Freitag, 22. Juni 2012

Groß, größer, Grand Canyon!


Ein Blick in die Ferne und die Weite des
Grand Canyons.

Es scheint fast so, als würde die Zeit im Heimatland noch schneller vergehen als während der Reise. Die letzten Wochen gingen vorüber wie Nichts und ich war damit beschäftigt mich zu bewerben und einige Freunde zu besuchen. So hatte ich eine super Zeit in Bremen, Münster, Berlin und Dresden. Danke nochmal an alle Beteiligten ;-) Einige Bewerbungsgespräche habe ich auch schon geführt und so kann ich mich im Moment nicht beklagen. Es läuft doch alles wieder ganz rund in Deutschland und es fühlt sich gut und richtig an wieder hier zu sein.
Vor etwas mehr als einem Monat war die Rückkehr noch in weiter Ferne und Julia und ich waren von Williams aufgebrochen in Richtung Grand Canyon Nationalpark. Ich errinere mich, dass ich mich an jenem Tag schon viel besser fühlte. Die Nase war nicht mehr so verschnupft und auch meinem Hals ging es besser. Ein guter Start in den Tag. Frühstück wurde von dem Motel gestellt und es gab leckeren Kaffee mit Müsli (so Honey Oat Loops Zeugs) und Pastries. Für den geringen Übernachtungspreis echt super!
Wir packten zusammen und stiegen ins Auto, wo wir unseren Lieblingssender Route 66 Radio anschalteten. Der hatte es einfach drauf ein paar gute Klassiker zu spielen und wir hatten eine gute Zeit bis wir schliesslich beim Nationalpark ankamen. Nach einem kurzem Kaffeestop und Julias Briefmarkenkauf (der mich zugegeben schon etwas nervte, denn Julia hatte schon vorher gefühlte 5 andere Trading Posts abgeklappert) kauften wir schliesslich die Tickets für den Nationalpark und fuhren hinein. 
The Canyon!
Zusammen mit anderen Besuchern fuhren wir die Strasse entlang und rechts und links war nichts anderes als Bäume zu erkennen. Hm, na hoffentlich wird das noch besser dachten wir uns. Wir hatten uns im Vorherein schon für eine Route entschieden, die man nur mit dem Auto abfahren konnte. So bogen wir vor dem Grand Canyon Village (wo wir am Abend übernachten würden) rechts ab auf den “Desert View” - Drive. Ich glaube wir hatten auf unserer Reise schon viele von diesen “Ohhhhh wooww” - Momenten, wo man in einem Augenblick unglaublich viel Schönheit vor den Latz geworfen bekommen hat, aber der Grand Canyon NP hat von uns glaub ich das lauteste “Ohhh wooww” bekommen. Eben noch im tiefsten Wald, erstreckte sich plötzlich direkt neben der Straße der riesige Canyon. Riesig trifft es eigentlich noch nicht richtig, denn es war wirklich unbeschreiblich groß. Sofort sind wir, sowie auch alle anderen, links herangefahren und stapften bis direkt an den Abgrund heran.
In verschiedensten Rottönen ragten Felsformationen gen Horizont und in scheinbar unerreichbare Ferne. Auf Fotos sah es fast wie eine Montage aus, denn der Horizont war bedingt durch die Größe ein kerzen gerader Strich. Unfassbar und wir kriegten uns kaum ein. Fotos, Fotos und nochmehr Fotos ging es durch unsere Köpfe. Irgendwann hatten wir dann von dem Viewing Point genug und zogen weiter, schliesslich gab es noch so viel mehr zu erkunden.
Julie auf einem der zahlreichen Aussichtspunkte
Ich muss ganz ehrlich sagen: So viel Euphorie auch am Anfang dabei war, nach ein paar Viewing Points hatte man sich ziemlich an den Anblick gewöhnt. Schon bald ertappten wir uns dabei, wie wir sagten, dass ja doch irgendwie alles relativ gleich aussieht, nichts destotrotz blieb es natürlich unglaublich beeindruckend.
