| Strasse in die Wüste: Death Valley! |
Soo, nun bin ich schon
2 Wochen wieder in Bremen und habe es immer noch nicht geschafft
meinen Reiseblog zu Ende zu schreiben. Neben dem generellen Einleben,
bin ich im Moment dabei mich bei einigen Firmen zu bewerben um dann
möglichst bald einen Job zu finden. In Sachen Stadt wird die Wahl
wohl auf Hamburg, Dresden oder München fallen. Ich bin gespannt und
freue mich auf die Zukunft.
Diesen Blogpost wollte
ich eigentlich schon vor meiner Rückkehr verfasst haben und habe
auch schon angefangen am Flughafen in Miami diesen zu verfassen.
Insofern hänge ich jetzt einfach den Anfang aus Miami hier heran.
Also nicht wundern wenn jetzt wieder ein bischen Geplänkel vor weg
kommt:
Und so schnell kann es
zu Ende sein. 1 ½ Jahre des Reisens liegen hinter mir und zur Zeit
warte ich gerade auf dem Flughafen in Miami auf meinen Flieger, der
mich wieder nach Deutschland bringen wird. Ueber Duesseldorf und
Hamburg geht es dann nach Bremen, wo ich vorerst bei meinen Eltern
wohnen werde. Ein wirklich komisches Gefuehl. Insgesamt 6 ½ Jahre (5
Jahre Studium, 1 ½ Jahre) stand ich nun auf eigenen Fuessen und
jetzt geht es wieder zurueck in den guten, alten Krudops Busch ins
Elternhaus. Im Vordergrund steht im Moment die Vorfreude auf meine
Familie und Freunde. Wer hat sich wie veraendert? Ist alles noch so
wie ich es in Erinnerung habe?
| Artist Drive im Death Valley! |
Wie dem auch sei, ich freue mich
darauf. Dazu mache ich mir auch schon viele Gedanken, wie es dann
weitergehen wird. Wie lange wird es dauern einen Job zu finden? In
welcher Stadt werde ich landen? Soll ich vielleicht doch meinen
Doktor machen? Fragen, mit denen ich mich naeher in den naechsten
Wochen beschaeftigen muss. Zunaechst werde ich mir jedoch ein paar
Tage nehmen um mich wieder in Bremen einzuleben. Aber genug von der
Gegenwart bzw. der Zukunft, lasst uns ein paar Wochen zurueckspringen
in den Yosemite Nationalpark. Diesen haben wir ueber den Tioga Pass
verlassen und am selben Tag sind wir auch nicht mehr viel weiter
Richtung Las Vegas gefahren. In einem kleinen Ort (Namen vergessen,
muss ich noch nachschauen, wenn ich wieder Internet habe) buchten wir
uns in ein Motel ein und genossen den gewohnten Komfort von
Fernseher, riesigem Bett und anderem Schnick-Schnack. Ich erinner
noch, dass es mir an dem Tag gar nicht gut ging und ich eigentlich
nur den Abend vor dem Fernseher bzw. im Bett verbracht habe. Ach ja,
ein riesiges Burger Meal gab es noch beim benachbarten Carl's (glaub
so hiess das, muss ich auch noch nachschauen) und Julia ging noch
einkaufen und absolvierte ihre erste Autofahrt in unserem Mietwagen
mit Bravour.
| Verdammt heiss war es! |
Am naechsten Morgen
ging es dann weiter Richtung Las Vegas und damit mitten durch das
Death Valley. Death Valley ist wirklich ein passender Name, denn bei
Temperaturen um 50 Grad wuerde ich wohl auch nicht lange ohne
Klimaanlage durchhalten. Ich hatte ganz schoen mit meiner Erkaeltung
zu kaempfen, denn durch die Hoehenunterschiede entstand ein hoher
Druck in meinen Ohren, der dank meines Schnupfens nicht weniger
wurde. Saemtliche Tricks vom Tauchen habe ich zum Druckausgleichen
probiert, aber es half alles nichts. Sowas hatte ich bisher noch
nicht erlebt und die Autofahrt wurde dadurch nicht angenehmer
(grosses Lob auch an Julias Gedult, die meine kranke,schlechte Laune
ertragen musste). Trotz alledem war die Natur mal wieder unglaublich.
