man uns noch das Taxi die einzige Transportmoeglichkeit sei. Naja wie dem auch sei.
Am naechsten Morgen ging es nach dem 2 Toast Fruehstueck mit dem lokalen Bus zum Busbahnhof, wo wir prompt in den naechsten Bus stiegen in Richtung Suva. Die indische Firma schien den einzig modernen Bus zu operieren und wir hatten sogar eine Fahrt inklusive “Lord of the Rings” Film auf einem Mini-Fernseher. Eines was hier jedoch alle Leute etwas ueberstuerzen ist die Temperatur in Autos oder Bussen. 
Regierungsgebaeude in Suva!
Was ich schon aus Brasilien und einigen Fluegen kannte wurde bei der Busfahrt noch getoppt. Draussen schwule 30 Grad, drinnen eiskalte 10 Grad. Einfach nur krass und keiner kann mir erzaehlen, dass er das angenehm findet. Anyways, quer durch die Insel fuhren wir ans andere Ende von der Hauptinsel Fijis. In Suva angekommen hatte man schon eher das Gefuehl in einer “Stadt” zu sein. Die Militaer-Regierung sitzt in Suva und man hat das Gefuehl das eine Menge Geld in die Stadt gepumpt wird. Neue Einkaufszentren wohin das Auge reicht... Zwischendrin immer wieder einige lokale Staende mit Souvenirs und dann natuerlich Fisch. Ganz viel Fisch ueberall. Sogar Manta-Rochen wurden hier als Delikatesse verkauft. Wirklich krass und abermals etwas was ich noch nicht vorher gesehen habe. Ansonsten war unser Aufenthalt relativ unspektakulaer. Wir assen richtig billig (umgerechnet 3 Euro fuer eine richtig grosse Portion Chicke-Curry) und abends gingen wir nochmals ins Kino (1.50 Euro Eintritt), bevor wir im South Seas Private Hotel (ein schaebbiges Hostel, wo alles nach Nass/Schimmel roch) die Nacht verbrachten.
Lecker Curry fuer 2.50 Euro!
Am naechsten Morgen ging es nochmals in die Stadt zum Souvenir kaufen und Karten schreiben. Nochmals deckten wir uns mit Kokosnussbrot und lokalen Koestlichkeiten ein bevor es wieder zurueck nach Nadi mit dem eiskalten Bus ging. Und schwubbs befinden wir uns beim heutigen Tag. In 7 Stunden steigen wir in den Flieger nach Los Angeles, wo wir dank der Zeitverschiebung vor ungefaehr 2 Stunden ankommen werden. Spencer und Phil kommen am selben Tag an und werden wohl die ersten 1 ½ Wochen mit uns in Kalifornien herumreisen. It is going to be awesome....stay tuned!

Mittwoch, 25. April 2012

Fiji-Time


"Shopping Centre" in Newtown (Nadi)

