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| Unser super Hostel in Brooklyn, NY! |
Nach nun mittlerweile
fast 2 Monaten im Heimatland werde ich heute versuchen diesen Blog
mit dem vorletzten Post über unseren New York Aufenthalt und
anschliessend mit dem letzten Post über meinen Miami Besuch
abzuschliessen.
Die letzten Wochen in
Deutschland waren eigentlich viel interessanter als die Geschehnisse
in der Metropole: Zu allererst sei erwähnt, dass ich einen
Jobangebot in München bei Rohde & Schwarz angenommen habe. Ab
dem 01. August werde ich dort als Softwareingenieur für
Spektrumanalyse beginnen. Obwohl ich den Betrieb ja schon von
Praktikum und Diplomarbeit kenne, bin ich sehr gespannt und auch ein
wenig aufgeregt (es geht ja schliesslich in knapp einer Woche schon
los), was mich dort erwartet.
Auch eine Unterkunft in
München habe ich bereits gefunden. Wer schon einmal in München eine
Wohnung gesucht hat, der weiss wie schwer es ist etwas Zentrales und
Bezahlbares zu finden. Nicht selten tritt man gegen 50 Bewerber bei
einem WG-Zimmer an. Bei Mietwohnungen gehen die Zahlen manchmal sogar
noch höher. So war ich heilfroh, als ich durch Zufall auf ein
WG-Zimmer ganz in der Nähe von der Firma gestoßen bin. Die Wohnung
kam mir auf Anhieb bekannt vor und als ich dann den Namen vom
Wohnungseigentümer gelesen habe, konnte ich mein Glück kaum fassen.
Gunnar, mit dem ich zusammen zur Schule gegangen bin, suchte ab 01.
August einen neuen Mitbewohner. Schnell angerufen und die Sache war
geritzt. Super unkompliziert und für mich natürlich einsame Spitze,
da ich nicht noch etliche Male nach München heizen musste um mir
WG's bzw. Wohnungen anzuschauen. Ich freue mich riesig auf die
gemeinsame WG-Zeit und bin mir sicher, dass wir Nord-Jungens ne Menge
Spass haben werden.
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| Gemütliches Cafe um die Ecke |
Nachdem das Berufliche
alles geregelt war, hieß es erstmal Urlaub machen. So verbrachte ich
eine super Zeit auf dem altbekannten Campingplatz Teichmann mit
meinen Dresdner Jungs und besuchte danach Carl in Aachen. Nach einem
kurzem Aufenthalt in Bremen (Breminale mit Benni und Jannik, Ottos
Geburtstagsfeier) ging es schon wieder in den Süden um mit Julia und
ihrer Cousine nach Kroatien zu fahren. 5 super sonnige Tage
verbrachten wir auf Krk und nun bin ich vorgestern braungebrannt
wieder in Bremen angekommen, wo nun auch die Sonne scheint. Es läuft
also alles im Moment hervorragend und mir geht es bestens!
Nun aber zurück zum
Reisen und damit nach New York. Gestern habe ich schon Julia
angerufen um so einigermaßen die Erinnerung aufzufrischen, denn wie
schon gesagt ist das ganze rund 2 Monate her und so manche Einzelheit
vergessen. An eins kann ich mich aber noch ziemlich genau erinnern
und das war unsere Ankunft. Abermals verbrachten wir die Vornacht im
Flieger nur das ich diesmal wirklich überhaupt kein Auge zugemacht
habe. So kamen wir (denn Julia hatte auch nur bedingt geschlafen)
völlig übermüdet in New York an und waren froh, dass es am
Flughafen nicht so lange dauerte bis wir unser Gepäck bekamen.
