![]() |
| Guter Dinge vor dem Skydive! |
http://www.mediafire.com/?1r1mbwflgja2wms
Ich weiss nicht genau, wie viele es sich herunterladen koennen, aber probiert es einfach. Ich hoffe es klappt! So und damit zurueck zum eigentlichen Blogeintrag...
In Queenstown angekommen nutze ich die Zeit um meinen letzten Blogeintrag fortzusetzen. Stehen geblieben war ich bei dem Tag unseres Skydives am Franz Josef Gletscher (vor nunmehr 4 Tagen). Den Skydive buchten wir mit einer Firma am Fox Gletscher, denn diese erlaubte es uns waehrend des Fluges und waehrend des Fallschirmfliegens unsere eigenen Fotos mit mitgebrachter Kamera zu schiessen bzw Videos zu drehen. Bei anderen Firmen zahlt man fuer von der Firma geschossene Fotos bzw gedrehte Videos gut nochmal einige hundert Dollar oben drauf. Somit fiel die Entscheidung auf die Firma beim Fox Gletscher. Der Fox und Franz Josef Gletscher sind sowieso genau nebeneinander und insofern macht es keinen grossen Unterschied, wo man aus dem Flugzeug springt, denn von oben sieht man sie beide!
Unser einzige Sorge war
an jenem Tag das Wetter, denn bei wolkenbedeckten Himmel waere alles
doch nur halb so gut gewesen. Aber schon kurz nach dem Aufstehen
hatten sich jene Bedenken in Luft aufgeloest, denn der Himmel zeigte
sich wolkenfrei und mit strahlender Sonne. Klasse.
![]() |
| Aus dem Flugzeug: Mt Cook und Mt Tasman! |
Wir checkten ins Hostel
bzw. auf dem Campingplatz ein und wurden alsbald vom skydiveNZ Van
abgeholt. Waehrend der Fahrt zum “Flughafen” klaerte sie uns
ueber moegliche Absprunghoehen und damit verbundene Kosten auf und
bestaetigte uns nochmal, dass heute ein super schoener Tag zum
skydiven sei. Ja gut, das sagt sie wahrscheinlich jeden Tag und auch
wenns regnet, aber trotzdem haben wir uns gefreut.
Wir hatten uns schon
vorher fuer den 12000 ft hohen Absprung entschieden, denn dieser war
mit $299 der billigste und fuer den ersten Skydive unseres Leben
sollten wohl 45 Sekunden freier Fall genuegen. Dann ging alles
furchtbar schnell. Bezahlen sollten wir nach dem skydive und dann
wurden wir auch schon in unsere Anzuege manoevriert. Der Chef gab uns
noch einen Schnellkurs, was wir alles beachten sollten. Erst:
Bananenstellung beim Absprung. Dann beim ersten Klopfen, die Haende
vom Harnisch nehmen. Beim zweiten Klopfen oeffnet sich der Fallschirm
usw. Viel zu viel Informationen fuer uns in dem Moment. Naja wir
hatten eh noch etwas Zeit, denn die Firma hatte nur ein Flugzeug bzw.
begrenzt viele Tandem-Partner und vor uns sollte das Flugzeug noch 2x
abheben, bevor wir drankamen. Dann war es soweit.
![]() |
| Ich geb zu mir war etwas mulmig... |
Unsere
Tandem-Partner stellten sich uns vor. Nic, mein Partner, kam aus
Suedafrika und seitdem er mit 10 das erste Mal mit seinem Vater
gesprungen ist, skydived er sein Leben lang. Mit Rastalocken und
super entspannt hatte er etwas sehr Beruhigendes an sich und
komischerweise war ich in dem Moment auch noch gar nicht so
aufgeregt. Erste Aktion von ihm war es mir aus dem Harnisch, den der
Chef mir angelegt hat, herauszuhelfen. “Viel zu ungemuetlich...hier
wir nehmen den..und den mach ich dann im Flugzeug fest....relax
erstmal”. Nic, geiler Typ!
Dann gingen wir zum
Flugzeug und hoben ab. Unbeschreiblich schoene Berglangschaften
liessen wir unter uns. Direkt vor an den Gipfel des Mt. Cook und Mt.
Tasman ging es Richtung Absprungort.
Die Aufregung kam dann
so richtig, als die Klappe von dem Flugzeug in 12000 Fuss aufgemacht
wurde und die 2 anderen vor mir heraussprangen. Wir robbten zusammen
gekettet auf die Tuer zu und als der Wind (das Flugzeug fliegt mit
guten 150 km/h beim Absprung) meine Beine erfasste ging mein Arsch
dann endgueltig auf Grundeis und mein Puls war so hoch wie noch nie.
