Mittwoch, 25. April 2012

Fiji-Time


"Shopping Centre" in Newtown (Nadi)

Sooo neueste Informationen kommen heute aus bzw. von Fiji. Genauer von Waya, einer kleinen Insel inmitten der Yasawas. Waehrend unser kleinen Inselhopping-Tour haben wir leider kein Internet bzw. nur sehr langsames und deswegen weiss ich nicht wann ich diesen Blog hochladen kann, aber spaetestens in einer Woche seit ihr wieder auf dem Laufenden.
Die letzten Tage in Christchurch waren entspannt und neben etwas Sport und Einkaufen haben wir nicht wirklich viel gemacht. Das Canterbury House in dem wir unterkamen war wirklich ein Wohnhaus, was ehemals als Englisch-Schule taugte. Dank der Erdbeben waren aber immer mehr Eltern besorgt ihre Kinder nach Christchurch zum Englisch-lernen zu schicken und somit hat der Besitzer es kurzerhand zu einem Hostel umfunktioniert. Der Senior und seine japanische Frau machten aber nicht den Eindruck als wuerden sie super erfreut darueber sein, dass jeden Tag neue Gaeste ankommen und Freundlichkeit schien eher aufgespielt. Wie dem auch sei. Wir buchten unsere Unterkunft fuer Fiji und haben sogar schon Auto und erste Unterkunft fuer die USA gebucht. Nach den 11 Tagen in Fiji werden wir uns in L.A. unser Auto abholen und dann 20 Tage spaeter in Las Vegas wieder zurueckgeben. Danach geht es dann mit dem Flieger nach New York fuer mindestens 5 Tage.
Flood-Damage in Nadi
Was ich besonders cool finde, ist das ich mich mit meinem Gastbruder Spencer und einem Kumpel Phil in Kalifornien treffen werde und wir dann zusammen von L.A. nach San Francisco reisen werden. Freue mich da schon total drauf, denn schliesslich habe ich Spencer gute 5 Jahre nicht mehr gesehen. Aber zurueck zu unserer Ankunft in Fiji.
Vor 5 Tagen ging unser Flug von Christchurch nach Sydney. Warum wir nicht direkt von Christchurch nach Fiji geflogen sind? Nun ja dummerweise hatten wir den Flug Sydney-Nadi-L.A schon in Deutschland gebucht und Neuseeland war ja urspruenglicherweise gar nicht mit drin im Plan. So ging es nicht anders und wir wurden schon um 5:00 Uhr morgens vom Airport Shuttle in Christchurch abgeholt. Die Nacht kacke geschlafen ging es missmutig zum Flughafen und ohne Probleme waren wir bald in Sydney. Das uebliche Ein- und Auschecken war zwar etwas nervig, aber da muss man durch. Noch schnell all unser Geld von dem australischen Konto aufs deutsche ueberwiesen (das ging nur von Australien aus, da man die TANs aufs Handy geschickt bekam und wir im Ausland keinen Empfang haben) und dann weiter in den naechsten Flieger Richtung Fiji.
Markt in Nadi-Town!
Waehrend des Fluges ueberkam einen schon leicht die Muedigkeit und als wir dann 5 Stunden spaeter am Nadi Airport ankamen waren wir voellig ausgelaugt und fertig. Nochmals durch alle Kontrollen durch (4 Mann fuer ungefaehr 30 Fijianer an der Einreisekontrolle und 2 fuer ungefaehr 400 Touris...es dauerte!) und dann standen wir in der Empfangshalle mit unseren Backpacks. Nun dachte ich, dass es mit dem Feilschen und dem “Where are you from?.....You need accomodation?....where are you staying?” nach Thailand/Vietnam ein Ende genommen haette, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Gleich nach der Ankunft, stellte uns die “Touristeninfo” dieselben Fragen und nach einem vermeintlichen Anruf bei unserem Hostel verneinte sie die Frage ob unser Hostel uns abholen wuerde. Wir muessten ein Taxi nehmen. Ja, nicht mit uns, dachten wir. Wir gingen etwas weiter, wurden nochmals 2 mal abgefangen und jeder rief (ohne das wir irgendeine Nummer weitergaben) vermeintlich bei unserem Hostel an und leitete uns an ein Taxi weiter. Meine Fresse, das war echt nervig. Als wir dann aber wenig spaeter noch nicht einmal ein Telefon gefunden hatten und zudem unglaublich muede und kaputt waren bezahlten wir schliesslich doch ein Taxi und fuer 13 Fiji-Dollar (ungefaehr 5 Euro) war es auch ein fairer Preis. Glueck gehabt!
