| Hollywood! |
Nach langer Pause gibt
es nun endlich mal wieder ein Update. Die letzten Tage war ich etwas
krank (leichtes Fieber, Erkaeltung, etc.) und konnte so leider Death
Valley bzw. unseren ersten Aufenthalt in Vegas nicht wirklich
geniessen, aber heute geht es mir schon wieder besser. Mittlerweile
sind wir im Grand Canyon Nationalpark bzw. kurz davor angekommen. In
Williams, einem Winz-Ort ungefaehr 80 km vom Grand Canyon entfernt
haben wir vor Kurzem in unser Motel eingecheckt und bei laufendem
NBA-Playoff Game (L.A. Clippers – Memphis Grizzlies) schreibe ich
nun ueber unsere anfaenglichen Erlebnisse in den USA.
Vor knapp 2 Wochen
kamen wir also muede und kaputt von dem langen Flug in Los Angeles
an. Das uebliche Einreise-Prozedere hatten wir ueberraschenderweise
(wir hatten mit langen Kontrollen und Fragen gerechnet) recht schnell
und unproblematisch hinter uns und mit unserem Gepaecktrolley rollten
wir zielsicher Richtung Exit.
| Blick vom Hollywood-Schild-Huegel auf L.A.! |
Wahnsinn, nun sind wir in den USA. So
richtig konnten wir es noch nicht fassen. Neuseeland, Fiji und nun
USA. Irgendwie ging es alles so schnell und man fuehlte sich noch
nicht wirklich in einem neuen Land angekommen. Dies aenderte sich
jedoch recht schnell, denn anders als in Fiji ist natuerlich in den
USA alles ziemlich gut ausgeschildert. So fanden wir ohne Probleme
unseren Shuttle-Bus der uns zu der Avis-Zentrale fuhr, wo wir
unseren Mietwagen abholten. Hier angekommen wurden wir von einer
wirklich unfreundlichen Empfangsdame durch alle Einzelheiten des
Vertrags gefuehrt (“Do you understand?.......Yes.......What did you
understand?”) und schon bald hielten wir die Schluessel fuer
unseren hellblauen Chevrolet Cruze in unseren Haenden. Gegen das Auto
ist wirklich gar nichts zu sagen. Knapp 33.000 km faehrt es sich wie
ein Neuwagen und wir hatten bisher noch keine Probleme, sind also
voll zufrieden.
| Lecker Jumbo Magheritas! |
Im Auto realisierten
wir dann das wir gar keine Karte von Los Angeles besassen, sprich
also keine Ahnung hatten wie wir zu unserem bereits gebuchten Hostel
kommen sollten. Zum Glueck konnte uns der Parkwaechter mit einer
kleinen Karte aushelfen und nach einigen Umwegen und abermaligen
“Nach dem Weg Fragen” fanden wir endlich unser Hostel im Herzen
Hollywoods. In einer Seitenstrasse vom Hollywood Boulevard checkten
wir ins USA Hostels ein und waren positiv ueberrascht. Nicht so
positiv waren die Parkkosten, denn das billigste Parkhaus verlangte
immerhin $12 pro Tag (und jedes mal wenn man das Auto holte musste
man auch $12 bezahlen). Wie dem auch sei, wir waren froh angekommen
zu sein. Nach kurzem Frischmachen gingen wir auf dem Hollywood
Boulevard entlang auf der Suche nach etwas zu Essen.
| Zum Glueck haben wir noch eine Julia gefunden... |
An diesem sollte
es nicht mangeln und wir entschieden uns fuer einen Burrito beim
Mexikaner. Viel zu viel Koriander, aber ansonsten nicht schleht und
vor allem preiswert. Nach dem Essen gingen wir noch ein wenig am
Boulevard entlang. Ich war relativ ueberrascht, denn ich hatte es mir
alles etwas prunkvoller bzw. etwas vornehmer vorgestellt. Zwar waren
ueberall die Sternchen, die man aus dem Fernsehen kennt, aber das war
es auch an “Rich and Famous”. Ansonsten sieht man vor allem
Rotlicht-Schuppen, Smoke-Shops (alle moeglichen Pfeifen, Bongs,
etc..), Restaurants und mexikanisch-gefuehrte Klamottengeschaefte.
Bis auf die Gegend um das Kodak-Theatre war also alles relativ
unspektakulaer bzw. einfach eine coole Party Gegend.
