![]() |
| Am Anfang der Golden Bay Wanderung |
Eigentlich gar nicht so
lange her, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Trotzdem
erscheint es mir angesichts der erlebten Sachen wie eine Ewigkeit.
Deswegen nun hier das langersehnte Update.
Im letzten Post hatte
ich von unserer Tongariro-Crossing berichtet von der wir uns prompt
nach Wellington aufmachten. Von der Tongariro-Crossing habe ich die
letzten Tage noch ein Video gemacht, aber es bisher noch nicht
geschafft hochzuladen, da die kommerziellen Internetverbindungen hier
doch eher schwach sind. Vielleicht kriege ich es spaeter noch hin,
dann werde ich den Link noch anfuegen. Aber zurueck zum Wesentlichen.
Die Zeit in Wellington
nutzten wir lediglich zum Relaxen und schauten uns neben dem lokalen
Kino (Hunger Games) nur das Museum Te Papa an. Dieses ist riesig
gross und noch dazu umsonst. Zahlreiche “Benutz mich” - Sachen
riefen den Besucher in interaktiven Szenarien zum Mitmachen auf und
so fuehlte man sich weniger wie in einem Museum, als vielmehr auf
einem grossem Spielplatz mit ganz vielen Knoepfen. Genau nach unserem
Geschmack. Doch auch hier hielten wir unseren Aufenthalt kurz,
genossen gleich 2 Kaffees in dem Museums-Cafe (dank 2 fuer 1
Gutschein) und verliessen schliesslich mit der Bluebridge Faehre die
Nordinsel.
![]() |
| Golden Bay bzw. Abel Tasman NP! |
Die Faehre war fuer
meine Verhaeltnisse unglaublich luxurioes und so war die 3 ½
stuendige Ueberfahrt dank 2 Kino-Raeume sehr schnell vorrueber.
Der Ankunftsort auf der
Suedinsel war Picton, der zwar ein sehr netter Kuestenort ist, aber
fuer uns nicht geeignet war um dort die Nacht zu verbringen. Unser
naechstes auserkohrenes Ziel war naemlich die Golden Bay, die
Bestandteil des Abel Tasman Nationalparks ist. Da wir im spaeten
Nachmittag in Picton ankamen, reichte die Zeit leider nicht mehr aus
um den gesamten Weg bis dorthin an einem Tag zu schaffen. So
verbrachten wir die Nacht in der Naehe von Nelson, dem
naechstgroesseren Ort.
Am naechsten Tag ging
es dann auf zur Golden Bay. Wieder wurde es sehr bergig, was die
Geschwindigkeit des Vorankommens unglaublich minderte, aber das
kannten wir ja schon von der Nordinsel. An vielen Obst- und
Gemuesefarmen (sogar Pferdescheisse wird hier verkauft...wirklich
wahr!) sind wir vorbeigefahren und wir waren uns sicher uns hier auf
dem Rueckweg mit frischem Obst einzudecken.
![]() |
| Vorher lagen da noch 3 Saecke...2 gab es zum Abendessen! |
Dann endlich angekommen.
Im Visitor-Centre riet man uns zu einem Loop-Walk, von dem man
“magical” und noch mehr “magical” Buchten und Straende sehen
konnte. 19 km sollte dieser Wanderweg lang sein. Alles klar, dass
schaffen wir gerade noch vor der Daemmerung. Gesagt, getan und auf
ging es schon wieder zum Wandern. Um es hier etwas abzukuerzen
befanden wir das Ganze zwar als sehr schoen, aber nicht gerade
“mind-blowing” und schon gar nicht “magical”! Die Seeloewen
am Separation-Point waren wie immer schoen anzusehen und auch sonst
war es natuerlich eine klasse Natur, aber der Walk bestand eigentlich
mehr aus Dschungel als aus Buchten und Straenden. Am Ende dann doch
ziemlich erschoepft waren wir froh wieder im Auto zu sitzen und
schafften noch ein paar Kilometer bevor wir auf einem Berg-Rastplatz
uebernachteten.
![]() |
| Riesige Ice-Creams von der Imkerei! |
Inzwischen haben wir herausgefunden, dass ueberall wo
ein “No Camping” Schild aufgebaut ist, man im Umkreis von 200
Metern nicht campen kann. Auf den meisten Rastplaetzen steht ein
solches Schild, aber manchmal ist es etwas versteckt und wer geht
schon einen Radius von 200 Metern um sein Auto um zu checken. Bislang
ist es alles gut gegangen.