Schnell in den Airtrain und dann ging es Richtung City. In Brooklyn
hatten wir unser Hostel im Vorherein gebucht und eine Wegbeschreibung
zu diesem hielten wir ausgedruckt in unseren Händen. Nach einigem
Umsteigen erreichten wir dann nach einer gefühlten Ewigkeit die Ziel
U-Bahn Haltestelle, von wo uns dann die Wegbeschreibung weiterleiten
sollte. Boah, also ich weiss nicht wer das Ding geschrieben hat, aber
ich hoffe der ist mittlerweile seinen Job los. Wären wir der
Beschreibung gefolgt hätten wir wahrscheinlich auf der Straße
übernachtet oder wären geradewegs ins Ghetto gelaufen. Wir wussten
es besser (bzw. hatten einfach keine Ahnung in welche Richtung wir
gehen sollten) und fragten Passanten (bzw. wir wurden angesprochen,
ob wir Hilfe benötigen). Die lotsten uns geradewegs zu einem Hostel,
was aber leider nicht unseres war. Ziemlich entnervt und schwitzend
von den schweren Backpacks machten wir uns also weiter auf die Suche
und fanden schliesslich unser Hostel in einer Seitenstraße.
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| Chillen im Central Park |
Endlich!
Wir legten die Sachen ab und wurden von Pablo an der Rezeption
begrüßt. Dieser teilte uns nach kurzem Warten daraufhin, dass wir
erst um 14 Uhr einchecken könnten, denn bis dahin würde noch
geputzt. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass es 10 Uhr (glaub ich)
war und wir also noch massig Zeit bis dahin hatten. Ja gut, also die
Sachen in den Keller getragen (dort wurde gerade die Küche gebaut,
war leider noch nicht fertig als wir dort waren) und erstmal die
Gegend erkundet. Die gefiel auf den zweiten Blick eigentlich echt
gut. Alles sah ziemlich heruntergekommen aus, aber in den alten
Gebäuden versteckten sich wirklich gemütliche Cafes und alternative
Restaurants. Wir entschieden uns für das Swallow Cafe und genossen
leckere Bagel und Kaffee. So sah der Tag schon etwas besser aus. Wir
kamen etwas herunter und gingen zurück ins Hostel um im Internet zu
surfen, bis wir unser Zimmer beziehen durften. Während ich also im
Gemeinschaftsraum/Küche mir die Zeit vertrieb, fand Julia heraus,
dass es uns lediglich $10 Aufpreis kosten würde, wenn wir ein
Doppelzimmer beziehen würden. Cool, dachten wir uns, denn den
letzten Aufenthalt in New York wollten wir noch einmal geniessen und
vor allem auch ein wenig schlafen in der Nacht. Kurzerhand tauschten
wir unseren 10 Bett Dorm gegen ein Doppelzimmer bei Pablo ein. Damit
fing dann der eigentliche Stress an, denn unser “Doppelzimmer”
war eigentlich nur ein großes Einzelzimmer mit einem viel zu kleinen
Bett für uns beide. Noch dazu kam, dass das “Zimmer” in Mitten
des 10 Bett Dorms war und die Wände des Zimmers nicht bis zur Decke
reichten. Es war also lediglich ein Blickschutz zu dem 10 Bett Dorm
vorhanden.
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| Julia im Central Park |
Jeder konnte also alle Gespräche mithören. Fässt man
also zusammen hatten wir ein Doppelzimmer, wo wir nicht gut schlafen
würden (wegen des kleinen Betts) und wo wir uns nicht ungestört
unterhalten konnten, da alle in dem 10 Bett Dorm alles hören würden.
Was waren nochmal die Vorzüge eines Private-Double Rooms? Naja wir
also wieder runter zu Pablo, der schon etwas angepisst war, weil er
uns ja einen Gefallen getan hätte uns überhaupt das Zimmer zu
vermitteln. In der Zwischenzeit hatten wir aber herausgefunden, dass
es in dem Hostel eigentlich gar keine Doppelzimmer gibt und wir also
wirklich ein Einzelzimmer bekommen hatten. Für das ausgebuchte
Hostel war das natürlich klasse, denn so konnten sie eine Person
mehr aufnehmen (da wir ja zu zweit in einem Zimmer waren, wo sonst
nur einer drin wäre). Nach etlichen Verhandlungen bis zum nächsten
Tag hatten wir dann endlich einen Deal bei dem wir ein 2. Bett ins
Zimmer bekamen und den selben Preis wie für den Dorm bezahlten.
