Freitag, 8. Juni 2012

Vergangene News direkt aus dem Krudops Busch!


Strasse in die Wüste: Death Valley!

Soo, nun bin ich schon 2 Wochen wieder in Bremen und habe es immer noch nicht geschafft meinen Reiseblog zu Ende zu schreiben. Neben dem generellen Einleben, bin ich im Moment dabei mich bei einigen Firmen zu bewerben um dann möglichst bald einen Job zu finden. In Sachen Stadt wird die Wahl wohl auf Hamburg, Dresden oder München fallen. Ich bin gespannt und freue mich auf die Zukunft.
Diesen Blogpost wollte ich eigentlich schon vor meiner Rückkehr verfasst haben und habe auch schon angefangen am Flughafen in Miami diesen zu verfassen. Insofern hänge ich jetzt einfach den Anfang aus Miami hier heran. Also nicht wundern wenn jetzt wieder ein bischen Geplänkel vor weg kommt:

Und so schnell kann es zu Ende sein. 1 ½ Jahre des Reisens liegen hinter mir und zur Zeit warte ich gerade auf dem Flughafen in Miami auf meinen Flieger, der mich wieder nach Deutschland bringen wird. Ueber Duesseldorf und Hamburg geht es dann nach Bremen, wo ich vorerst bei meinen Eltern wohnen werde. Ein wirklich komisches Gefuehl. Insgesamt 6 ½ Jahre (5 Jahre Studium, 1 ½ Jahre) stand ich nun auf eigenen Fuessen und jetzt geht es wieder zurueck in den guten, alten Krudops Busch ins Elternhaus. Im Vordergrund steht im Moment die Vorfreude auf meine Familie und Freunde. Wer hat sich wie veraendert? Ist alles noch so wie ich es in Erinnerung habe?
Artist Drive im Death Valley!
Wie dem auch sei, ich freue mich darauf. Dazu mache ich mir auch schon viele Gedanken, wie es dann weitergehen wird. Wie lange wird es dauern einen Job zu finden? In welcher Stadt werde ich landen? Soll ich vielleicht doch meinen Doktor machen? Fragen, mit denen ich mich naeher in den naechsten Wochen beschaeftigen muss. Zunaechst werde ich mir jedoch ein paar Tage nehmen um mich wieder in Bremen einzuleben. Aber genug von der Gegenwart bzw. der Zukunft, lasst uns ein paar Wochen zurueckspringen in den Yosemite Nationalpark. Diesen haben wir ueber den Tioga Pass verlassen und am selben Tag sind wir auch nicht mehr viel weiter Richtung Las Vegas gefahren. In einem kleinen Ort (Namen vergessen, muss ich noch nachschauen, wenn ich wieder Internet habe) buchten wir uns in ein Motel ein und genossen den gewohnten Komfort von Fernseher, riesigem Bett und anderem Schnick-Schnack. Ich erinner noch, dass es mir an dem Tag gar nicht gut ging und ich eigentlich nur den Abend vor dem Fernseher bzw. im Bett verbracht habe. Ach ja, ein riesiges Burger Meal gab es noch beim benachbarten Carl's (glaub so hiess das, muss ich auch noch nachschauen) und Julia ging noch einkaufen und absolvierte ihre erste Autofahrt in unserem Mietwagen mit Bravour.
Verdammt heiss war es!
Am naechsten Morgen ging es dann weiter Richtung Las Vegas und damit mitten durch das Death Valley. Death Valley ist wirklich ein passender Name, denn bei Temperaturen um 50 Grad wuerde ich wohl auch nicht lange ohne Klimaanlage durchhalten. Ich hatte ganz schoen mit meiner Erkaeltung zu kaempfen, denn durch die Hoehenunterschiede entstand ein hoher Druck in meinen Ohren, der dank meines Schnupfens nicht weniger wurde. Saemtliche Tricks vom Tauchen habe ich zum Druckausgleichen probiert, aber es half alles nichts. Sowas hatte ich bisher noch nicht erlebt und die Autofahrt wurde dadurch nicht angenehmer (grosses Lob auch an Julias Gedult, die meine kranke,schlechte Laune ertragen musste). Trotz alledem war die Natur mal wieder unglaublich. Am Vortag noch durch schneebedeckte Berge gebraust war man nun von nichts als heisser, huegeliger Wueste umgeben. Atemberaubend! Nachdem wir uns das Eintrittsticket gekauft hatten, haben wir zunächst im Visitor Center im Schatten Mittag gegessen. Dank unserer Klimaanlage und geschickter Positionierung unser Lebensmittel (unter dem Beifahrersitz) war die Cola sogar noch kalt geblieben und der Käse war zwar schon sehr glänzend, aber immer noch nicht flüssig. Uns wurde erzählt, dass wir ja noch Glück mit dem Wetter gehabt hätten und es im Sommer sonst ja noch viel heisser werden würde. Meine Fresse, die haben es wirklich nicht leicht dort. Unser Thermometer im Auto hat an der heissesten Stelle umgerechnet 49 Grad gemessen. Für mich absolut heiss genug!