![]() |
| Aussicht waehrend des Fallschirmflugs! |
1, 2, 3 und hebb.....Ahhhhh uuuuaaahhshhhh..so in etwa waren meine
Wortlaute fuer die ersten 10 Sekunden des freien Falls. Voellig
ueberwaeltigt durch das Adrenalin und den Schock kann man die ersten
2 -3 Sekunden des Falls nicht so richtig geniessen, aber danach ist
es einfach unbeschreiblich. Man rast durch die Luft, schwerelos wie
es scheint, und versucht die Schoenheit foermlich einzusaugen ohne
das Atmen zu vergessen. Nic hatte mir im Vorherein gesagt, ich solle
nicht vergessen zu atmen, denn daraus resultieren die meisten
Kopfschmerzen und nicht gutes Empfinden beim Free Fall. So bloed es
sich anhoert, aber das war wirklich eine gute Information, denn durch
den Adrenalinstoss vergisst man so Einiges in dieser Hoehe.
Nach einer kleinen
Ewigkeit oeffnete sich dann der Fallschirm und mit einem Ruck wurde
man nach oben gerissen und konnte sich wieder normal unterhalten. Nic
liess mich den Fallschirm steuern und wir unterhielten uns als waeren
wir gerade in einem Cafe oder in einem Pub.
![]() |
| Nic und ich nach der sicheren Landung! |
Einfach nur genial: Auf
der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite Gletscher und Berge.
Besser geht es nicht und zielsicher segelten wir gen Landeort. Kurz
vor der Landung uebernahm Nic wieder und ohne Probleme landeten wir
den Fallschirm auf einem Feld, wo die anderen bereits warteten. Ob es
nun das Adrenalin war, oder einfach nur das Glueck was man gerade
erfahren hatte, egal..alle waren am Lachen und froehlich ging es
wieder zurueck nach Franz Josef zum Campingplatz. Ein klasse
Erlebnis, was ich jedem empfehlen kann.
Am Campingplatz
angekommen und als das Adrenalin etwas abgeklungen war, erschlug uns
dann die Muedigkeit. Obwohl man noch gar nicht viel gemacht hatte,
war es anscheinend doch alles so aufregend gewesen, dass die Koerper
etwas Erholung brauchten. So gingen wir am Abend in die Gletscher Hot
Pools und liessen diesen unvergesslichen Tag Revue passieren.
Herrlich!
![]() |
| Franz Josef Gletscher! |
Am naechsten Tag war
dann direkt die naechste Attraktion gebucht. Der Franz Josef
Gletscher laesst sich nur innerhalb einer gefuehrten Tour besteigen
und das wollten wir dann doch noch mitnehmen. Fuer $123 kein
Schnaeppchen, aber wenigsten bekamen wir so den Eintritt zu den Hot
Pools am Vorabend umsonst. Equipment (Boots, Socken,
Regenjacke,etc..) wurde gestellt und zusammen mit 37 anderen
Wanderburschen ging es mit dem Bus Richtung Gletscher. Urspruenglich
war ich etwas enttaeuscht, denn so eine Massenabfertigung haette ich
fuer das Geld nicht erwartet. Wir gingen durch etwas Buschland und
standen bald vor dem Franz Josef Gletscher, der von Weitem schon
beeindruckend aussah. Man muss allerdings sagen, dass der Gletscher
in den letzten Jahren sehr gelitten hat, denn das meiste ist
mittlerweile geschmolzen und in ein paar Wochen soll sogar die Tour
nicht mehr stattfinden, da sich ein riesiges Loch vor dem Gletscher
entwickelt was bald unpassierbar sein wird. Nochmal Glueck gehabt.
Bevor wir auf den Gletscher marschierten wurden wir dann doch in 3
Gruppen unterteilt. Puh, also doch keine Massenabfertigung.
![]() |
| Bei der Gletscherwanderung.. |
Die
Spikes wurden angeschnallt und nach kurzer Instruktion marschierten
wir durch und ueber das Eis. Kleine Hoehlen wurden ausgecheckt und
schoene Aussichten bei abermals bestem Wetter genossen. Alles in
allem eine coole Erfahrung, die ich nicht haette missen wollen, da
ich so etwas noch nie gemacht habe. Aber ich muss auch sagen, dass
ich mir mehr davon versprochen haette. Irgendwie habe ich mir
vorgestellt ganz auf den Gletscher hinauf zu wandern und nicht in der
Mitte stehen zu bleiben. Aber gut man kann nicht alles haben.
Nach der Wanderung um
ca. 16:30 ging es dann wieder in den Van und weiter Richtung
Queenstown. An dem Abend schafften wir noch einige Kilometer und
uebernachteten dann gute 200 km suedlich von Franz Josef auf einem
Rastplatz. Hier stellte ich dann fest, dass ich meine Kamera
vermisse. Schon vorher hatte Julia meine Kamera nicht finden koennen,
aber ich hatte bloederweise in dem Moment nicht naeher nachgeschaut
und einfach ihre Kamera benutzt. Nun war sie weg. Handys hatten
keinen Empfang und es war 21 Uhr. Scheisse! Einzige Moeglichkeit war,
dass ich sie bei der Gletscherwanderung am Ende beim Boots ausziehen
vergessen hatte. Es half nichts, nun konnten wir eh nichts mehr
machen. Also schlafen!
![]() |
| Blue Pools |
Am naechsten Morgen
fuhren wir ins naechstgelegene Dorf, von wo ich die Firma anrief.