Um 22 Uhr holten wir
dann Spencer und Phil vom Flughafen ab. Mein Gastbruder aus Texas und
ein gemeinsamer Freund hatten meine Ankunft als Anlass fuer einen
Urlaub genommen und wir wollten zusammen durch Kalifornien cruisen.
Nach einigen Schwierigkeiten das richtige Terminal bzw. die richtige
Empfangshalle zu finden hat am Ende doch alles geklappt und mit den
beiden im Schlepptau ging es wieder zurueck zum Hostel. Es war
wirklich cool, denn obwohl ich die beiden seit ungefaehr 5 Jahren
nicht mehr gesehen habe, waren sie genauso wie ich sie in Erinnerung
hatte.
| Walt Disney Concert Hall in Downtown L.A.! |
Auf der Fahrt tauschten wir uns aus, kauften noch etwas Bier
im 7 Eleven und alsbald waren wir im Hostel. Hier wurden die beiden
weniger herzlich empfangen, denn offiziell duerfen Amerikaner nicht
in Hosteln uebernachten. Mann moechte es international halten und
Amis haetten ja das Geld sich ein Hotel zu nehmen. Zum Glueck war der
Rezeptionist nicht super streng und liess sie schliesslich doch mit
uns ins Zimmer. Wir genossen noch einige Bierchen und redeten noch so
bis 3 Uhr morgens bevor wir ins wohlverdiente Bett fielen. Nach dem
langen Flug war ich wirklich im Eimer.
Doch quickfidel ging es
am naechsten Morgen mit Pancake-Fruehstueck im Hostel weiter. Kaffee
und Pancakes, das braucht der Amerikaner. Beim Fruehstueck
schmiedeten wir dann den Plan fuer den Tag. Hollywood Blvd, Hollywood
Schild und Beverly Hills wollten wir uns anschauen. Gesagt, getan und
nachdem uns der zehnte Schwarze seine Rap CD andrehen wollte liessen
wir den Boulevard hinter uns und stiegen wieder ins Auto.
Schliesslich sind wir ja in Amerika, da geht man nicht zu Fuss.
| "Get legal and fly high like a seagal" |
Mit
Phil und Spence als Navigatoren ging es schnurstracks Richtung
Hollywood Schild. Die Landschaft und die Aussichten ueber L.A. sind
wirklich klasse, ganz zu schweigen von dem Fahrspass den man auf dem
Drive hat. Wir schossen ein paar Fotos und fuhren an einigen
Palaesten vorbei. Die Palaeste setzten sich in Beverly Hills fort und
unser festes Vorhaben die Playboy Mansion zu finden endete vor
mehreren riesigen Zaeunen bzw. Baeumen. So habe ich mir Hollywood
vorgestellt. Zum Mittag gab es Sushi Deluxe. Wo, weiss ich nicht mehr
genau. Danach sind wir nur noch ein wenig auf dem Sunset Boulevard
gefahren, bevor es auch schon wieder zurueck zum Hostel ging. Abends:
Essen und Trinken. Viel Trinken in Hollywood (Magheritas und Irish
Pub Bierchen!).
Am naechsten Morgen
checkten wir aus dem Hostel aus und machten uns auf den Weg in
Richtung Downtown. Im Business Zentrum verschafften wir uns einen
Eindruck von der Groesse L.A.'s. Ein riesiges Buero-Gebaeude steht
neben dem naechsten und das Rathaus aehnelt eher einem Luxushotel.
Die Amis moegen es gross, so scheint es.
Mittag gab es bei
Phillipes, einem French Dip Restaurant. French Dip nennen es die
Amis, wenn man die Sandwich-Brot noch einmal in Fleisch-Sosse
eindippt, bevor man es mit den Zutaten belegt. Spencer und Phil waren
hin und weg und wir muessten es auf jeden Fall probieren, denn in
L.A. sei wohl der Ursprung dieses kulinarischen Hochgenuss.
| Venice Beach Promenade |
Ich muss
sagen, dass es mich jetzt nicht umgehauen hat, aber es war schon
lecker. Ach ja an dieser Stelle sei noch erwaehnt, dass wir glauben
Nicolas Cage in der Innenstadt gesehen zu haben. Julia ist sich ganz
sicher, Phil so halb und Spencer und ich haben die Person nur von
hinten gesehen. Trotzdem cool.