Und noch mehr Wüste und Berge!
Nach dem Mittagessen ging es weiter durch den Nationalpark. Auf dem “Artist Drive” führte uns eine hügelige Strasse durch viele bunte Felsgesteine und wie schon vorher faszinierte uns die uns umgebende Natur. Bei sengender Hitze brummte unsere Klimaanlage und nur bei wirklich schönen Motiven öffneten wir ein Fenster um Fotos zu machen bzw. stiegen wir aus. Die Hitze war wirklich unbeschreiblich. Schon bald fuhren wir weiter und machten noch an einem anderen Aussichtspunkt halt. An diesem musste man aussteigen um auf einen kleinen Hügel hinauf zu wandern. Ansich nicht schlimm, aber man hatte schon das Gefühl, dass 5 Minuten in der Sonne ausreichen um einen deftigen Sonnenbrand abzubekommen. Naja, egal die Aussicht war es uns wert!
Zurück ins Auto und weiter nach Las Vegas ins Hotel. Vom Death Valley waren es noch gute 1 ½ Stunden nach Las Vegas, aber die Zeit verging schnell, auch wenn mir immernoch mein Ohr wehtat von dem Höhendruck und meiner Erkältung.
Parkplatz in der Wüste!
Am Abend erreichten wir dann Las Vegas. Ich hatte schon im Vorherein viel über die Stadt gehört und viele beschrieben immer das Gefühl, wenn man in die Stadt hineinfährt. “Quasi entsteht eine Stadt aus dem Nirgendwo mitten in der Wüste..”. 
Mit der Wüste hatten die Leute recht, aber so richtig vom Hocker gerissen hat es mich jetzt bei der Einfahrt nicht. Es war einfach eine Stadt, die genauso kleine Vororte hat wie jede andere auch. Dennoch ist Vegas etwas Besonderes und vor Allem bei der Einfahrt in die Innenstadt fühlt man sich eher wie auf einer riesigen Party, als wie in einer Stadt. Wir hatten uns im Golden Nugget Hotel eingebucht, welches etwas nörtlich vom Strip direkt an der Fremont St liegt. Nach einigem Suchen hatten wir dieses gefunden und ein freundlicher Hotelangestellter fragte uns, ob er für uns parken sollte oder wir das selber machen würden. Etwas unentschlossen, liessen wir schliesslich ihn unser Auto wegparken, ohne das wir unsere Sachen vorher herausholen konnten. Egal, erstmal einchecken. Schon in der Eingangshalle war mir klar, dass ich noch nie vorher in so einem Hotel übernachtet habe. Neben der Rezeption war draussen ein Pool, in dem ein riesiges Aquarium, einschliesslich Rutsch durch letzteres, eingebaut war. Wer also neben Haien und Rochen schwimmen möchte, konnte diesem Verlangen ier nachgehen. Krass. 
Sicht vom Aussichtspunkt im DV
Überall das Gebimmel von Spielautomaten und ganz viele kaputte Leute. Was Spielsucht gerade mit älteren Leuten macht, war hier ganz genau zu erkennen und es war wirklich kein schöner Anblick. Zitternde Greise, die ihre letzten Pennies in die Automaten geworfen haben. Wirklich nicht schön. Naja wir checkten ein (leider in ein Raucherzimmer, denn Nichtraucher gab es nicht mehr....Mir war es egal, ich habe eh nichts gerochen dank starkem Schnupfen), holten unser Auto (samt Trinkgeld (ich wusste die Sache hat einen Haken)), parkten es selber um und brachten unser Gepäck auf unser Zimmer, welches neben dem Rauchgestank super luxuriös war.