Sooo neueste Informationen kommen heute aus bzw. von Fiji. Genauer von Waya, einer kleinen Insel inmitten der Yasawas. Waehrend unser kleinen Inselhopping-Tour haben wir leider kein Internet bzw. nur sehr langsames und deswegen weiss ich nicht wann ich diesen Blog hochladen kann, aber spaetestens in einer Woche seit ihr wieder auf dem Laufenden.
Die letzten Tage in Christchurch waren entspannt und neben etwas Sport und Einkaufen haben wir nicht wirklich viel gemacht. Das Canterbury House in dem wir unterkamen war wirklich ein Wohnhaus, was ehemals als Englisch-Schule taugte. Dank der Erdbeben waren aber immer mehr Eltern besorgt ihre Kinder nach Christchurch zum Englisch-lernen zu schicken und somit hat der Besitzer es kurzerhand zu einem Hostel umfunktioniert. Der Senior und seine japanische Frau machten aber nicht den Eindruck als wuerden sie super erfreut darueber sein, dass jeden Tag neue Gaeste ankommen und Freundlichkeit schien eher aufgespielt. Wie dem auch sei. Wir buchten unsere Unterkunft fuer Fiji und haben sogar schon Auto und erste Unterkunft fuer die USA gebucht. Nach den 11 Tagen in Fiji werden wir uns in L.A. unser Auto abholen und dann 20 Tage spaeter in Las Vegas wieder zurueckgeben. Danach geht es dann mit dem Flieger nach New York fuer mindestens 5 Tage.
Flood-Damage in Nadi
Was ich besonders cool finde, ist das ich mich mit meinem Gastbruder Spencer und einem Kumpel Phil in Kalifornien treffen werde und wir dann zusammen von L.A. nach San Francisco reisen werden. Freue mich da schon total drauf, denn schliesslich habe ich Spencer gute 5 Jahre nicht mehr gesehen. Aber zurueck zu unserer Ankunft in Fiji.
Vor 5 Tagen ging unser Flug von Christchurch nach Sydney. Warum wir nicht direkt von Christchurch nach Fiji geflogen sind? Nun ja dummerweise hatten wir den Flug Sydney-Nadi-L.A schon in Deutschland gebucht und Neuseeland war ja urspruenglicherweise gar nicht mit drin im Plan. So ging es nicht anders und wir wurden schon um 5:00 Uhr morgens vom Airport Shuttle in Christchurch abgeholt. Die Nacht kacke geschlafen ging es missmutig zum Flughafen und ohne Probleme waren wir bald in Sydney. Das uebliche Ein- und Auschecken war zwar etwas nervig, aber da muss man durch. Noch schnell all unser Geld von dem australischen Konto aufs deutsche ueberwiesen (das ging nur von Australien aus, da man die TANs aufs Handy geschickt bekam und wir im Ausland keinen Empfang haben) und dann weiter in den naechsten Flieger Richtung Fiji.
Markt in Nadi-Town!
Waehrend des Fluges ueberkam einen schon leicht die Muedigkeit und als wir dann 5 Stunden spaeter am Nadi Airport ankamen waren wir voellig ausgelaugt und fertig. Nochmals durch alle Kontrollen durch (4 Mann fuer ungefaehr 30 Fijianer an der Einreisekontrolle und 2 fuer ungefaehr 400 Touris...es dauerte!) und dann standen wir in der Empfangshalle mit unseren Backpacks. Nun dachte ich, dass es mit dem Feilschen und dem “Where are you from?.....You need accomodation?....where are you staying?” nach Thailand/Vietnam ein Ende genommen haette, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Gleich nach der Ankunft, stellte uns die “Touristeninfo” dieselben Fragen und nach einem vermeintlichen Anruf bei unserem Hostel verneinte sie die Frage ob unser Hostel uns abholen wuerde. Wir muessten ein Taxi nehmen. Ja, nicht mit uns, dachten wir. Wir gingen etwas weiter, wurden nochmals 2 mal abgefangen und jeder rief (ohne das wir irgendeine Nummer weitergaben) vermeintlich bei unserem Hostel an und leitete uns an ein Taxi weiter. Meine Fresse, das war echt nervig. Als wir dann aber wenig spaeter noch nicht einmal ein Telefon gefunden hatten und zudem unglaublich muede und kaputt waren bezahlten wir schliesslich doch ein Taxi und fuer 13 Fiji-Dollar (ungefaehr 5 Euro) war es auch ein fairer Preis. Glueck gehabt!
Strand auf Kuata
Schon bei der Fahrt zu unserem Hostel war viel von der Verwuestung Nadis durch die starken Fluten zu bemerken. Die Strassen waren zum Teil durch gut 40 cm. tiefe Loecher voellig zerstoert (am Anfang dachte ich man wuerde in Nadi Rechts fahren, denn der Fahrer bog wegen der Schaeden auf die rechte Strassenseite ab) und einige Haeuser komplett ruiniert. Abermals erstaunlich wie viel Macht die Natur doch ueber uns kleine Wichte hat.
Dann kamen wir endlich in unserem Hostel an und checkten in einem 3 Bett Dorm ein. Die fijianische Freundlichkeit, die so weit verbreitet ist, liess jedoch auch hier auf sich warten. Zwar waren alle sehr nett, aber man hat doch das Gefuehl, dass jeder nur Geld von einem sehen will und dafuer laecheln sie dann auch gern mal ein bischen mehr. Der Junge am Empfang fragte lediglich nach unserem Namen und ging dann ohne ein Wort mit uns auf unser Zimmer zu. Sachen abgelegt. Fertig. Wie das mit der Bezahlung oder Aehnlichem laeuft, keinen Schimmer, war auch egal. Gut! Angesichts des scheiss Wetters (es war extrem schwuel und regnerisch, die perfekte Kombination!) entschieden wir uns nur kurz um den Block zu gehen und dann auch schon bald ins Bett.
Julia, etwas skeptisch, beim Kava-Probieren!
In unserem Viertel (Newtown) waren wirklich nur Hostels und Hotels, ein reiner Touri-Ort, wo Locals entweder als Taxifahrer oder als Bediensteter hinkamen. Wenig beeindruckt gingen wir ins Bett in einem Zimmer, wo die Klimaanlage nicht funktionierte und fuer mich natuerlich alle Betten viel zu klein waren (1.80cm!). Es braucht nicht lange um herauszufinden, wie schlecht ich geschlafen habe. Nun moechte ich hier nicht rummimosern, aber am naechsten Tag war ich glaub ich so unerholt wie schon lange nicht mehr. Das Fruehstueck bestand aus 2 Scheiben Toast mit Butter, einer Banane und einer Scheibe Ananas. Klasse, das reicht dann ungefaehr fuer die naechste Stunde, wenn ueberhaupt. Aber man konnte sich wirklich nicht beschweren, denn fuer 11 Euro die Nacht war alles inklusive.
Nach dem Fruehstueck entschieden wir uns in Richtung “Stadt” zu gehen. An der Rezeption, wo man uns abermals alle Touren aufschwatzen wollte, erzaehlte man uns, dass die Innenstadt seit der Flut kaum passierbar sei und alles sehr stinken sollte. Sie wuerde uns nur einen kleinen Supermarkt um die Ecke empfehlen. Alles klar, das reicht uns fuers Erste. Wir gingen los und nach einigen Schritten in der Gegend fanden wir schliesslich das “Shopping Centre” in Newtown. 
Underground-Oven auf Kuata!