Nachdem wir am Desert View Point den Aussichtsturm besichtigt hatten und auf einem Rastplatz Mittag gemacht wurde, sollte die letzte Anstrengung für den Tag auf sich genommen werden. Wir wollten einen kleinen Walk hinein in den Canyon machen. Nun ist es so, dass man zu einigen Viewing Points nicht mit dem Auto, sondern nur mit dem kostenlosen Shuttle-Bus hinkommt. So auch zum Yaki-Point, welcher den Startpunkt des Walks markiert. Wir fuhren also zurück ins Village und nahmen zusammen mit vielen anderen Touris den Shuttle-Bus, welcher farblich markiert war. Am Yaki-Point angekommen ging es dann los. Der Ohh-Ahh Point war unser Ziel, welcher (ich glaube) 1.5 km und sehr viele Höhenmeter unter uns lag. Zwar konnte man auf diesem Walk auch ganz hinunter zum Colorado River marschieren und dann wieder zurück, aber davor warnen die Ranger immer wieder, denn viele Leute unterschätzen die Entfernungen und vor allem die Sonne, welche auch an diesem Tag kräftig auf uns hinunterschien. 
Ohh Ahh
Dennoch wurden wir belohnt mit super Aussichten und der Spruch “Es sieht doch alles gleich aus” rückte in weite Ferne. Wir zwei ganz kleine Punkte marschierten in diesem riesigen Canyon. Irgendwie verrückt und man wusste gar nicht wo man zuerst hinschauen sollte.
Auf dem Weg hinunter kamen uns immer wieder andere Wanderer völlig verschwitzt und keuchend entgegen. Naja dachten wir, so schlimm ist es ja nun auch nicht. Aber so richtig wohl war uns bei dem Gedanken das Ganze wieder hochlaufen zu müssen auch nicht. Naja wir genossen die Aussicht und kamen sicher zu unserem Ziel, dem Ohh-Ahh Point. Dieser war dann auch nochmal wirklich besonders schön, denn man hatte quasi einen 360° Blick über den Canyon. Wahnsinn. Hier trafen wir auf ein österreichisches Pärchen, welches tatsächlich den 1 tägigen Marsch hinunter zum Colorado River gewagt hat. Sie sahen schon echt richtig mitgenommen aus, erzählten das es kaum Schatten gibt und das sie ungefähr 8 Liter Wasser mitgehabt hätten. Von diesen sei jetzt noch weniger als 1 übrig und sie wären froh bald oben zu sein. Hut ab, das war bestimmt richtig anstrengend, aber eine klasse Erfahrung.
Nachdem genügend Fotos geknipst waren machten wir uns wieder auf den Heimweg. Wie nicht anders zu erwarten, so gehörten auch wir bald zu jenen schwitzenden, keuchenden Heraufgängern. Aber hey, ich hätte es nicht missen wollen.
Sonnenuntergang im Canyon!
Danach ging es zu unserer Übernachtungsstätte. In der Bright Angel Lodge hatten wir ein sündhaft teures (glaube es waren fast $100 für eine Nacht) Doppelzimmer gebucht, welches nicht wie gewohnt mit Fernseher und Mikrowelle ausgestattet war. Rustikal trifft es wohl am Besten, aber es war das Billigste was wir kriegen konnten. Das Blödste war eigentlich das Parkplatz-Suchen, denn das Hotel war keinesfalls darauf eingestellt für alle Besucher Parkplätze bereitzustellen. So gurkten wir ziemlich lange herum und hatten am Ende Glück nicht ganz so weit von dem Hotel entfernt zu parken.
Am Abend schauten wir uns dann noch den Sonnenuntergang von einem der westlichen Viewpoints an. Joaa gut, irgendwie hat es uns nicht überwältigt. Vielleicht lag es an den Besuchermassen, die mit uns auf dem Aussichtspunkt standen und sich um gute Plätze stritten, aber so richtig überzeugen konnten uns die tollen Rottöne während des Sonnenuntergangs nicht. Wir machten ein paar Fotos, warteten brav bis die Sonne ganz unter gegangen ist und stiegen dann wieder in den Shuttle-Bus der uns zurück zum Hotel brachte. Hinlegen, schlafen. Denn obwohl alles wunderschön war und ich nichts anders gemacht hätte, hat es mich doch in Sachen Erkältung wieder etwas zurückgeworfen und ich war völlig ausgelaugt.