Naja, auf dem Platz wo
wir jene Nacht uebernachteten war ein solches Schild und wir
beschlossen sehr frueh aufzustehen um einer eventuellen Strafe von
$200 aus dem Weg zu gehen. Ach ja, da faellt mir ein, dass wir die
Nacht davor auch auf einem oeffentlichen Parkplatz verbracht haben
und am Morgen danach, just als ich im Schlafanzug aus dem Camper
gestiegen bin, eine alte Frau aus dem gegenueberliegenden Haus
gekommen ist. Es sei hier ueberall verboten zu campen bzw. ueber
Nacht zu parken. Sie haette es mir auch schon gestern Abend gesagt,
aber da war sie wohl “undressed” und sie hat es dann vergessen.
Sie bot uns an, bei ihr auf dem Grundstueck zu parken, aber da wir
sowieso aufbrechen wollten, sagte ich lieb Danke und wir machten uns
auf dem Weg. Einfach nett, die Neuseelaender!
![]() |
| Die laengste Haengebruecke in NZ! |
Nach der Golden Bay,
wollten wir eigentlich noch etwas mehr von dem Abel Tasman NP
erkunden. Das Bloede ist nur, dass man nicht direkt an die schoenen
Buchten heranfahren kann, weil diese nur vom Wasser anfahrbar sind.
So muss man sich ein Wassertaxi buchen, was pro Fahrt pro Person 30
Dollar kosten wuerde. Unser ausgesuchter Trip haette so ungefaehr 70
Dollar pro Person gekostet und nachdem wir schon die Golden Bay trotz
super Wetter als nicht so spektakulaer empfunden haben, sparten wir
uns dieses und setzten unseren Weg gen Sueden fort.
Auf dem Weg nach
Punaiki, haben wir uns wie auf dem Hinweg ueberlegt mit lokalem Obst
und Gemuese zu absoluten Spotpreisen eingedeckt und unter Anderem das
leckerste und groesste Eis gegessen. Die sehr nette Besitzerin einer
Imkerei verkaufte neben Honig auch frisch gemachtes Eis mit eigenen
Fruechten und hat uns eine mega Portion gemacht (siehe Bild!).
![]() |
| Vor Punakaiki, nur schoen! |
Alsbald kamen wir auch
an Neuseelands laengster Haengebruecke vorbei. Diese sollte
natuerlich auch noch mitgenommen werden, aber im Nachhinein waren es
diese $5 Eintritt nicht wirklich wert. Zwar war die Bruecke ganz
nett, aber das war es dann auch. Die versprochenen “Walks” waren
ein Witz, denn neben alten abgewrackten Traktoren gab es dort absolut
gar nichts zu sehen. Das Ganze war ein alter Gold-Minen Ort und
deswegen wohl historisch von Interesse, aber fuer die 0-8-15 Touris
bzw. die erfahrenen Walker wie uns blieb die Bruecke das
Einzig-erwaehnenswerte.
Ich bin mir nicht mehr
ganz sicher, ob wir schon am selben Abend den Weg nach Punakaiki
schafften oder die Nacht doch noch woanders verbrachten. Ist auch
egal, jedenfalls goennten wir uns in Punakaiki mal wieder einen
Campingplatz mit Strom und Duschen. Herrlich!
![]() |
| Pancake-Rocks |
Die Region um Punakaiki
ist wirklich super schoen. Abgelegene Kuestenlandschaften, strahlende
Straende und das ganze uebersaeht mit gruenen Baeumen bzw. Palmen.
Einfach nur atemberaubend. In Punakaiki selbst gibt es eine grosse
Sehenswuerdigkeit, naemlich die Pancake-Rocks. Diese Felsformationen
sehen so aus Sicht der Namensgeber so aus als haette man mehrere
Pfannekuchen uebereinander gestapelt. Mit viel Phantasie kann ich
diesem zustimmen, aber urteilt selbst. In diese Felsen haben sich
ueber die Jahre durch das Wasser grosse Loecher gefressen, welche als
Blowholes bezeichnet werden. Insgesamt war es ein beeindruckendes
Bild und zusammen mit dem unglaublich schoenen Wetter starteten wir
in einen klasse Tag hinein.