Strand auf Kuata
Schon bei der Fahrt zu unserem Hostel war viel von der Verwuestung Nadis durch die starken Fluten zu bemerken. Die Strassen waren zum Teil durch gut 40 cm. tiefe Loecher voellig zerstoert (am Anfang dachte ich man wuerde in Nadi Rechts fahren, denn der Fahrer bog wegen der Schaeden auf die rechte Strassenseite ab) und einige Haeuser komplett ruiniert. Abermals erstaunlich wie viel Macht die Natur doch ueber uns kleine Wichte hat.
Dann kamen wir endlich in unserem Hostel an und checkten in einem 3 Bett Dorm ein. Die fijianische Freundlichkeit, die so weit verbreitet ist, liess jedoch auch hier auf sich warten. Zwar waren alle sehr nett, aber man hat doch das Gefuehl, dass jeder nur Geld von einem sehen will und dafuer laecheln sie dann auch gern mal ein bischen mehr. Der Junge am Empfang fragte lediglich nach unserem Namen und ging dann ohne ein Wort mit uns auf unser Zimmer zu. Sachen abgelegt. Fertig. Wie das mit der Bezahlung oder Aehnlichem laeuft, keinen Schimmer, war auch egal. Gut! Angesichts des scheiss Wetters (es war extrem schwuel und regnerisch, die perfekte Kombination!) entschieden wir uns nur kurz um den Block zu gehen und dann auch schon bald ins Bett.
Julia, etwas skeptisch, beim Kava-Probieren!
In unserem Viertel (Newtown) waren wirklich nur Hostels und Hotels, ein reiner Touri-Ort, wo Locals entweder als Taxifahrer oder als Bediensteter hinkamen. Wenig beeindruckt gingen wir ins Bett in einem Zimmer, wo die Klimaanlage nicht funktionierte und fuer mich natuerlich alle Betten viel zu klein waren (1.80cm!). Es braucht nicht lange um herauszufinden, wie schlecht ich geschlafen habe. Nun moechte ich hier nicht rummimosern, aber am naechsten Tag war ich glaub ich so unerholt wie schon lange nicht mehr. Das Fruehstueck bestand aus 2 Scheiben Toast mit Butter, einer Banane und einer Scheibe Ananas. Klasse, das reicht dann ungefaehr fuer die naechste Stunde, wenn ueberhaupt. Aber man konnte sich wirklich nicht beschweren, denn fuer 11 Euro die Nacht war alles inklusive.
Nach dem Fruehstueck entschieden wir uns in Richtung “Stadt” zu gehen. An der Rezeption, wo man uns abermals alle Touren aufschwatzen wollte, erzaehlte man uns, dass die Innenstadt seit der Flut kaum passierbar sei und alles sehr stinken sollte. Sie wuerde uns nur einen kleinen Supermarkt um die Ecke empfehlen. Alles klar, das reicht uns fuers Erste. Wir gingen los und nach einigen Schritten in der Gegend fanden wir schliesslich das “Shopping Centre” in Newtown. 
Underground-Oven auf Kuata!