So ging es mir auch am nächsten Morgen nicht so gut, wie ich es mir erhofft hatte. Immer noch hatte ich ein wenig Hitzewallungen und Husten gepaart mit Schnupfen. So richtig Lust auf eine weitere Wanderung hatte ich dementsprechend nicht. Dennoch versuchten wir es und machten uns auf zum Bright Angel Trail. 
Blick auf den Colorado River im Grand Canyon
Unglaublich beliebt ist dieser und wirklich schön, aber nach ungefähr 500 Metern kehrten wir um, denn es ging mir wirklich nicht gut und ich wollte nicht alles noch schlimmer machen mit einer weiteren Wanderung. So schauten wir uns lediglich mit Hilfe des Shuttle-Busses die restlichen Aussichtspunkte des westlichen South-Rims an und wurden mit einigen schönen Aussichten auf den Colorado-River belohnt. Alles in allem war der Grand Canyon Nationalpark wirklich beeindruckend und ich kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen. Zusammen mit dem Yosemite und dem Death Valley Nationalpark hat diese Gegend in den USA wirklich einiges zu bieten.
Noch am selben Tag machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Las Vegas. Hier hatten wir im Vorherein schon ein Hotel etwas südlich des Strips gebucht. Mit dem South Point Hotel erwartete uns hier ein Hotel, so groß wie ich noch keins gesehen habe. Von der riesigen Spielhalle, den 4 oder 5 Restaurants und dem Pool mal abgesehen, gab es hier ein Kino, Bowling Bahnen, Saunen und Fitnessstudios. Beim Check-In klappte alles reibungslos und auch mit dem Self-Parking hatten wir diesmal keine Probleme. Sachen hochtragen und entspannen. Auch das Zimmer war super mit Poolblick und man hatte ein richtiges Luxus-Gefühl für ganz wenig Geld.
Unser Zimmer im South Point Hotel
Am Abend ging es dann nur noch zum Essen, wo wir uns für das Garden Buffet im Hotel entschieden. Zusammen mit Champagner gab es hier ein internationales Buffet der Superlative. Von köstlichem Fisch (Lachs, Sushi, Barracuda, etc.), über asiatische Köstlichkeiten, bis hin zu mexikanischen und italienischen Leckereien gab es dort alles was unser Herz begeehrt. Getreu dem Grundsatz “Wir haben bezahlt, jetzt wird auch alles probiert” nahmen wir von allem ein wenig und als wir dachten es geht nicht mehr kamen die Desserts dran. Neben anderen Süssigkeiten konnte man sich von gut 15 verschiedenen Kuchen Stücke abschneiden lassen. Ein Schlemm-Genuss!
So purzelten wir an jenem Abend nur noch in unser King-Size Bett und genossen das Hotelleben. Am nächsten Tag ging es dann zum eigentlichen Strip. In jener Gegend tummeln sich Hotels, wie das Bellagio, das New York New York oder auch das Paris Paris. 
Paris Paris auf dem Strip
Bei einer Mords-Hitze bahnten wir uns durch die Massen und machten uns ein Bild von Vegas. Auf den Strassen sieht man neben den Üblichen Kaputten übermässig viele Mexicaner die immer mit ihren Karten schnippen und dir dann Pin-Up Fotos von irgendwelchen Call-Girls in die Hand drücken. Ansonsten gibt es viele Party-Organisatoren, die versuchen die Leute in ihre Clubs/Casinos zu holen.
