| Spence und Julia im Hotelaufzug! |
Soo da bin ich wieder.
Diesmal berichte ich aus New York, wo wir gestern nach einer
schlaflosen Nacht im Flieger (um 23:30 in Las Vegas losgeflogen, um
7:30 in New York angekommen) ankamen. New York makiert fuer Julia
ihren letzten Reiseort und fuer mich geht es nur noch weiter nach
Miami, bevor auch ich mich auf den Heimweg mache. Irgendwie ein
komisches Gefuehl. Nach 1 ½ Jahren im Ausland geht es nun wieder
nach Hause. Man tauscht das Ungewisse gegen das Altbekannte und ich
muss sagen: Ich freue mich darauf. Ich freue mich auf meine Familie,
meine Freunde und im Generellen auf Deutschland. Denn wenn man mal
ganz ehrlich ist, so schlecht haben wir es mit dem Land nicht
getroffen. Aber zurueck zum Wesentlichen.
Vor 2 Wochen sind wir
nach unserem Road Trip in San Francisco angekommen. So viel ist
seitdem passiert und es faellt mir schwer alle Einzelheiten zu
erinnern, aber der erste Eindruck blieb haengen. Huegelig. San
Francisco ist extrem huegelig und an manchen Strassen war ich froh,
dass wir einen Automatic-Wagen fuhren, denn anfahren bzw. parken
waere andernfalls doch um einiges schwieriger geworden. Naja wir
schafften es schliesslich in einer kleinen Seitengasse unser bereits
gebuchtes Hostel zu finden.
| Fortune-Cookie Fabrik |
Das Adelaide Hostel wollte uns aber nicht
da behalten (sie waren ausgebucht, trotz unserer Reservierung),
sondern schickte uns in ihr “Partner”- Hotel, das Dakota. Zum
Glueck war es direkt um die Ecke und so regten wir uns nicht auf. Der
Rezeptionist war ein absoluter Hipster und mir auf den ersten Blick
unsympathisch. Doch das Hotel hatte Charme. Der Aufzug war noch aus
dem letzten Jahrhundert (siehe Bild, man musste noch selbst auf und
zu machen) und unser Zimmer war auch absolut in Ordnung.
Noch am selben Tag
machten wir uns auf den Weg um einen Freund von Spence zu treffen.
Spence war ja fuer ein halbes Jahr in Maastricht zum Studieren und
hat dort ein paar Leute aus Kalifornien kennengelernt mit denen er
immer noch Kontakt haelt. Andrew Le war einer dieser Personen und
lebte in der Naehe vom Alamo Square. Zu Fuss machten wir uns auf den
Weg und stellten abermals fest, wie huegelig die Stadt ist. Ganz
schoen anstrengend. Doch wir schafften es und trafen Le in seiner WG.
Mit 5 anderen Leuten teilt er sich seine ziemlich zentrale Bleibe und
dafuer bezahlt er rund $1000 im Monat.
| Arm-Wrestling Automat im Musee Mechanique |
Sprich ungefaehr $6000 fuer
die Wohnung. Sie haetten wohl super viel Glueck gehabt, denn
normalerweise koennte man auch gut um die $8000 fuer eine solche
Wohnung bezahlen. Ach du Scheisse, hier zeigt sich ziemlich deutlich,
dass San Francisco neben New York (Manhatten) die teuerste Stadt
Amerikas ist. Wir verbrachten einen schoenen Abend mit Le, assen
Burger in der Nachbarschaft und er bat uns an am Wochenende in seiner
Wohnung zu uebernachten. Klasse Typ!
Der naechste Morgen
startete mit Fruehstueck im Hostel. Toast, Bagel, Marmelade,
Schokolade, Kaffee, Tee und Saft. Anschliessend entschlossen wir uns
fuer eine vom Hostel angebotene Stadtwanderung. Ziemlich cool, denn
diese war umsonst. Wir streiften mit unserem Guide Mary durch die
City und sie erzaehlte und erzaehlte. So viel, dass ich das meiste
nicht mehr erinnere. Was ich erinnere ist, dass San Francisco die
Farbe der Golden Gate Bridge patentiert hat und nun keine andere
Bruecke in der Welt mit dieser Farbe angepinselt werden darf. Tja,
dass haette ich nicht gewusst. Nun gut, neben den Must-See Orten
waren es vor allem die kleinen Orte, die ich cool fand.
| Julie can do it! |
Eine kleine
Chinesen-Fabrik, wo Fortune-Cookies hergestellt werden. Das “Musee
Mechanique”, ein Museum voll mit alten Spiel-Arkaden. Insgesamt war
es ein wirklich netter kleiner Trip, der bei dem Fishermans Wharf am
Pier endete. Wir verabschiedeten uns und staerkten uns als erstes mit
einer Bread Bowl Soup (Suppe im Sauerteig-Brot). Echt klasse und
genau das Richtige an der See bzw. am Hafen. Danach machten wir uns
auf den Weg zum Ghirardelli Square, wo wir leckerste Schokolade
probierten. Essen, Essen, Essen. Herrlich!
Anschliessend
marschierten wir weiter zur Lombard Street, die “most winding
Street in the world”. Fotos knipsen, hinunter gehen. Ach ja da
faellt mir gerade wieder ein, dass wir auf dem Weg dorthin an einem
riesen Polizei Aufgebot vorbeikamen. Offenbar hatten Protestierende
ein Haus besetzt und einer von ihnen kam dann auf dem Dach des Hauses
hinaus und schrie irgendwas aus dem Megaphone. So damit waere das
auch erwaehnt. Crazy Americans!
Der Ausflug endete mit
einem Besuch im Pier 39, wo neben zahlreichen Shops auch abermals
Seeloewen sich tumelten. Zurueck zum Hostel ging es im Cable Car, von
denen in San Francisco nur 4 Linien die Neuzeit bzw. das Erdbeben
ueberlebten.
| Ghirardelli Square |
Am Abend nahmen Spencer
und ich bei der Poker Nacht im Hostel teil. Fuer $5 zockten wir was
das Zeug hielt und ich schaetzte mich gluecklich nicht als Erster den
Tisch zu verlassen. Spence die alte Socke hatte noch genauso wenig
Chips wie ich, aber hat dann (nachdem ich nach 3 ½ Stunden den Tisch
verlassen musste) doch tatsaechlich noch gewonnen. Glueck muss man
haben.
Der naechste Tag war
dann relativ unspekakulaer (abgesehen davon, dass wir das Hostel
wechselten, denn das Dakota hatte leider keinen Platz mehr fuer die
letzte Nacht), denn wir wollten mal wieder ein wenig shoppen. Am
Union Square gingen wir diesem nach und wurden den ein oder anderen
Dollar los. Am Abend ging es dann noch einmal zum Ferry-Building.
Eigentlich wollten wir die Farmers Markets auschecken, aber wir
fanden heraus, dass diese nicht an jedem Tag stattfanden.
| Lombard Street |
So kauften
wir nur das Noetigste fuer einen Salat ein, den wir anschliessend im
Hostel verkoestigten. Witziger Zufall war auch noch, dass wir die 2
Daenen, Soeren und Anders, im Hostel wiedertrafen. Soeren und Anders
hatten wir auf Fiji kennengelernt und wir wussten zwar dass sie auch
nach L.A. fliegen wuerden, aber hatten keine Ahnung, wann oder wo sie
in San Francisco aufschlagen. Die Welt ist eben doch ein Dorf.
