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| Queenstown |
Einen wunderschoenen
guten Morgen wuensche ich aus Kaikoura, einem Kuestenort ungefaehr
150 km noerdlich von Christchurch. Waehrend Julia zur Zeit auf einem
Schiff nach Walen Ausschau haelt sitze ich bei Sonnenschein in einem
Cafe und hatte gerade ein super nettes Gespreach mit dem Besitzer.
Urspruenglich aus Kaikoura hatte er bereits 3 verschiedene Cafes und
war einfach ein netter Typ zum unterhalten. “Go with the flow, bro”
werde ich jetzt versuchen etwas in meinen Lebensstil einzufuegen.
Anyways, das letzte
Update gab es aus Queenstown, wo wir vor gut 1 Woche aufschlugen.
Unser Vorhaben die Dinge etwas lockerer anzugehen und zu relaxen
wurde sofort in die Tat umgesetzt.
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| Beste Cookies in Queenstown |
Die 2 Tage in Queenstown
verbrachten wir eigentlich nur mit Sport, spazieren gehen und ganz
viel Essen. Fuer einen Fergburger standen wir eine gute Stunde an und
ich weiss nicht genau ob es die Wartezeit und der Preis wert waren,
aber die Burger waren schon verdammt lecker. Cookietime hot Cookies
sind absolut zu empfehlen und Kaffees sind sowieso immer und ueberall
gut. So ging die Zeit schnell vorueber und bald schon ging es weiter
in Richtung Milford Sound, wo wir eine Bootstour gebucht hatten um
die Buchtenlandschaft zu erkunden.
Wir verbrachten die
Nacht zwischen Te Anau und Milford Sound auf einem DOC-Campingplatz
und am naechsten Morgen ging es frueh los zu der Bootsfahrt. Den
letzten Tag hatte es komplett durchgeregnet und wir hofften das es an
diesem Tag etwas besser werden wuerde.
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| Milford Sound |
So ganz wurden unsere Gebete
jedoch nicht erhoert, denn obwohl es nicht mehr so stark regnete
hingen die Wolken doch sehr dicht und tief zwischen den Bergen.
Zusammen mit dem Nebel liess sich nicht viel von der Umgebung und dem
angepriesenen Hiweg zu Milford Sound erkennen. Doch wir liessen uns
nicht entmutigen, waren froh ein etwas kleineres Schiff erwischt zu
haben und schipperten los.
Leider wurde das Wetter
auf dem Weg Richtung Meer und durch die Buchten nicht sehr viel
besser, aber trotz alledem fand ich Milford Sound beeindruckend.
Gruen bewachsene Kliffe, mit Schnee bedeckte Berge, blaues Wasser und
wir mitten drin. Alles in allem war es das Geld wert, aber im
Nachhinein haetten wir vielleicht eine spaetere Tour buchen sollen,
denn das Wetter wurde gerade besser als unsere Tour zu Ende war. Aber
hey was solls, man kann nicht alles haben und eine Erfahrung war es
allemal.
Danach ging es dann von
einigen Stops abgesehen ziemlich schnurstracks Richtung Dunedin, der
naechstgroesseren Stadt im Osten der Suedinsel.
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| Vor dem groessten Berg in Milford Sound (Namen vergessen) |
Wir kamen trotz des
scheiss Wetters ziemlich gut durch und waren gegen Abend angekommen.
Dann hiess es: Schlafplatz finden. Da wir die vorherige Nacht bezahlt
hatten, wollten wir versuchen diese Nacht irgendwo umsonst zu
uebernachten. Doch leichter gesagt, als getan in einer “Grossstadt”.
Wir kurvten umher und wurden sichtlich genervter. Dann entschlossen
wir uns etwas aus der Stadt herauszufahren und fanden letztlich
unseren Spot auf der anderen Strassenseite einer Tankstelle, wo schon
einige andere Autos schier im Nirgendwo parkten. Anfangs wussten wir
noch nicht was diese verlassenen Autos hier wollten, doch es wurde
uns bald klar, als in regelmaessigen Abstaenden ein Bus ankam und
Leute rauslies. Mit lautem Bremsen einschliesslich des lauten
“Pfffff”-Geraeusch wurde man aus jeglichen Traeumen gerissen und
am naechsten Morgen waren wir uns nicht mehr sicher ob es das
wirklich wert war. Ach was erzaehl ich hier, eine absolut beschissene
Nacht war das und wir waren uns sicher, dass wir liebendgerne die
Dollars fuer einen Campingplatz bezahlt haetten.