![]() |
| Angeln in Greymouth...it's not over, yet! |
An selbigem setzten wir
unseren Weg weiter nach Greymouth fort, wo ich den Grundstein meiner
zukuenftigen Karriere als Angler legte. In dem Global Village Hostel
(ein absolutes super Hostel, was so geschmackvoll eingerichtet war,
dass man gut ein paar Stunden im Hostel damit verbringen konnte sich
das Interieur anzugucken!) konnte man sich eine Angel samt Angelhaken
ausleihen und das Ganze auch noch fuer umsonst. Da habe ich
zugeschlagen. Einzige Bedingung: Pro Angelhaken, den man verliert
muss man 6 Dollar bezahlen. Fair enough! Kurz entschlossen fuhren wir
den Angelspot in Greymouth an, wo ich vermutete zumindestens einen
anderen lokalen Angler zu begegnen. Pustekuchen. Keiner da! So
versuchte ich es auf eigene Faust und obwohl ich einige
Startschwierigkeiten mit dem Auswerfen hatte, klappte es nach einer
Weile ganz gut. Ich warf aus und kurbelte den Haken wieder ein. Dann
hat er sich das erste Mal verheddert in den Steinen.
![]() |
| Mittag in Hokitika! |
Das war dann
nicht mehr so witzig, denn schliesslich waren es ja $5 pro Haken.
Aber dank meiner Expertise bekam ich das Mistding wieder los und
beschloss kurzerhand den Spot zu wechseln, denn hier biss ja nichts
an. Das Ende vom Lied war dann, dass ich bei dem zweiten, viel
besseren Spot 2 Angelhaken dem Meer ueberlassen habe und schliesslich
mit leeren Haenden und $12 leichter das Angelzubehoer zurueckgab. Ein
wenig enttaeuschend war es, aber ganz ehrlich: Es hat mir sehr Spass
gemacht und war jetzt schon wieder am ueberlegen mir eine Angel
auszuleihen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Es steht 1 zu
0 fuer die Fische, aber ich ziehe bald nach, glaubt mir!
Nach einer entspannten
Nacht in Greymouth und Sport am Morgen ging es dann weiter ueber die
Jade Stadt Hokitika nach Franz Josef zum Gletscher.
![]() |
| Guter Dinge vor dem Skydive! |
Urspruenglich
hatte ich geplant in Barrytown mir einen Knochenanhaenger zu
“schnitzen”, aber der Mann der dieses in einem Kurs anbot ist
leider vor einigen Monaten umgekommen und somit wird dieses Vorhaben
auf Christchurch aufgeschoben.
In Hokitika haben wir
voellig ausgehungert, am Strand Mittag gegessen und anschliessend in
einem kleinem Stadtbummel die Stadt erkundet. Dies endete in einem
erneuten Fruchteis-Kauf und abermals wurden wir von der Groesse nicht
enttauescht. Zwar konnte es nicht mit der Imker-Frau mithalten, aber
lecker war es alle mal. Zuvor unterhielten wir uns noch mit einem
Hollaender und einem Australier, die wir am Strand trafen. So damit
waere das auch erwaehnt.
![]() |
| Der schlimmste und beste Moment! |
Den Abend verbrachten
wir in einem D.O.C. - Camp direkt vor dem Franz Josef Gletscher. Hier
hatten wir am naechsten Tag einen Skydive gebucht und voller
Vorfreude schliefen wir die kalte Nacht etwas unruhig.
Ich muss leider an
dieser Stelle Schluss machen, werde aber trotzdem schon mal ein paar Bilder von dem Skydive hinzufuegen. Wir
muessen naemlich jetzt unser Auto vom Parkplatz wegbewegen, hier in
Wanaka, bevor es dann gleich wiedermal ins Kino geht. Aber kein
normales Kino. In diesem stehen alte Couchen und man kann sich frisch
gebackene Cookies bzw. anderes Essen (Pizza, etc.) servieren lassen.
Ich bin schon sehr gespannt. Beim naechsten Post werde ich dann von
unserem Skydive berichten und von der nachfolgenden
Gletscherwanderung....also stay tuned!











Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen