Donnerstag, 17. Mai 2012

San...Fran...Cisco!


Spence und Julia im Hotelaufzug!

Soo da bin ich wieder. Diesmal berichte ich aus New York, wo wir gestern nach einer schlaflosen Nacht im Flieger (um 23:30 in Las Vegas losgeflogen, um 7:30 in New York angekommen) ankamen. New York makiert fuer Julia ihren letzten Reiseort und fuer mich geht es nur noch weiter nach Miami, bevor auch ich mich auf den Heimweg mache. Irgendwie ein komisches Gefuehl. Nach 1 ½ Jahren im Ausland geht es nun wieder nach Hause. Man tauscht das Ungewisse gegen das Altbekannte und ich muss sagen: Ich freue mich darauf. Ich freue mich auf meine Familie, meine Freunde und im Generellen auf Deutschland. Denn wenn man mal ganz ehrlich ist, so schlecht haben wir es mit dem Land nicht getroffen. Aber zurueck zum Wesentlichen.
Vor 2 Wochen sind wir nach unserem Road Trip in San Francisco angekommen. So viel ist seitdem passiert und es faellt mir schwer alle Einzelheiten zu erinnern, aber der erste Eindruck blieb haengen. Huegelig. San Francisco ist extrem huegelig und an manchen Strassen war ich froh, dass wir einen Automatic-Wagen fuhren, denn anfahren bzw. parken waere andernfalls doch um einiges schwieriger geworden. Naja wir schafften es schliesslich in einer kleinen Seitengasse unser bereits gebuchtes Hostel zu finden.
Fortune-Cookie Fabrik
Das Adelaide Hostel wollte uns aber nicht da behalten (sie waren ausgebucht, trotz unserer Reservierung), sondern schickte uns in ihr “Partner”- Hotel, das Dakota. Zum Glueck war es direkt um die Ecke und so regten wir uns nicht auf. Der Rezeptionist war ein absoluter Hipster und mir auf den ersten Blick unsympathisch. Doch das Hotel hatte Charme. Der Aufzug war noch aus dem letzten Jahrhundert (siehe Bild, man musste noch selbst auf und zu machen) und unser Zimmer war auch absolut in Ordnung.
Noch am selben Tag machten wir uns auf den Weg um einen Freund von Spence zu treffen. Spence war ja fuer ein halbes Jahr in Maastricht zum Studieren und hat dort ein paar Leute aus Kalifornien kennengelernt mit denen er immer noch Kontakt haelt. Andrew Le war einer dieser Personen und lebte in der Naehe vom Alamo Square. Zu Fuss machten wir uns auf den Weg und stellten abermals fest, wie huegelig die Stadt ist. Ganz schoen anstrengend. Doch wir schafften es und trafen Le in seiner WG. Mit 5 anderen Leuten teilt er sich seine ziemlich zentrale Bleibe und dafuer bezahlt er rund $1000 im Monat. 
Arm-Wrestling Automat im Musee Mechanique
Sprich ungefaehr $6000 fuer die Wohnung. Sie haetten wohl super viel Glueck gehabt, denn normalerweise koennte man auch gut um die $8000 fuer eine solche Wohnung bezahlen. Ach du Scheisse, hier zeigt sich ziemlich deutlich, dass San Francisco neben New York (Manhatten) die teuerste Stadt Amerikas ist. Wir verbrachten einen schoenen Abend mit Le, assen Burger in der Nachbarschaft und er bat uns an am Wochenende in seiner Wohnung zu uebernachten. Klasse Typ!
Der naechste Morgen startete mit Fruehstueck im Hostel. Toast, Bagel, Marmelade, Schokolade, Kaffee, Tee und Saft. Anschliessend entschlossen wir uns fuer eine vom Hostel angebotene Stadtwanderung. Ziemlich cool, denn diese war umsonst. Wir streiften mit unserem Guide Mary durch die City und sie erzaehlte und erzaehlte. So viel, dass ich das meiste nicht mehr erinnere. Was ich erinnere ist, dass San Francisco die Farbe der Golden Gate Bridge patentiert hat und nun keine andere Bruecke in der Welt mit dieser Farbe angepinselt werden darf. Tja, dass haette ich nicht gewusst. Nun gut, neben den Must-See Orten waren es vor allem die kleinen Orte, die ich cool fand.
Julie can do it!
 Eine kleine Chinesen-Fabrik, wo Fortune-Cookies hergestellt werden. Das “Musee Mechanique”, ein Museum voll mit alten Spiel-Arkaden. Insgesamt war es ein wirklich netter kleiner Trip, der bei dem Fishermans Wharf am Pier endete. Wir verabschiedeten uns und staerkten uns als erstes mit einer Bread Bowl Soup (Suppe im Sauerteig-Brot). Echt klasse und genau das Richtige an der See bzw. am Hafen. Danach machten wir uns auf den Weg zum Ghirardelli Square, wo wir leckerste Schokolade probierten. Essen, Essen, Essen. Herrlich!
Anschliessend marschierten wir weiter zur Lombard Street, die “most winding Street in the world”. Fotos knipsen, hinunter gehen. Ach ja da faellt mir gerade wieder ein, dass wir auf dem Weg dorthin an einem riesen Polizei Aufgebot vorbeikamen. Offenbar hatten Protestierende ein Haus besetzt und einer von ihnen kam dann auf dem Dach des Hauses hinaus und schrie irgendwas aus dem Megaphone. So damit waere das auch erwaehnt. Crazy Americans!
Der Ausflug endete mit einem Besuch im Pier 39, wo neben zahlreichen Shops auch abermals Seeloewen sich tumelten. Zurueck zum Hostel ging es im Cable Car, von denen in San Francisco nur 4 Linien die Neuzeit bzw. das Erdbeben ueberlebten.
Ghirardelli Square
Am Abend nahmen Spencer und ich bei der Poker Nacht im Hostel teil. Fuer $5 zockten wir was das Zeug hielt und ich schaetzte mich gluecklich nicht als Erster den Tisch zu verlassen. Spence die alte Socke hatte noch genauso wenig Chips wie ich, aber hat dann (nachdem ich nach 3 ½ Stunden den Tisch verlassen musste) doch tatsaechlich noch gewonnen. Glueck muss man haben.
Der naechste Tag war dann relativ unspekakulaer (abgesehen davon, dass wir das Hostel wechselten, denn das Dakota hatte leider keinen Platz mehr fuer die letzte Nacht), denn wir wollten mal wieder ein wenig shoppen. Am Union Square gingen wir diesem nach und wurden den ein oder anderen Dollar los. Am Abend ging es dann noch einmal zum Ferry-Building. Eigentlich wollten wir die Farmers Markets auschecken, aber wir fanden heraus, dass diese nicht an jedem Tag stattfanden. 
Lombard Street
So kauften wir nur das Noetigste fuer einen Salat ein, den wir anschliessend im Hostel verkoestigten. Witziger Zufall war auch noch, dass wir die 2 Daenen, Soeren und Anders, im Hostel wiedertrafen. Soeren und Anders hatten wir auf Fiji kennengelernt und wir wussten zwar dass sie auch nach L.A. fliegen wuerden, aber hatten keine Ahnung, wann oder wo sie in San Francisco aufschlagen. Die Welt ist eben doch ein Dorf.
Am naechsten Tag hatte ich Geburstag. Auch wenn das ja auf Reisen immer so eine Sache ist haben es Julia und Spence es geschafft mir ein kleines Geschenk in Form eines Sixpacks und einigen Suessigkeiten zu machen. Ich habe mich sehr gefreut und noch mehr ueber die ganzen Nachrichten, die ich aus aller Welt erhalten habe. Vielen Dank noch einmal. An jenem Tag checkten wir aus dem “USA Hostels” Hostel aus, denn am Abend konnten wir ja bei Le uebernachten. Dieser hatte noch bis zum Nachmittag zu tun und wir entschieden uns zur Golden Gate Bridge zu fahren. Bei bestem Wetter fuhren wir bis direkt vor die Bruecke und liefen hinunter zum Pier. Genauso wie der Uluru in Australien hat dieser Bruecke einfach was. Man kann es schwierig beschreiben, aber die Bruecke zur Goldenen Tuer ist wirklich sehenswert. 
Pier 39 in San Francisco
Wir nahmen uns Zeit bevor wir weiterfuhren zu dem Exploratorium. Dieses Museum war eins fuer mich. Es war ein Museum zum Ausprobieren, wo vor allem Kindern aber auch Erwachsenen alles durch Beispiele und durch Mitmachen erklaert wurde. Die Sinne des Menschen, das Gehirn, Naturspektakel und Naturwissenschaften im Allgemeinen wurden dargestellt. Sehr cool.
Abends ging es dann zu Le und zusammen mit ein paar Freunden ging es in eine Bar was trinken. Hier liessen wir den Abend ausklingen und uebernachteten die erste von 2 Naechten in Les Appartement. Auch hierfuer nochmals vielen Dank.
Am naechsten Tag ging es auf in den Golden Gate Park. Dieser Ort ist in San Francisco vor Allem dafuer bekannt, dass man ueberall Gras kaufen kann. Schon direkt am Eingang wurde ich von einer alten Afro-Amerikanerin gefragt ob ich nicht Ganja kaufen moechte. 
Golden Gate Bridge
Ja noe, spaeter vielleicht. Auf dem Hippie-Hill machten es wir uns gemuetlich und beobachteten Jung und Alt beim vorbeilaufen. Am 20. April ist in dem Park wohl die Hoelle los, denn 4:20 (also auch das Datum 4/20) ist ja bekanntlich die Zeit zum kiffen (wusst ich auch nicht). Anschliessend gingen wir durch Castro (dem Schwulen und Lesben Vorort) wieder zurueck zu Le bzw. zu unserem Auto. Castro war spektakulaer, weil neben den ganzen Homosexuellen auch ein paar ganz Nackige Menschen umherliefen. Ob das Teil einer Show, von der Polizei toleriert, oder einfach sehr extrovertierte Menschen waren, keine Ahnung. Oh ja und wir hatten super leckere warme Cookies in Castro.
Mit dem Auto machten wir uns dann auf zu unserem letzten Touri-Stop, den Twin Peaks. Von diesem Huegel hatte man einen super Blick ueber San Francisco und noch dazu lagen sie auf dem Weg zu einem weiteren Freund von Spence, den wir am Nachmittag besuchten. 
Nackte Menschen in Castro!
Bei Pete bestellten wir Pizza und zusammen mit seiner WG schauten wir das entscheidende Maverics NBA Spiel, welches Dirk und seine Truppe leider versauten. Naja naechstes Jahr wieder. Apropos, ich habe mir gerade eine Karte fuer das Miami-Indiana NBA Playoff Spiel ergattert und werde naechste Woche Lebron und Co aus naechster Naehe bestaunen.
Zurueck in Le's WG schauten wir noch einen Boxkampf und gingen dann relativ frueh zu Bett, denn am naechsten Morgen mussten wir um 5:30 aufstehen um rechtzeitig nach Monterey zu kommen, wo wir einen Whale-Watching Trip gebucht hatten. Monterey, Yosemite, Grand Canyon und Las Vegas folgen dann im naechsten Blogpost, den ich wahrscheinlich erst wieder in Miami posten werde. Vllt auch schon etwas frueher, mal sehen.....stay tuned und bis ganz bald....

Wie sieht man aus mit 2 linken bzw. 2 rechten Gesichtshaelften?
Hier das Ergebnis aus dem Exploratorium!



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