Pablo sprach ab diesem Zeitpunkt kein Wort mehr mit uns, oder spielte
Freundlichkeit dermaßen schlecht vor, dass selbst ein Blinder
erkannt hätte das er es nicht ernst meinte. Naja uns war es relativ
egal, denn schliesslich hatten wir eh nicht viel mit ihm zu tun.
So und damit enden auch
meine genauen Erinnerungen an unseren Aufenthalt. Ich meine, dass wir
nach all dem Hostelstress nachmittags/abends zu Robertas Pizza Essen
gegangen sind. Zugegeben es war wirklich teuer, aber so leckere
Magherita Pizza habe ich auch selten gegessen. In einem coolen
Hinterhof Ambiente genossen wir die Mahlzeit und Bierchen und dann
ging es zum ersten Mal nach Manhatten. Generell war bei uns beiden
irgendwie die Luft raus. Zwar wollten wir uns noch was anschauen,
aber man sah schon anhand der Menge der Fotos die wir machten, dass
das richtige Reise- und Entdecker-Fieber nicht unglaublich ausgeprägt
war. Da ich ohnehin schon einmal vor ein paar Jahren in New York war
hatte ich die meisten Sehenswürdigkeiten in Manhatten schon gesehen.
Das macht sie deswegen natürlich nicht weniger beeindruckend.
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| The one and only! |
So
marschierten wir vom Union Square (es war ziemlich cool zu sehen, was
hier alles nach Feierabend bzw. Schulschluss abging, kleine
Tanz/Breakdance-Veranstaltungen, Hacky-sack, etc.) auf dem Broadway
in Richung Times Square. Das Flatiron-Building ist und bleibt
architektonisch super beeindruckend und wir kamen an einem kleinen
Markt vorbei, wo zufälligerweise auch Robertas Pizza einen Stand
hatte. Es war ein schöner Abend und obwohl Julia nicht übermäßig
beeindruckt vom Times Square war, fühlte es sich auch nach dem
unangenehmen Hostelempfang gut an in New York zu sein. So endete der
Abend und die Nacht holten wir Einiges an Schlaf nach.
Am nächsten Tag ging
es dann etwas weiter nördlich in den Central Park, wo wir vom
Columbus Circle aus hinein marschierten. Bei schönstem Wetter
genossen wir Eis und Hot-Dogs und schauten uns ein Softball-Spiel an.
Julia sah dieses zum ersten Mal und war hin und weg. “Das würd ich
auch mal ausprobieren, wenn ich in Deutschland bin”. Die Strawberry
Fields wurden abermals besichtigt und danach ging es mit der U-Bahn
weiter in den Süden, wo wir über Rathaus und Pier zur Brooklyn
Bridge gingen. Es war eine sehr schöne Stimmung, denn wir gingen
völlig ohne Druck durch die Straßen. Nicht mehr dieses Gefühl von
“Ich muss mir alles angucken und sämtliche Sehenswürdigkeiten
durckprügeln” zu haben war wirklich klasse. Vielfach unterhielten
wir uns über die bevorstehende Zeit und die Rückkehr nach
Deutschland. Wieder bei den Eltern leben. Jobs suchen. Einen normalen
Tagesablauf haben. Freunde wiedersehen. Wir freuten uns auf die
Rückkehr und gleichzeitig war man ein wenig wehmütig das Abenteuer
Weltreise hinter sich zu lassen.
Nun ja so nahm auch der
zweite Tag langsam sein Ende. Am dritten Tag haben wir uns dann den
Süden vorgenommen. Ich meine, dass wir von der Canal Street in
Richtung World Trade Center/Ground Zero gelaufen sind und hier die
Umgebung erkundet hatten.