Dieses aehnelte eher einem Kiosk und befand sich absolut im Nirgendwo. Eingezaeunt mit Stacheldraht und von innen vergittert lud das Shopping Centre zum Einkaufen ein. Bei dem Anblick dachte man nochmal zweimal ueber die bis dahin sicher geglaubte Gegend nach. Wir kauften 2 Flaschen Wasser, welche uns durch einen kleinen Schacht durch das Gitter gegeben wurden. Gefaengnis-Style. Ja gut, damit waere Newtown-City Centre auch abgehackt gewesen. Zurueck im Hostel schliessen wir uns dann mit unserer Zimmermitbewohnerin Jutta und mit Tobi zusammen und fuhren mit dem Taxi nach Denarau. In Denarau fahren alle Schiffe los mit denen man die eigentlich schoenen Inseln Fijis besuchen kann. Hier wollten wir uns nochmals informieren ueber Angebote bzgl. Inselhoppings und andere Ausflugmoeglichkeiten. Erstmal jedoch was Essen, denn das Fruehstueck und nachfolgende Cracker, waren lange verdauht. Denarau war wie eine voellig andere Stadt innerhalb Nadis. Waehrend Nadi heruntergekommen ist und durch die Fluten sehr getroffen wurde, hat Denarau einen Golf-Club, ueberall gemaehten Rasen und ein Neureicher jagt den Naechsten. Abermals ein Ort gemacht fuer reiche Touris. Wir kauften uns einen Doener (besser als jegliche in Australien, die wir gegessen haben) und streunten ein wenig durch den Ort, der mehr an eine kleine Mall erinnerte. 
Happy Fiji Times auf Kuata (Kava Trog im Vordergrund)
Jegliche Reisebueros versuchten uns zu koedern und wir erhaschten nicht viel neue Information, mit der Ausnahme, dass uns ein “Reisebuero” (das City Welcome Centre) 40 Dollar Rabatt geben konnte. Cool, das fragen wir auf jeden Fall auch die im Hostel, ob sie uns den Rabatt auch geben kann.
Die Rueckfahrt von Denarau war dann das wirklich Interessante. Im Gegensatz zum Hinweg nahmen wir den Bus und fuhren mit den Einheimischen quer Feld ein nach Nadi Innenstadt. Jetzt sah man erst Richtig das Ausmass der Zerstoerung durch die Flut. Wirklich heftig. Unglaublich viel Armut und viele Doerfer einfach weggeschwaemmt. Am Busbahnhof angekommen gingen wir noch kurz durch die Innenstadt (die ja nach der Hosteldame nicht besuchenswert sei, so ein Scheiss!), kauften frisches Obst und noch ein bischen Brot und fuhren dann mit einem sehr viel billigeren Taxi zurueck nach Newtown. So war der Tag doch noch sehr interessant geworden!
Am Abend fing dann der Stress an, denn wir wollten unsere Inselhopping-Tour buchen, auf der wir uns derzeit befinden. Die Dame an der Rezeption hatten wir nach Rabatt gefragt und nachdem sie dies erst verneinte erzaehlten wir ihr, dass uns jemand in der der Stadt 40 Dollar Rabatt geben koenne. “Hrmm, yeah ok, I gotta call someone”..Achso jetzt geht es doch. Echt anstrengend immer mit allen zu verhandeln. Gute 2 Stunden spaeter hatten wir trotz unglaublich langsamer Internetverbindung die meisten Hostels auf den Inseln gebucht und unseren Faehrenpass fuer 40 Dollar billiger in der Tasche. 
Octopus Resort (Waya Island)!
Am naechsten Tag um 7:00 Uhr morgens sollte es losgehen. Klasse. Wir freuten uns, denn Fiji hatte ich mir doch sehr anders vorgestellt, als das was wir in Nadi zu Gesicht bekamen. Die Yasawa Islands sollten diesen Eindruck bald gerade ruecken. Nach einem Cocktail ging dieser Abend frueh zu Ende.
Am naechsten Morgen wurden wir nach einer abermals kurzen Nacht abgeholt und freuten uns auf die Bootsfahrt nach Kuata. Der Himmel war zwar immer noch bewoelkt und es nieselte leicht, aber wir wussten ,dass es auf den Inseln meist besseres Wetter sein sollte als auf dem Festland. So war es dann auch und nach guten 2 Stunden auf dem gelben Boot sattelten wir auf ein kleineres Boot um, welches uns auf die Insel brachte. Mit einem Empfangsstaendchen und lautem BULA hiessen uns die Einwohner des Resorts Willkommen. Das Wetter hatte sich gebessert und in Sonnenschein bezogen wir unser Doppelzimmer, welches sich in einer kleinen Huette verbarg. Alles sehr sauber und im Strandstil eingerichtet. So fuehlt sich Fiji doch schon viel besser an. Alsbald ertoente auch schon das Horn, welches das Mittagessen ankuendigte. Alle Hostelbewohner pilgerten zur grossen Huette und verzehrten leckerste Fiji-Mahlzeiten. 
Cocktail im Octopus Resort. Fijilicious!
Ich erinnere gar nicht mehr genau was es war, aber es war sehr sehr lecker (ist mir gerade wieder eingefallen: Reis, Wuerstchen, Ananas,etc..)! Am Nachmittag wurde dann das tuerkise Wasser ausgetestet, bevor die Einheimischen beim Volleyball uns ihr Bestes zeigten (“Nice One”). Abends dann die traditionelle Kava-Feier (alle mussten eine Art Schlammtee mit lautem Bula und Klatschen trinken), die gefolgt wurde von dem Abendessen, welches ohne Besteck zu sich genommen wurde. Nun waere “Mit den Haenden Essen” bei Burgern und Pommes kein Problem gewesen, aber bei gekochtem Spinat, Salat, Fisch und Fleisch fuehlte man sich schon etwas barbarisch, wenn nicht sogar animalisch. Aber eine Erfahrung allemal!
Bald folgten fijianische Tanzeinlagen. Das Tanzen war ganz nett, so lange es die Einheimischen vormachten. Dann ging es aber mit dem Mitmachen los und es wurde ganz schoen peinlich. Von dem Zug-Tanz (eine Hand zwischen die Beine und der Hintermann muss anfassen), ueber das beliebte “Wenn die Musik stoppt darf man sich nicht mehr bewegen” Spiel wurden alle Fassetten ausgepackt und uns wurde es dann doch etwas zu viel. Zumal gab es in der Huette keine Klimaanlage und bald schwitzten alle was das Zeug hielt. Alles in allem war es eine nette Erfahrung, aber diese ganzen Touri-Einlagen waren dann doch etwas viel.
Waya Island (Octopus Resort)
Am naechsten Morgen gingen wir dann zum Hai-Schnorcheln. Das war mal wieder eine richtige super Erfahrung. Zusammen mit einigen Einheimischen ging es rauf aufs Boot und schon bald stoppten wir und alle bis auf den Fahrer sprungen ins Wasser. Wir sollten bleiben, denn die anderen wuerden jetzt kurz ein paar Fische fangen um die Riff-Haie spaeter anzulocken. Krass wie schnell die ein paar Fische fangen koennen. Gute 10 Minuten spaeter hatten jeder 2 Fische und es ging weiter. An einer anderen Stelle hoppsten dann auch wir ins Wasser und schnorchelten drauf los. In glasklarem, warmen Wasser waren super schoene Korallen tadelos zu erkennen und ich fand es hat sich schon da gelohnt. Aber wir sollten ja nun ein paar Haie sehen. Unser Fuehrer tauchte immer wieder hinab, klopfte mit einem Stein auf die Felsen und es schien fuer eine Zeit so als wuerden wir leer ausgehen. Dann entdeckten wir einen. Und dann kam noch einer. Schliesslich waren es 5 Haie, die um uns rumschwammen. Riff-Haie gelten als harmlos und werden nur so um 1 – 2 Meter gross, aber wenn 5 so Dinger um dich herumschwimmen bekommt man schnell einen heiden Respekt fuer sie. Als unser Fuehrer dann auch noch die Haie festhielt und aus dem Wasser hielt, bevor sie sich losriessen und dann wild im Wasser schwammen, war ich doch ein wenig besorgt, dass die Haie mich evtl fuer ihn halten wuerden und sich bald fuer das Festhalten raechen wuerden. Aber es ging alles gut und es war ein super Erlebnis. Danke nochmals an alle!
Am selben Tag (heute) ging es dann auch schon weiter zur naechsten Insel. Kurz nach dem Schnorcheln holte uns das gelbe Boot wieder ab und wir fuhren nach Waya, wo wir momentan im Octopus Resort unsere Zeit verbringen. Empfangs-Cocktail, Mittagsmenue und Klimaanlage im Zimmer. Herrlich! So kann man es sich gut gehen lassen. Heute nachmittag liessen wir einfach mal die Seehle baumeln und lasen bzw. schwammen im Pool. Einen Cocktail gab es auch schon und gleich gibt es lecker Abendessen....stay tuned!