Am Nachmittag peilten
wir dann unser naechstes Ziel an, naemlich Venice Beach, wo wir die
Nacht verbringen wollten. Phil hatte sich seinen Urlaub eher nicht
mit Hosteluebernachtungen vorgestellt und wollte uns ein Hotel
suchen. Er wuerde auch etwas mehr bezahlen. Das wollten wir
natuerlich nicht, aber mehr als $50 wollten wir auch nicht pro Nacht
pro Person bezahlen. Er meinte man wuede da schon was finden. Naja so
einfach war es dann doch nicht. Ich staunte nicht schlecht, als wir
ploetzlich vorm Marriott standen und die beiden reingingen. Ja
schade, leider nur noch ein Zimmer ueber der Hoteldisko. Das wollten
wir nicht. Um es kurz zu machen landeten wir schliesslich im Jamaica
Inn, wo wir fuer $230 2 Queenbetten bekamen.
| Unser Zimmer im Jamaica Inn! |
Fuer uns ein absoluter
Luxus. Flatscreen-TV, Kuehlschrank, Mikrowelle, Handtuecher...mann
mann mann. Spa und Pool waren draussen. Aber deswegen war wir ja
nicht hier. Wir wollten zum Venice Beach, der nur 10 Minuten entfernt
war. Alsbald fanden wir den riesigen Strand und strollten an der
Promenade entlang. Ich glaube ich habe noch nie einen so grossen
Strand gesehen. Zwar ist alles an der Promenade etwas ueberlaufen,
aber auf dem Strand findet man immer einen Platz zum Sonnen wuerde
ich behaupten. An der Promenade waren neben den ueblichen Souvenir-
und Faelschungsgeschaeften vor allem die “Medical Marihuana
Evaluation” Doktoren. Kalifornien hat als erster Staat von den USA
den Gebrauch von medizinischen Marihuana genehmigt und jetzt scheint
es so, als wuerde jeder Hilfsarzt am Venice Beach einen Shop
aufmachen, in dem man sich untersuchen lassen kann, ob man auf
medizinisches Marihuana zurueckgreifen darf. Ueberall roch es nach
Gras und bei naeherem Hinblicken sah auch jeder zweite auf dem Strip
bekifft aus.
| Auf dem Weg nach Big Sur (Pacific Coast Highway) |
Ueberhaupt waren alle moeglichen Gestalten an der
Promenade unterwegs. Von Obdachlosen bis hochnaesigen Neureichen,
alle zeigten ihr Gesicht. Im Muscle-Park erkannten wir umringt von
Fotografen und Touris den Schauspieler von Machete. Nach einem
Abendessen neben dem Skatepark ging auch dieser Abend zu Ende und wir
verbrachten eine super Nacht in unserer luxurioesen Unterkunft.
Am naechsten Morgen
genossen wir den Kaffee aus unserer Kaffeemaschine im Zimmer und
gingen nochmals zum Venice Beach, wo wir fruehstueckten bzw.
brunchten (11:00 Uhr). Krabben-Tacos. Nicht das Beste, aber auch
nicht das Schlechteste was ich je gegessen hatten. Gestaerkt gingen
wir den Pier entlang, amuesierten uns abermals ueber die Leute und
stiegen schliesslich wieder ins Auto um zum Santa Monica Pier zu
fahren. An diesem ist relativ wenig passiert. Der Pier gleicht mehr
einem Rummel, als einem Pier und ist voellig ueberlaufen.
Gleichzeitig markiert er das Ende der beruehmten Route 66. Irgendwie
ganz skuril, eine Achterbahn und Riesenrad neben dem Strand zu sehen,
aber jetzt auch kein riesiges AHHH OHHH Gefuehl.
| In Big Sur auf der Wanderung! |
Mit dieser
Sehenswuerdigkeit liessen wir Los Angeles hinter uns und begonnen
unseren Roadtrip in Richtung San Francisco. Entlang des Pacific
Coastal Highways (Highway Number One) sind wirklich super schoene
Landschaften zu beobachten. Hohe Kliffe direkt nebem blauem Wasser
und schoenen Straenden. Herrlich. Ich genoss es sehr die kurvigen
Strassen entlang zu fahren. Dieser Tag endete im Anderson Pea Soup
Inn, auf halber Strecke zu unserem Ziel Big Sur. In Big Sur hatte
Phil bereits im Vorherein eine Cabin in der Natur gebucht, in der wir
die naechste Nacht verbringen sollten.