Glueck gehabt, tatsaechlich hatten sie meine Kamera gefunden und
waren sogar bereit diese nach Queenstown zu verschicken. Einzig Doofe
ist nur, dass gerade Ostern und somit Feiertage sind. Somit wuerde
die Kamera mindestens 5 – 6 Tage brauchen. Viel zu viel fuer
Queenstown. So rief ich unsere Campervan-Firma an und fragte ob es OK
sei, die Kamera zu denen nach Christchurch zu schicken. Klar, no
worries! Super, geritzt. Insofern hoffe ich, dass ich am Ende des
Trips wieder im Besitz meiner Kamera bin. Zum Glueck haben wir ja
noch Julias Kamera, auf die wir nun besonders aufpassen.
Am selben Tag besuchten
wir die Blue Pools in der Naehe von dem Telefonort (Namen vergessen).
Super blaues Wasser, strahlende Sonne...ihr bekommt das Bild. Dann
ging es weiter nach Wanaka, wo ich den letzten Post verfasste und wo
wir abends zu “Headhunters” ins Kino gingen. Witziger Zufall: Die
Familie die uns Unterschlupf am Anfang der Reise im Norden gewaehrte,
empfahl uns einen Buchauthor namens Jo Nesbo. Super gut soll der sein
und ich erinnere nur das Buch “The Leopard” auf dem Tisch der
Familie liegen. “Headhunters” war uns vor dem Kino noch nie unter
gekommen und es stellte sich heraus, dass dieser Film nach einem Buch
von, ihr ahnt es, Jo Nesbo gedreht wurde. Sachen gibts ;-)
![]() |
| Lake Hawea und Umgebung...traumhaft! |
Wie dem auch sei, das
Kino war alles andere als herausragend. Im Kinosaal, was
urspruenglich wohl mal eine Garage war, sind alte Couchen aufgebaut
und es ist schon alles sehr gemuetlich, aber der Besitzer hat einiges
an Charme ueber die Jahre verloren. Nicht besonders freundlich hat
ihn wohl der Lonely Planet Eintrag etwas an Gaesten ueberfordert und
man hat den Eindruck als hatte er sein Kino lieber, als es noch nicht
so bekannt war. Nichts desto trotz war das Eis sehr lecker und die
ofenfrischen Cookies in der Halbzeit ein Genuss. Der Film war klasse,
um das auch nochmal zu sagen.
Die Nacht verbrachten
wir auf einem DOC Campingplatz in Alberttown und am naechsten Tag
setzten wir unseren Weg fort nach Queenstown, wo wir uns derzeit
befinden. Die Gegend um Wanaka (hier fand gestern eine Luftshow mit
alten Kriegsmaschinen statt, was die Kleinstadt mal eben von 500
Einwohnern auf 50000 anwachsen liess!) und Queenstown ist abermals
sehr schoen und natuerlich bergig gruen, mit vielen Seen.
![]() |
| Paradiso Kino in Wanaka! |
Heute werden wir wohl
durch die Stadt wandern, den Park erkunden und auf jeden Fall einen
Ferg Burger geniessen, der uns von Suzie empfohlen wurde. Ja, ich
weiss es hoert sich so an, als wuerden wir hier nur essen, aber es
gibt halt ueberall auch was Besonderes zu essen und Empfehlungen. Da
kann man ja nicht immer nein sagen ;-) Gestern gab es heisse
Schokolade mit Ingwer und Eiscreme im Patagonia Cafe, ein Hochgenuss.
Morgen bahnen wir
unseren Weg weiter Richtung Milford Sound und damit wohl dem
suedlichsten Punkt unserer Reise, bevor es wieder Richtung Norden
geht. Knapp 8 Tage haben wir noch in Neuseeland, dann kommt
Fidschi......stay tuned










hey,
AntwortenLöschenman kommt ja gar nicht mehr hinterher mit Lesen :)
Schönes Video und wieder super geschriebener Blog!
Die Landschaft sschaut echt super schön aus und deinen Skydive konnte ich mir richtig gut vorstellen mit deinen Beschreibungen.
Frohe Ostern,
Alex
Moin Alex,
AntwortenLöschenklasse immer wieder von dir zu hoeren. Freut mich wirklich. Wie geht es dir? Alles gut in MUC?
Ich freue mich schon darauf in ein paar Monaten dir einen Besuch abzustatten. Egal bei welchem Wetter gehen wir zum Biergarten!
Frohe Ostern,
Roland
Servus Roland,
AntwortenLöschenalles super hier in München, außer das Wetter ist grade total mies und das grade zu Ostern :( Aber es soll dann aber auch hier wieder schöner werden, sodass wieder vermehrt Biergartenbesuche und andere Freizeitaktivitäten an frischer Luft möglich werden. Ansonsten halt viel, viel Arbeit, aber hält sich noch in Grenzen, bzw. lassen wir uns jetzt nicht mehr so stressen und versuchen Qualität zu liefern ;-)
Ihr seid beide natürlich herzlich Willkommen mir einen Besuch abzustatten. Eine Unterkunft kann ich auch anbieten und der Biergarten ist auch nicht weit entfernt :)
Also weiter ne schöne Zeit euch! man sieht sich,
Alex