Donnerstag, 12. April 2012

Queenstown, Milford Sound, Christchurch und Kaikoura


Queenstown

Einen wunderschoenen guten Morgen wuensche ich aus Kaikoura, einem Kuestenort ungefaehr 150 km noerdlich von Christchurch. Waehrend Julia zur Zeit auf einem Schiff nach Walen Ausschau haelt sitze ich bei Sonnenschein in einem Cafe und hatte gerade ein super nettes Gespreach mit dem Besitzer. Urspruenglich aus Kaikoura hatte er bereits 3 verschiedene Cafes und war einfach ein netter Typ zum unterhalten. “Go with the flow, bro” werde ich jetzt versuchen etwas in meinen Lebensstil einzufuegen.
Anyways, das letzte Update gab es aus Queenstown, wo wir vor gut 1 Woche aufschlugen. Unser Vorhaben die Dinge etwas lockerer anzugehen und zu relaxen wurde sofort in die Tat umgesetzt. 
Beste Cookies in Queenstown
Die 2 Tage in Queenstown verbrachten wir eigentlich nur mit Sport, spazieren gehen und ganz viel Essen. Fuer einen Fergburger standen wir eine gute Stunde an und ich weiss nicht genau ob es die Wartezeit und der Preis wert waren, aber die Burger waren schon verdammt lecker. Cookietime hot Cookies sind absolut zu empfehlen und Kaffees sind sowieso immer und ueberall gut. So ging die Zeit schnell vorueber und bald schon ging es weiter in Richtung Milford Sound, wo wir eine Bootstour gebucht hatten um die Buchtenlandschaft zu erkunden.
Wir verbrachten die Nacht zwischen Te Anau und Milford Sound auf einem DOC-Campingplatz und am naechsten Morgen ging es frueh los zu der Bootsfahrt. Den letzten Tag hatte es komplett durchgeregnet und wir hofften das es an diesem Tag etwas besser werden wuerde. 
Milford Sound
So ganz wurden unsere Gebete jedoch nicht erhoert, denn obwohl es nicht mehr so stark regnete hingen die Wolken doch sehr dicht und tief zwischen den Bergen. Zusammen mit dem Nebel liess sich nicht viel von der Umgebung und dem angepriesenen Hiweg zu Milford Sound erkennen. Doch wir liessen uns nicht entmutigen, waren froh ein etwas kleineres Schiff erwischt zu haben und schipperten los.
Leider wurde das Wetter auf dem Weg Richtung Meer und durch die Buchten nicht sehr viel besser, aber trotz alledem fand ich Milford Sound beeindruckend. Gruen bewachsene Kliffe, mit Schnee bedeckte Berge, blaues Wasser und wir mitten drin. Alles in allem war es das Geld wert, aber im Nachhinein haetten wir vielleicht eine spaetere Tour buchen sollen, denn das Wetter wurde gerade besser als unsere Tour zu Ende war. Aber hey was solls, man kann nicht alles haben und eine Erfahrung war es allemal.
Danach ging es dann von einigen Stops abgesehen ziemlich schnurstracks Richtung Dunedin, der naechstgroesseren Stadt im Osten der Suedinsel. 
Vor dem groessten Berg in Milford Sound
(Namen vergessen)
Wir kamen trotz des scheiss Wetters ziemlich gut durch und waren gegen Abend angekommen. Dann hiess es: Schlafplatz finden. Da wir die vorherige Nacht bezahlt hatten, wollten wir versuchen diese Nacht irgendwo umsonst zu uebernachten. Doch leichter gesagt, als getan in einer “Grossstadt”. Wir kurvten umher und wurden sichtlich genervter. Dann entschlossen wir uns etwas aus der Stadt herauszufahren und fanden letztlich unseren Spot auf der anderen Strassenseite einer Tankstelle, wo schon einige andere Autos schier im Nirgendwo parkten. Anfangs wussten wir noch nicht was diese verlassenen Autos hier wollten, doch es wurde uns bald klar, als in regelmaessigen Abstaenden ein Bus ankam und Leute rauslies. Mit lautem Bremsen einschliesslich des lauten “Pfffff”-Geraeusch wurde man aus jeglichen Traeumen gerissen und am naechsten Morgen waren wir uns nicht mehr sicher ob es das wirklich wert war. Ach was erzaehl ich hier, eine absolut beschissene Nacht war das und wir waren uns sicher, dass wir liebendgerne die Dollars fuer einen Campingplatz bezahlt haetten.
Naja es half nun nichts. Wir fuhren wieder nach Dunedin rein um uns die Stadt anzugucken. 
Mirror Lakes
An dem wirklich schoenen Bahnhof besuchten wir die Toilette, dann checkten wir noch die Schokoladenfabrik von Cadbury (Cadbury-World) aus und strollten durch die Stadt. Nach all den Kleinstaedten war es nett mal wieder durch eine etwas groessere, jedoch relaxte Stadt zu laufen. So ganz in ihren Bann hatte sie uns dann aber doch nicht gezogen und im fruehen Nachmittag brachen wir auf zu unserem vorletzten Ziel, naemlich Christchurch.
Auch dieser Weg ging recht schnell zu Ende und am Abend erreichten wir die Erdbeben-erschuetterte Hauptstadt. Auf Johnns-Campingplatz checkten wir ein und schliefen endlich mal wieder eine gute Nacht, obwohl es geschuettet hat wie aus Kuebeln. Nach einem leckeren Fruehstueck liessen wir uns Zeit und organisiserten die Weiterreise. Hostel in Christchurch fuer die letzten Naechte ohne Camper wurde gebucht und auch schon das erste Hostel auf Fiji. 
Christchurch CBD
Desweiteren holte ich meine Kamera von Lucky Rentals ab (yeah es hat alles geklappt) und schickte letzte Dokumente fuer meinen Taxback Auftrag weg. Aufgrund des immer noch schlechten Wetters wollten wir Abends abermals ins Kino gehen und uns vorher die Stadt angucken. “The Raid” wurde auf IMDB mit 8.4 bewertet und als gut befunden. Nachdem die Tickets in der Mall abgeholt, und alle Geschaefte durchforstet wurden ging es dann in die Innenstadt. Wirklich erschreckend, was fuer Schaeden ein Erdbeben anrichten kann. Der gesamte innere Kern der Stadt ist abgeriegelt und mit grossen “Gefahr” Schildern umgeben. Ueberall sieht man Kraene mit Abrissbirnen, die den noch stehenden Haeusern den Gar ausmachen. Bei dem Anblick schaut es aus, als sei das Erdbeben erst gestern passiert und es fuehlt sich an als waere man in einem schlechten Film, wo gleich ein Zombie aus einem heruntergekommenen Gebaeude springt. Fast allein, neben den Bauarbeiten streiften wir noch fuer eine Weile durch die unheimliche Stadt, bevor wir uns dann wieder Richtung Kino bewegten. Nur fuers Protokoll: “The Raid” ist ein absoluter Mist-Film, ohne besondere Handlung und wirklich nur auf Martial-Arts und Action ausgelegt. Ein besonders tiefer Griff ins Klo und Bestaetigung das IMDB nicht immer Recht hat mit ihren Bewertungen. So!
Christchruch, nett hier!
Zurueck ging es auf den Campingplatz, von dem wir am naechsten Morgen frueh aufbrachen in Richtung Kaikoura, wo Julia den schon benannten Whale-Watching Trip gebucht hatte. Ich entschloss mich dagegen, da es mir glaub ich nicht viel geben wuerde, eine Walflosse aus weiter Entfernung vom Boot zu sehen. Aber Abwarten, wahrscheinlich kommt sie wieder und zeigt mir all die super Fotos von springenden Walen und dann wuenschte ich mir, ich waere dabei gewesen.
Wie dem auch sei, gestern hatten wir nach dem Mittag noch den Nachmittag Zeit um uns die Umgebung um Kaikoura anzugucken. Der Peninsula-Walkway lud zu einem 3 Stunden Walkway ein auf dem wir uns bald befanden. Auf grasbewachsenen Wanderwegen, ging es weder zu steil, noch zu flach, sondern einfach angenehm an der Kueste entlang. Es war ein wirklich schoener Wanderweg und noch dazu kam die Sonne durch. Schon auf halber Strecke des Rundwegs erkannten wir, dass man auch unten am Strand und damit zwischen den Seeloewen wieder zurueck gehen kann. Der Entschluss war schnell gefasst und bei der 2. Gelegenheit gingen wir hinunter und auf den Felsen am “Strand” entlang. 
Kaikoura
Alles war relaxt und entspannt und nachdem mir Julia ungefaehr die 5. Muschel gezeigt hatte, die nun aber wirklich wirklich schoen war, vernahm ich nur noch ein erschrockenes “Rooolliii” von ungefaehr 3 Meter hinter mir. Dieses war gefolgt von einem lauten Grunzen direkt vor mir. Neben all den Steinen hatten wir einen Seeloewen uebersehen, den wir wohl in seinem Schlaf ungefaehr 2 Meter von uns entfernt gestoert haben. Julia hatte diesen schon etwas frueher als ich gesehen und ist ohne mir etwas zu sagen schon mal davon gelaufen. Dann kam der “Rooollii” Ausruf. Wir erinnerten uns an Kangaroo-Island und saemtliche Schilder, die darauf hinwiesen nicht naeher als 10 Meter an einen Seeloewen heran zu treten, da die Bisse nicht ungefaehrlich sind. Da der noch zu ueberbrueckende Teil der Bucht mit Seeloewen bespickt war, entschliessen wir uns kurzerhand umzukehren und die Bucht herauf zu klettern um nicht alles zurueck zu gehen. 
Unsere Abkuerzung.
Sieht nicht so steil aus, war es aber!
Ich voran und guter Dinge war das ganze dann doch rutschiger und steiler als gedacht, aber ein Abenteuer allen voran. Angestrend und nach ganz vielen strafenden Blicken von Julia schafften wir es dann aber doch noch hoch und wieder auf den Wanderweg. Auf dem Rueckweg viel uns erst auf, wie viele Seeloewen an der Kueste liegen. Wirklich ueberall, hunderte! Krass im Nachhinein, dass man in Australien dafuer bezahlen muss um ein paar von diesen Kreaturen zu sehen. Alles in allem war der Tag schon aufregend genug gewesen, aber er wollte noch besser werden. Es wurde dunkel und wir waren auf dem Weg zu einem kostenlosen DOC-Camp was 8 km abseits der Strasse liegen sollte. Wir fuhren und fuhren und hatten nicht damit gerechnet irgendeine Menschensehle auf dem Campingplatz im Nirgendwo zu treffen. Doch wir wurden eines besseren belehrt und es war rappelvoll. Doch wir entdeckten eine Luecke zwischen einem Zelt und einem Camper und ich fing an den Van zu positionieren. Dann ging es ploetzlich nicht mehr weiter. Weder vorwaerts noch rueckwaerts, gar nicht. Wir steckten fest. Und zwar richtig. Ich schub an, was aber nicht gut ging, denn hinter dem Auto war nur Matsch auf dem man immer wegrutschte. 
Schneebedeckte Berge im Sonnenuntergang (Kaikoura)
Es half nichts. Dann kamen schon die ersten uns zu Hilfe. Im Dunkel beratschlagte man, Franzosen kamen mit einem Eimer Split an, ein Englaender versuchte uns mit seinem Abschleppseil einschliesslich 4 Wheel Drive herauszuziehen, woraufhin das Seil riss und dann hatten wir ungefaehr 8 Leute um unser Auto herumstehen. Sauber! Letztlich kamen dann noch ein paar Daenen hinzu und wir schafften es das Auto erst nach hinten und dann wieder nach vorne aus dem Matsch zu schieben. Echt klasse, wie alle hier einem helfen wenn man in Not ist. Wir erfuhren, dass an der Stelle wohl staendig jemand stecken bleiben wuerde. Puh, also nicht die ersten Dummen. Mensch was fuer ein Tag. Bett aufbauen, Weeds gucken, Schlafen. Aufwachen. Fruehstuecken. Ins Cafe gehen und Blog schreiben..in 3 Tagen gehts nach Fiji...stay tuned!

Freitag, 6. April 2012

Eis aus der Luft oder Eis unter den Fuessen?


Guter Dinge vor dem Skydive!
Noch schnell hinzugefuegt sei an dieser Stelle der Link zu dem Tongariro Video:

http://www.mediafire.com/?1r1mbwflgja2wms


Ich weiss nicht genau, wie viele es sich herunterladen koennen, aber probiert es einfach. Ich hoffe es klappt! So und damit zurueck zum eigentlichen Blogeintrag...
In Queenstown angekommen nutze ich die Zeit um meinen letzten Blogeintrag fortzusetzen. Stehen geblieben war ich bei dem Tag unseres Skydives am Franz Josef Gletscher (vor nunmehr 4 Tagen). Den Skydive buchten wir mit einer Firma am Fox Gletscher, denn diese erlaubte es uns waehrend des Fluges und waehrend des Fallschirmfliegens unsere eigenen Fotos mit mitgebrachter Kamera zu schiessen bzw Videos zu drehen. Bei anderen Firmen zahlt man fuer von der Firma geschossene Fotos bzw gedrehte Videos gut nochmal einige hundert Dollar oben drauf. Somit fiel die Entscheidung auf die Firma beim Fox Gletscher. Der Fox und Franz Josef Gletscher sind sowieso genau nebeneinander und insofern macht es keinen grossen Unterschied, wo man aus dem Flugzeug springt, denn von oben sieht man sie beide!
Unser einzige Sorge war an jenem Tag das Wetter, denn bei wolkenbedeckten Himmel waere alles doch nur halb so gut gewesen. Aber schon kurz nach dem Aufstehen hatten sich jene Bedenken in Luft aufgeloest, denn der Himmel zeigte sich wolkenfrei und mit strahlender Sonne. Klasse.
Aus dem Flugzeug: Mt Cook und Mt Tasman!
Wir checkten ins Hostel bzw. auf dem Campingplatz ein und wurden alsbald vom skydiveNZ Van abgeholt. Waehrend der Fahrt zum “Flughafen” klaerte sie uns ueber moegliche Absprunghoehen und damit verbundene Kosten auf und bestaetigte uns nochmal, dass heute ein super schoener Tag zum skydiven sei. Ja gut, das sagt sie wahrscheinlich jeden Tag und auch wenns regnet, aber trotzdem haben wir uns gefreut.
Wir hatten uns schon vorher fuer den 12000 ft hohen Absprung entschieden, denn dieser war mit $299 der billigste und fuer den ersten Skydive unseres Leben sollten wohl 45 Sekunden freier Fall genuegen. Dann ging alles furchtbar schnell. Bezahlen sollten wir nach dem skydive und dann wurden wir auch schon in unsere Anzuege manoevriert. Der Chef gab uns noch einen Schnellkurs, was wir alles beachten sollten. Erst: Bananenstellung beim Absprung. Dann beim ersten Klopfen, die Haende vom Harnisch nehmen. Beim zweiten Klopfen oeffnet sich der Fallschirm usw. Viel zu viel Informationen fuer uns in dem Moment. Naja wir hatten eh noch etwas Zeit, denn die Firma hatte nur ein Flugzeug bzw. begrenzt viele Tandem-Partner und vor uns sollte das Flugzeug noch 2x abheben, bevor wir drankamen. Dann war es soweit. 
Ich geb zu mir war etwas mulmig...
Unsere Tandem-Partner stellten sich uns vor. Nic, mein Partner, kam aus Suedafrika und seitdem er mit 10 das erste Mal mit seinem Vater gesprungen ist, skydived er sein Leben lang. Mit Rastalocken und super entspannt hatte er etwas sehr Beruhigendes an sich und komischerweise war ich in dem Moment auch noch gar nicht so aufgeregt. Erste Aktion von ihm war es mir aus dem Harnisch, den der Chef mir angelegt hat, herauszuhelfen. “Viel zu ungemuetlich...hier wir nehmen den..und den mach ich dann im Flugzeug fest....relax erstmal”. Nic, geiler Typ!
Dann gingen wir zum Flugzeug und hoben ab. Unbeschreiblich schoene Berglangschaften liessen wir unter uns. Direkt vor an den Gipfel des Mt. Cook und Mt. Tasman ging es Richtung Absprungort.
Die Aufregung kam dann so richtig, als die Klappe von dem Flugzeug in 12000 Fuss aufgemacht wurde und die 2 anderen vor mir heraussprangen. Wir robbten zusammen gekettet auf die Tuer zu und als der Wind (das Flugzeug fliegt mit guten 150 km/h beim Absprung) meine Beine erfasste ging mein Arsch dann endgueltig auf Grundeis und mein Puls war so hoch wie noch nie. 
Aussicht waehrend des Fallschirmflugs!
1, 2, 3 und hebb.....Ahhhhh uuuuaaahhshhhh..so in etwa waren meine Wortlaute fuer die ersten 10 Sekunden des freien Falls. Voellig ueberwaeltigt durch das Adrenalin und den Schock kann man die ersten 2 -3 Sekunden des Falls nicht so richtig geniessen, aber danach ist es einfach unbeschreiblich. Man rast durch die Luft, schwerelos wie es scheint, und versucht die Schoenheit foermlich einzusaugen ohne das Atmen zu vergessen. Nic hatte mir im Vorherein gesagt, ich solle nicht vergessen zu atmen, denn daraus resultieren die meisten Kopfschmerzen und nicht gutes Empfinden beim Free Fall. So bloed es sich anhoert, aber das war wirklich eine gute Information, denn durch den Adrenalinstoss vergisst man so Einiges in dieser Hoehe.
Nach einer kleinen Ewigkeit oeffnete sich dann der Fallschirm und mit einem Ruck wurde man nach oben gerissen und konnte sich wieder normal unterhalten. Nic liess mich den Fallschirm steuern und wir unterhielten uns als waeren wir gerade in einem Cafe oder in einem Pub. 
Nic und ich nach der sicheren Landung!
Einfach nur genial: Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite Gletscher und Berge. Besser geht es nicht und zielsicher segelten wir gen Landeort. Kurz vor der Landung uebernahm Nic wieder und ohne Probleme landeten wir den Fallschirm auf einem Feld, wo die anderen bereits warteten. Ob es nun das Adrenalin war, oder einfach nur das Glueck was man gerade erfahren hatte, egal..alle waren am Lachen und froehlich ging es wieder zurueck nach Franz Josef zum Campingplatz. Ein klasse Erlebnis, was ich jedem empfehlen kann.
Am Campingplatz angekommen und als das Adrenalin etwas abgeklungen war, erschlug uns dann die Muedigkeit. Obwohl man noch gar nicht viel gemacht hatte, war es anscheinend doch alles so aufregend gewesen, dass die Koerper etwas Erholung brauchten. So gingen wir am Abend in die Gletscher Hot Pools und liessen diesen unvergesslichen Tag Revue passieren. Herrlich!