Völlig kaputt ging es abends nur noch einmal auf die Fremont Street, wo alle Casinos mit billig Alkohol Deals und anderen Goodies lockten. Wir wollten aber nur etwas essen und landeten schliesslich in einem Deli, wo wir mit Burger und Salat fündig wurden. Direkt neben uns war ein anderes Restaurant mit Namen Heart Attack Grill. Der Name war Programm, denn hier wurde alles extra fett zubereitet, dass es fast schon eklig war hineinzuschauen. Ich meine die Namen “ButterFat Shake” und “Quadruple Bypass Burger” sagen schon alles. Das Krasse war aber, dass Menschen mit einem Gewicht > 300 Pfund (also > 140 kg) hier umsonst essen durften. Vor dem Laden war eine riesige Waage aufgebaut, wo Leute sich wiegen konnten und wer genug gewogen hatte durfte umsonst Essen. Ekelhaft, wirklich ekelhaft. 
Heart Attack Grill in Vegas!
So gingen also Dick und Dicker in den Laden um noch ein bischen mehr um die Rippchen zu bekommen. Naja, man ist in Vegas!
Nachdem ich mir noch etwas Medizin gegen die Erkältung gekauft hatte, ging es dann auch bald zurück in unser Hotel, wo der Abend sein Ende nahm.
Am nächsten Tag war Shopping geplant. Wir hatten schon im Vorherein im Internet gesehen, dass es in Las Vegas mehrere Outlet Malls gibt und hatten uns für eine entschieden, die wir an dem Tag unsicher machen wollten. In den “Premium Outlets South” verbrachten wir tatsächlich fast den ganzen Tag und wurden beide fündig. Die ganze Zeit ging es durch unsere Köpfe: “Selbst der Originalpreis ist für deutsche Verhältnisse schon günstig und jetzt bekomme ich auch noch 50%......Zugriff, Zugriff!”. Dank der Medizin hielt ich an dem Tag auch ganz gut durch, obwohl ich dann am Ende doch relativ fertig war. Zurück zum Hotel...schlafen (achso da fällt mir ein, dass wir am Morgen in ein Nichtraucherzimmer umgezogen sind, viel angenehmer)!
Am nächsten Morgen ging es dann zum Frühstücksbuffet in das benachbarte Hotel Main Street Station Hotel. Zwar hatten wir bei unserer Ankunft nur noch knappe 35 Minuten bis zum Ende des Frühstücksbuffets, aber das hielt uns nicht zurück. 
Vegas Baby....to be continued
Für 9 Dollar probierten wir sämtliche Leckereien bis wir nicht mehr konnten. Donuts, Muffins, Eier, Müsli, Croissants, es gab alles und noch viel mehr. Man muss gerechterweise sagen, dass nicht alles weltklasse geschmeckt hat, aber hey für 9 Dollar wollten wir uns nicht beschweren. Kugelrund ging es danach wieder zum Auto, denn wir wollten schliesslich noch weiter und uns den Grand Canyon angucken, bevor wir dann in Las Vegas das Auto zurückgeben mussten. Die Fahrt war mit 5 Stunden berechnet, aber bis zu dem kleinen Vorort, namens Williams schafften wir es ohne Probleme in 4 Stunden. Hier hatten wir für die Nacht ein kleines Motel gebucht, was gar nicht so einfach zu finden war. In der Hotelbestätigung stand nämlich ein anderer Name, als der des Hotels was wir eigentlich gebucht hatten. Nachdem wir also 2 Hotels abklapperten, die wohl mal früher unter dem Namen bei hotels.com geführt wurden waren wir schliesslich am richtigen Fleck und konnten einchecken. Ich muss hier abermals betonen, dass für mich ein Motel ein absoluter Preis/Leistungs-Killer ist. Ich meine wir haben wieder nur 45 Dollar bezahlt und dafür hatten unser Doppelzimmer mit allem drum und dran und sogar noch Frühstück obendrauf (gut, das war nur Müsli und Gebäck, aber trotzdem..). Klasse!
Wir schliefen eine gute Nacht und auch mit meiner Erkältung ging es langsam bergauf, so dachte ich jedenfalls.
Am nächsten Tag ging es dann in den 100 km entfernten Grand Canyon Nationalpark. Was wir dort erlebten und wie es dort aussieht, erfahrt ihr im nächsten Blogpost, den ich hoffentlich in den nächsten Tagen fertig bekommen werde. Grüße aus dem Krudops Busch 11.....stay tuned!

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