Wirklich beeindruckend waren eigentlich die Hotels. Das Bellagio mit seinen Springbrunnen und sämtliche andere mit ihrer Machart. Jeder versucht den anderen durch irgendwas Besonderes auszustechen. Das Wynn hat einen künstlichen Berg vor sich stehen, Treasure Island ein Segelschiff, Flamingo einen ganzen Park voller Tiere (inklusive Flamingos) und Caesers Palace ein Kollosseum. Man kann förmlich das ganze Geld, was hier in den Hallen verspielt wird, spüren und vor Allem sehen.
Das New York, New York Hotel!
Von der Koordination mit dem Mittagessen hatten wir es an dem Tag nicht so drauf und wir warteten ständig, ob nicht noch was billigeres kommt. Schliesslich landeten wir bei FatBurger, wo man auch nur den üblichen überteuerten Burger mit Pommes bekam. Naja wir waren froh mal eine kurze Pause im klimatisierten Raum zu haben und genossen das Essen.
Nachdem wir uns auch den Rest vom Strip angeguckt hatten machten wir uns wieder auf den Heimweg zurück ins Hotel, wo uns ein Shuttle-Bus hinbrachte. Eigentlich war der Plan abends nochmal auf den Strip zu gehen um Party zu machen, aber irgendwie hatten wir mehr Lust im Hotel zu bleiben und nochmals einen ruhigen Abend zu verbringen. So köstigten wir abermals im Garden Buffet (an dem Abend war BBQ-Night und es gab super Spanverkel und gegrilltes zu den anderen Sachen) und liessen es uns gutgehen. Julia hatte vorher sogar noch entdeckt, dass man als Hotel-Club Member das Ganze sehr viel billiger bekam und da man für die Mitgliedschaft nicht bezahlen musste haben wir das natürlich noch gemacht.
Vor dem Bellagio!
Wir sind also jetzt offizielle Club-Mitglieder des South Point Hotels. Klasse oder?
Am nächsten Tag hatten wir noch etwas Zeit bevor wir das Auto zurückgeben und dann unseren Flieger nehmen mussten. So entschieden wir uns unserer Lieblingsbeschäftigung, dem Shoppen nachzugehen. Eine weitere Outlet-Mall etwas weiter südlich wurde ausgecheckt und sämtliche Schnäppchen abgesahnt. Ich erspare euch an dieser Stelle die Einzelheiten, aber Shoppen in Las Vegas macht auf jeden Fall Laune. Anschliessend ging es dann zunächst auf die Suche nach einem Kino, denn wir hatten noch zu viel Zeit bis zum Flug, aber nachdem dieses Unterfangen scheiterte fuhren wir nochmals zu der anderen Mall, die wir schon vom letzten Aufenthalt in Las Vegas kannten. Abermals wurden die Shops durchstöbert und schliesslich brachten wir die Zeit ganz gut rum, bis wir ohne Probleme das Auto ablieferten und sicher im Flugzeug nach New York saßen.
An dieser Stelle beende ich diesen ohnehin schon sehr langen Post und wünsche euch allen ein schönes Wochenende....stay tuned...  

Freitag, 8. Juni 2012

Vergangene News direkt aus dem Krudops Busch!


Strasse in die Wüste: Death Valley!

Soo, nun bin ich schon 2 Wochen wieder in Bremen und habe es immer noch nicht geschafft meinen Reiseblog zu Ende zu schreiben. Neben dem generellen Einleben, bin ich im Moment dabei mich bei einigen Firmen zu bewerben um dann möglichst bald einen Job zu finden. In Sachen Stadt wird die Wahl wohl auf Hamburg, Dresden oder München fallen. Ich bin gespannt und freue mich auf die Zukunft.
Diesen Blogpost wollte ich eigentlich schon vor meiner Rückkehr verfasst haben und habe auch schon angefangen am Flughafen in Miami diesen zu verfassen. Insofern hänge ich jetzt einfach den Anfang aus Miami hier heran. Also nicht wundern wenn jetzt wieder ein bischen Geplänkel vor weg kommt:

Und so schnell kann es zu Ende sein. 1 ½ Jahre des Reisens liegen hinter mir und zur Zeit warte ich gerade auf dem Flughafen in Miami auf meinen Flieger, der mich wieder nach Deutschland bringen wird. Ueber Duesseldorf und Hamburg geht es dann nach Bremen, wo ich vorerst bei meinen Eltern wohnen werde. Ein wirklich komisches Gefuehl. Insgesamt 6 ½ Jahre (5 Jahre Studium, 1 ½ Jahre) stand ich nun auf eigenen Fuessen und jetzt geht es wieder zurueck in den guten, alten Krudops Busch ins Elternhaus. Im Vordergrund steht im Moment die Vorfreude auf meine Familie und Freunde. Wer hat sich wie veraendert? Ist alles noch so wie ich es in Erinnerung habe?
Artist Drive im Death Valley!
Wie dem auch sei, ich freue mich darauf. Dazu mache ich mir auch schon viele Gedanken, wie es dann weitergehen wird. Wie lange wird es dauern einen Job zu finden? In welcher Stadt werde ich landen? Soll ich vielleicht doch meinen Doktor machen? Fragen, mit denen ich mich naeher in den naechsten Wochen beschaeftigen muss. Zunaechst werde ich mir jedoch ein paar Tage nehmen um mich wieder in Bremen einzuleben. Aber genug von der Gegenwart bzw. der Zukunft, lasst uns ein paar Wochen zurueckspringen in den Yosemite Nationalpark. Diesen haben wir ueber den Tioga Pass verlassen und am selben Tag sind wir auch nicht mehr viel weiter Richtung Las Vegas gefahren. In einem kleinen Ort (Namen vergessen, muss ich noch nachschauen, wenn ich wieder Internet habe) buchten wir uns in ein Motel ein und genossen den gewohnten Komfort von Fernseher, riesigem Bett und anderem Schnick-Schnack. Ich erinner noch, dass es mir an dem Tag gar nicht gut ging und ich eigentlich nur den Abend vor dem Fernseher bzw. im Bett verbracht habe. Ach ja, ein riesiges Burger Meal gab es noch beim benachbarten Carl's (glaub so hiess das, muss ich auch noch nachschauen) und Julia ging noch einkaufen und absolvierte ihre erste Autofahrt in unserem Mietwagen mit Bravour.
Verdammt heiss war es!
Am naechsten Morgen ging es dann weiter Richtung Las Vegas und damit mitten durch das Death Valley. Death Valley ist wirklich ein passender Name, denn bei Temperaturen um 50 Grad wuerde ich wohl auch nicht lange ohne Klimaanlage durchhalten. Ich hatte ganz schoen mit meiner Erkaeltung zu kaempfen, denn durch die Hoehenunterschiede entstand ein hoher Druck in meinen Ohren, der dank meines Schnupfens nicht weniger wurde. Saemtliche Tricks vom Tauchen habe ich zum Druckausgleichen probiert, aber es half alles nichts. Sowas hatte ich bisher noch nicht erlebt und die Autofahrt wurde dadurch nicht angenehmer (grosses Lob auch an Julias Gedult, die meine kranke,schlechte Laune ertragen musste). Trotz alledem war die Natur mal wieder unglaublich. Am Vortag noch durch schneebedeckte Berge gebraust war man nun von nichts als heisser, huegeliger Wueste umgeben. Atemberaubend! Nachdem wir uns das Eintrittsticket gekauft hatten, haben wir zunächst im Visitor Center im Schatten Mittag gegessen. Dank unserer Klimaanlage und geschickter Positionierung unser Lebensmittel (unter dem Beifahrersitz) war die Cola sogar noch kalt geblieben und der Käse war zwar schon sehr glänzend, aber immer noch nicht flüssig. Uns wurde erzählt, dass wir ja noch Glück mit dem Wetter gehabt hätten und es im Sommer sonst ja noch viel heisser werden würde. Meine Fresse, die haben es wirklich nicht leicht dort. Unser Thermometer im Auto hat an der heissesten Stelle umgerechnet 49 Grad gemessen. Für mich absolut heiss genug!
Und noch mehr Wüste und Berge!
Nach dem Mittagessen ging es weiter durch den Nationalpark. Auf dem “Artist Drive” führte uns eine hügelige Strasse durch viele bunte Felsgesteine und wie schon vorher faszinierte uns die uns umgebende Natur. Bei sengender Hitze brummte unsere Klimaanlage und nur bei wirklich schönen Motiven öffneten wir ein Fenster um Fotos zu machen bzw. stiegen wir aus. Die Hitze war wirklich unbeschreiblich. Schon bald fuhren wir weiter und machten noch an einem anderen Aussichtspunkt halt. An diesem musste man aussteigen um auf einen kleinen Hügel hinauf zu wandern. Ansich nicht schlimm, aber man hatte schon das Gefühl, dass 5 Minuten in der Sonne ausreichen um einen deftigen Sonnenbrand abzubekommen. Naja, egal die Aussicht war es uns wert!
Zurück ins Auto und weiter nach Las Vegas ins Hotel. Vom Death Valley waren es noch gute 1 ½ Stunden nach Las Vegas, aber die Zeit verging schnell, auch wenn mir immernoch mein Ohr wehtat von dem Höhendruck und meiner Erkältung.
Parkplatz in der Wüste!
Am Abend erreichten wir dann Las Vegas. Ich hatte schon im Vorherein viel über die Stadt gehört und viele beschrieben immer das Gefühl, wenn man in die Stadt hineinfährt. “Quasi entsteht eine Stadt aus dem Nirgendwo mitten in der Wüste..”. 
Mit der Wüste hatten die Leute recht, aber so richtig vom Hocker gerissen hat es mich jetzt bei der Einfahrt nicht. Es war einfach eine Stadt, die genauso kleine Vororte hat wie jede andere auch. Dennoch ist Vegas etwas Besonderes und vor Allem bei der Einfahrt in die Innenstadt fühlt man sich eher wie auf einer riesigen Party, als wie in einer Stadt. Wir hatten uns im Golden Nugget Hotel eingebucht, welches etwas nörtlich vom Strip direkt an der Fremont St liegt. Nach einigem Suchen hatten wir dieses gefunden und ein freundlicher Hotelangestellter fragte uns, ob er für uns parken sollte oder wir das selber machen würden. Etwas unentschlossen, liessen wir schliesslich ihn unser Auto wegparken, ohne das wir unsere Sachen vorher herausholen konnten. Egal, erstmal einchecken. Schon in der Eingangshalle war mir klar, dass ich noch nie vorher in so einem Hotel übernachtet habe. Neben der Rezeption war draussen ein Pool, in dem ein riesiges Aquarium, einschliesslich Rutsch durch letzteres, eingebaut war. Wer also neben Haien und Rochen schwimmen möchte, konnte diesem Verlangen ier nachgehen. Krass. 
Sicht vom Aussichtspunkt im DV
Überall das Gebimmel von Spielautomaten und ganz viele kaputte Leute. Was Spielsucht gerade mit älteren Leuten macht, war hier ganz genau zu erkennen und es war wirklich kein schöner Anblick. Zitternde Greise, die ihre letzten Pennies in die Automaten geworfen haben. Wirklich nicht schön. Naja wir checkten ein (leider in ein Raucherzimmer, denn Nichtraucher gab es nicht mehr....Mir war es egal, ich habe eh nichts gerochen dank starkem Schnupfen), holten unser Auto (samt Trinkgeld (ich wusste die Sache hat einen Haken)), parkten es selber um und brachten unser Gepäck auf unser Zimmer, welches neben dem Rauchgestank super luxuriös war.