Am Vortag noch durch schneebedeckte Berge gebraust war man nun von
nichts als heisser, huegeliger Wueste umgeben. Atemberaubend! Nachdem
wir uns das Eintrittsticket gekauft hatten, haben wir zunächst im
Visitor Center im Schatten Mittag gegessen. Dank unserer Klimaanlage
und geschickter Positionierung unser Lebensmittel (unter dem
Beifahrersitz) war die Cola sogar noch kalt geblieben und der Käse
war zwar schon sehr glänzend, aber immer noch nicht flüssig. Uns
wurde erzählt, dass wir ja noch Glück mit dem Wetter gehabt hätten
und es im Sommer sonst ja noch viel heisser werden würde. Meine
Fresse, die haben es wirklich nicht leicht dort. Unser Thermometer im
Auto hat an der heissesten Stelle umgerechnet 49 Grad gemessen. Für
mich absolut heiss genug!
| Und noch mehr Wüste und Berge! |
Nach dem Mittagessen
ging es weiter durch den Nationalpark. Auf dem “Artist Drive”
führte uns eine hügelige Strasse durch viele bunte Felsgesteine und
wie schon vorher faszinierte uns die uns umgebende Natur. Bei
sengender Hitze brummte unsere Klimaanlage und nur bei wirklich
schönen Motiven öffneten wir ein Fenster um Fotos zu machen bzw.
stiegen wir aus. Die Hitze war wirklich unbeschreiblich. Schon bald
fuhren wir weiter und machten noch an einem anderen Aussichtspunkt
halt. An diesem musste man aussteigen um auf einen kleinen Hügel
hinauf zu wandern. Ansich nicht schlimm, aber man hatte schon das
Gefühl, dass 5 Minuten in der Sonne ausreichen um einen deftigen
Sonnenbrand abzubekommen. Naja, egal die Aussicht war es uns wert!
Zurück ins Auto und
weiter nach Las Vegas ins Hotel. Vom Death Valley waren es noch gute
1 ½ Stunden nach Las Vegas, aber die Zeit verging schnell, auch wenn
mir immernoch mein Ohr wehtat von dem Höhendruck und meiner
Erkältung.
| Parkplatz in der Wüste! |
Am Abend erreichten wir
dann Las Vegas. Ich hatte schon im Vorherein viel über die Stadt
gehört und viele beschrieben immer das Gefühl, wenn man in die
Stadt hineinfährt. “Quasi entsteht eine Stadt aus dem Nirgendwo
mitten in der Wüste..”.
Mit der Wüste hatten die Leute recht,
aber so richtig vom Hocker gerissen hat es mich jetzt bei der
Einfahrt nicht. Es war einfach eine Stadt, die genauso kleine Vororte
hat wie jede andere auch. Dennoch ist Vegas etwas Besonderes und vor
Allem bei der Einfahrt in die Innenstadt fühlt man sich eher wie auf
einer riesigen Party, als wie in einer Stadt. Wir hatten uns im
Golden Nugget Hotel eingebucht, welches etwas nörtlich vom Strip
direkt an der Fremont St liegt. Nach einigem Suchen hatten wir dieses
gefunden und ein freundlicher Hotelangestellter fragte uns, ob er für
uns parken sollte oder wir das selber machen würden. Etwas
unentschlossen, liessen wir schliesslich ihn unser Auto wegparken,
ohne das wir unsere Sachen vorher herausholen konnten. Egal, erstmal
einchecken. Schon in der Eingangshalle war mir klar, dass ich noch
nie vorher in so einem Hotel übernachtet habe. Neben der Rezeption
war draussen ein Pool, in dem ein riesiges Aquarium, einschliesslich
Rutsch durch letzteres, eingebaut war. Wer also neben Haien und
Rochen schwimmen möchte, konnte diesem Verlangen ier nachgehen.
Krass.
| Sicht vom Aussichtspunkt im DV |
Überall das Gebimmel von Spielautomaten und ganz viele
kaputte Leute. Was Spielsucht gerade mit älteren Leuten macht, war
hier ganz genau zu erkennen und es war wirklich kein schöner
Anblick. Zitternde Greise, die ihre letzten Pennies in die Automaten
geworfen haben. Wirklich nicht schön. Naja wir checkten ein (leider
in ein Raucherzimmer, denn Nichtraucher gab es nicht mehr....Mir war
es egal, ich habe eh nichts gerochen dank starkem Schnupfen), holten
unser Auto (samt Trinkgeld (ich wusste die Sache hat einen Haken)),
parkten es selber um und brachten unser Gepäck auf unser Zimmer,
welches neben dem Rauchgestank super luxuriös war.