Naja es half nun
nichts. Wir fuhren wieder nach Dunedin rein um uns die Stadt
anzugucken.
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| Mirror Lakes |
An dem wirklich schoenen Bahnhof besuchten wir die
Toilette, dann checkten wir noch die Schokoladenfabrik von Cadbury
(Cadbury-World) aus und strollten durch die Stadt. Nach all den
Kleinstaedten war es nett mal wieder durch eine etwas groessere,
jedoch relaxte Stadt zu laufen. So ganz in ihren Bann hatte sie uns
dann aber doch nicht gezogen und im fruehen Nachmittag brachen wir
auf zu unserem vorletzten Ziel, naemlich Christchurch.
Auch dieser Weg ging
recht schnell zu Ende und am Abend erreichten wir die
Erdbeben-erschuetterte Hauptstadt. Auf Johnns-Campingplatz checkten
wir ein und schliefen endlich mal wieder eine gute Nacht, obwohl es
geschuettet hat wie aus Kuebeln. Nach einem leckeren Fruehstueck
liessen wir uns Zeit und organisiserten die Weiterreise. Hostel in
Christchurch fuer die letzten Naechte ohne Camper wurde gebucht und
auch schon das erste Hostel auf Fiji.
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| Christchurch CBD |
Desweiteren holte ich meine
Kamera von Lucky Rentals ab (yeah es hat alles geklappt) und schickte
letzte Dokumente fuer meinen Taxback Auftrag weg. Aufgrund des immer
noch schlechten Wetters wollten wir Abends abermals ins Kino gehen
und uns vorher die Stadt angucken. “The Raid” wurde auf IMDB mit
8.4 bewertet und als gut befunden. Nachdem die Tickets in der Mall
abgeholt, und alle Geschaefte durchforstet wurden ging es dann in die
Innenstadt. Wirklich erschreckend, was fuer Schaeden ein Erdbeben
anrichten kann. Der gesamte innere Kern der Stadt ist abgeriegelt und
mit grossen “Gefahr” Schildern umgeben. Ueberall sieht man Kraene
mit Abrissbirnen, die den noch stehenden Haeusern den Gar ausmachen.
Bei dem Anblick schaut es aus, als sei das Erdbeben erst gestern
passiert und es fuehlt sich an als waere man in einem schlechten
Film, wo gleich ein Zombie aus einem heruntergekommenen Gebaeude
springt. Fast allein, neben den Bauarbeiten streiften wir noch fuer
eine Weile durch die unheimliche Stadt, bevor wir uns dann wieder
Richtung Kino bewegten. Nur fuers Protokoll: “The Raid” ist ein
absoluter Mist-Film, ohne besondere Handlung und wirklich nur auf
Martial-Arts und Action ausgelegt. Ein besonders tiefer Griff ins Klo
und Bestaetigung das IMDB nicht immer Recht hat mit ihren
Bewertungen. So!
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| Christchruch, nett hier! |
Zurueck ging es auf den
Campingplatz, von dem wir am naechsten Morgen frueh aufbrachen in
Richtung Kaikoura, wo Julia den schon benannten Whale-Watching Trip
gebucht hatte. Ich entschloss mich dagegen, da es mir glaub ich nicht
viel geben wuerde, eine Walflosse aus weiter Entfernung vom Boot zu
sehen. Aber Abwarten, wahrscheinlich kommt sie wieder und zeigt mir
all die super Fotos von springenden Walen und dann wuenschte ich mir,
ich waere dabei gewesen.
Wie dem auch sei,
gestern hatten wir nach dem Mittag noch den Nachmittag Zeit um uns
die Umgebung um Kaikoura anzugucken. Der Peninsula-Walkway lud zu
einem 3 Stunden Walkway ein auf dem wir uns bald befanden. Auf
grasbewachsenen Wanderwegen, ging es weder zu steil, noch zu flach,
sondern einfach angenehm an der Kueste entlang. Es war ein wirklich
schoener Wanderweg und noch dazu kam die Sonne durch. Schon auf
halber Strecke des Rundwegs erkannten wir, dass man auch unten am
Strand und damit zwischen den Seeloewen wieder zurueck gehen kann.
Der Entschluss war schnell gefasst und bei der 2. Gelegenheit gingen
wir hinunter und auf den Felsen am “Strand” entlang.