Völlig kaputt ging es abends nur noch einmal auf die Fremont Street, wo alle Casinos mit billig Alkohol Deals und anderen Goodies lockten. Wir wollten aber nur etwas essen und landeten schliesslich in einem Deli, wo wir mit Burger und Salat fündig wurden. Direkt neben uns war ein anderes Restaurant mit Namen Heart Attack Grill. Der Name war Programm, denn hier wurde alles extra fett zubereitet, dass es fast schon eklig war hineinzuschauen. Ich meine die Namen “ButterFat Shake” und “Quadruple Bypass Burger” sagen schon alles. Das Krasse war aber, dass Menschen mit einem Gewicht > 300 Pfund (also > 140 kg) hier umsonst essen durften. Vor dem Laden war eine riesige Waage aufgebaut, wo Leute sich wiegen konnten und wer genug gewogen hatte durfte umsonst Essen. Ekelhaft, wirklich ekelhaft. 
Heart Attack Grill in Vegas!
So gingen also Dick und Dicker in den Laden um noch ein bischen mehr um die Rippchen zu bekommen. Naja, man ist in Vegas!
Nachdem ich mir noch etwas Medizin gegen die Erkältung gekauft hatte, ging es dann auch bald zurück in unser Hotel, wo der Abend sein Ende nahm.
Am nächsten Tag war Shopping geplant. Wir hatten schon im Vorherein im Internet gesehen, dass es in Las Vegas mehrere Outlet Malls gibt und hatten uns für eine entschieden, die wir an dem Tag unsicher machen wollten. In den “Premium Outlets South” verbrachten wir tatsächlich fast den ganzen Tag und wurden beide fündig. Die ganze Zeit ging es durch unsere Köpfe: “Selbst der Originalpreis ist für deutsche Verhältnisse schon günstig und jetzt bekomme ich auch noch 50%......Zugriff, Zugriff!”. Dank der Medizin hielt ich an dem Tag auch ganz gut durch, obwohl ich dann am Ende doch relativ fertig war. Zurück zum Hotel...schlafen (achso da fällt mir ein, dass wir am Morgen in ein Nichtraucherzimmer umgezogen sind, viel angenehmer)!
Am nächsten Morgen ging es dann zum Frühstücksbuffet in das benachbarte Hotel Main Street Station Hotel. Zwar hatten wir bei unserer Ankunft nur noch knappe 35 Minuten bis zum Ende des Frühstücksbuffets, aber das hielt uns nicht zurück. 
Vegas Baby....to be continued
Für 9 Dollar probierten wir sämtliche Leckereien bis wir nicht mehr konnten. Donuts, Muffins, Eier, Müsli, Croissants, es gab alles und noch viel mehr. Man muss gerechterweise sagen, dass nicht alles weltklasse geschmeckt hat, aber hey für 9 Dollar wollten wir uns nicht beschweren. Kugelrund ging es danach wieder zum Auto, denn wir wollten schliesslich noch weiter und uns den Grand Canyon angucken, bevor wir dann in Las Vegas das Auto zurückgeben mussten. Die Fahrt war mit 5 Stunden berechnet, aber bis zu dem kleinen Vorort, namens Williams schafften wir es ohne Probleme in 4 Stunden. Hier hatten wir für die Nacht ein kleines Motel gebucht, was gar nicht so einfach zu finden war. In der Hotelbestätigung stand nämlich ein anderer Name, als der des Hotels was wir eigentlich gebucht hatten. Nachdem wir also 2 Hotels abklapperten, die wohl mal früher unter dem Namen bei hotels.com geführt wurden waren wir schliesslich am richtigen Fleck und konnten einchecken. Ich muss hier abermals betonen, dass für mich ein Motel ein absoluter Preis/Leistungs-Killer ist. Ich meine wir haben wieder nur 45 Dollar bezahlt und dafür hatten unser Doppelzimmer mit allem drum und dran und sogar noch Frühstück obendrauf (gut, das war nur Müsli und Gebäck, aber trotzdem..). Klasse!
Wir schliefen eine gute Nacht und auch mit meiner Erkältung ging es langsam bergauf, so dachte ich jedenfalls.
Am nächsten Tag ging es dann in den 100 km entfernten Grand Canyon Nationalpark. Was wir dort erlebten und wie es dort aussieht, erfahrt ihr im nächsten Blogpost, den ich hoffentlich in den nächsten Tagen fertig bekommen werde. Grüße aus dem Krudops Busch 11.....stay tuned!