Völlig kaputt ging es
abends nur noch einmal auf die Fremont Street, wo alle Casinos mit
billig Alkohol Deals und anderen Goodies lockten. Wir wollten aber
nur etwas essen und landeten schliesslich in einem Deli, wo wir mit
Burger und Salat fündig wurden. Direkt neben uns war ein anderes
Restaurant mit Namen Heart Attack Grill. Der Name war Programm, denn
hier wurde alles extra fett zubereitet, dass es fast schon eklig war
hineinzuschauen. Ich meine die Namen “ButterFat Shake” und
“Quadruple Bypass Burger” sagen schon alles. Das Krasse war aber,
dass Menschen mit einem Gewicht > 300 Pfund (also > 140 kg)
hier umsonst essen durften. Vor dem Laden war eine riesige Waage
aufgebaut, wo Leute sich wiegen konnten und wer genug gewogen hatte
durfte umsonst Essen. Ekelhaft, wirklich ekelhaft.
| Heart Attack Grill in Vegas! |
So gingen also
Dick und Dicker in den Laden um noch ein bischen mehr um die Rippchen
zu bekommen. Naja, man ist in Vegas!
Nachdem ich mir noch
etwas Medizin gegen die Erkältung gekauft hatte, ging es dann auch
bald zurück in unser Hotel, wo der Abend sein Ende nahm.
Am nächsten Tag war
Shopping geplant. Wir hatten schon im Vorherein im Internet gesehen,
dass es in Las Vegas mehrere Outlet Malls gibt und hatten uns für
eine entschieden, die wir an dem Tag unsicher machen wollten. In den
“Premium Outlets South” verbrachten wir tatsächlich fast den
ganzen Tag und wurden beide fündig. Die ganze Zeit ging es durch
unsere Köpfe: “Selbst der Originalpreis ist für deutsche
Verhältnisse schon günstig und jetzt bekomme ich auch noch
50%......Zugriff, Zugriff!”. Dank der Medizin hielt ich an dem Tag
auch ganz gut durch, obwohl ich dann am Ende doch relativ fertig war.
Zurück zum Hotel...schlafen (achso da fällt mir ein, dass wir am
Morgen in ein Nichtraucherzimmer umgezogen sind, viel angenehmer)!
Am nächsten Morgen
ging es dann zum Frühstücksbuffet in das benachbarte Hotel Main
Street Station Hotel. Zwar hatten wir bei unserer Ankunft nur noch
knappe 35 Minuten bis zum Ende des Frühstücksbuffets, aber das
hielt uns nicht zurück.
| Vegas Baby....to be continued |
Für 9 Dollar probierten wir sämtliche
Leckereien bis wir nicht mehr konnten. Donuts, Muffins, Eier, Müsli,
Croissants, es gab alles und noch viel mehr. Man muss gerechterweise
sagen, dass nicht alles weltklasse geschmeckt hat, aber hey für 9
Dollar wollten wir uns nicht beschweren. Kugelrund ging es danach
wieder zum Auto, denn wir wollten schliesslich noch weiter und uns
den Grand Canyon angucken, bevor wir dann in Las Vegas das Auto
zurückgeben mussten. Die Fahrt war mit 5 Stunden berechnet, aber bis
zu dem kleinen Vorort, namens Williams schafften wir es ohne
Probleme in 4 Stunden. Hier hatten wir für die Nacht ein kleines
Motel gebucht, was gar nicht so einfach zu finden war. In der
Hotelbestätigung stand nämlich ein anderer Name, als der des Hotels
was wir eigentlich gebucht hatten. Nachdem wir also 2 Hotels
abklapperten, die wohl mal früher unter dem Namen bei hotels.com
geführt wurden waren wir schliesslich am richtigen Fleck und konnten
einchecken. Ich muss hier abermals betonen, dass für mich ein Motel
ein absoluter Preis/Leistungs-Killer ist. Ich meine wir haben wieder
nur 45 Dollar bezahlt und dafür hatten unser Doppelzimmer mit allem
drum und dran und sogar noch Frühstück obendrauf (gut, das war nur
Müsli und Gebäck, aber trotzdem..). Klasse!
Wir schliefen eine gute
Nacht und auch mit meiner Erkältung ging es langsam bergauf, so
dachte ich jedenfalls.
Am nächsten Tag ging
es dann in den 100 km entfernten Grand Canyon Nationalpark. Was wir
dort erlebten und wie es dort aussieht, erfahrt ihr im nächsten
Blogpost, den ich hoffentlich in den nächsten Tagen fertig bekommen
werde. Grüße aus dem Krudops Busch 11.....stay tuned!
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