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| Kaikoura |
Alles war
relaxt und entspannt und nachdem mir Julia ungefaehr die 5. Muschel
gezeigt hatte, die nun aber wirklich wirklich schoen war, vernahm ich
nur noch ein erschrockenes “Rooolliii” von ungefaehr 3 Meter
hinter mir. Dieses war gefolgt von einem lauten Grunzen direkt vor
mir. Neben all den Steinen hatten wir einen Seeloewen uebersehen, den
wir wohl in seinem Schlaf ungefaehr 2 Meter von uns entfernt gestoert
haben. Julia hatte diesen schon etwas frueher als ich gesehen und ist
ohne mir etwas zu sagen schon mal davon gelaufen. Dann kam der
“Rooollii” Ausruf. Wir erinnerten uns an Kangaroo-Island und
saemtliche Schilder, die darauf hinwiesen nicht naeher als 10 Meter
an einen Seeloewen heran zu treten, da die Bisse nicht ungefaehrlich
sind. Da der noch zu ueberbrueckende Teil der Bucht mit Seeloewen
bespickt war, entschliessen wir uns kurzerhand umzukehren und die
Bucht herauf zu klettern um nicht alles zurueck zu gehen.
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| Unsere Abkuerzung. Sieht nicht so steil aus, war es aber! |
Ich voran
und guter Dinge war das ganze dann doch rutschiger und steiler als
gedacht, aber ein Abenteuer allen voran. Angestrend und nach ganz
vielen strafenden Blicken von Julia schafften wir es dann aber doch
noch hoch und wieder auf den Wanderweg. Auf dem Rueckweg viel uns
erst auf, wie viele Seeloewen an der Kueste liegen. Wirklich
ueberall, hunderte! Krass im Nachhinein, dass man in Australien
dafuer bezahlen muss um ein paar von diesen Kreaturen zu sehen. Alles
in allem war der Tag schon aufregend genug gewesen, aber er wollte
noch besser werden. Es wurde dunkel und wir waren auf dem Weg zu
einem kostenlosen DOC-Camp was 8 km abseits der Strasse liegen
sollte. Wir fuhren und fuhren und hatten nicht damit gerechnet
irgendeine Menschensehle auf dem Campingplatz im Nirgendwo zu
treffen. Doch wir wurden eines besseren belehrt und es war
rappelvoll. Doch wir entdeckten eine Luecke zwischen einem Zelt und
einem Camper und ich fing an den Van zu positionieren. Dann ging es
ploetzlich nicht mehr weiter. Weder vorwaerts noch rueckwaerts, gar
nicht. Wir steckten fest. Und zwar richtig. Ich schub an, was aber
nicht gut ging, denn hinter dem Auto war nur Matsch auf dem man immer
wegrutschte.
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| Schneebedeckte Berge im Sonnenuntergang (Kaikoura) |
Es half nichts. Dann kamen schon die ersten uns zu
Hilfe. Im Dunkel beratschlagte man, Franzosen kamen mit einem Eimer
Split an, ein Englaender versuchte uns mit seinem Abschleppseil
einschliesslich 4 Wheel Drive herauszuziehen, woraufhin das Seil riss
und dann hatten wir ungefaehr 8 Leute um unser Auto herumstehen.
Sauber! Letztlich kamen dann noch ein paar Daenen hinzu und wir
schafften es das Auto erst nach hinten und dann wieder nach vorne aus
dem Matsch zu schieben. Echt klasse, wie alle hier einem helfen wenn
man in Not ist. Wir erfuhren, dass an der Stelle wohl staendig jemand
stecken bleiben wuerde. Puh, also nicht die ersten Dummen. Mensch was
fuer ein Tag. Bett aufbauen, Weeds gucken, Schlafen. Aufwachen.
Fruehstuecken. Ins Cafe gehen und Blog schreiben..in 3 Tagen gehts
nach Fiji...stay tuned!










Hallo Roland,
AntwortenLöschenDanke für deine ausführlichen Beschreibungen ... wobei ich schon erwartet haette dass du ein Kampf Mann-gegen-"Loewen" angetreten hättest .. und dabei elendig untergangen waerst ;-) ... vielleicht doch besser so :-). Tja das war deine Chance fuer ein paar coole Bissnarben.
Christchurch sieht echt einladend aus - super Bildunterschrift !
Tja bei soviel Hilfsbereitschaft habt ihr ja auf eurer Reise noch genug Zeit anderen zu helfen ;-).
Na dann weiter viel Spass auf eurer Reise und haltet die Ohren steif !!
Gruss aus MUC,
Boris