Dieses aehnelte eher einem Kiosk und befand sich absolut im Nirgendwo. Eingezaeunt mit Stacheldraht und von innen vergittert lud das Shopping Centre zum Einkaufen ein. Bei dem Anblick dachte man nochmal zweimal ueber die bis dahin sicher geglaubte Gegend nach. Wir kauften 2 Flaschen Wasser, welche uns durch einen kleinen Schacht durch das Gitter gegeben wurden. Gefaengnis-Style. Ja gut, damit waere Newtown-City Centre auch abgehackt gewesen. Zurueck im Hostel schliessen wir uns dann mit unserer Zimmermitbewohnerin Jutta und mit Tobi zusammen und fuhren mit dem Taxi nach Denarau. In Denarau fahren alle Schiffe los mit denen man die eigentlich schoenen Inseln Fijis besuchen kann. Hier wollten wir uns nochmals informieren ueber Angebote bzgl. Inselhoppings und andere Ausflugmoeglichkeiten. Erstmal jedoch was Essen, denn das Fruehstueck und nachfolgende Cracker, waren lange verdauht. Denarau war wie eine voellig andere Stadt innerhalb Nadis. Waehrend Nadi heruntergekommen ist und durch die Fluten sehr getroffen wurde, hat Denarau einen Golf-Club, ueberall gemaehten Rasen und ein Neureicher jagt den Naechsten. Abermals ein Ort gemacht fuer reiche Touris. Wir kauften uns einen Doener (besser als jegliche in Australien, die wir gegessen haben) und streunten ein wenig durch den Ort, der mehr an eine kleine Mall erinnerte. 
Happy Fiji Times auf Kuata (Kava Trog im Vordergrund)
Jegliche Reisebueros versuchten uns zu koedern und wir erhaschten nicht viel neue Information, mit der Ausnahme, dass uns ein “Reisebuero” (das City Welcome Centre) 40 Dollar Rabatt geben konnte. Cool, das fragen wir auf jeden Fall auch die im Hostel, ob sie uns den Rabatt auch geben kann.
Die Rueckfahrt von Denarau war dann das wirklich Interessante. Im Gegensatz zum Hinweg nahmen wir den Bus und fuhren mit den Einheimischen quer Feld ein nach Nadi Innenstadt. Jetzt sah man erst Richtig das Ausmass der Zerstoerung durch die Flut. Wirklich heftig. Unglaublich viel Armut und viele Doerfer einfach weggeschwaemmt. Am Busbahnhof angekommen gingen wir noch kurz durch die Innenstadt (die ja nach der Hosteldame nicht besuchenswert sei, so ein Scheiss!), kauften frisches Obst und noch ein bischen Brot und fuhren dann mit einem sehr viel billigeren Taxi zurueck nach Newtown. So war der Tag doch noch sehr interessant geworden!
Am Abend fing dann der Stress an, denn wir wollten unsere Inselhopping-Tour buchen, auf der wir uns derzeit befinden. Die Dame an der Rezeption hatten wir nach Rabatt gefragt und nachdem sie dies erst verneinte erzaehlten wir ihr, dass uns jemand in der der Stadt 40 Dollar Rabatt geben koenne. “Hrmm, yeah ok, I gotta call someone”..Achso jetzt geht es doch. Echt anstrengend immer mit allen zu verhandeln. Gute 2 Stunden spaeter hatten wir trotz unglaublich langsamer Internetverbindung die meisten Hostels auf den Inseln gebucht und unseren Faehrenpass fuer 40 Dollar billiger in der Tasche. 
Octopus Resort (Waya Island)!
Am naechsten Tag um 7:00 Uhr morgens sollte es losgehen. Klasse. Wir freuten uns, denn Fiji hatte ich mir doch sehr anders vorgestellt, als das was wir in Nadi zu Gesicht bekamen. Die Yasawa Islands sollten diesen Eindruck bald gerade ruecken. Nach einem Cocktail ging dieser Abend frueh zu Ende.
Am naechsten Morgen wurden wir nach einer abermals kurzen Nacht abgeholt und freuten uns auf die Bootsfahrt nach Kuata. Der Himmel war zwar immer noch bewoelkt und es nieselte leicht, aber wir wussten ,dass es auf den Inseln meist besseres Wetter sein sollte als auf dem Festland. So war es dann auch und nach guten 2 Stunden auf dem gelben Boot sattelten wir auf ein kleineres Boot um, welches uns auf die Insel brachte. Mit einem Empfangsstaendchen und lautem BULA hiessen uns die Einwohner des Resorts Willkommen. Das Wetter hatte sich gebessert und in Sonnenschein bezogen wir unser Doppelzimmer, welches sich in einer kleinen Huette verbarg. Alles sehr sauber und im Strandstil eingerichtet. So fuehlt sich Fiji doch schon viel besser an. Alsbald ertoente auch schon das Horn, welches das Mittagessen ankuendigte. Alle Hostelbewohner pilgerten zur grossen Huette und verzehrten leckerste Fiji-Mahlzeiten. 