Am naechsten Tag hatte
ich Geburstag. Auch wenn das ja auf Reisen immer so eine Sache ist
haben es Julia und Spence es geschafft mir ein kleines Geschenk in
Form eines Sixpacks und einigen Suessigkeiten zu machen. Ich habe
mich sehr gefreut und noch mehr ueber die ganzen Nachrichten, die ich
aus aller Welt erhalten habe. Vielen Dank noch einmal. An jenem Tag
checkten wir aus dem “USA Hostels” Hostel aus, denn am Abend
konnten wir ja bei Le uebernachten. Dieser hatte noch bis zum
Nachmittag zu tun und wir entschieden uns zur Golden Gate Bridge zu
fahren. Bei bestem Wetter fuhren wir bis direkt vor die Bruecke und
liefen hinunter zum Pier. Genauso wie der Uluru in Australien hat
dieser Bruecke einfach was. Man kann es schwierig beschreiben, aber
die Bruecke zur Goldenen Tuer ist wirklich sehenswert.
| Pier 39 in San Francisco |
Wir nahmen uns
Zeit bevor wir weiterfuhren zu dem Exploratorium. Dieses Museum war
eins fuer mich. Es war ein Museum zum Ausprobieren, wo vor allem
Kindern aber auch Erwachsenen alles durch Beispiele und durch
Mitmachen erklaert wurde. Die Sinne des Menschen, das Gehirn,
Naturspektakel und Naturwissenschaften im Allgemeinen wurden
dargestellt. Sehr cool.
Abends ging es dann zu
Le und zusammen mit ein paar Freunden ging es in eine Bar was
trinken. Hier liessen wir den Abend ausklingen und uebernachteten die
erste von 2 Naechten in Les Appartement. Auch hierfuer nochmals
vielen Dank.
Am naechsten Tag ging
es auf in den Golden Gate Park. Dieser Ort ist in San Francisco vor
Allem dafuer bekannt, dass man ueberall Gras kaufen kann. Schon
direkt am Eingang wurde ich von einer alten Afro-Amerikanerin gefragt
ob ich nicht Ganja kaufen moechte.
| Golden Gate Bridge |
Ja noe, spaeter vielleicht. Auf
dem Hippie-Hill machten es wir uns gemuetlich und beobachteten Jung
und Alt beim vorbeilaufen. Am 20. April ist in dem Park wohl die
Hoelle los, denn 4:20 (also auch das Datum 4/20) ist ja bekanntlich
die Zeit zum kiffen (wusst ich auch nicht). Anschliessend gingen wir
durch Castro (dem Schwulen und Lesben Vorort) wieder zurueck zu Le
bzw. zu unserem Auto. Castro war spektakulaer, weil neben den ganzen
Homosexuellen auch ein paar ganz Nackige Menschen umherliefen. Ob das
Teil einer Show, von der Polizei toleriert, oder einfach sehr
extrovertierte Menschen waren, keine Ahnung. Oh ja und wir hatten
super leckere warme Cookies in Castro.
Mit dem Auto machten
wir uns dann auf zu unserem letzten Touri-Stop, den Twin Peaks. Von
diesem Huegel hatte man einen super Blick ueber San Francisco und
noch dazu lagen sie auf dem Weg zu einem weiteren Freund von Spence,
den wir am Nachmittag besuchten.
| Nackte Menschen in Castro! |
Bei Pete bestellten wir Pizza und
zusammen mit seiner WG schauten wir das entscheidende Maverics NBA
Spiel, welches Dirk und seine Truppe leider versauten. Naja naechstes
Jahr wieder. Apropos, ich habe mir gerade eine Karte fuer das
Miami-Indiana NBA Playoff Spiel ergattert und werde naechste Woche
Lebron und Co aus naechster Naehe bestaunen.
Zurueck in Le's WG
schauten wir noch einen Boxkampf und gingen dann relativ frueh zu
Bett, denn am naechsten Morgen mussten wir um 5:30 aufstehen um
rechtzeitig nach Monterey zu kommen, wo wir einen Whale-Watching Trip
gebucht hatten. Monterey, Yosemite, Grand Canyon und Las Vegas folgen
dann im naechsten Blogpost, den ich wahrscheinlich erst wieder in
Miami posten werde. Vllt auch schon etwas frueher, mal sehen.....stay
tuned und bis ganz bald....
| Wie sieht man aus mit 2 linken bzw. 2 rechten Gesichtshaelften? Hier das Ergebnis aus dem Exploratorium! |
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