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| Manhatten von der Staten Island Ferry |
Das World Financial Center schauten wir uns
an und ich weiss noch, dass wir uns hier ziemlich in die Haare
bekommen hatten wegen einigen Kleinigkeiten. Schon bald rauften wir
uns aber wieder zusammen und gingen weiter ins Century 21, einem
ziemlich großen und damit unübersichtlichen Designer Outlet Shop.
So richtig fündig wurden wir hier leider nicht und ich glaube wir
sind dann wieder östlich über die Wall Street zur Staten Island
Ferry gelaufen. Diese ist nämlich kostenlos und man hat einen super
Blick auf die Skyline von Manhatten. Staten Island selber war für
uns relativ unspektakulär, denn wir wollten nicht extra mit dem Bus
weit weg von der Fähre fahren, so dass wir nur einen kurzen
Spaziergang bis zum ersten Cafe machten und dann wieder mit der Fähre
zurückfuhren. Zwar war es relativ kalt und windig auf der Überfahrt,
aber der Blick enttäuschte nicht und wir machten ein paar schöne
Fotos von Manhatten. Schnell noch etwas eingekauft und dann war auch
dieser Tag schon wieder vorüber. Hmm, mir fällt gerade ein, dass
wir an einem Tag auch noch im Kino am Union Square gegangen sind. Bin
mir nicht ganz sicher an welchem, aber auf jeden Fall haben wir uns
Marvels Avengers angeguckt, was sich zum ersten Mal mal wieder
gelohnt hat. War zwar kein Welthit, aber immerhin hat man sich nicht
geärgert den im Kino geschaut zu haben.
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| Blick vom Empire State Building |
Der nächste Tag war
dann auch schon unser letzter ganzer Tag in New York. Am Vormittag
schauten wir uns das Künstlerviertel SoHo und die benachbarten
Stadtviertel an. Für uns hieß das übersetzt Shopping und
eigentlich verbrachten wir mehr Zeit auf dem Broadway in
irgendwelchen Schuh und Klamottengeschäften, als damit uns
irgendetwas anzugucken. Schon bald wurde einiges gekauft und mit
Shopping-Glück in Gedanken schauten wir uns dann die Gegend um das
Rockefeller Center an. 6th and 7th Avenue
wurden abgegrast, Radio City Music Hall und NBC Studios besucht und
St. Patricks Cathedral haben wir auch gesehen. Alles abgehakt (danke
Michi für den Rechtschreibhinweis;-)) und mit neuen Schuhen ging es
hoch hinaus aufs Empire State Building. Beim ersten Besuch in New
York bin ich auf dem Rockefeller Center (The Rock) gewesen und nun
sah ich auch die 2. Perspektive vom Empire State Building. Ich muss
sagen, es ist immer wieder beeindruckend. Manhatten von oben ist
einfach etwas Anderes. Hochhäuser scheinen einen Wettkampf in Sachen
Höhe und Imposanz auszutragen und bei Abend sind die Lichterspiele
von Gebäuden und Autos einfach nur klasse. Trotz all der Faszination
wurde es uns nach einiger Zeit etwas zu kalt und die Menschenmassen
wurden auch nicht weniger, so dass wir die etlichen Stockwerke im
Schnellaufzug wieder hinunterbrausten und alsbald im Hostel ins Bett
fielen.
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| Manhatten bei Nacht |
So schliefen wir in
unseren Abreise-Tag hinein. Die verbleibende Zeit bis zum Flug
verbrachten wir abermals mit kleinem Shopping und schon bald saßen
wir wieder im Skytrain der uns zum Flughafen brachte. Hier nahmen wir
Abschied voneinander, denn ich reiste weiter für 5 Tage nach Miami
und Julia flog bereits an jenem Tag nach Hause. 1 ½ Jahre gemeinsam
reisen und Erfahrungen sammeln fanden an jenem Tag sein Ende. Ich
hätte nicht einen einzelnen davon missen wollen und freue mich immer
wieder, dass wir uns zu der Reise durchgerungen haben und sie
schliesslich auch zusammen beendet haben (ja gut bis auf meine Miami
Extrawurst).








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