Cocktail im Octopus Resort. Fijilicious!
Ich erinnere gar nicht mehr genau was es war, aber es war sehr sehr lecker (ist mir gerade wieder eingefallen: Reis, Wuerstchen, Ananas,etc..)! Am Nachmittag wurde dann das tuerkise Wasser ausgetestet, bevor die Einheimischen beim Volleyball uns ihr Bestes zeigten (“Nice One”). Abends dann die traditionelle Kava-Feier (alle mussten eine Art Schlammtee mit lautem Bula und Klatschen trinken), die gefolgt wurde von dem Abendessen, welches ohne Besteck zu sich genommen wurde. Nun waere “Mit den Haenden Essen” bei Burgern und Pommes kein Problem gewesen, aber bei gekochtem Spinat, Salat, Fisch und Fleisch fuehlte man sich schon etwas barbarisch, wenn nicht sogar animalisch. Aber eine Erfahrung allemal!
Bald folgten fijianische Tanzeinlagen. Das Tanzen war ganz nett, so lange es die Einheimischen vormachten. Dann ging es aber mit dem Mitmachen los und es wurde ganz schoen peinlich. Von dem Zug-Tanz (eine Hand zwischen die Beine und der Hintermann muss anfassen), ueber das beliebte “Wenn die Musik stoppt darf man sich nicht mehr bewegen” Spiel wurden alle Fassetten ausgepackt und uns wurde es dann doch etwas zu viel. Zumal gab es in der Huette keine Klimaanlage und bald schwitzten alle was das Zeug hielt. Alles in allem war es eine nette Erfahrung, aber diese ganzen Touri-Einlagen waren dann doch etwas viel.
Waya Island (Octopus Resort)
Am naechsten Morgen gingen wir dann zum Hai-Schnorcheln. Das war mal wieder eine richtige super Erfahrung. Zusammen mit einigen Einheimischen ging es rauf aufs Boot und schon bald stoppten wir und alle bis auf den Fahrer sprungen ins Wasser. Wir sollten bleiben, denn die anderen wuerden jetzt kurz ein paar Fische fangen um die Riff-Haie spaeter anzulocken. Krass wie schnell die ein paar Fische fangen koennen. Gute 10 Minuten spaeter hatten jeder 2 Fische und es ging weiter. An einer anderen Stelle hoppsten dann auch wir ins Wasser und schnorchelten drauf los. In glasklarem, warmen Wasser waren super schoene Korallen tadelos zu erkennen und ich fand es hat sich schon da gelohnt. Aber wir sollten ja nun ein paar Haie sehen. Unser Fuehrer tauchte immer wieder hinab, klopfte mit einem Stein auf die Felsen und es schien fuer eine Zeit so als wuerden wir leer ausgehen. Dann entdeckten wir einen. Und dann kam noch einer. Schliesslich waren es 5 Haie, die um uns rumschwammen. Riff-Haie gelten als harmlos und werden nur so um 1 – 2 Meter gross, aber wenn 5 so Dinger um dich herumschwimmen bekommt man schnell einen heiden Respekt fuer sie. Als unser Fuehrer dann auch noch die Haie festhielt und aus dem Wasser hielt, bevor sie sich losriessen und dann wild im Wasser schwammen, war ich doch ein wenig besorgt, dass die Haie mich evtl fuer ihn halten wuerden und sich bald fuer das Festhalten raechen wuerden. Aber es ging alles gut und es war ein super Erlebnis. Danke nochmals an alle!
Am selben Tag (heute) ging es dann auch schon weiter zur naechsten Insel. Kurz nach dem Schnorcheln holte uns das gelbe Boot wieder ab und wir fuhren nach Waya, wo wir momentan im Octopus Resort unsere Zeit verbringen. Empfangs-Cocktail, Mittagsmenue und Klimaanlage im Zimmer. Herrlich! So kann man es sich gut gehen lassen. Heute nachmittag liessen wir einfach mal die Seehle baumeln und lasen bzw. schwammen im Pool. Einen Cocktail gab es auch schon und gleich gibt es lecker Abendessen....stay tuned!

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