Franz Josef Gletscher!
Am naechsten Tag war dann direkt die naechste Attraktion gebucht. Der Franz Josef Gletscher laesst sich nur innerhalb einer gefuehrten Tour besteigen und das wollten wir dann doch noch mitnehmen. Fuer $123 kein Schnaeppchen, aber wenigsten bekamen wir so den Eintritt zu den Hot Pools am Vorabend umsonst. Equipment (Boots, Socken, Regenjacke,etc..) wurde gestellt und zusammen mit 37 anderen Wanderburschen ging es mit dem Bus Richtung Gletscher. Urspruenglich war ich etwas enttaeuscht, denn so eine Massenabfertigung haette ich fuer das Geld nicht erwartet. Wir gingen durch etwas Buschland und standen bald vor dem Franz Josef Gletscher, der von Weitem schon beeindruckend aussah. Man muss allerdings sagen, dass der Gletscher in den letzten Jahren sehr gelitten hat, denn das meiste ist mittlerweile geschmolzen und in ein paar Wochen soll sogar die Tour nicht mehr stattfinden, da sich ein riesiges Loch vor dem Gletscher entwickelt was bald unpassierbar sein wird. Nochmal Glueck gehabt. Bevor wir auf den Gletscher marschierten wurden wir dann doch in 3 Gruppen unterteilt. Puh, also doch keine Massenabfertigung. 
Bei der Gletscherwanderung..
Die Spikes wurden angeschnallt und nach kurzer Instruktion marschierten wir durch und ueber das Eis. Kleine Hoehlen wurden ausgecheckt und schoene Aussichten bei abermals bestem Wetter genossen. Alles in allem eine coole Erfahrung, die ich nicht haette missen wollen, da ich so etwas noch nie gemacht habe. Aber ich muss auch sagen, dass ich mir mehr davon versprochen haette. Irgendwie habe ich mir vorgestellt ganz auf den Gletscher hinauf zu wandern und nicht in der Mitte stehen zu bleiben. Aber gut man kann nicht alles haben.
Nach der Wanderung um ca. 16:30 ging es dann wieder in den Van und weiter Richtung Queenstown. An dem Abend schafften wir noch einige Kilometer und uebernachteten dann gute 200 km suedlich von Franz Josef auf einem Rastplatz. Hier stellte ich dann fest, dass ich meine Kamera vermisse. Schon vorher hatte Julia meine Kamera nicht finden koennen, aber ich hatte bloederweise in dem Moment nicht naeher nachgeschaut und einfach ihre Kamera benutzt. Nun war sie weg. Handys hatten keinen Empfang und es war 21 Uhr. Scheisse! Einzige Moeglichkeit war, dass ich sie bei der Gletscherwanderung am Ende beim Boots ausziehen vergessen hatte. Es half nichts, nun konnten wir eh nichts mehr machen. Also schlafen!
Blue Pools
Am naechsten Morgen fuhren wir ins naechstgelegene Dorf, von wo ich die Firma anrief. Glueck gehabt, tatsaechlich hatten sie meine Kamera gefunden und waren sogar bereit diese nach Queenstown zu verschicken. Einzig Doofe ist nur, dass gerade Ostern und somit Feiertage sind. Somit wuerde die Kamera mindestens 5 – 6 Tage brauchen. Viel zu viel fuer Queenstown. So rief ich unsere Campervan-Firma an und fragte ob es OK sei, die Kamera zu denen nach Christchurch zu schicken. Klar, no worries! Super, geritzt. Insofern hoffe ich, dass ich am Ende des Trips wieder im Besitz meiner Kamera bin. Zum Glueck haben wir ja noch Julias Kamera, auf die wir nun besonders aufpassen.
Am selben Tag besuchten wir die Blue Pools in der Naehe von dem Telefonort (Namen vergessen). Super blaues Wasser, strahlende Sonne...ihr bekommt das Bild. Dann ging es weiter nach Wanaka, wo ich den letzten Post verfasste und wo wir abends zu “Headhunters” ins Kino gingen. Witziger Zufall: Die Familie die uns Unterschlupf am Anfang der Reise im Norden gewaehrte, empfahl uns einen Buchauthor namens Jo Nesbo. Super gut soll der sein und ich erinnere nur das Buch “The Leopard” auf dem Tisch der Familie liegen. “Headhunters” war uns vor dem Kino noch nie unter gekommen und es stellte sich heraus, dass dieser Film nach einem Buch von, ihr ahnt es, Jo Nesbo gedreht wurde. Sachen gibts ;-)
Lake Hawea und Umgebung...traumhaft!
Wie dem auch sei, das Kino war alles andere als herausragend. Im Kinosaal, was urspruenglich wohl mal eine Garage war, sind alte Couchen aufgebaut und es ist schon alles sehr gemuetlich, aber der Besitzer hat einiges an Charme ueber die Jahre verloren. Nicht besonders freundlich hat ihn wohl der Lonely Planet Eintrag etwas an Gaesten ueberfordert und man hat den Eindruck als hatte er sein Kino lieber, als es noch nicht so bekannt war. Nichts desto trotz war das Eis sehr lecker und die ofenfrischen Cookies in der Halbzeit ein Genuss. Der Film war klasse, um das auch nochmal zu sagen.
Die Nacht verbrachten wir auf einem DOC Campingplatz in Alberttown und am naechsten Tag setzten wir unseren Weg fort nach Queenstown, wo wir uns derzeit befinden. Die Gegend um Wanaka (hier fand gestern eine Luftshow mit alten Kriegsmaschinen statt, was die Kleinstadt mal eben von 500 Einwohnern auf 50000 anwachsen liess!) und Queenstown ist abermals sehr schoen und natuerlich bergig gruen, mit vielen Seen.
Paradiso Kino in Wanaka!
Heute werden wir wohl durch die Stadt wandern, den Park erkunden und auf jeden Fall einen Ferg Burger geniessen, der uns von Suzie empfohlen wurde. Ja, ich weiss es hoert sich so an, als wuerden wir hier nur essen, aber es gibt halt ueberall auch was Besonderes zu essen und Empfehlungen. Da kann man ja nicht immer nein sagen ;-) Gestern gab es heisse Schokolade mit Ingwer und Eiscreme im Patagonia Cafe, ein Hochgenuss.
Morgen bahnen wir unseren Weg weiter Richtung Milford Sound und damit wohl dem suedlichsten Punkt unserer Reise, bevor es wieder Richtung Norden geht. Knapp 8 Tage haben wir noch in Neuseeland, dann kommt Fidschi......stay tuned