Nach einer guten Nacht
in Big Sur statteten wir Solvang einen Besuch ab. Dieser daenische
Ort in Kalifornien ist wirklich idyllisch mit seinen Windmuehlen und
auf alt gemachten Haeusern. Ich glaube hier wuerde es sich mit
Ausnahme der vielen Touris gut aushalten lassen. Wir liefen ein wenig
durch die Stadt, bevor wir unaufhaltsam unserem Ziel Big Sur
entgegenfuhren. Abermals wurden wir von dem Highway auf dem Weg nicht
enttaeuscht und bei schoenstem Wetter genossen wir die uns umgebende
Natur.
| Strand in Big Sur! |
Diese hoerte in Big Sur nicht auf. Nachdem wir in unserer
Cabin eingecheckt hatten, gingen wir auf eine kleine Wanderung, wo
einige von uns ganz schoen ins Schwitzen kamen ;-) Doch die Wanderung
lohnte sich, denn der Blick ueber das Tal war wirklich schoen. Ueber
den Wasserfall laesst sich streiten. Klar war der schoen, aber
irgendwie ist ja auch jeder Wasserfall schoen. Naja wir liessen das
Ganze hinter uns und wollten noch vor dem Abendessen zum Strand
fahren. Dieser war nur mit dem Auto erreichbar, worueber nach der
Wanderung aber alle dankbar waren. Der Strand hatte Julia und mich
wirklich ueberrascht. Zuvor hatte ich mit Amerika immer nur die
grossen Staedte, wie eben L.A., New York, etc. assoziiert. Nie hatte
ich an Straende oder schoene Natur gedacht, bis zu diesem Moment. Der
Strand war wirklich klasse. Felsbuchten und Felsinseln, durch die
sich das Wasser durchgefressen hatte malten ein super schoenes Bild.
Wir genossen ein paar Bierchen, bevor es dann wirklich frisch wurde
und uns zudem noch der Hunger packte. Phil wollte uns an dem Abend
zum Essen einladen und wollte in ein etwas feineres Restaurant gehen.
| Lecker Bierchen am Strand! |
Den Namen erinnere ich nicht mehr, aber das Restaurant war Teil eines
Hotels und auf einem Huegel, von dem man direkten Meerblick hatte.
Hauptgaenge fingen ab $40 an. Nach einem Blick auf die Karte wurden
wir gefragt, ob wir hier essen wollten, was wir nach einigem Zoegern
schliesslich bejahten. Wir setzten uns, guckten abermals in die Karte
und irgendwie hatten wir alle den gleichen Gedanken. $40 fuer ein
Essen? Wirklich? Nachdem uns schon Wasser gebracht wurde,
entschlossen wir uns dann doch wieder zu gehen und der Kellner
empfahl uns sogar noch ein etwas billigeres Restaurant. Wirklich
nett, aber auch wirklich peinlich. Naja das Ende vom Lied war dann
ein halb so teurer Abend mit wahrscheinlich besserem Essen inklusive
Mavericks NBA Game.
Der naechste Tag
markierte dann schon den letzten Urlaubstag von Phil. Wir schliefen
aus, fruehstueckten und fuhren weiter Richtung San Jose, von wo Phil
am Nachmittag nach Hause fliegen sollte. Viel ist an dem Tag nicht
mehr passiert. Wir fanden nach langer Suche und nicht unbedingt auf
dem Weg einen INN-Out Burger, bei dem wir leckere und billige Burger
assen und setzten Phil in San Jose am Flughafen ab. Mit Spencer im
Gepaeck setzten wir unseren Weg fort nach San Francisco.
Da ich jetzt doch schon
relativ muede bin bzw. merke das ich etwas lustlos schreibe, werde
ich ueber unseren Aufenthalt in San Francisco und den Verlauf der
weiteren Reise im naechsten Post berichten....stay tuned.
Wazzup buddy? ich wollte mich auch mal wieder zu Wort melden, nachdem ich alle Beiträge gelesen, aber auf dem Handy nich kommentieren konnte. Was ich schon seit Neuseeland, dann auf den Fijis und nun in USA sagen wollte: Geile scheiße! So, jetzt ist es raus. Im Ernst, das hört sich hammermäßig an und nach der ganzen Zeit arbeiten nun endlich mal Urlaub ohne auf jedne Cent achten zu müssen. Gibt es etwas tolleres als am Ende dieser mega Reise noch mal so richtig alle Register ziehen zu können? Lass es so richtig krachen, genießt ihr beiden eure Zeit noch und lasst uns Leser noch ein paar mal neidisch werden:) Steven out
AntwortenLöschenStephan, was geht? Bist du noch in Brisbane? Hast nen Job gefunden? Ich hoffe doch das alles in bester Ordnung ist. Freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen. Wir gehen jetzt auf den Las Vegas Strip und morgen geht es schon nach New York....
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