Mittwoch, 4. April 2012

Ab in den Sueden!


Am Anfang der Golden Bay Wanderung

Eigentlich gar nicht so lange her, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Trotzdem erscheint es mir angesichts der erlebten Sachen wie eine Ewigkeit. Deswegen nun hier das langersehnte Update.
Im letzten Post hatte ich von unserer Tongariro-Crossing berichtet von der wir uns prompt nach Wellington aufmachten. Von der Tongariro-Crossing habe ich die letzten Tage noch ein Video gemacht, aber es bisher noch nicht geschafft hochzuladen, da die kommerziellen Internetverbindungen hier doch eher schwach sind. Vielleicht kriege ich es spaeter noch hin, dann werde ich den Link noch anfuegen. Aber zurueck zum Wesentlichen.
Die Zeit in Wellington nutzten wir lediglich zum Relaxen und schauten uns neben dem lokalen Kino (Hunger Games) nur das Museum Te Papa an. Dieses ist riesig gross und noch dazu umsonst. Zahlreiche “Benutz mich” - Sachen riefen den Besucher in interaktiven Szenarien zum Mitmachen auf und so fuehlte man sich weniger wie in einem Museum, als vielmehr auf einem grossem Spielplatz mit ganz vielen Knoepfen. Genau nach unserem Geschmack. Doch auch hier hielten wir unseren Aufenthalt kurz, genossen gleich 2 Kaffees in dem Museums-Cafe (dank 2 fuer 1 Gutschein) und verliessen schliesslich mit der Bluebridge Faehre die Nordinsel.
Golden Bay bzw. Abel Tasman NP!
Die Faehre war fuer meine Verhaeltnisse unglaublich luxurioes und so war die 3 ½ stuendige Ueberfahrt dank 2 Kino-Raeume sehr schnell vorrueber.
Der Ankunftsort auf der Suedinsel war Picton, der zwar ein sehr netter Kuestenort ist, aber fuer uns nicht geeignet war um dort die Nacht zu verbringen. Unser naechstes auserkohrenes Ziel war naemlich die Golden Bay, die Bestandteil des Abel Tasman Nationalparks ist. Da wir im spaeten Nachmittag in Picton ankamen, reichte die Zeit leider nicht mehr aus um den gesamten Weg bis dorthin an einem Tag zu schaffen. So verbrachten wir die Nacht in der Naehe von Nelson, dem naechstgroesseren Ort.
Am naechsten Tag ging es dann auf zur Golden Bay. Wieder wurde es sehr bergig, was die Geschwindigkeit des Vorankommens unglaublich minderte, aber das kannten wir ja schon von der Nordinsel. An vielen Obst- und Gemuesefarmen (sogar Pferdescheisse wird hier verkauft...wirklich wahr!) sind wir vorbeigefahren und wir waren uns sicher uns hier auf dem Rueckweg mit frischem Obst einzudecken. 
Vorher lagen da noch 3 Saecke...2 gab es zum Abendessen!
Dann endlich angekommen. Im Visitor-Centre riet man uns zu einem Loop-Walk, von dem man “magical” und noch mehr “magical” Buchten und Straende sehen konnte. 19 km sollte dieser Wanderweg lang sein. Alles klar, dass schaffen wir gerade noch vor der Daemmerung. Gesagt, getan und auf ging es schon wieder zum Wandern. Um es hier etwas abzukuerzen befanden wir das Ganze zwar als sehr schoen, aber nicht gerade “mind-blowing” und schon gar nicht “magical”! Die Seeloewen am Separation-Point waren wie immer schoen anzusehen und auch sonst war es natuerlich eine klasse Natur, aber der Walk bestand eigentlich mehr aus Dschungel als aus Buchten und Straenden. Am Ende dann doch ziemlich erschoepft waren wir froh wieder im Auto zu sitzen und schafften noch ein paar Kilometer bevor wir auf einem Berg-Rastplatz uebernachteten. 
Riesige Ice-Creams von der Imkerei!
Inzwischen haben wir herausgefunden, dass ueberall wo ein “No Camping” Schild aufgebaut ist, man im Umkreis von 200 Metern nicht campen kann. Auf den meisten Rastplaetzen steht ein solches Schild, aber manchmal ist es etwas versteckt und wer geht schon einen Radius von 200 Metern um sein Auto um zu checken. Bislang ist es alles gut gegangen.
Naja, auf dem Platz wo wir jene Nacht uebernachteten war ein solches Schild und wir beschlossen sehr frueh aufzustehen um einer eventuellen Strafe von $200 aus dem Weg zu gehen. Ach ja, da faellt mir ein, dass wir die Nacht davor auch auf einem oeffentlichen Parkplatz verbracht haben und am Morgen danach, just als ich im Schlafanzug aus dem Camper gestiegen bin, eine alte Frau aus dem gegenueberliegenden Haus gekommen ist. Es sei hier ueberall verboten zu campen bzw. ueber Nacht zu parken. Sie haette es mir auch schon gestern Abend gesagt, aber da war sie wohl “undressed” und sie hat es dann vergessen. Sie bot uns an, bei ihr auf dem Grundstueck zu parken, aber da wir sowieso aufbrechen wollten, sagte ich lieb Danke und wir machten uns auf dem Weg. Einfach nett, die Neuseelaender!
Die laengste Haengebruecke in NZ!
Nach der Golden Bay, wollten wir eigentlich noch etwas mehr von dem Abel Tasman NP erkunden. Das Bloede ist nur, dass man nicht direkt an die schoenen Buchten heranfahren kann, weil diese nur vom Wasser anfahrbar sind. So muss man sich ein Wassertaxi buchen, was pro Fahrt pro Person 30 Dollar kosten wuerde. Unser ausgesuchter Trip haette so ungefaehr 70 Dollar pro Person gekostet und nachdem wir schon die Golden Bay trotz super Wetter als nicht so spektakulaer empfunden haben, sparten wir uns dieses und setzten unseren Weg gen Sueden fort.
Auf dem Weg nach Punaiki, haben wir uns wie auf dem Hinweg ueberlegt mit lokalem Obst und Gemuese zu absoluten Spotpreisen eingedeckt und unter Anderem das leckerste und groesste Eis gegessen. Die sehr nette Besitzerin einer Imkerei verkaufte neben Honig auch frisch gemachtes Eis mit eigenen Fruechten und hat uns eine mega Portion gemacht (siehe Bild!).
Vor Punakaiki, nur schoen!
Alsbald kamen wir auch an Neuseelands laengster Haengebruecke vorbei. Diese sollte natuerlich auch noch mitgenommen werden, aber im Nachhinein waren es diese $5 Eintritt nicht wirklich wert. Zwar war die Bruecke ganz nett, aber das war es dann auch. Die versprochenen “Walks” waren ein Witz, denn neben alten abgewrackten Traktoren gab es dort absolut gar nichts zu sehen. Das Ganze war ein alter Gold-Minen Ort und deswegen wohl historisch von Interesse, aber fuer die 0-8-15 Touris bzw. die erfahrenen Walker wie uns blieb die Bruecke das Einzig-erwaehnenswerte.
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob wir schon am selben Abend den Weg nach Punakaiki schafften oder die Nacht doch noch woanders verbrachten. Ist auch egal, jedenfalls goennten wir uns in Punakaiki mal wieder einen Campingplatz mit Strom und Duschen. Herrlich!
Pancake-Rocks
Die Region um Punakaiki ist wirklich super schoen. Abgelegene Kuestenlandschaften, strahlende Straende und das ganze uebersaeht mit gruenen Baeumen bzw. Palmen. Einfach nur atemberaubend. In Punakaiki selbst gibt es eine grosse Sehenswuerdigkeit, naemlich die Pancake-Rocks. Diese Felsformationen sehen so aus Sicht der Namensgeber so aus als haette man mehrere Pfannekuchen uebereinander gestapelt. Mit viel Phantasie kann ich diesem zustimmen, aber urteilt selbst. In diese Felsen haben sich ueber die Jahre durch das Wasser grosse Loecher gefressen, welche als Blowholes bezeichnet werden. Insgesamt war es ein beeindruckendes Bild und zusammen mit dem unglaublich schoenen Wetter starteten wir in einen klasse Tag hinein.
Angeln in Greymouth...it's not over, yet!
An selbigem setzten wir unseren Weg weiter nach Greymouth fort, wo ich den Grundstein meiner zukuenftigen Karriere als Angler legte. In dem Global Village Hostel (ein absolutes super Hostel, was so geschmackvoll eingerichtet war, dass man gut ein paar Stunden im Hostel damit verbringen konnte sich das Interieur anzugucken!) konnte man sich eine Angel samt Angelhaken ausleihen und das Ganze auch noch fuer umsonst. Da habe ich zugeschlagen. Einzige Bedingung: Pro Angelhaken, den man verliert muss man 6 Dollar bezahlen. Fair enough! Kurz entschlossen fuhren wir den Angelspot in Greymouth an, wo ich vermutete zumindestens einen anderen lokalen Angler zu begegnen. Pustekuchen. Keiner da! So versuchte ich es auf eigene Faust und obwohl ich einige Startschwierigkeiten mit dem Auswerfen hatte, klappte es nach einer Weile ganz gut. Ich warf aus und kurbelte den Haken wieder ein. Dann hat er sich das erste Mal verheddert in den Steinen.
Mittag in Hokitika!
Das war dann nicht mehr so witzig, denn schliesslich waren es ja $5 pro Haken. Aber dank meiner Expertise bekam ich das Mistding wieder los und beschloss kurzerhand den Spot zu wechseln, denn hier biss ja nichts an. Das Ende vom Lied war dann, dass ich bei dem zweiten, viel besseren Spot 2 Angelhaken dem Meer ueberlassen habe und schliesslich mit leeren Haenden und $12 leichter das Angelzubehoer zurueckgab. Ein wenig enttaeuschend war es, aber ganz ehrlich: Es hat mir sehr Spass gemacht und war jetzt schon wieder am ueberlegen mir eine Angel auszuleihen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Es steht 1 zu 0 fuer die Fische, aber ich ziehe bald nach, glaubt mir!
Nach einer entspannten Nacht in Greymouth und Sport am Morgen ging es dann weiter ueber die Jade Stadt Hokitika nach Franz Josef zum Gletscher. 
Guter Dinge vor dem Skydive!
Urspruenglich hatte ich geplant in Barrytown mir einen Knochenanhaenger zu “schnitzen”, aber der Mann der dieses in einem Kurs anbot ist leider vor einigen Monaten umgekommen und somit wird dieses Vorhaben auf Christchurch aufgeschoben.
In Hokitika haben wir voellig ausgehungert, am Strand Mittag gegessen und anschliessend in einem kleinem Stadtbummel die Stadt erkundet. Dies endete in einem erneuten Fruchteis-Kauf und abermals wurden wir von der Groesse nicht enttauescht. Zwar konnte es nicht mit der Imker-Frau mithalten, aber lecker war es alle mal. Zuvor unterhielten wir uns noch mit einem Hollaender und einem Australier, die wir am Strand trafen. So damit waere das auch erwaehnt.
Der schlimmste und beste Moment!
Den Abend verbrachten wir in einem D.O.C. - Camp direkt vor dem Franz Josef Gletscher. Hier hatten wir am naechsten Tag einen Skydive gebucht und voller Vorfreude schliefen wir die kalte Nacht etwas unruhig.
Ich muss leider an dieser Stelle Schluss machen, werde aber trotzdem schon mal ein paar Bilder von dem Skydive hinzufuegen. Wir muessen naemlich jetzt unser Auto vom Parkplatz wegbewegen, hier in Wanaka, bevor es dann gleich wiedermal ins Kino geht. Aber kein normales Kino. In diesem stehen alte Couchen und man kann sich frisch gebackene Cookies bzw. anderes Essen (Pizza, etc.) servieren lassen. Ich bin schon sehr gespannt. Beim naechsten Post werde ich dann von unserem Skydive berichten und von der nachfolgenden Gletscherwanderung....also stay tuned!